5. Troisdorfer Sechs-Stunden am 13. November 2005 - "Säxstunden in Trostdorf"

Dienstag, 15. November 2005


Mann-o-Mann, schon November und dieses Jahr immer noch keinen Säx gehabt, äh Säx-Stunden-Lauf. Da bietet sich Troisdorf wunderbar an. Die ewig weite Anfahrt - ah, "who gives a shit"! wie die alten Apatschen mit den Lederlatschen sagten. Außerdem ist die DUV (Dolche-und-Vorschlaghammer)-Versammlung für den Vorabend anberaumt - das verspricht interessante und lustige Unterhaltungen vor und während des Laufs am "Tag-danach". Dromäus im fernen Badensia legt derweil die Füße hoch, macht Feld-Wald-Wiesen-Kurzstreggen-alte-Männer-Wettkämpfe, die er natürlich abräumt - und fordert weniger Täxt und mehr Fotos.

Schon gewohnheitsmäßig am Sonntag um 430 raus, um 500 in den Corsa-Ferrari - an der Autobahntankstelle Gütersloh um 630 nachfüllen - der blutjunge Typ an der Kasse schaut echt total färtisch aus: "Ey, Schlabbohr, wie lange haste heute noch" - "oh Gott, ich habe gerade erst angefangen, kann nicht mehr stehen!".

Um 830 auf dem Parkplatz am Ackerstadion (alte Schreibweise: Aggerstadion am Fluss Agger) einrollen - im Auto daneben, Tübb Mini-Wän geht die Hinterscheibe runter: "Morgen Powerschnecke!" - es iss der Flizzer Ränä strotzt-vor-Kraft Strosny im Schlafsagg, daneben kommt noch eine weibliche Stimme raus: "Du siehst aber müde aus!" - "Hey, soll ich Euch fotographieren?" - sofort fährt die getönte Scheibe hoch, die Vorhänge werden zugezogen.

Alles Schneggis Schuld: Tatort Isartal flußaufwärts von Scharnitz, 20. Mai 2005, Freitag, blauer Himmel, sakrisch heiß, noch 20 kms fertigeiern und dann schluß aus ende vorbei mit dem Isarlauf 2005 - aber wir dürfen nicht am Hotel stobben, sondern müssen noch weiter hoch, zur Quelle, hin und zurügg, eine Strabazze heute - hinter dem Hotel gehts über eine Brügge, da steht Änschiebeibie BamBam, Zuschauerin-Supporterin-Etappenlaufgroupie: "Ich lauf mit Dir ein Stückchen mit" - aber bald wirds steiler und dem Mädel geht die Puste aus: "Ich geh zurügg und begleite den Näxten" - noble Geste.

Paar Minuten später donnert der Isarlauf-Sieger Ränä den Hügel runter - Ränä ist, schon öfters geschrieben, einer der wenigen richtigen Flizzer, der nicht nur bugglige lahme fätte komplett untalentierte Pseudoläufer grüßt, sondern sich mit ihnen auch unterhält - Schneggi breitet die Arme aus, läßt ihn nicht vorbei, fängt Ränä, der strahlt (auch wie immer - ein echtes Sonntags-Sonnen-Kind) und stürzt sich in die Arme - "Ey, Mann, grandios, gratuliere" - und dann noch ins Ohr geflüstert: "Ein km weiter steht ne hübsche BlondeBiene, die nimmste in Arm und lasste nich mehr los!" - hat wohl noch 4-5 Monate gedauert, aber es war Schneggis Idee.
Foto PowerschneckeFoto Powerschnecke
links:   Ränä in der Halle vor dem Lauf, dahinter rechts mit blondem Zopf Änschiebeibie spricht mit Heinz Jäckel.
rechts:   Ränä nach dem Lauf, um sieben Stunden gealtert, aber 3. Platz und 2 kms mehr als 2004, also schadet das der Spied doch nicht - die wärmende Jagge wurde ihm über eine Runde zum Schluß im Renntempo hinterhergetragen *ächz - Schweiß von Stirn wisch*.
Foto PowerschneckeFoto Powerschnecke
links:   Alfredissimo Waßmer in rot und Berthold Becker in blau - es ist am lustigsten mit der Wetzlarer Gäng zu laufen: "Alfred, Du wirst immer fätter!" - "Das ist der neue Kompressor für meinen Hammer!" - Alfred hat die Wahnsinnsidee in Runde 8 einen Ausbruchsversuch zu starten, hält 2 Runden, dann wird er wieder eingeholt und später gnadenlos versägt.
rechts:   Ralph ex"diggeBagge" Dietz - der Junge ist einfach zu verdammt schnell.

