Wernigerode – 32. Harz-Gebirgslauf 2009, 10. Oktober 2009 –„Aufm Broggen isses neblig, kalt, windig, oagnäm“
Den Broggen hoch und drüben wieder runter


Den Broggen vor der Haustür und noch nie hochgedonnert, das muss sich ändern. Mal guggen, wie interessant es da oben is – Hexen rennen wohl auch rum – aber bei dem Höhenprofil (von der Broggen-Mara webbigen Seite) lieber gemächlich angehen.

Ah, schon am Beginn der großen Wiese an der Himmelspforte, die Ganoven aus Brunswigg – Frank ichguggDirindieOhren Reintjes – Michael Asphaltjunkie Richter meint: “Nein, nicht schon wieder ein Foto!”.

links: Yogi ist am Morgen mit dem Rad aus Nordhausen hergedüst, schon mal schlabbe 50 Kilosmetros oder so, wow wow wow.
rechts: Dirk aus Leibzisch – ähnliche Frisur im Gesicht und aufm Kopp.

links: Die Brummis dürfen nicht fehlen.
rechts: Frank zur MM-Hexe: “Darf ich mal in Deine Ohren guggen?”.

links: Im hinteren Teil der grünen Wiese – die Umkleidezone.
rechts: Ralph nichtmehrdiggeBagge in schönem Gelb.

links: MM: “Fotofier mal das da hinten!” – “Na wat denn?” – “Na das Stügg blauer Himmel!”.
rechts: Asphaltjunkie und Ralph, der sich an die Bagge greift, die da kneift – wird die wieder digg, wa?

Die Pokale neben der Tribüne – Hasseröder wird in Wernigerode hergestellt – et jibt nen Gutschein für einen Fingerhut-voll.

links: Old Siggie betrinkt sich schon um 8 Uhr – nee, is warmer Tee olè.
rechts: Peter aus Berlin (Berliner haben heute wieder Freigang, "Sportfrei!") – “Läufst Du so, in dem Hemdchen?” – “Ick hab nix anderes!”.

links: Sehr schön, gut zu wissen was einem von hinten in die Haggen fahren wird – aber schon mal vorweg: nicht gesehen und nicht gehört – ach noch was, für die Autokennzeichen-Rater: sehr schöne Info – WR für Wernigerode wird gewechselt auf HZ für Harz und HBS für Halberstadt vermutlich och.
rechts: Wolfgang – bis aus Hannover sind se herjekommen.

links: Das Starttor – Hasseröder scheint hier wirklich groß zu sein.
rechts: Joachim das Barthelmännchen, im hinteren Teil der Startwiese, da wo wir hingehören.

links: Jörg Gerlach – “Wird das wieder so ein brutaler krasser Fotobericht, nee gell!”.
rechts: Subbanoble Geste – vor dem Start Leggeres zum einfach-Grabschen vorbereitet und angeboten.

Ein paar Minuten vor dem Haut-Ab noch ein paar Reden und siehe da, nochmals Sonnenstrahlen – aber kalt isses nich, satte acht neun Grad.

links: Berliner en masse – Felix geht nochmals in sich (oder schläft er schon wieder?).
rechts: Doch ein Hundert Treter beissammen – laut Liste in der Tat 749 Vollender.

Die Broggenhexe tanzt zur Aufwärmgümnastik – sie is wohl auch rauf- und runtergerannt.

links: Einige Dänen auch – wo sind die nicht?
rechts: Eener von zwee Hunden.

links: Bernd Gämlich – Jahre, Jahrezehnte nich mehr gesehen – “Der da muß auch mit aufs Foto!” (Josef) – irgendwo in den Dreißigern, Bernd versägt, er am gehen, Lahmsogge am Fliegen (oder so ähnlich): “Heut überholen mich alle, aber auch alle!”. – “Ey, alter Mann, musste schneller wetza!”.
rechts: Joachim und Jörg besprechen schon mal die Tagtig für den DL10 – dann aber mit kurzen Haaren, Jörg, früher hat man dafür das ausgestorbene Wort “Gammler” verwendet, also bitte!

links: Ganz hinten hinstellen, erst mal alle vorlassen – und dann Letzter? – hat wohl nicht jeklabbt, das Schlußfahrzeug is nie aufjetaucht – trotzdem ziemlich allein, die näxten davor so im 100 Metros-Abstrand – lange Zeit Old Siggie in gelb dahintänzeln sehen, aber dann isse och vondannen – Britta Schulz als Wanderin getroffen, zusammen 5 Minutos gewandert und schon niemand mehr vor einem – alle kms schön an den Bäumen markiert, allerdings nach dem Prinzip “wo-is-der-näxte-Baum”, also plusminus 100 Hundert, die Summe stimmt dann wieder.
rechts: Die Stregge mit weißen großen Pfeilen aufm Boden gekennzeichnet – allerdings oftmals zertreten und vor allem nach der Kreuzung, das is natürlich ein kapitaler Anfängerfehler – vor der Kreuzung, nicht nur danach, am besten beide – bei Joachim, Europas Tobbmarkierer, beim Versägen (das muss hier betont werden, muhahahahaha) gleich beschwert und er solle mal ein Seminar für die Broggen-Eumel vorbereiten.

