Burg – 7. Spreewald Marathon, 19. April 2009 – “Perfektes Wetter beim angeblich flachsten Mara der Welt”
An diesem Sonntag die wählerische Qual, die quälerische Wahl, die Qualle der Wahl: Tangermünde oder Spreewald. Zu Tangermünde hätte es noch ein schönes Foto der soeben erschienenen Briefmarke gegeben – joh, es gibt tatschlich noch neue Briefmarken. Okay, also in die Lausbubensitz, wo sie mit Gurken nach einem schmeißen, zum Anbeißen und Abbeißen. Die allgegenwärtigen Erdbeerhäuschen entlang den Straßen haben noch keine erdigen Beeren, dafür aber zehn Millionen Sorten an sauren und basischen Gurken.
Streng wird im Zwischennetz mit dem Zeigefinger gewedelt: Nachmeldung bis spätestens 2 Stunden vor Start – in rot und fett. Daher sehr früh raus und gegen Osten gedüst. Interessant auch noch die großmaulige Behauptung: “der Welt flachster Mara!” – *brüll wieher schenkelklopf unterntischschmeiß* - vielleicht wenn man den Unterschied zwischen Startlinie und Ziellinie in Höhenmetern misst, aber nicht wenn man zweimal (zwei Runden) die Hunderte Brüggen rauf und runter schlabben muß – naja, geschenkt, jeder muß a bisserl mit irgendwas angeben.

Burg ist klein, daher kann man bei der 2-Stunden-vorher-Pflicht-Ankunft-für-die-frigging-Nachmeldung bis 100 Meter vor dem Hauptplatz, wo sich alles abspielt, hinfahren. Die Strumpfbögen sind immer die gleichen. Jetzt nochmal massiv gemäggert und dann genug gemault für heute: also für die ziemlich fetten 47 Euros (Nachmeldung und Transponder-Miete) sollten mehr als 3 Mietanhängertoiletten vorhanden sein, Riesenschlangen davor – und zweitens gehören auch ein paar Duschen hingestellt, wenn vielleicht auch die Eingeborenen, die möglicherweise das Hauptkontigent der Treter darstellen, ungern mit Wasser in Berührung kommen und daher die Orga-Tübben denken, wozu die Extrakosten für Duschen.

links: Der schon wieder, kein Entkommen möglich: der Kleine Digge Peterchen Schlenz beschwört gerade in altägüptischer Metaesoterik irgendwelche Sonnenmännchen, dass er heute mal nicht einbrechen und abkakken, äh kontrollierter laufen wird.
rechts: Gerd-Rudi Papke – später sehr zufrieden im Ziel, mit seinen 4:35 h – laut Oberschlaumeier Greifs Alterskorrekturfaktorrechnerei entspricht diese Zeit des 76-jährigen einer 3:06 eines 35-Jahre-Jungspundes – “verdammich und holyschitt”, fällt einem da nur ein.

links: Zuerst nur 4 Grad und manches Gebibber Gezitter, aber kein Gewitter – mit der Sonne kommt die Wärme und Schwärme von Rumstehern, Gaffern und Kaffern – die weißen Zelte geben caliente Ambiente und was her.
rechts: Lauftreffs an allen Eggen der vielen Enten, kein Entkommen – hier welche vom PLC (könnte Puppen, Lausbuben und Chaoten heißen – oder so ähnlich).

links: Seltsame Gestalten unter der klasse Läufermasse – die Dame langt dem Viech voll in den Hals rein.
rechts: Die einzige Funktion dieses schnabbigen Schusses ist zu zeigen, dass es jetzt los ging und vorne ziemlich flott – allerdings sollte einschränkend erwähnt werden, dass sowohl Zehner als auch Halbe mit losschleichen - die Walker eigentlich 5 Minuten dahinter später, stellen sich aber vorsichtshalber gleich mitten in die Läufermenge, um ja keine Sekunde zu verlieren, Gesindel – zuvor hatte Lahmsogge die armen Walker als unterdrüggte Minderheit gegen die subbarassistischen Vorurteile des Kleinen Diggen noch vehement verteidigt.

links: Bis auf geschätzte 1-2 kms pro Runde Kiesweg oder Trampelpfad sonst alles Asphalt – die wichtigen und daher klugen Leute sagen und niggen dabei mit der Birne von oben nach unten und meistens auch zurügg: schnelle Stregge.
rechts: Ah, noch eine bekannte Gestalt, eine Lichtgestalt sozusagen: Diethard Steinbrecher – gestern noch am Küffhäuser Berg, im Schlamm und Matsch, “Mann so ein Quatsch”, sagt er – vor dem Start vergiessen Diethard und Lahmsogge noch gemeinsam die sümbolische Träne, von wegen ihrer nicht-Anwesenheit (man könnte auch Abwesenheit sagen) beim zur gleichen Zeit stattfindenden Start des Transeuropa-Gelaufes unten im fernen Bari im Belpaese.

