Davos – 24. Swiss Alpine Marathon K78, 25. Juli 2009 – “Tuffie und Schneggi haben dieses Mal alles richtig gemacht”
Nach dem Theater vom letzten Jahr mit granatenmäßig unfären, unlogischen und überhaupt saublöden Zwischenzeiten wird beschlossen, das dieses Jahr anders anzupaggen. Zunäxt brutales Tränenlager auf Elba, wo es irre Berge raufundrunter zu laufen gibt. Die Schwiezer um Andrea Tuffli, bekannt als Tuffie, haben sich auch bemüht, weniger stur und doch großzügiger und gastfreundlicher zu sein: Zwischenzeiten zurügg so wie sie früher waren, Verbesserung der Staustellen und zum Teil neue Streggenführung. Im verteilten offiziellen Zeitungsblättle steht was drin, dass man sich mehr um die “Senioren” bemühen wolle, die könnten den C42 über 2 Wochen (oder so ähnlich) absolvieren – danke, Hinweis mit Zaunriesenpfahl kapiert – nix da, wir die MMS-Banditos wollen den K78 und nix anders.
Elba hat nicht nur Strände, sondern auch steile geile Berge

Elba hat ganz schön habbige Berge - da kann man sich austoben.

Jeden Morgen auf irre steilen Wegen nen bösen Berg hinauf ist der Hammer – und dann abends nochmals oder auf ner flachen Schotterpiste macht die Kiste wieder fit.
Freitagabend im Davoser Stadion – alles futtert 

links: Diana Oberflizzerin und MMsche beim in-den-Nudeln-Rumstochern – Diana gewinnt schon wieder den K42, dieses Mal aber ohne auf die Fresse zu fallen, äh ohne sich zu verletzten wie vor 2 Jahren.
rechts: Felix auch wieder dabei – beinahe am Panorama-Treil abgeschmiert – dort wo es so rutschig und auch schief ist, genau dort ausgerutscht gestolpert abgekaggt, sich noch mit den Fingerspitzen vor dem Abgrund gerettet und wieder hochgezogen – sagt er zumindest – vielleicht hat er nur mal gehustet.

Jobstus Superbus zum ersten Mal beim albernen Swizzigen Mara der Schwiezer – meint, dass “Superbus” nicht passen würde – okay kriegt nen neuen, nämlich flizzicus, also Jobstus flizzicus – ist nämlich dämlich sauschnell, der alte Mann – allerdings will er unbedingt, dass die extrateure Getränkeflasche fotofiert werde, weil die nach seiner Ansicht viel zu teuer sei (wieviel war`s? 5 oder 6 Fränkli?) und die Schwiez insgesamt viel zu teuer sei.

Die Braunies und Jürgen Kuhlmey – auch keine Neulinge mehr.

links: Heinz Hauptsache-Dortmund-steht-vor-Schalke Gollner – mit Titanium in der Halswirbelsäule Angriff in den Bergen.
rechts: Heinz pfeifft den Tuffie-Män her, man quatscht – der erinnert sich an die, äh Diskussionen mit RasenderKrügge um dessen Disqualifikation und Requalifikation und die Fotos, die den Stau bewiesen haben, und meint: “Danke für die Fotos, das hat uns sehr geholfen – wir haben das verbreitert, das flutscht jetzt!” - Tuffie entpuppt sich als richtig sümbadischer Mensch (wenn er will, kann er wohl, joh joh).

Berliner überall – Siggie, wieder fit nach den TransEuropa-Qualen - Rainer bei seinem 24. Rennen (alle komplett): “Aber mein erster über Zehn!” - Schwätzer, Oberschwäzer, kommt am näxten Abend mit 956 rein.

Bernd Seitz: “Du schon wieder – was willste denn mit den vielen Fotos?”.

Nicole und das Höschele – das Höschele schielt schon ganz gierig auf die Restnudeln (“ob ich die wohl haben kann?”) – die Geheimwaffen von Nicole: erstens solche Latschen und zweitens das Höschele als Müslimuli.