Logo, dass es ziemlich schnell verdammich hügelig wird – schon wieder Sonne, aber zum letzten Mal.

Ah hier, ein zertretener verwaschener Pfeil – tolle Aussichten, die aber bald im Nebel und im Regen verduften.

Zumeist die breiten Wege, später auch mal Straße – selten mal ein schmaler, aber uriger Pfad.

In Ilsenburg ein paar Häuser und Menschen – plus Kopfsteinpflaster.

links: Da kommt einer von hinten im Sauseschritt - Frank, ein Käsetreter – “Zu spät gestartet?” – “Nee, gestürzt, Hand und Knie aufgeschürft!”.
rechts: Die zwei wundern sich über gar nix mehr.

Station bei km 9, Ilsetal - Verpflegung subba, Schleim und Schmalzbrote und viel mehr – jedoch kein Cola nie nicht und später nicht mehr ausreichend Tee – aber genug gemeggert, insgesamt prima prima – bester Namen: Station Knochenbrecher bei km 21.

Noch ein riesiges, anscheinend verlassendes Gebäude bevor es endgültig in den Wald reingeht und der Aufstieg beginnt, so bei km 11/12.

Ziemlich duster jetzt im dunklen Wald, huhu.

links: Viele an unserem Gehopse unbeteiligte Wanderer unterwegs – oben ziehen die Wolken sich zusammen.
rechts: Ungewöhnliches Gesträuch – wie Schnee drauf (is aber keiner).

links: Brigitte beim Kämpfen - Gehen is angesagt – Tibbeln geht auch noch.
rechts: Abundzu Märchenwald-Atmosphäre mit Moos auf Steinen, aufm Boden und die Bäume hoch.

links: Hier geht noch zügiges Hochtigern oder Schlabben.
rechts: Aber dann bei etwa km 16 scharf links (oder war`s rechts, holyschitt?) – und der berühmte Plattenweg – erst mal Luft holen, Kopf nach unten, Oberkörper nach vorne und los.

Die Löcher in den Platten sind lästig und nervig – die Steilheit variiert.

Oh oh, wird heut nix mit der Aussicht – Nebel, Wolken, bald nix mehr zu sehen.

Wanderer und ehemalige Läufer.

links: Auf 1000 Metros Höhe angelangt – Start in Wernigerrode bei etwa 300 m – 18 kms lang die verdammich Jagge in der Hand getragen, zefix – aber jetzt kommt sie genau richtig: affig kalt, saublöder kalter barscher nichteingeladener Wind, brrrrrrrr.
rechts: Die Broggenbahn tutet durch den Nebel – die Bahn nie gesehen, aber die Gleise werden zweimal überquert, einmal beim Rauf und einmal beim Runter.

Zwei Motorräder tuggern hoch – und gleich sind se im Nebel wech.

Bei km 17.5 jibs ne Station – der Knabe dort meint: “Noch 1.5 Kilosmetros!” – plötzlich, Sichtweite 20 Meter (mit beschlagener Brille 5 Meter), ein weißer Pfeil nach rechts und das km 19-Schildchen – müsste passen! schon oben? das ging aber schnell!

Linkerhand ein Turm irgendwie in der Subbe auszumachen – ein paar Gebäude – müssten die ehemaligen Anlagen der Brüder sein.
Auf dem Boden stolpert man über die Richtung-Westen-Markierung – ein Eumel sitzt im Weg, videot die Uhrzeit.

Genau, das Ding muß dokumentiert fotofiert extrahiert werden – keine Ahnung, ob im Fokus oder nicht, lieber noch ein zweites schießen – Kamera-Objektiv, Monitor, Brille, alles beschlagen, im Blindflug, muhahahaha – eine Helferin im gelben Berlin-Mara-Kittel reicht ein Taschentuch, tolle Mieze.

