Berlin-Plänterwald, 100 MC Osterserie, 6. – 9. April 2007 – „Ostereier-Jagen im Plänterwald“
Der Plänterwald ist den etwas mehr Verrüggten durch den januarischen sakrischen Tiem-Mara bekannt. Sakrisch, weil es entweder kalt oder matschig oder regnerisch und windisch oder alles zusammen und noch mehr immer ist. Sakrisch auch, weil der Drugg immer auf dem miserabelsten lahmsten unfähigsten armseligsten Läufer des Dreier-Tiems drüggt, völlig egal was die anderen zwei Rotznasen im Tiem auch immer sagen und zwar lächelnd nervend haarsträubend permanent sagen – und blöderweise war bei vier Starts von 2003 bis 2006 zweimal dieser affige Drugg auf Schneggi, genau gesagt die letzten zwei Male. Deshalb in 2007 keine Lust mehr zum Starten. Auf jeden Fall, acht Runden à 5 kms plus in der 9. Runde dann ne Abkürzung zwischen dem Weg-im-Wald-rauf und dem Weg-an-der-Spree-runter, also ne kleine quasi halbe Runde.
Sigrid Eichner dachte sich, was die Hamburger und die Bremer und ähnliche Knallfrösche können, nämlich eigene kleine Maras um Seen, Tümpel und sonstiges herum selbst zu organisieren, kann ich schon lange und etablierte an Silvester und Neujahr kürzlich (siehe www.100marathon-club.depowerschnecke.php=) den Plänterwald-Mara. Und jetzt die Osterserie dazu: 4 Maras von Karfreitag bis Ostermontag. Start aber nicht wie Roland Winkler bei seinem Tiem-Gehopse auf dem Weg-im-Wald-rauf-Teil, sondern am Ende des Weges-an-der-Spree-runter, und zwar fast am Ende, Tiem-Mara-Treter werden es wiedererkennen – überhaupt werden Tiem-Mara-Eumel ganz schön staunen, wie das im Frühjahr da aussieht, nämlich ausgezeichnet.
Also, MM denkt, das wäre doch eine prima Serie und überredet erpresst erdroht einen Mara auf jeden Fall, mit Option auf nen zweiten eventuell wahrscheinlich todsicher und „wenn-wir-schon-dabei-sind“ sicherlich auch den dritten vielleicht möglicherweise ganz bestimmt auf jeden Fall – und von Pozzblizz sei das ja nur ein dreißigminütiger Hupfer rüber nach Treptow in Berlin (übrigens konnte immer noch niemand erklären, warum diese Knaggfrösche die „w“s nie aussprechen, wie zum Beispiel in Treptoooooo).
Fotos vom zweiten Tag:
Von Pozzblizz im Westen von Berlin nach Treptow am besten über die Stadtautobahn – und da kommen wir jeden Tag zweimal beim Hin-und-Zurügg an diesen kolossalen Türmen vorbei, mit Einladung „fotofiert-uns“. Start täglich um 10 Uhr, also nicht diese mörderischen 5-Stunden-Anfahrten mit 3-Uhr-nachts-Aufstehen und mit-einem-Auge-beim-Fahren-Weiterschlafen.
Auf dem Parkplatz vor dem Schwimmbad in der Baumschulenstraße – wo Autos mit solchen Aufbäbbern parken, muß man richtig sein – Kippen nicht vom 100 MC.
Während Häuptling Grüne-Handschuhe Helmut Braun so dahinschlendert, kurvt MM schon mal um die Stangen herum.
links: Teil der Meute schon um die Start-Ziel-Bank versammelt - also Hauptquartier, OrgaBüro, Gebägg-Depositorium, Umziehfreiluftkabine, Toiletten-hinter-dem-Baum, dies und noch mehr alles auf einem Flegg, wahrlich ein Mara der „kurzen Wege“, muhahahaha.
rechts: Rainer Schädlich muß sich nach 20 km Fahrradanfahrt erst mal im Wartehäuschen der Spreefähre erholen.
