Al Qusair – Dezember 2008 – „Mit Achilles in der Wüste“
Die Story
Irgendwann im November 08 (das Gedächtnis wird auch nicht schneller oder länger) schrieb Ute-Beibie ne meilige I und fragte nach: „Was is`n los, Schneggi? Keine Berichte mehr? Musste etwa arbeiten?“ – Schneggi: „No a mol so`ä saudummes G`schwätz (hochdeutsch: unqualifiziertes Gelaber) und Beibie wir sind geschiedene Leute, hai capito?“.
Nee, die Storie geht anders: Christian El Jefe der Hottas spricht ja immer: „So wenig zu laufen ist nicht gesund“ – er meint weniger als 10 Maras pro Woche, muhahahahaha. Old Schneggi kann noch was hinzufügen: „So kurze Streggen zu laufen ist nicht gesund!“ – nämlich 10 kms.
Durch den Badewannigen Lauf von 300plus kms völlig unbeschadet und unbedarft hindurchgelatscht – kein Kratzer, keine Blase, kein Aua nirgends (irgendwann müssen ja die 9.483 Ibus, 4.714 Piroxis und die anderen 7.200 Bonbons ja mal wirken, uaaaaaaaaa) – also außer dem psüchischen Schaden bewirkt durch Löffels jurajuristisches Gesabber keine Läsionen, Lädierungen oder Laggierungen irgendwelcher Art heimgebracht. Das war in der ersten Augustus-Woche.
Eine Woche später, ein Sonntag, der „schwarze Sonntag“, gibbs die glorreiche gloriose Idee, zuerst den 10.000 Meter-Lauf der Männer bei den olümpischen Dopingspielen live und direkt im Fernsehen anzuglotzen und dann die erzielte Siegerzeit selber auf ner delapidierten lapidaren Altlaufbahn hinter Ohnesorge in Pozzblizz in einem 5-Mann-Subbarennen zu übertrumpfen. So nach 5 kms, gerade den Vorletzten komplett versägt, fängt dem Achilles seine fugging Sehne an aua zu machen – nix dabei gedacht, kommt ja ab und zu selbst bei dem Lahmsten aller lahmen Schleicher vor. Hurtig weiter, vierten Platz verteidigt, neue Jahresbestzeit.
Aber aber aber – von da tut dem Achilles seine fugging Sehne tagelang so weh, dass nur noch gehumpelt werden kann, aber wie. Einiges Powertrampeln, also 8er Schnitt, über max 5 kms, hilft auch nicht. Von da an wird alles probiert was gefragten und ungefragten Knaggfröschen so alles dazu einfällt. Weder Dauersäxx noch stundenlange Enthaltsamkeit helfen wirklich – weder Först Contäct mit Füsios noch Streicheln durch quaggsalbige Dottores machen nen Eindrugg auf dem Achilles seine fugging Sehne. Keine Pille, keine Salbe, kein Nescherkuss, keine Schokolade, keine Milch, nicht mal Eberhards von den Bienen geklautes und Schneggi aufgeschwatztes Propolis helfen gar nicht nie. Sämtliches Herbstgerenne auf den Streggen, die die Welt bedeuten, also den Mara- und Ultra-Laufstegen, muss ausfallen – Gehen nur mit Schmerzen und unter adäquatem Gesichtsverzerre. Bemerkungen wie „Du willst ja gar nicht gesund werden!“ oder „Stell Dich nicht so an!“ oder „So schlimm kann es gar nicht sein!“ oder „Du bist jetzt schon lange genug verletzt!“ waren so goldig und nett und lieb gemeint – diese Scheißer und Pänner, verdammte Affenbande.
Die letzte Hoffnung
Nichtlaufen oder Laufen hat denselben Effekt: es tut weh, sabbalodd – im Zweifelsfall dann lieber faulenzen und Dromeus in der LongLongLong-Regeneration nacheifern – sein Rezept: Fernsehen, Füße hoch, Trollinger schlurfen, klug labern.
Ein schönes Leben, so ohne abends raus in die böse dunkle Nacht, statt Regen lieber heiße Schokolade und viel ritterlichen Sport (am liebsten Rum-Trauben-Nuss, Trüffel, eigentlich alles) mit dem Ergebnis von plus-20-kgs.
Die letzte Rettung: Quälix, der Füsio Martin, schwört auf Totes-Meer-Salz – zuerst in die Badewanne und dann austrinken. Also, Schlussfolgerung: Haxen ins Rote Meer stellen und die Fische drauf pinkeln lassen. Wenn der Erfolg sich einstellen sollte, darf MM, die Dominatrix, das Tränenlagerprogramm in der Wüste übernehmen. Okay, so wird`s gemacht, kruzidürken.
Die Wüste ruft
Das Rote Meer is gar nich rot – wenigstens solange die Haifische nicht Hunger haben. Also 3 Tage lang ins Wasser stehen, das Salzwasser seine Arbeit leisten lassen, wenigstens werden die Füße mal sauber – hinter dem Korallenriff, falls doch Haie vorbeischauen sollten. Zwischendurch wird gefüttert und werden Fussübungen uffm Strand erzwungen. Dann labert MM was: „Morgen geht`s in die Wüste, Dauerlauf!“ – „Was, nee, da gibbs bestimmt Krokodile und Eisbären, das ist gefährlich, da habe ich Angst – und wenn es Nacht wird, dann hab ich Schiss!“ – „Quatsch, Du bist Powerschnegge, der Schreggen der Sahara – außerdem haste eh schon Dünnschiss, zuviel geflucht und jetzt zur Strafe den Fluch der Faraonen – in der Wüste lässt es sich subba, äh erleichtern - hier haste meinen Gutschein: Zweimal kostenloses Scheissen im Pozzblizzer Wald, den mir Diana Flizzenudel mal schenkte, den tauschen wir um in Zweimal kostenloses Scheissen in der Wüste.“

