Bad Arolsen – 26. Advent-Wald-Marathon, 2. Dezember 2006 – „Zurügg zum Normalen: wieder die alte Stregge, Wetter prima“
Am Arolsen Mara scheiden sich die Geister (viele meinen: zu teuer, zu wenige Verpflegungsstationen, keine Medaille, fast keine Urkunde) und besonders an Heinrich Kuhaupt, dem Schäf, dem Urgestein – aber die Stregge ist halt was ganz besonderes, da gibbs nix zu mäggern. NichtsdestoRotz, wems gefällt, der kommt immer wieder gerne zurügg.
Der Arolsen Mara ist in Wetterburg am Twistesee – die Ordner haben alles prima im Griff – die Zahl der Zieleinläufer nimmt aber doch konstant ab: 745 in 2001 - 726 in 2002 – 709 in 2003 – 698 in 2004 – 512 in 2005 – 536 in 2006. Letztes Jahr mit dem Eissturm und der „neuen Stregge“ wars natürlich schon ein Hammer, dieses Jahr alte Stregge und kein Sturm, Heinrich hat den Treibjagdburschen, wegen denen letztes Jahr diese Alternativstregge genommen wurde, wohl die Leviten gelesen.


links: Im Foyer der Twisteseehalle steht wie jedes ein Kasten mit den Urkunden vom letzten Jahr – als erstes gleich die 2005-Urkunde sichern – aber links, rechts und in der Mitte gibbs Leute zum fotographieren – als erstes links der Karl Wolfgang Baumgarten, zuletzt in Humfeld getroffen: heute irgendwo vor km 20, Schneggi träumt so vor sich hin, träumt wahrscheinlich von den läggeren Weihnachtsplätzchen, die er bekommen hatte, guggt stur auf den Boden, geht wohl auch aufwärts, da tönt der soeben Versägte rechts daneben: „Hey, da wird man heimlich versägt und nicht mal gegrüsst!“ – „Uh oh ah! Verzeihung, habe geträumt und nur auf den Boden geguggt, Schuldigung, nehme aber das Versägen trotzdem nicht zurügg, Tschüüüüüüs!“ – und rechts, wer ist denn das? er kommt bekannt vor! schnell schnell, Gehirnzellen (die restlichen vier), arbeitet arbeitet! aber er hilft selbst aus: Müritz, August – ah, Schneggi dämmerts – „äh ja äh, peinlich peinlich peinlich! wie ist nochmal Dein Name?“ – „Dirk!“ – „Ja, genau der Dirk (Schwonburg) aus Leibzisch, der mich an der Müritz granatenmäßig versägt hat, ja ja ja, üble Geschichte, war ja irre heiß, woher haste die Kraft noch genommen, so einen Spitzenmann wie mich zum Schluß noch zu versägen? – „Ach, im Wald gings zum Schluß, nur im freien Feld in der Hitze, da war ich mausetot!“ - „Ja, genau, jetzt kommen die Bilder alle langsam zurügg, wow-wow-wow, irre Lauf, ohne MM wäre ich nie angekommen, und schon gleich gar nicht innerhalb des Zeitlimits, mann-o-mann!“ – man beachte noch die schönen handgemalten Schilder im Hintergrund, gibbs überall in der Halle
rechts: Ach, der Hans-Werner (Rehers), der letztes Jahr hier bei km 38 oder so diese charmante Komplimente zum Thema Übergewicht gemacht hatte; heute tönt er, der Herr Doktor: „Schneggi, haste abgenommen? Wow, mindestens 7 kgs seit Kevelaer“ – „Nö, gegenüber Kevelaer (im Januar) ganz genau 2 kg weniger!“ – „Ja, da haste aber schon wie das Tier ausgesehen, na mir fällt der Name nicht ein, dieses Tier mit dem langen Rüssel, wie heißt das nochmal?“ – zur Strafe wird Hans-Werner ohne Tritt-in-den-Hintern noch vor km 5 heute versägt und er wird erst wieder in der Halle wieder gesehen (Schneggi derweil schon lange geduscht und gefüttert, muhahahaha).