Man wird ja ein klein wenig weniger unwichtig, wenn man berühmte Leute kennt oder wenigstens fotofiert – hier ein richtig berühmter, Volker Schlöndorff, in der zweiten Runde versägt, bis dahin isser wohl zu schnell gewieselt – immerhin auch schon siebzig, der Knabe.

links: Idülle rechts und links – so richtig geniessbar in der zweiten Runde ohne die strässigen Halben, die eine Hektik reinbringen, meine Güte – unglaubliches Wetter, sehr warm, aber nicht heiß, sehr sonnig, aber nicht schwül, in Annäherung an die Mara-Wetter-Perfektion, ca. 15 Grad, blauer Himmel.
rechts: Individueller Versorgungspunkt, hochgradig organisiert spezialisiert koordiniert, alles Wichtige in einem Bligg bereit zum Griff, schenial hüpervital extrareal.

Genügend Schatten, a bisserl Wind – nix zu mäggern bezüglich der Stationen, reichlich viele, reichlich Auswahl, reichlich alles, sogar Cola.

Abwechslungsreicher Kurs, ohne die elend langen (für psüchisch anfällige Kameraden wie .... schwierigen) Endlos-Kilos-Metros.

Echte Hingugger, roter Pfeil und Kanu – nee, Quatsch zur Seite, es gibt viel zum Durchdiegegendguggen.

links: Der Kleine Digge (übrigens wieder, also Wiederholungstäter, richtig unrasiert) kriegt Muffensausen, als ihm seine Kerstin aufm Fahrrad mitteilt, dass der Sägemeister nur noch 100 Meter dahinter ist – da kneift er die hinteren Baggen zusammen und bläst die vorderen Baggen auf und lässt nochmal Gas zur Raketenbeschleunigung ab – näxtes Mal wirds noch enger werden.
rechts: Die beiden Weißbestrumpften gehören sicherlich zusammen.

links: Zu mäggern gäbe es noch was zu den Abständen der km-Schilder, geschenkt.
rechts: Riesenmonstermegasubbapostkasten.
So sind sie, die Zugger-Puppen vom PLC, immer nen flotten Spruch drauf – diese Mieze hier heißt Dorit – Foto von Tränerin Quälerin Jägerin Diana Lehmann, selber ne Obberflizzerin, die total von den Soggen ist, dass Mister Zualtzufättkeintalent noch mal die Haxen auseinander und sogar hoch kriegt – “Welche Dünamik Enerschie Strateschie, juhujuhujuhu - nicht mehr weit, nur noch 200 Meter!” – “Da fall ich nicht mehr drauf rein, das sagen alle!”.
Die fette Beute der Meute von heute:

links: Startnummer – tja, kein Meisterwerk, tut seinen Zwegg.
rechts: Urkunde – Nachmelder, dieses wohl lästige nervie Pagg, können nicht ausgedruggt werden, sollen das verdammich selber machen.

Die Medaille als Gurke, die Gurke als Medaille, eine richtige Powergurke und dazu auch eine schwere Gurke, nix Plastikteil, wiegt glatte 300 Grämmer.

links: Eine Gurke allein ist einsam, zwei Gurken von 2008 und 2009 sind zweisam.
rechts: Hier noch die Briefmarke von Tangermünde, vielleicht näxtes Jahr.
Trotz höxter Preise eine schöne Mara-Reise – ach Duschen sind nur was für Luschen – die fehlenden Toiletten gleichen wir aus durch leggere Bouletten – wiedermal ein feines kleines Od unter den kleinen Maras. Meiste Fotos fotofiert von MM, mit Kamera konfisziert, äh geliehen von Oberhasi.
Grüzi
Hasehumpel Dauerfressraupe Lahmsogge Rasendekrügge
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