Berlin - 2. Tag der Plänterwald-Osterserie 2009, 11. April 2009 – “An Ostern Rumrennen und nicht ewig im Bette pennen – Wonne in der Sonne”

Mittwoch, 15. April 2009


Ach nicht schon wieder durch den Plänterurwald schlabben!  Tränerin kennt keine Gnade:  “Tu was, fauler Sagg! Hast schon mal in letzter Zeit zufällig in nen Ganzkörperspiegel oder ein Schaufenster geguggt, oller Schneggnix? so von der Seite?”.  Jede weitere Diskussion erscheint nutzlos zwegglos haltlos, besser man ergibt sich in sein Los.  Auf in den Plänterurwald, ein Ortsteil von Bärrrlin im Bezirk Treptow-Köbenigg – 10 Tausend Nasen sollen da wohnen und ne eigene S-Bahn-Station jibbs och noch, wa.

Verdammich, schon wieder falsch gefahren – auf dieses Sonderangebot-Naviplavi vom Bägger ist doch kein Verlass.

links:   Wenn das nicht der Ralf ist, dann ist es äbbä der Simon – Ralfüberall oder Simonimmerlauf.
rechts:   Indianerfrau vom Stamm Vergilbte Jaggen.

links:   Au au au, Indianerfrau und Tränerin palavern, das heißt nix Gutes gar nicht nie – Vorsicht, jetzt nix Falsches machen oder sagen – vielleicht lieber sich durch den Bärlauchwald davonschleichen – kruzidürken, wer hat die Autoschlüssel?
rechts:   Fluchtweg Spreedampfer – wo ist das Mistding, wenn man es braucht?

links:   Indianer-im-Überschuss – wohl vom Stamm der letzten Derdiedas.
rechts:  Ah, Araber auch dabei! sehr schön – setzt bestimmt gleich sein Arafat-Geschirrhandtuch auf.

Dieser Wolfgang wirbt schon wieder rügglings für die 100 km von Kienbaum – vorneherum hat er drei Stobbuhren, für jede Hand eine.


Was ist denn das bloß für ein Haufen an Beknaggten, Verrüggten, Herumlungerern, Knallbirnen, Heißfröschen und ähnlichem – jeder Passant muß sich seinen Teil denken – trotzdem Start um 9 Uhr - Wolfgang guggt ziemlich misstrauisch, ob auch alle um die ersten beiden Kurven gekommen sind.









Es soll ja tatsächlich noch Menschen und Tiere in Berlin und woanders geben, die die Stregge nicht kennen:  hier auf dem letzten, dem fünften km – links da läuft man hin, rechts da kommt man her – ob das Gewässer ein Meer, ein Ozean, ein Fluß oder ein See ist, muß jeder Ignorant extravagant selbst im Weltweitenwahnsinn nachguggen.

Ole Ole, es ist die Spree-eeeee.

Bärlauch und der dazuhörige Geruch überall – zu früher Vormittagsstunde ist der Spreeweg noch leer und nicht zu schwer.

Heizwerk jenseits der Spree und Vergnügungspark diesseits.

Der vierte km – gewunden, hügelig, wellig – unglaublich, keine Seele unterwegs.

Mitten aufm dritten km – wow wow wow, sogar Wasserflugige Zeuge.

Linker Hand am Ende des kleinen Spreehafens diese Brügge mit Tor, führt auf ne inselartige Insel mit Pinsel.

Der Weg ist voller blauer Herzen – der Berliner blaue-Herzen-ohne-Schmerzen-Pfad, hier nur ein paar davon.

Aufm Weg zur Kinderplansche.

links:   Der erste km – schnurgerade – später brutalst in der Sonne, keine Wonne – dafür aufm Rüggweg entlang Spree tosender Gegenwind.
rechts:   Komisch, dass sich da nix machen lässt – wäre ein perfektes Geschäft, mitten in Berlin – so vergammelt hier alles im Spreepark. (so heißt dat Ding, wa) – WikiWiki weiss wieder mehr:  “Im Norden des Plänterwalds wurde 1969 der „Kulturpark Berlin“ als ständiger Vergnügungspark angelegt. Vor der Wende hatte er jährlich etwa 1,5 Mio. Besucher. Die 1992 als „Spreepark“ wiedereröffnete Anlage wurde 2001 unter vermutlich betrügerischen Umständen geschlossen; ein Investor für die Sanierung und Wiedereröffnung wurde bisher nicht gefunden.“ – aha, alles klar, wer will, kann investieren, sich nur nicht unnötig schänieren.

Die beiden Figuren reissen sich zusammen und heben a bisserl die Haxen – für die Kamera, is klar.

Da schleichen sie schlurfschlabbend dahin - husch husch wie der Wind, aufm Buggel das schwere Kind.

Gehören die auch dazu? – könnte sein, ist aber nicht sicher – da rennen viele halblebige Gestalten als Freiwild und Freie-Agenten im Plänterurwald herum.

Die zwei auf jeden Fall gehören dazu – siehe Kopfschmugg.

links:   Diese Mieze in gelb war doch neulich beim Mara in Kienbaum, oder nicht? – sehr verdächtig.
rechts:   Die da hat weiße Strümpfe – auch sehr verdächtig.

links:   Dieser Wolfgang, ein geduldiger Mensch, eine Wohltat, eine Belohnung.
rechts:   Das muss die Oranschene Fraktion sein, ganz klar.

links:   Hey, dieser Heißfrosch hatte vorhin noch ein schwarzes Hemd an – da gehen seltsame Dinge vor sich.
rechts:   18 Starter und 5 auf einem Flegg nach 4 Stunden – ob das Absicht ist?


links:
   Solche Maras beruhen auf der Ehrlichkeit der Mitmacher und Treter – Abkürzungen sind verpönt, werden aber nicht kontrolliert oder geahndet, so soll es sein.
rechts:   Der kein-Sträss-Charakter ist ebenso wichtig.
unten:   Dreieinhalb oder fünfeinhalb Stunden, hugivesaschitt?









Alex und Ralf im Ziel.

Mehr Treter im Ziel.

links:   Zu viert: ein Kurt, eine Bettina, ein Loddar und ein Andreas - wie sie alle auf die Uhren drüggen!
rechts:   Diese Sabine hüpft den letzten km im perfekten Seitenstebber.

Daniela, die weißstrumpfige, und Norbert, der Schlaggs.

Die Beute


Goldige Medaille und urige Kunde.

Dazu am Osternwochenende noch was dazugelernt:  “Nach den fuffzig Kilometers war ich ziemlich breit” (gemeint ist:  kabudd, färtisch) – und:  “Zehn Euro für das Teil sind sehr fett” (gemeint ist:  teuer).  Da lacht hüpft juchzt das Herz des Sprachenerforschersverschandlersumwurstlers.
Grüzi
Schlurfieschlabbie


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