links: Schneggi zurügg zum Wühlen im Urkunden-2005-Kasten – da kommt Carmen (Hildebrand) daher – na sie muß auch fotographiert werden, lacht immer aus vollem Herzen, nicht so wie die alten Männer vom 100MC, diese bruddeligen grantigen Knaggfrösche– way-to-go Carmen!
rechts: Man kommt zu gar nix hier – näxtes Foto von Peter Wieneke: „Schneggi, läufst Du morgen auch in Bertlich? Wieso nicht?“

links: Urkunde gefunden, Startnummer in der Halle abholen: näxte bekannte Nase – Neumitglied, einer der Stars in gelb: Werner Selch, läuft alles, was lang und länger ist, TEL03, DL05, TransGaule06 (sogar gewonnen) undsoweiter undsoweiter – er fühle sich aber jetzt im Herbst ziemlich schlabb, ächt schlabbschlabb.
rechts: Werner auch noch von hinten, mit der schönen neuen Hells-on-Wheels-100MC-Jagge – Carmen guggt da aus dem Hintergrund über die Schulter hervor.

links: Nochmal Carmen („jetzt reichts aber mit den Fotos!“) neben Stefan Weigelt, Verzeihung Herr Dr. Weigelt – vorher saß neben ihm noch Herr Volkmar Mühl (der nie grüßt).
rechts: Wieder im Foyer, mehr Gelbjaggen: Lothar und Monika Preißler.

links: Horst Preisler, Startnummer 3, unten beim Feuerwehrhaus.
rechts: Harald Heyde, direkt vor der Tür der Halle erwischt.

Volker Berka, auf dem Parkplatz erwischt - dekorativ vor den Eingang der Halle gestellt - und seine Spezialstartnummer: handgemalt, in rot (aber reguläre Nummer, nicht dass da jemand denkt, hier würden betrogen werden - wir doch nicht).

links: Karl Duwe vom Marathon-Vier-Dich, blitzt links rechts und in der Mitte.
rechts: Noch ein Schreiberling: Andre „Zeitungsdieb“ Dreilich – er meint, nachdem Schneggi was faselt von „früher-ist-früher-und-jetzt-ist-jetzt“: „Ah, der Beginn des Einsetzens der Altersweisheit – freu Dich aber nicht zu früh, wird nämlichdämlich allerdings durch Verlieren anderer Sachen ausbalanziert, muhahahaha!“

links: „Otto, noch ein Foto?“ – „Klar, immer!“ – Otto Liedtke, zuletzt in Humfeld abgelichtet - der Junge strahlt immer, brav!
rechts: … und diese Nase auch schon wieder, dem kann man nicht entkommen – mit neuer Kurzhaarfrisur: Heiner Schütte – zum 9. Mal dabei, der Schlingel – aber heute versägt, und zwar nach Strich-und-Faden, uaaaaaaaa – damit er das nicht übersieht und gar etwa nicht wahrnimmt, ihn nochmals in der Halle nach dem Lauf darauf hingewiesen – Heiner: „Einmal im Jahr Dich zu versägen, wie in Humfeld, genügt mir, das ist dann mein Highlight des Jahres!“ – Schneggi: „Wie lange haste denn rumgetrödelt?“ – Heiner: „Knapp unter sechs Stunden!“ – Schneggi: Ach Du meine Schei… – äh, so ein Scheibenkleister!“ – na diese Strafe nach Humfeld musste einfach sein.

links: Heinrich Kuhaupt nähert sich der Schlange vor dem Startnummerschalter, gleich in die Cänon rein mit ihm: „Wenn ich Euch mit den gelben Jaggen sehe, wird mir gleich Angst!“ – hä? hu? was? wieso denn? wir sind doch die Brävsten, die Liebsten, die Nettesten, die ….
rechts: Alter Kumpel von Isar-, Spree- und sonstwohin-Läufen: Dietrich Schiemann aus Kassel, die alte Assel.

links: Jürgen Kuhlmey läuft zum ersten Mal hier mit – wieder fit nach Mittelfußknochenfraktur – aber harter Bursche, der macht das schon.
rechts: Martina Ramthun - „Hey, Martina, heute musste mal still hinstehen und den Mund auch nicht bewegen, zu deutsch Klabbe halten!“ – sonst wird das wieder verwaggelt, wie in Essen und Frankfurt und wo sonst noch? – guggt noch a bisserl müde aus der Wäsche, die RamTamTam.

Herrlich, zwei Spezis aus derDeutschlandlauf-06-Familie, zwei die durchgekommen sind: Ewald Komar und Hans Damm - Hans ist nicht (mehr) so blaß, nur der Blitz hat ihn so weiß gemacht – beiden gehts wieder gut, alles überstanden, hier Zeiten von 3:49 und 3:33, subba!