Diana und MM sind total baff, sie können es nicht fassen, total von den Soggen mit den Nobben – was ist da los? – der Jobstus flizzicus futtert seine siebte Schüssel mit Nudeln, meine Fresse holyschitt.
Samstag Morgen – es ist Schauzeit (oder auch Schowteim)

In der Nacht hat`s jedonnert, jeblitzt und jeschüttet, boah, brutalo, fett krass – die Wolken und der Dunst hängen noch tief im Sertig-Tal (vom Hotelbalkon in Clavadel runtergugg).

links: Im Stadion auf der Tartarenbahn – der Meister, Tuffie in persona, in Aktion - äh, gelungenes Foto *schulterklopf*.
rechts: Gelungenes Laufschört, prima prima, sehr schön.

links: Von ganz weit wech kommen sie her – und die Schweden, Männchen und Weibchen, sahnen ab, rennen allen davon – auf dem K78.
rechts: Michael ist nicht zu entkommen – letzter Tränenlauf vor dem Badewannengehobse.

Wernerchen – nicht nur in Biel, sondern auch in Davos immer zuhause – haut beim C42 voll rein.

Die Thüringer, Jörg aus Godda – und Siggie, die Berlinerin.

links: Zeit, sich zu sammeln und versammeln, um nix zu versemmeln.
rechts: Nils, der Kinderschregg, rennt noch vor die Linse.

Gedränge vor dem Startbogen – und Gedränge in der Luft, einer von zwei Hubschrabbschrabbs.

Bärbel muss ihren Bruder Jürgen vertreten, der schwänzt – die Bergwelt noch in den Wolken.

Der freche Werner aus Wetzlar mit seiner one-Män-Gäng.
Bis Filisur keine Fotos - das Zeitlimit lauert um die Egge

links: Trotz Fotoapparat-raushol-Verbot: Tuffie steht am Startbogen und feuert an, das is doch n Schnabbschuß wert.
rechts: Edelfän Tante Tata auf den Straßen von Davos – auch ein Foto wert.



Die Staustellen vom letzten Jahr sind dieses Jahr einwandfrei zu passieren – und wer steht da denn? der Scheffe persönlich: “Ey, Tuffie-Män, habt Ihr jut jemacht, alles palletti, nullos problemos – und toll dass Du sogar hier stehst und selbst nachguggst! große Klasse” – “Ja, klar, muß sein, das ist wichtig!” – sagt`s und steigt in den Hubschrauber ein – ein richtig breiter Weg geworden.

links: Neue Schilder - extra für uns Treter.
rechts: Am Bahnhof in Wiesen brüllt einer was von den Schienen rüber – RasendeKrügge denkt, der Lokführer will ihn anspringen – nein, es ist Jürgen in Verkleidung mit Schiebermütze – der Lokführer in der Lok dahinter mault, dass er nicht über die Schienen rennen solle, so ein Schwachsinn.

Das Wiesen-Viadukt lässt wieder schön jeglichen körperlichen Schweiß austreten – ganz nahe an den Schienen gehen, mit der Hand am Geländer – einer der Versäger meint: “Haste Angst? kann nix passieren!” – joh joh, dat ham se dem ollen Cäsar auch gesagt, als sie ihn mit Dolchen gekitzelt haben.

Die Piepsematten in Filisur – was sagt die frigging Mistuhr? – wow wow wow, Zeitlimit ist hier 350, holyschitt, verdammich nochmal, viel zu schnell gerattert – ab jetzt kann nix mehr passieren.
Morgen geht`s weiter - Hochmut kommt vor dem Dingsbums - in Bergün das näxte Zeitlimit - auf der Keschhütte warten Notarzt, Hubschrauber und die Zeitlimit-Schergen.
Okay, heut geht`s weiter.
Erholung von Filisur nach Bergün

links: Wozu gehen (wie letztes Jahr), wenn Laufen auch geht? – das erste Wildwasser im Tal nach Bergün.
rechts: Hoppla, nach der Bellaluna-Station nicht weiter im Tal, sondern auf die Straße nach Bergün – neue Stregge? – nee, meint ein Oldie, das war vor 10 Jahren auch schon so.

Spektakuläre Bligge rechter Hand - nach oben und nach unten ins Tal.

Die letzten fünf Jahre ist RasendeKrügge über diese total schräge Wiese unterhalb der Straße gewatschelt – war auch nicht schlecht, aber sehr anstrengend, die Straße erscheint leichter, aber auch langweiliger.