Trostdorf hat den immensen Vorteil der einigermaßen geraden Zahlen, genau 2.5 km-lange Stregge, da läßt sich gut mitrechnen - Kopfrechnen für die, die’s können. Dazu alle 250 Meter ein Schild, sogar Intervall-Träning ist möglich. Durch den Regen ist es von 0.5 km bis 1.0 km ziemlich matschig, weil große Pfützen quer über den Trampelpfad gehen und die Grasränder nicht mehr grasig sind. Dazu den ganzen Tag graugraugrau, Feuchtigkeit steht in der Luft, kein Wind kein Lüftchen aber auch kein Regen mehr. Punkt 10 Uhr ein Schuß - und dann noch sechs weitere Schüsse, aha, da wird zwischen alten und neuen DUV-Präsidiumsmitgliedern noch weiter, äh, diskutiert.
Foto PowerschneckeFoto Powerschnecke
links:   Start und Ende einer Runde, nur 50 Meter bis zum Wendepunkt (wo das Mika-Teiming-Männchen steht und seine Matten liegen) und 50 Meter wieder raus aus dem Stadion - der Tübb links auf der Bahn, in gelb mit blauer Mütze auf dem Stuhl paßt wegen den ewigen Bescheißern ganz genau uff - er sitzt später genau an der Wendemarke.
rechts:   Schild und Markierung der 2000 Meter.
Foto PowerschneckeFoto Powerschnecke
links:   Auf den letzten 250 Metern quer durch die Vereinsanlagen, durch das Verpflegungszelt hindurch, zurügg ins Stadion auf die Bahn.
rechts:   Verpflegungstiem - angewärmte Cola!

Als Lahmer wird man halt pausenlos überholt - der schnellste Flizzer ist heute ein Helmut Dehaut, beeindruggend, mehr als 85 kms. Ränä aber nicht weit dahinter, der Brecher Robert Wimmer mischt auch mit. Die Damen hauen voll rein, Carmen Hildebrand und Marion Braun grüßen charmant galant extravagant bei jeder Versägerei. Änschiebeibie fotographiert und feuert an, mahnt: "Das Lächeln nicht vergessen!" - in der letzten Runde jagt Änschiebeibie in Straßenschuhen, mit Ruggsagg und Kamera und wärmende Jagge für Ränä dem Flizzer hinterher, quasi hoffnungslos, aber sie muß ihn doch noch erwischt haben (siehe Foto), er muß wohl irgendwann stehen geblieben sein, braves Mädel, so ist’s Recht.
Foto PowerschneckeFoto Powerschnecke
links:   Ryan der Schakal, immer gut drauf und positiv, heut läuft’s nicht optimal - überhaupt haben diese Deutschlandläufer (außer Ränä) noch so eine Art Hängofen und sind noch nicht wieder die Alten.
rechts:   Jürgen Köllner - Jürgen, Ryan und andere mit "SCC Berlin" hinten drauf bilden eine Gäng - auch er sonst eigentlich schneller und weiter als Schneggi.
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links:   Frankvater Berka.
rechts:   Volkerssohn Berka, auch "Löffel" genannt, keine Ahnung wieso - soll angeblich für eine Stunde die Macht im DUV in der präsidentenlosen Zeit als Wahlleiter gehabt haben - ihm kann man nicht mehr viel glauben, behauptet vorher, er wird heute 55 kms laufen.
Foto PowerschneckeFoto Powerschnecke
links:   Thomas "BigSchnurrbart" Wenning - hat vor dem Schnabbschuß keine Zeit mehr sich zu kämmen.
rechts:   Heinz Jäckel - der Mann hat Waden, unglaublich, göttlich - aber ohne Willem Mütze heute keine Power auf die Dauer.
Foto PowerschneckeFoto Powerschnecke
links:   Norbert Rößler - selbst er hat Geheinlagen - bei Vielen ist der Wurm heute drin.
rechts:   HaJo Meyer - scheint ne ziemlich üble, äh Diskussion beim vorabendlichen DUV-Gezetere gewesen zu sein - siehe fehlender Vorderzahn.
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links:   Superflizzerin Marion Braun und Anhängsel Wolfgang (der Tübb mit der Mütze verkehrt rum druff).
rechts:   André Williams vom Orga Tiem der Troisdorfer - läuft selbst 30 kms mal so eben schnellstens mit.
Foto Powerschnecke
Sabine Schneider, Westerurwäldlerin beim Frühstügg in der Schule - Anruf am nächsten Morgen zur Geburtstag-Gratulation: "Ey, ich hab n prima Foto von Dir, mit dem Käsebrötchen in der Hand!" - "Au weia, hoffentlich werde ich jetzt nicht Käsebrötchen genannt" - "Hey, super Idee, ab jetzt heißte Käsebrötchen!" - noch jemand aus dem Westerurwald, Jürgen "Fannymän" Hoffmann (leider nicht abgelichtet) klagt über Schleim im Beutel am Knie, "wird heut nix", aber dem Mann kann man nicht trauen, hat in Biel auch nur gejammert, aber heute tatsächlich Wandertag zum Schluß hin.