Richtung Osten wieder runter - eine Batterie von Platten im Boden listet Städte und in welche Richtung sie liegen und wieweit – kruzidürken, keine Zeit, Berlin muß genügen – insgesamt ist der Broggen ganz oben nicht so imposant, a bisserl enttäuschend, eigentlich nix los – das Problem ist, man hat das Gefühl, dass man eigentlich färtisch ist, aber es sind noch 23 Kilosmetros, zwar zumeist bergab (bis auf zwei Hubbel, die nochmals zum Gehen einladen), aber trotzdem.
links: Der berühmte Video-Reschisär filmt noch seinen Kumpel und der hält auch noch ne Rede – aus dem Weg, ab jetzt muß Zeit aufgeholt und müssen Schlabbohren überholt werden.
rechts: Auf der anderen Seite runter, auf der Straße – die Subbe wird immer digger.

Drei Broggen-Hexen auf die Platte gebannt.

links: Diese Damen machen ne Welle – betonen, dass sie die Hupfdohlen seien.
rechts: Nur noch Versägen und Runterrattern, dass die Knochen schnattern – zuerst Niesel, dann Tropfen, zuletzt Regen – keine Zeit mehr für Kamera-Auspaggen – das Ziel von hinten gesehen muß genügen.

links: KarlundWolfgang Baumimgarten steht im Zieleinlauf herum.
rechts: Old Siggie wundert sich, wo Hasehumpel herkomme: “Du hast mich doch am Anfang überholt!” – “Nee, ich war nie vor Dir, Du mußt mich mit einem Deiner vielen Männer verwechseln!”.


Immer schön, wenn jemand im Ziel auf einen wartet, auch wenn man mit der beschlagenen Regentropfen-durchnässten Brille nix erkennen kann, auch die Kamera sucht die Fokussierung – zwar nicht die Broggen-Hexe, aber immerhin die Pozzblizz-Hexe – “Komm, gleich Urkunde ausdruggen lassen!” – “Nee, erst mal duschen, total nass, innen und außen, dreggig bis zum Hintern hoch!” – die grüne Wiese ist zur Matschwiese geworden, zuviele drauf rumgetrampelt.


Die Brummis auch ins Ziel gekommen – “Claudia, rutscht doch mal im Matsch aus und leg Dich quer auf die Fresse!”.

links: Wolfgang guggt grimmig, isser aber nich – bei km 38 versägt, brutal ohne Qual und ohne Gnade: “Bin heute platt!”, ruft er nach – im Hintergrund nochmals subba Verpflegung mit Butterbroten, warmem Schleim (nicht zu verwechseln mit Rotz), warmen Tee und kleinen Leggerlis.
rechts: Old Siggie mit zwei Broten in jeder Hand und eins im Mund.

Umkleidezelt Herren – am besten auf ne Plastikdüde stehen, sonst is der Drägg überall, an Hose, Schuhen, Unterhose usw. – einer kommt rein: “Ich habe reserviert!” *brüll wieher inmatschschmeiß* - die Dusche, in dem Moment außer Betrieb, einer der Dusch-Mannschaft kommt dannundwann rein und meint: “In den näxten 5 Minuten keine Dusche, für nen Einzeln lohnt sich das nicht, ich sammel erst die Duscher, weil wir zuwenig Wasser (oder war es Warmwasser?) haben!” – trotzdem toll, dass die Jungs das aufgebaut haben und am Laufen hielten.

Noch die Gutscheine für Kartoffel/Erbsensubbe einlosen – da hängen die Möhren rum, Andrea und Norbert.
Jetzt schifft es richtig, dauernd und heftig und ohne Pause – nix wie wech – war schee, aber so total naß und dreggig geht aufs Jemüt.
Versuch des Ansichtensehens



In Wernigerode, Downtown sozusagen, in ein Café rein und erstmal Riesenstügge futtern und was Warmes Heißes Kochendes runterschütten – der Versuch des folgenden Ansichtensehens der würdigen Kleinigkeiten scheitert am ekligen Dauerheftigstlandnicht mehraufhörregen – wenigsten den Marktplatz-Brunnen und das Rathaus und ne Kirche und ne tübbische Häuserfront noch visuell und optisch mitgenommen – Schluß aus finito Abfahrt.
Die Beute

Große Startnummer für kleine Brust (“da is doch nix!”) - und auf 19. Jahrhundert gemachte Urkunde.

Medaille von vorne und von hinten – Mäuschen und Häschen.
Klasse Lauf, man kommt wieder – beim langen Rauf weniger rumtrödeln und beim Runter volle Kanne, dann wird auch die Zielzeit besser, aber wie sagen die Indianer am Lake Tahoe “Hugivsaschitt?”.
Grüzi
Schneggi
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