Die Straße ist steil und Marschieren erscheint besser als Tippeln und sich-zu-Tode-Schwitzen.

Hier sind wir noch letztes Jahr wieder in die Zivilisation zurüggerschienen, wir Wilden aus dem Tal.

Bligge nach vorne Richtung Bergün und zurügg ins Tal hinunter.

Entlang der Felsenwand – um die Egge, der Atem stoggt, so gewaltig haut der Hammer von gegenüber auf den Kopf.

links: Obwohl die Straße gesperrt ist, ein Verkehr wie im Freudenhaus: Mountänbeiker, Presseautos, Sanitätsmotorräder, Bullenauto, Rennleitung usw. – man hat keine Ruhe.
rechts: Nach vorherigem leichtem Regen kommt die Sonne raus – die Straße dampft – die Hemden sind schon seit langem tropfnass.

Bergün erscheint – fast Mara geschafft, so wat wie 39 kms.

Große Tankstelle, ein paar Minuten – Effekten können auch ausgetauscht weren (zu deutsch: sich-Umziehen).

Der brächtige Gerhard wird in der Kurve nach Bergün hinein versägt – er hat heute Leistenprobleme – aber das ist ein ganz zäher Hund, subbazäh.

Wenn der Berg einen bremst, dann ist das Mist, aber wat willste machen, Bubi? – aber wenn einen Landsleute bremsen bzw. sogar Stadtleute, dann wird`s heikel – voll in die Kurve reingehängt, da stehen sie, die Braunschweiger hinter ihren Mafia-Sonnenbrillen, keine Chance unerkannt vorbeizuschleichen – Manuela und Dieter: “Wir haben Dich gesehen, wir haben Dich erkannt, Du bist umzingelt, kein Entkommen möglich – wo bleibst Du denn? – die Mieze Zauberlaus ist hier vor 3 Stunden vorbei – bleib stehen für`s Foto! – nee geh 100 Meter zurügg, wir müssen erst die Kamera scharf machen – nee, besser noch 2 Kilosmetros zurügg, wir müssen erst die Gebrauchsanleitung lesen!” – “Nu macht schon, Ihr Pänner, meine Bestzeit ist in Gefahr, das Zeitlimit lauert auch noch!”.
Über die Piepsematten, durch den Strumpfbogen, der Ansager schreit`s raus: “Meister QuakQuak aus BlahBlah!” – Zeitlimit hier 500, was zeigt die Uhr? – keine offizielle Uhr zu sehen, die eigene Polar meint was von 432 – boah, Vorsprung ausgebaut, unglaublich fantastico bellissimo - jetzt erstmal den Kopf in nen Brunnen reinhängen und Cola erbetteln.
Jetzt geht`s heftig hoch nach Chants

Auf der Straße nach Chants liegt ein halber Franken, ein Fuffzig-Räppli-Stügg – “Bringt Glügg”, rufen die Geher hinter RasendeKrügge - übrigens, Geld in der Schwiiiez und Schwiiiezer Banken: Kommt ein Deutscher in ne Schwiiiezer Bank und will dort an der Steuer vorbei sein Geld deponieren - fragt der Bankangestellte: "Wieviel Geld soll es denn sein?" - beugt sich der Deutsche vor und flüstert: "Eine Million Euro!" - sagt der Bankangestellte: "Sie brauchen nicht zu flüstern! Es ist in der Schwiiiez keine Schande, arm zu sein!" - *brüll wieher unterntischschmeiß*

Ab jetzt wird`s gewaltig – und immer hoch hoch hoch, selten mal ein flacher Verschnaufer.

Viel Kies – staubtroggen – die Knochen waggeln.

Da isser wieder, der zähe Hund Gerhard, der schwäbische – und versägt am Berg, Frechheit – kurz vor der nur-Wasser-Station, die heißt “Teva”.

Jetzt volle Sonne, aber nicht brüllend heiß, wie es hier schon öfters mal war.

Kleiner VP in Tuors Davant – das Tal heißt “Val Tuors”.

links: Alle gehen, ein wenig Tippeln löst heftiges Versägen aus.
rechts: Wochenendhäuser – im Winter nicht zugänglich.

Mal zurüggguggen, wo die Pänner eigentlich bleiben – und jenseits Chants guggen, wenn`s dann richtig, aber endgültig richtig raufgeht.