Foto Powerschnecke

Klaus "Keule" Neumann, ganz verschreckt (Jürgen das Höschele kann nicht aufs Fokussieren warten und stürmt davon, muß der Weiblichkeit hinterher) - beim Warten auf das Rad mit den Restmeter-Vermessern, knäbbli hinter dem Schild 1250, sitzt Schneggi, alle vier weggeworfen, am Bordstein, jawohl endlich in der Gosse wo er hingehört, schleicht Keule da vorbei in Richtung Stadion: "Du siehst doch wieder echt scheiße aus!" - "Ey, Keule, so wie immer - aber gugg amol in den Rüggspiegel von dem Auto da drüben!" - diese Stuttgarter, ganz wildes Völkchen.

HaJo wird erst gegen Schluß, so fünfte Stunde versägt, wehrt sich nicht - Löffel, den man fünf Stunden lang nicht gesehen hat (hat ihn eigentlich irgend jemand gesehen?) kommt 4 Runden vor Schluß auf der Stadiongegenlaufstregge entgegen, weit aufgerissene Augen, Schaum vor dem Mund, wirrer Bligg: "Ich krieg Dich gleich" - passiert dann auch 30 Minuten später, ach soll er, hat zum Schluß 4 kms mehr, klar wenn man erst 20 Jahre alt ist.
Foto Powerschnecke
Conny Bullig und Anhängsel Sigggi (der Riesenkerl daneben) - Conny läuft nicht mit, noch in der Rägänäration - nach ausgiebiger Annam-Näse-Käse (guggt selber nach: alte Schreibweise ist Anamnese), Überzeugungsarbeit für die Therapie und Ausbaldowern der Prognose, steht die Diagnose, glasklar und felsenfest: "Ärzte sind Sägge!" - Sigggi ist ein absolut ausdauernder, nimmer müde werdender Anfeuerer, hat ihm Conny prima beigebracht, bei jeder Runde ist Sigggi beim Vorbeischleichen voll in Äktschen: "Hau rein!" - "Gib Gas!" undsoweiter - es hat vor dem Start übel geregnet, siehe die Big Schultern von Sigggi - richtig, ChampionChip ist gefragt (siehe im Hintergrund den Mika-Teiming-Laster).

Foto PowerschneckeFoto Powerschnecke
links:   Hugh "Jäger" Hunter in zivil - Angeberjagge vom Boston Marathon: "That was my best and finest marathon ever!".
rechts:   Hugh im Kampfanzug, bereit zur Attagge: "Nieder mit den Germanen! versägt sie alle!".
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André "Zeitungsdieb" Dreilich - vor dem Wegpaggen der Kamera gerade noch in ihn reingelaufen - wehrt sich gegen das Fotographieren, aber keine Schance - wie letztes Jahr bleibt er 5 Meter (hinter Schneggi, uaaaaa) beim 600-Päng stehen - hat natürlich mehr Runden drauf, der Ehrgeizling.








Foto PowerschneckeFoto Powerschnecke
links:   Der neue DUV-Presidente Uli Welzel am Montag in Schneggis Büro.
rechts:   Die alten verdreggten Schneggi-Latschen, die auf eine gute reinigende Seele warten.

Was soll man da sagen: ein super Säx-Stunden-Lauf, mit und ohne Säx - solange die Stregge erhalten bleibt und die DUV-Versammlungen dort gehalten werden und vor allem immer dieselben Pänner, Galgenvögel, Ganoven, schräge Tübben und weiteres Gesindel zum dort Laufen kommen, ist das eine Note Eins allemal wert.

Grüzi
Schneggi


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