Die Wüste ist verdammt sandig und weder aufgeräumt noch gefegt (also die schwäbische Kehrwoche wird sehr nachlässig gehandhabt) – außerdem überall liegen Steine rum – irre schwierig zu laufen.

Ingos TransAfrika-Endlos-Lauf muß hier auch durchgekommen sein – Reste eines Verpflegungsstandes (in der Dose waren die Gummibärchen drin) und die Erkenntnis barfuß-geht’s-hier-besser-als-mit-Latschen.

Wüstenträning kombiniert mit Berg-hoch-dampfen – einmal um den einsamen Baum rum (wer hat den da hingepflanzt, hä?).



Diese verdammich Wüste is nich mal flach – Hügel überall, ufff – und natürlich die Latschen voller Sand – wie zu erwarten rennt MMchen schnell von dannen („stell Dich nicht so an! - Beine hoch! - schön abrollen!“) – oder läuft unglaubliche abartige Intervalle im tiefen Sand, kruzidürken.

In der Wüste isses nachts kuhnacht – aber die lieben Kamele kommen und retten eines der ihren.
Und was macht die meschugge Sehne? Rotes Meer plus Wüste scheinen zu helfen, die Sehne mags. Mal guggen, ob`s hält und irgendwann mal völlig geheilt sein wird. Wie sagte Franz RIP Häusler in 2004 zu Schneggenmann: „Immer weiter immer weiter immer weiter!“ – und Ryan der wüstenfuchsige Schakal in 2005: „Nach einer Verletzung war ich hinterher immer besser als vorher!“ (woa, solche Worte in des Kamels Ohr) – und Carmen in 2008: „Ha no, Schneggi, lass dä näd so hänga!“.
Jetzt noch mit einer subbadubba eins-A Entschlaggungssause die extra 20 Kilos runter und dann ran an die Boobs, äh die Bouletten. Zum Glügg hat niemand die Tränen gezählt. Thänx Fressraupe, El Jefe, Quälix und Porsche. Wenn mal jemand nen abgetakelten Tübben im schneggschen Laufstil plus Humpeln daherbrettern-schlittern-schleichen sieht, bitte nicht mit der Schrotflinte niederstreggen, das ist keine chinesische Raubkopie, sondern das Original.
Grüzi
Schneggi
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