Bligge vom Fährschiffsteg Spreerauf und Spreerunter.
links: Die Schäffin Sigrid bei der Arbeit – hier herrscht Zucht und Ordnung: „Jetzt haltet mal die Klabbe und hört zu!“ (so in etwa).
rechts: Ekki Steuck und Christel Kunze bleibt die Spugge weg – MM im Hintergrund sucht nach Flugzeugen und Hubschraubern.
links: Peter Schmidt macht am Tag 1 kluge Sprüche, läuft aber am Tag 2 dann mit – wird in Runde 7 von Schneggi gnadenlos versägt, phänomenal total egal, nur so nebenbei mal ganz kurz nebensächlich in ner Klammer erwähnt.
rechts: Karl-Heinz Jost guggt schon mal, was es zum Trinken und Futtern alles so gibt.
Letzte Vorbereitungen – mit lila Mütze Dietrich Eberle aus dem fernen Hamburg und daneben seine Gunla.
links: Rainer immer noch nicht umgezogen.
rechts: Häuptling hats auch nicht so eilig.
Frank Schreiber erläuft am Tag 2 den zweiten Platz, mit Medaille (Osterei dran) um den Hals und Urkunde in der Hand.
links: MM, die flotte Flizzerin,schon ewig lange im Ziel, langweilt sich – „ey, MM, lass uns mal ein paar Fotos von der Stregge machen, va bene?“
rechts: Bligg vom Ziel Richtung letzter-km.
Das „untere Ende“ der Stregge, heute der Anfang unserer Runde – der schnurgerade ca. 1,3 kms langer, neuerdings asphaltierter im-Wald-Streggenteil.
links: Also, ein bißchen entgegen dem Läuferstrom rumwatscheln – halt, da kommt ja noch Peter Schmidt ins Ziel.
rechts: Der Himmel ist blau, die Spree ist blau, die Bäume sind grün, der Wasserdampf (oder was es sonst ist) ist weiß - "tralala, holiday, oh what a lovely day today, I`m all so glad they send me away, to have a little holiday, tralala" (für Kenner: The Kinks, Muswell Hillbillies).
Man kommt nicht vom Ziel weg – jetzt noch Rainer und Dietrich im Ziel, letzterer schon mit Medaille und Osterei.
Enten und dazwischen schleicht noch der Häuptling rum, verdrüggt noch Zeit bevor er mit definierter abgewarteter Zielzeit eintrudelt.
An diesen gelben Dingsbumsern kann man sich auf dem letztem km gut orientieren – wenn man als armer Läufer nicht TschiPieÄss hat - ein Angler regt sich mächtig auf, fühlt sich wohl sehr gestört, aber wir dachten alle, das sei hier "öffentlich" und "für alle da".
links: Die Boote bringen Abwechslung., auf der Spree is was los.
rechts: Leinenzwang für Mara-Treter – jawohl „Betreten bei Schnee und Eis auf eigene Gefahr“, kann man beim Tiem-Mara laut sagen, ganz laut – „Geschützte Grünanlage“, Leute pflüggen den Bärlauch dort raus, wo andere draufgepinkelt haben, muhahahaha.
links: Nach 1 km meint MM: „Du willst doch nicht noch bis zum Parkplatz diese 1,3 kms gehen? ich warte hier!“
rechts: Sehr interessant ist der verlassene, langsam in sich zusammenbrechende Rummelplatz, den man entlang dem 4. km zu seiner Rechten durch den ebenfalls zusammenbrechenden Maschendrahtzaun bewundern und bestaunen kann – keine Kuhgloggen von Megakühen, sondern Gondeln, wahrscheinlich das alte Gondellager.
Auf dem anderen Ufer das Kraftwerk – die Kuhgloggen nochmals näher betrachtet, eindruggsvoll - diese Hälfte der 5 km-Runde ist interessanter, aber die andere Hälfte (die erste) ist ruhiger und beschaulicher (weniger Spaziergänger und andere Läufer) - für Plänterwald-Tiem-Mara-Kenner: 2,5 km ist heute da, wo das Matschloch im Januar immer ist und man dann nach rechts auf den Parkplatz rauskommt.
links: Das stillstehende Riesenrad – kann man auch auf dem im-Wald-Weg bei km 1,5 schön sehen und bewundern.
rechts: Karl-Heinz kommt dahergeschossen, auf dem Gipfel des Hügels – jawohl, es gibt eine Steigung, fängt kurz vor km 3 an und geht so bis etwa km 3,5 – mindestens einen Meter Höhenunterschied.