Aber erst mal in Chants eintreffen – Zeitlimit ist 615, die Uhr zeigt 547 - oha oha oha am Vorsprung a bisserl eingebüßt, nicht kein Rumtrödeln hier nicht machen.



Die Verpflegung bietet subbaleggere Rosinenbrötchen und eisigen Tee, äh eisigen Eistee – die Scheune bietet rote Kunst.
Rauf zur Keschhütte – hochalpines Dauerwandern

Gleich hinter Chants werden die Steigungsprozente zweistellig.



Hände in die Hüften oder auf die Oberschenkel und stampfen stapfen hochschieben.

Diese Egge namens Valzana, wo`s dann 90 Grad nach links geht – und zwar affig steil hoch - vergißt so schnell niemand, der je da vorbeikam.

Die Steintürmchen sind lustig – scheinen aber die wenigsten zu interessieren.

Rennt hier überhaupt jemand hoch? – erscheint unmöglich.

Ein Sanitäter ist strategisch platziert – guggt sich die keuchenden schnaufenden fast-umkibbenden Kreaturen genau an – kleine Verschnaufpausen helfen nicht wirklich.





*Ächz stöhn fluch* - grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr – *luftschnabb* - *fluch fluch fluch* - *luftschnabb fluch fluch fluch* - *umkibb sitzenbleib hinlieg nichtmehrbewegenwollen*.

Das Ende des Oberhammers in Sicht – “Sauerstoffflasche her, aber schnell!” – Station Tschüvel.

Da schnauft einer vorneweg mit nem ThüringenUltra-Hemdchen – gleich mal anquatschen: “Ach Du bist es, Schneggi! wo ist MM?” – wieso fragen die immer alle gleich nach der hübschen Mieze und nicht nach dem Befinden des alten Mannes? – “Die habe ich heute weggeschiggt, die muß vorauslaufen, die bremst mich zu sehr!”.

Das 50 km-Schild zur Kenntnis genommen - und weiter im Trott hopp hopp hopp – wieso rufen die Schwiezer eigentlich immer: “Eier Eier Eier?” (oder soll dat wat anderes heißen?).

Wieso rennt denn da kein Schwein? faule Bande!

Die Keschhütte kommt in Sicht – hurra, gerettet.

Die Bachüberquerung bedeutet: “gleich da, nicht mehr weit” – kruzidürken!

links: Die Luft wird dünner und dünner – aber zumindest hinten bei uns Luschen kibbt keiner um.
rechts: Verdammich, immer wieder, quasi pausenlos liegt so eine Scheiße auf`m Boden.

Die lustigen Wandervögel sehen anders aus.

Auf diesen Wegweiser hat RasendeKrügge gewartet – da steht nämlich “noch 15 min” druff.

Uffff, holyschitt, geschafft – Zeitlimit hier 740 – die Uhr sagt 709 (verwaggelt verzittert hugivesaschitt) – wunderbar, ab jetzt ist die Sache zeitlimittechnisch gegessen, juhu.

Wieder die köstlichen Rosinenbrötchen – die Mieze in rot ist Julia aus Hannover – sie sieht färtisch aus, braucht a bisserl Unterstützung – stellt sich raus, dass sie bis dahin erst nen Halbmara als Max-Stregge im Kasten hatte – wow wow wow, wer hatte denn diese grandiose Idee, dann gleich von Halbmara, den Mara überspringend, auf nen 78-Ultra und gleich so einen zu probieren – Maulen hilft nix, wie heißt es auf den Plakaten drunten bei den Stadtmaras immer: “Umkehren wär jetzt auch blöd!”.

Der Notarzt und sein Fahrer, äh Flieger beguggen sich ein Opfer und bequatschen es – denen ist sicherlich langweilig.
Husch husch rüber zum Skelettpass

Jawohl die Richtung stimmt – erst mal runterwieseln.

Man sieht`s zwar nicht, aber es hagelt – jawohl, es hagelt – zum Glügg nur 5 Minuten und keine Hühnereier.

links: Er fängt schon mal an, den Müll aufzusammeln – “bravo bravo” *klatsch klatsch*.
rechts: Der Pfad ist heute nur naß im optimalen Fall – totaler Matsch und/oder unter Wasser im Normalfall.