Das darf doch nicht wahr sein: der schon wieder in der Schlange zur Toilette, selbe Stelle, selber Platz, genauso wie letztes Jahr – Georg „Räddie-for-all“ Weiss: „Nimm doch das Foto vom letzten Jahr!“ – dann oben im Foyer, Georg bei der Gegenattagge, er macht ein Video, weil er einen Riesen-100-Milliarden-GigaMegaSuper-Chip für seine Cänon gekauft hat: „Hey, Schneggi, mach mal was, ich nehme Dich auf Video auf!“ – „Wow, kommt das ins Internet?“ – „Wenn Du willst! mußt Dich aber beim näxten Mal mehr anstrengen, das ist ja nix geworden, jämmerlich!“ – der mit seiner Mont Blanc-drumherum-Angeber-Jagge, „Finisher“ steht drauf, hat er bestimmt vorher gekauft oder von jemanden geschenkt bekommen!

links: Dietrich Eberle: „Meine Frau sagt, daß ich auf Deinen Fotos immer schei… schlecht aussehe!“ – „Aber Dietrich, das Foto von Humfeld war doch klasse!“ – „Nö, das gefällt ihr auch nicht!“ – „Tja, die Kamera lügt nicht!“ – er könne den „ganzen Quatsch“ sowieso nicht lesen, er gugge nur die Bilder an - Dietrich ist wieder mal der harte bissige Freund: eingeholt bei km 30 muß man 4 kms mit ihm kämpfen bis er endgültig hinter einem bleibt, ein zäher Hund, wahrlich ächt.
rechts: Helmut Rosieka, immer guter Laune, solche lustigen Schlabbohren braucht das Land, muhahahaha – gugg mal, wie der schon grinst, der hats doch faustdigg hinter den Ohren, also den Schlabbohren.



So 15 vor 11 geht die Marschkolonne von der warmen Halle oben zum Twistesee runter und auf der windigen Staumauer herum, so nen halben bis dreiviertel km Fußmarsch – beim Arolsen Mara ist alles etwas ein wenig gemütlicher.

links: Die zwei Herren in gelb kurz vor Erreichen der Startlinie sind Dietrich Eberle und Lothar Preißler.
rechts: Hinter der Startlinie Heinrich Kuhaupt im Interview mit Stargast Lothar Leder, Startnummer 1 – Lothar ist kurz angebunden, will sich vermutlich warmlaufen, er sei zum ersten und bis heute zum letzten Mal hier den Mara vor 17 Jahren gelaufen – Lothar: „Heinrich, bleib wie Du bist!“ – Heinrich: „Alles Gute! Hoffentlich schafft er das auch, hihihihihihihihi – Lothar schaffts, Platz 6 in 2:54.

Peter Wieneke (No. 4) und Werner Selch (gelbe Uniform) begrüssen Schneggi am Start mit: „Ah, der Sommerfrischler!“ – und spielen auf seine kurze Hose und sein kurzärmeliges Hemd an, diese Frostbeulen – es hat 7 Grad, menno!

Die Meute wartet auf den Start, die rote-Mützen-Fraktion hält dicht zusammen.

links: Hans-Werner Rehers mit scharfer Brille aufm Kopf und eine Elke im Arm.
rechts: Hans-Werner hat sich Lothar Leders Autogramm geholt, auf seine Startnummer druff (daneben die Hahn-Zeiten).

links: Auch Heiner ist heute in kurz-kurz – hat aus der Schwitzerei vor 14 Tagen in Humfeld gelernt, wo er lang-lang lief, bei 10 Grad (!), der verrüggte Vogel.
rechts: Lothar Preißler und Helmut Rosieka (streggt uns den Hintern entgegen).

links: Nach 3 kms ist Schluss mit lustig, äh flach und es geht gleich saftig hoch – hier ein Rüggbligg auf den See runter.
rechts: Wissenschaftliche Beobachtung: wer bis km 5 noch nicht gepinkelt hat, wird höchst unwahrscheinlich später nicht mehr pinkeln – hier die allgemeine Bewässerungsstelle bei ca. km 4.

links: Derselbe Hund wie in Humfeld – denselben Läufer hinter sich.
rechts: Die rote-Mützen-Bande im Gleichschritt – werden nach und nach alle von Schneggi bis spätestens km 10 versägt - dunkel ists im tiefen Wald, uaaaaaa.