Herrlich, Saurier – eine Zuggelbahn –Schwäne.
links: Quasi jeder dritte Baum hat ne Läufer-Markierung – hier wird enorm viel durch die Gegend rumgerannt, auch an unseren 3 Tagen, manche sogar ganz schön flott, ei ei sabbalott.
rechts: Nochmals Bligg rüber zur Spree – ein Kohlenlastkahn tuggert herum.
links: An der Laterne am linken Wegrand beginnt der letzte km, da fängt auch der Asphalt wieder an – ganz genau vermessen – näxtes Mal bringt Schneggi ne Sprühdose mit.
rechts: Drüben am anderen Ufer ist gerade ein UFO gelandet – „Hey, Ihr UFO-Pänner, wollt Ihr mitlaufen?“
links: Ein eigentlich sehr schönes Gebäude im Zusammenfallen-Zustand, rechts bei km 4.
rechts: Die Bojen helfen subba beim sich-Ablenken und sich-Orientieren-wie-weit-es-noch-ist.
links: Was man alles so beim Dutzende-Male-Vorbeisegeln so entdeggen kann.
rechts: Auch sehr beliebt: mit den stromabwärts-Kähnen um die Wette rennen.
links: Letzte Kurve, noch 200 Meter, dann reichts aber für heute, kruzidürken.
rechts: Der gute Geist, Wolfgang Zieger, stundenlang im Ziel, füllt Zeuxs nach, notiert Runden und Zeiten und Endzeiten und tut und macht.
links: Genug für heute, das war der zweite Tag – noch das schöne Blau der Spree und das Fährhäuschen - „unser Häuschen“ ab jetzt.
rechts: Das muß noch in die Kamera hinein: Rainer, Dietrich und Karl-Heinz am Parkplatz.
Fotos vom dritten Tag:
links: Neues Blut und frisches Fleisch auf der Stregge – hier Niels aus-der-Schwiez ex-Blonder-Bursche nu-Mountainrunner Grimpe-Luhmann, gerade ausm Knast raus („den häd i näd laufa lassa!“) – in Wolfenbüttel im Jugendgefängnis lief er gestern ne 303, sabbalot, heute hier zum „Auslaufen“.
rechts: Dieser Junge ist nicht frisch, den kennen wir schon, Dietrich Eberle – wird Gesamtseriensieger, überlegen unangetastet mitlinks ohneschweiß.
Hinter Dietrich und Rainer Schädlich (mit Kapuze) schleicht sich einer in der gelben Postlerjagge an den ämämschen Kuchen ran – aha, dieser HaJo Meyer wieder.
Die Schäffin wieder beim Arbeiten auf dem Mülleimer.
links: MM beim Fummeln am Ei-Podd.
rechts: Die Versorgung mit Futter und Trinken – für jeden Treter einen personalisierten Becher.
links: Frisches Fleisch: Susanne Mahlstedt aus Lübegg (in roter Jagge).
rechts: Nochmals HaJo.
Susanne mit Begleitung – ey, ist der Köter, äh Verzeihung, natürlich das edle Tier auch die ganze Stregge langgetrampelt? – oder hat die faule Sogge Pausen eingelegt? – es gibt nämlich dämlich jetzt beim 100 MC die 100 MC-Hunde-Mara-Statistik, eine Weltneuheit, einzigartig abartig großartig – „ey, Mann, man muß am Ball bleiben, man muß Ideen haben, die Konkurrenz schläft nicht, JUNG DÜNAMISCH DAMISCH INNOVATIV, das ist der 100 MC“ - näxtes Jahr dann: „ALT URALT HÖRGERÄT BLINDENHUND KRÜGGEN, das war der 100 MC“.