Die Ärmste steht an der Abzweigung von K78 und K42 und bibbert sich einen ab – es pfeift nämlich dämlich ein eisiger Wind – als K78er kann man auch “unten rum” laufen, hat aber 800 Meter mehr und dann den nochmaligen Aufstieg zum Skelettpass.

Da bleibt einem öfters die Spugge weg – lieber auf den Pfad guggen, voller Stolperfallen – mehr Schnee als je zuvor in den vorherigen Jahren (erster Schneggi-Swizz-Mara in 2004).
Gleich zu Beginn des Panorama-Treils fragt ein versägter Schwiiezer Geher: "Bist Du Schweizer?" - "Nei, so schlimm is es doch no näd, ich bin Schwabe warum!" - "Ich sehe nur noch Schleier - ist das normal hier droben, ist das schlimm?" - "Uuaaaaaaaaaaaa, Mann, hogg Dich hin, ruh Dich aus, wenn`s nach 5 bis 10 Minuten nich wech is, gehste zurügg zur Keschhütte, kruzidürken!".

Wie gesagt: man kann als K78er unten (links) oder oben (rechts) rumtrampeln wieseln flizzen undsoweiter.

An der Keschhütte gab`s Müllsägge.

Tagliöl zum Verschnaufen – Julia sieht echt färtisch aus, meint: “Langsam habe ich die Schnauze voll!” – oh oh oh, sowas sagt man doch nicht, aber die "nicht-mehr-weit"-Replik wird nicht gerne gehört.

Erstmal nen Müllsagg für Julia, das wärmt – und dann weitergeschubst.

Jetzt viel über Geröll und Schotter stolpern – dazwischen wieder ein fast “normaler” Pfad.

Es bildet sich eine lange Karawane, circa 12 Treter – aber keiner drängelt mault hupt.

Ein paar Schneefelder – kein Drama, aber affig rutschig.

Im Gleichschritt – der Pass kommt in Sicht – “Nicht mehr weit!” – “Schnauze!”.

Old Siggie hat die Zeitlimits überstanden und sogar (was ja kein großes Kunststügg ist) RasendeKrügge versägt – hier beim Überqueren, nein beim Überflizzen eines Schneefeldes in flagranti erwischt.

Zwischendurch ganz schön mühsam, diese Krakselei.

links: Letzter Schnee für heute.
rechts: Der Bubi ist ein Profi-Fotomann – muß ganz schön kalt hier sein.

Der Skelettpass – die warme Brühe – Julia bedankt sich, möchte unbedingt ins Ziel kommen, zweifelt ob sie es schafft – es ist 16:50 Uhr – “Haste 3 Stunden für 16 Kilosmetros, niente paura, dat paggste, sei brav, ruh Dich a bisserl aus, so 10 Minuten, ich sause weiter!” – und sie paggt`s, mit 1139 im Ziel, boah von Halbmara auf den K78, verdammich.

Stehenbleiben, hinsitzen, hinliegen? – nee, heut nicht so gemütlich hier droben, der Wind pfeift doof – husch husch ins Tal - noch`n Bligg zurügg, dann weiter.
Dürrboden ruft – die Kuhgloggen bimmeln

Jetzt 3 kms steil runter – nur nicht stolpern und auf die Fresse fallen, oder noch schlimmer auf die Knie.

links: In kleinen Serpentinen dahinstochern.
rechts: Man ist sprachlos.

Ein Mountänbeiker feuert an.

Manche gehen vorsichtig – andere rasen wie die Feuerwehr runter.

Juhu, das warme Dischma-Tal kommt in Sicht – Dürrboden ist unten zu erkennen.

Die Außerirdischen mit den oranschenen Flattermänteln fallen ein – keine Piepsematte mehr, aber ein Ansager mit Mikro und Lautsprecher: “Das ist Dürrboden, das ist Dürrboden, Ihr seid in Dürrboden!”.

Joh, hier steht`s an der Wand: wir sind tatsächlich in Dürrboden – offiziell wird ab hier Cola ausgeschenkt, für den letzten Kigg.
Der Rest ein Spaziergang nach Davos

links: Nochmals sich aufraffen – “nicht mehr weit!”.
rechts: Joh, da hinten oben waren wir, vielmehr daneben.