links: Die ersten 3 kms und die letzten 7 kms sind einzeln angezeigt, ansonsten alle 5 kms.
rechts: Nach km 15 zum ersten Mal sakrisch runter – vorne im bunten Outfit latscht Helmut Rosieka.

links: Mini-Ort Landau mit Mühle so ca. km 16 und mit schnurgerader 1 km-Strasse (zum Erholen) bevors wieder hochgeht.
rechts: Nochmals Helmut – dem sitzt doch der Schalk im Naggen, wie er wieder da grinst, sehr verdächtig – übrigens auch ein zäher Hund, setzt sich nach vorne ab bei km 22, und gibt erst bei km 28 nach.

links: Einziges „dobbeltes Stügg“ – 500-meter-Gegenlaufstregge bei km 22 bzw. 27, Anfang bzw. Ende einer kleinen Schleife – gegen die B`scheisser hat Heinrich Kuhaupt in der Mitte der Schleife eine Nummernkontrollestation hingesetzt, der Schelm.
rechts: Elisabeth Herms-Lübbe: „Immer wieder schön, dieser Lauf hier, nicht wahr?“

links: Wenn man sich durch das elendiglich lange rauf in den 30er kms druchgehechelt hat, gehts ein paar kms wieder flach bzw. leicht runter – dann macht der Wald auf und man hört schon nen Lautsprecher und weiß die näxte Station ist bei km 33,5 – danach noch 500 Meter und dann 3 kms steil runter, uaaaaaaaaa – hier die erste große Serpentine, so etwa km 34,5.
rechts: Bis kurz nach km 37 also fast nur downhill und wieder auf Asphalt in nen Ort rein, dort die letzte Station, ca. km 37,5 – Martina steht da und läßt sich bereitwillig ruhig stehend nochmals ablichten, brav Martina! – danach will sie mit Schneggi ins Ziel laufen, sieht dann aber vier Frauen und schließt sich lieber denen an (vermutlich besser zum Quatschen) und Schneggi hechelt hinterher und hält gebührend Abstand (nicht daß er womöglich noch in ein Gespräch oder gar ne Diskussion verwiggelt wird).
Hey, der Tübb (ein Udo Radtke aus Hamburg) hat ja ne Medaille um den Hals, wo gibt’s die denn? – „Habe ich gestern schon gekauft, oben in der Halle an der Info!“ – gleich mal die Medaille aus der Nähe ablichten (kommt Schneggi sehr bekannt vor, mal überlegg!).

links: Der See ist dieses Jahr fast ganz ruhig, letztes Jahr bei dem saumäßigen Sturm gabs sicher Sturmwarnung.
rechts: Dietrich kommt ins Ziel, knäbbli hinter Schneggi, sag ja, ganz zäher Hund!

Nach dem Ziel noch ne kleine Station, dann mühsam den Hügel zur Halle sich hochkämpfen – zum Glügg gibts das Geländer zum sich-dran-Festhalten-und-Hochhangeln.

Nach dem Genuß der eiskalten Dusche (Vorteil: nicht viele rangeln um nen Platz unter der Dusche, Schneggi hat drei eiskalte Duschen für sich allein, uaaaaaaaaa) - wieder zurügg in die Halle – mit Carmen ein Arolser Pils, prost!

Die Beute: ein Band mit einem Ring, den die Tränerin durch die Nase des Probanden ziehen könnte (damit er schneller laufen lernt) – die doch gekaufte Medaille (3 schlabbe Euronen) ist aber dieselbe wie der Läufer auf dem Foto vorhin dran hatte, und ist auch dieselbe wie im Jahr 2005, waren wohl noch viele übrige im Jubliäumsjahr, leider ohne Jahreszahl (sind schon cläver und smart, diese Hessen) – Urkunde von 2005, Zeit und Platzierung in 2005 werden schamvoll mit Streichhölzern abgedeggt, Urkunde von 2006 hätte noch gedauert und gedauert und gedauert, tja muß man halt im Dezember 2007 wiederkommen, um die 2006-Urkunde zu bekommen (Schild: „Urkunden können NUR auf Antrag nachgesandt werden!“ – sind schon cläver, diese Arolser).
Also zum Ausgleich für den Murxs in 2005 dieses Mal gutes Wetter, die gute alte Stregge und ansonsten alles wie gehabt – wer maulen will, soll maulen und hat auch Recht, aber kommt trotzdem meist wieder.
Grüzi
Schneggi
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