Berlin - Plänterwald, Yours Truly, Sonntag 24. Februar 2008 – „Mara beim Hochachtungsvoll-Lauf“

Dienstag, 26. Februar 2008


„Yours Truly“ ist eine weltweite Laufveranstaltung über 50 km.  Innerhalb von 24 Stunden können die 50 km mit beliebig vielen Unterbrechungen zurückgelegt werden.  Zu dieser Veranstaltung lädt der 100 MC unter der Leitung von Ekkehard Steuck ganz herzlich ein“
– so stands auf der News-Seite – der Lauf am Sonntag, den 24. Februar im Berlinerischen Plantaschenwald.
Prima, schön und gut, wunderbar alles klar – wieso nicht? – langer Tränenlauf für größere Vorhaben. Aber was soll dieses „Yours Truly“ denn nun wirklich heißen?  Menschen klüger als Schneggi klären auf, dass dies „Hochachtungsvoll“ auf Engelisch heiße – sehr gut, und wo ist der Gäg? wo läuft die Poante? nix kapier.  Ein linguistisch und musikalisch angehauchter Freund, der früher auch auf den Laufstreggen rumdaddelte, meint:  „YoursTruly-Day ist doch besser als „FuckOff-Day“, oder nicht?“- prima, nix kapier.



Wenn man nicht so faul wäre, könnte man mit diesem Bus Nummer 170 direkt zum Plantaschenwald fahren – so muß der grüne Corsa-Ferrari wieder herhalten.  Start soll um 10 Uhr sein, die Wettereumel versprechen viel und dieses Mal stimmts sogar – gespannt wieviel mitmachen werden - aber kein Wettrennen, sondern „gemütlich“ soll es sein.







Ey, wer schleicht denn da durch die Gegend? – sieht aus wie ne flinke Laufmieze mit dem roten Frankfurt-Mara-Ruggsagg von 2006 – und hübsch dazu, wow wow wow – gleich mal verfolgen, wo die denn hin will.

links:   Hu hu hu – mit New York Mara Angeber-Jagge – voll erwischt.
rechts:   „Hallihallo, sind Sie nicht die berühmte subbaschnelle Zauberlaus aus diesem Berliner Vorort?“ – „Nein, ich bin die Zaubermaus und komme aus Pozzblizz, und möchte nicht fotofiert werden, kruzidürken!

links:   Anmarsch zur Start-Ziel-Bank-mit-Häuschen – hier war im Januar beim Tiem-Gehobbse noch ein Riesensee (Du guggen alten Bericht).
rechts:   Eggie schon schwer am Schuften – die heilige Bank, malerisch eingerahmt von überlaufenden Mülleimern – 4 Riesenflaschen Wasser, 4 Riesenflaschen Cola, 2 Tüten Käkse – „ey, Eggie! wieviele Treter kommen denn heute?“ – „Fünf sind angemeldet:  Du Schlabbohr, ich Schnellhase, da drüben steht Holger, die Zauberlaus und n Tübb aus Leibzisch, der sagte, dass man nicht auf ihn warten solle, wenn er nicht bis 930 hier sei!“

Wetter sieht bombig aus – einmal Spreeabwärts geguggt und einmal Spreeaufwärts gespuggt – um 9 Uhr schon 9 Grad, wird sich steigern auf 14 Grad zum Schluß gegen 15 Uhr.

Das ist der Holger Kössling, genannt der FlizzerHolger – war auch beim Tiem-Matsch vor 5 Wochen hier an dieser Stelle.  Eggie Schnellhase klärt noch auf, abbelliert an die Färnäss, was die Eigenzeitnahme und die verloggenden Abkürzungen und die Einnahme von Mittelchen und das Grabschen von femininen Hintern undsoweiter betrifft – und da der Leibzischer nicht mehr auftaucht, kanns nach Urabstimmung mit einstimmingen Einheitsergebnis schon um 942 losgehen.








Zauberlaus schnabbt sich die Kamera und hält die historische Angelegenheit perfekt fest – zuerst hintereinander:  in schwarz mit den säxxy weißen Strümpfen die bekannte Lahmsogge – davor FlizzeHolger – und vorne weg mit heftigen Zug der Schnellhase – man beachte das elegante Anfersen aller Treter.  Dann befiehlt, äh schlägt Zauberlaus vor:  „Alle Pänner nebeneinander und Kopf hoch und in die Kamera guggen, aber fix!“ – Lahmsogge ist den Tränen nahe, als man ihm auf die Frage is-noch-weit? mit gleich-da-nicht-mehr-weit" und "nur-noch-49-kms antwortet.  Dann hält es Zauberlaus nicht mehr und sie düst davon - „gemütlicher Tränenlauf“, wie sie sagt – Schnellhase meint:  „Dieses „Gemütlich“ kenne ich – in Runde 6 oder 7 wird sie uns überrunden“.  Der Mann täuscht sich gewaltig - Zauberlaus rattert an Lahmsogge bei dessen km 24 vorbei, also nicht mal Runde 5 färtisch geschafft.


links:   Was Fotos von der Stregge betrifft, Du guggen auf Bericht von der Plänterwald-Osterserie 2007 (Link unten) – wunderbares Auto am Kap der Guten Hoffnung, heute ca. km 2.5.
rechts:   Der Frühlings bricht brutal aus – die Blumen sprießen krass, die Blätter treiben gewaltig, halb Berlin latscht heute entlang der Spree auf und ab, wird später etwas schwieriger, sich den Weg zu bahnen, aber es geht noch – wir fallen nicht auf, da auch Millionen von Sonntagsläufern, schnelle und langsame, digge und dünne, kleine und große, usw. unterwegs sind – und ohne Startnummern blenden wir perfekt getarnt in die Läufermasse ein.

links:   Die berühmte Bank in voller Pracht – Zauberlaus reicht heute Mara - auch Lahmsogge kann nach der 8. Runde (= 40 kms) dem verführerischen Abbiegen auf den Querweg für die kleine Restrunde von 2plus kms nicht widerstehen und hat eigentlich auch genug – also Mara am Hochachtungsvoll-Tag, auch prima.
rechts:   Ein Dampfer-Wartehäuschen – praktischerweise direkt gegenüber der Bank – Rotkäppchen ist schon lange mit den 42 kms färtisch.

links:   Die letzten Meter für Schnellhase am Ende seiner 9. Runde – hier sind die Leutchen nicht so dicht unterwegs wie weiter oben, aber man muß schon etwas slalomieren.
rechts:   Eggie im Ansturm an die Bank.


Halb Cola, halb Wasser, noch mal dran riechen – die zwei hätten auch mitmachen können, wollen aber nicht.

links:   Ein Schelm hat dieses Bäbberl an nen Pfosten gebäbbt.
rechts:   Ne Urkunde gibbs als Beute auch – also, den Hochachtungsvoll-Lauf als Mara absolviert.
Und ohne jeglichen humorlosen Quatsch
nich einen Quadratzentimeter vom Januar Matsch
auch nich keine nasse Pfüzze für triefendes Platschplatsch

Man sieht sich.
Grüzi
Schneggi


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