Herrliches Laufen hier – zumeist abwärts – duftende Wiesen – idüllisch fantastico – wer noch rennen kann, macht`s hier gerne.

Das ist Station Rin – alle fragen nach Cola und der ollen Lola.

Gleich gefolgt von Teufi.

Schwiezer Bilderbuch-Landschaft – und schon die letzte Station: “Ihr seid zu früh! Ihr müsst unten im Ort sein!” – “Neue Streggenführung, siehste gleich!”.

links: Herrlich – das letzte rote Schildchen.
rechts: Da, die neue Stregge – anstatt geradeaus, links herum – und nochmals ...

... nochmals saftig hoch – war da eben ein Fluch zu hören, hein?
Die letzten 3 kms auf der Waldpassasche sind jedoch noch subbaprima – diese teuflische Schikane ignorieren wir mal einfach so, kruzidürken.
Im Ziel – der sechstse K78 jeschafft

links: Als erste kommt Old Siggie zum Grantulieren – diese Nudel hat doch glatt noch 6 Minutos rausgeholt, holyschitt – ihr sei`s gegönnt, sie freut sich diebisch – ihr Tag hatte “beschissen” angefangen.
rechts: Die zwei Ganoven, Felix und Jobstus flizzicus, können es nicht glauben: sogar RasendeKrügge durfte ins Ziel.

links: Der Tuffie-Män steht beim Stadioneinlauf – RasendeKrügge humpelt danach zu ihm rüber: “Ey, Tuffie-Män! danke für die Änderungen, habt Ihr gut gemacht – und vor allem: sogar Ihr Schwiezer seid lernfähig!” – er lacht: “Bis zum näxten Jahr!” – yep yep yep, Fehler eingestehen und daraus lernen, das hat er gut gemacht, unser Tuffie, hat Größe gezeigt.
rechts: Jürgen im Galobb, kaum zu bremsen.

Die Preißlers – Jobstus-flizzicus und MM-Diggebaggemachen.

links: Heinz ist ziemlich ka-oh – trotzdem geschafft.
rechts: Der brächtige Gerhard – ein absolut zäher Hund – genießt die letzte Kurve.

Marianne und Old Siggie geben dem jungen Küken noch Tibbs.

links: Rainer – beim vierundzwanzigsten K78 immer noch sub-Zehn – “Bis zum dreißigsten K78 bleib ich dabei!”.
rechts: Die Zieluhr zeigt 19:55 h – der letzte Treter kommt um 19:58 h rein, ein Däne, bravo!
Die Beute

Das Siegerhemd – für die L-Größe jibbts für die Luschen hinten nix mehr, wird nachgeliefert (sagen sie).

Startnummer – gute Nummer dieses Jahr mit “drei-zwei-eins” – die gelungene Medaille.

links: Der Morgen am Sonntag um 8 Uhr in Clavadel – einfach schenial hier.
rechts: Die Selbstausdrugg-Urkunde.
Die dritte Medaille in sechs Jahren – mit verschiedenen Motiven: Wiesen-Viadukt, Kloster-Hängebrügge, Keschhütte.
Wie immer ein irre Lauf – hieß es nicht bei den MMS-Banditos während des ganzen letzten halben Jahres: “Nur noch dieses eine Mal, das ist der letzte K78 mit uns!” – nun nun nun, mal guggen: näxtes Jahr ist das 25-Jahre-Swizz-Alpine-Mara-Tschubiläum, jubidu.
Wer Lust hat, kann im zweiten Teil noch ein paar Landschaftsfotos anguggen – zumeist Natur, wenige Köpfe (oder Hintern), ganz wenig Geschwafel dazu.
Grüzi
Schneggi
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Kommentare ...
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ich bin begeistert-tolle Bilder! Nun sehe ich endlich, wo ich überall langgelaufen bin (jaja, ist ja schon gut: der Richtigkeit halber: bin bloß ab Bergün gelaufen. Tolle Gegend:-)Ich hoffe, du erholst Dich und Deine Treter haben auch mal Pause!!
Mein Nachbar hat die K31 jetzt zum zweiten Mal gemacht, und ich werde versuchen nächstes Jahr die K21 zu machen...
LG
KLAUS
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