Schwarze Loggen – blonde Loggen (man beachte die oberscharfen Nielschen Knieschlümpfe) – graue Loggen (Helmut neben Sohnemann Julian).
links: Das ÄmÄmsche verkliggert Susanne die Träiningseinheiten bis zum Deutschlandlauf im September: „Also im April und Mai 200 kms pro Woche, mindestens, besser das Dobbelte – dann im Juni und Juli hochschrauben auf 500 pro Woche, im August dürfens dann schon mal 1000 pro Woche sein – aber nicht über Tausend, das wäre ungesund und kontraproduktiv, also 1001 wäre definitiv ganz klar eindeutig zu viel, man will sich ja nicht auspauern kabuddmachen undsoweiter – dann in der letzten Woche davor wieder runter auf 200, ganz logger, man will ja frisch an den Start gehen, logo - hai capito?“
rechts: Das letzte Bildchen vor dem Start gehört der unglaublichen Nielschen Brille, direkt aus Schwiezerländ, passend zu Halstuch und Käbbie.
links: Und wieder dieser Niels – dieses Mal beim Zieleinlauf – übrigens ein ganz fanatischer Vorfußläufer, ein Tänzer.
rechts: Diese Pabbnase gibt nochmal alles, am Limit und drüber – die Laterne links ist das Ziel – näxtes Mal gehört hier ne Spraydosen-Ziellinie auf den Boden, sabbalott, und ein Zielband-zum-Durchreißen.
Drei Maras in drei Tagen, kann das gesund sein? mal nen Ordobäden fragen (Antwort ist vorher schon klar, muhahaha) – erst mal in unserem Häuschen hinhoggen – Niels auf der Stange des Geländers sieht auch etwas zerzaust und behämmert aus.
In der Zwischenzeit hüpft das Osterküken Sigrid frischfröhlichfrei daher, nimmt ein Schlüggchen und weiter geht’s – „so macht man das, Ihr jungen Hupfer“!
„Hey, da drüben scheint jemand zu ersaufen! werft ihm doch mal ein paar Gummibärchen hin!“ – ah, mit frischem Hemd und ner Düde Milch gehts gleich viel viel viel besser.
Christel Kunze kommt rein und gleich wieder raus – „Hab keine Zeit, Leute, muß weiter!“
Der gelbe Lehrer im Endspurt – es scheint ihm zu gefallen, dem 100 MC-Obermeister.
Nu Schlag-auf-Schlag: zuerst in rot kommt Dietrich – dann in schwarz Susanne – und schließlich nochmal in rot Ekki.
Häuptling Grüne-Handschuhe auch im Ziel – seltsamerweise nicht an einem einzigen Tag mit entblößtem Athletenoberkörper.
links: Zeit, den ämämschen Kuchen zu vernaschen - Himbären übrigens.
rechts: So gehört sich das für den morgigen Gesamtseriensieger, die Siegerpose üben üben üben – auf dem Becher steht drauf, wer der Knabe ist.
links: Rainer beäugt auch noch kurz den Kuchen (bevor er weg is).
rechts: Auf der Heimfahrt vom dritten Mara zum letzten Mal diese gewaltigen Dingsbumser.

Zum Schluß wie immer die Beute: drei Ostereier, drei Soforturkunden, drei Medaillen.
Schade um den nicht gelatschten vierten Mara, aber es gibt noch anderes an Ostern zu tun und zu machen. Ganz klar eine gelungene Sache gewesen. Einziger Punkt zum Mäggern wäre wie folgt: nach vier Tiem-Maras und drei 100 MC-Maras im Plantagenwald waren das 56 große Runden und 7 kleine Runden alle in dieselbe Richtung – vielleicht mal andersherum laufen? möglicherweise gibbs Neues zu entdeggen? – und die einzelnen kms könnten zukünftig auf dem Boden markiert sein, kann man sein Spatzenhirn mit Kopfrechnen beim Laufen beschäftigen. Ansonsten gerne nochmals – aber nicht zu oft, sonst verliert es wieder seinen Scharm und Reiz.
Grüzi
Schneggi
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