Castricum, Niederlande – Castricum Dünen- und Strandlauf, 14. April 2007, Teil 2 von Willems 4 Jahreszeiten-Ultra – „Dünen voller Sonne, Schuhe voller Sand, Viecher voller Haare, Meere voller Tulpen, Willem voller roter Mützen“
Vor dem Marburg-Mara am 31. März 2007 belaberte Willem Mütze den interessierten Schneggi bezüglich des zweiten Laufes seiner 4-Jahreszeiten-Laufereien: „Da müßt Ihr unbedingt hinkommen – ein schönes Wochenende im herrlichen `Olland – tu was für die gnädige Frau!“
Willem schreibt in der Info (ein wenig eingedeutscht): „Der Wald-, Dünen- und Strandlauf macht das Versprochene mehr als wahr. Man wird einen einmaligen Lauf durch die Wälder und Dünen des Noord-Holland Dünenreservates machen. Während des Laufes hat man herrliche Panoramas über die Dünen, das Meer und die Blumenfelder. Aber diese Weiten kann man nur erbliggen, wenn man die Höhen erklimmt. Dünen und Strand heisst viel, sehr viel Sand. Der Castricum Dünen- und Strandlauf ist nicht nur einer der schönsten, aber auch einer der schwersten in Holland“ – der Mann hat in allem Recht, wie man jetzt schon vorwegnehmen kann. Aber nu lange genug rumgeschwafelt, jetzt gleich zu den Fotos:

Der Meister zwei Minuten vor dem Start : "Da vorne gehts raus und da hinten kommt Ihr wieder rein, den Rest werdet Ihr schon finden, seid ja alle kluge Leute!"– Start 8:30 Uhr, wenn man kein `olländisch schwafeln kann, kann sich die Anfahrt etwas länger als geplant gestalten und so sausen MM und Schneggi nach Überqueren einer geschlossenen Eisenbahnschranke und mit in den letzten Kurven quietschenden Reifen noch 5 Minuten vor dem Start aufs Gelände des Sportparks, wo die kleine Meute schon versammelt ist – Günter Porsche Meinhold ruft noch hämisch ins Clubhaus hinterher, wo die Tasche in die Egge gepfeffert wird: „Wohl verfahren, was?“ – „Nö, wieso? wir sind doch überpünktlich, was willste denn? megger hier nicht rum, Schlabbohr!“.

links: Jan Nabuurs in rot (Schnellster heute) und Theo Kuijpers in blau – die beiden zum ersten Mal beim Isarlauf 1 in 2004 getroffen – beide tragen die einmalige, postkartenartige Startnummer (zum Anguggen: Schneggis Startnummer ganz am Ende des Berichts in groß).
rechts: Das sind die Pfeile, die Willem tags zuvor platziert hat.

links: Wird wohl sicher unbedingt knallhart „Dünenweg“ heißen!
rechts: Ganz klar eindeutig unzweifelhaft todsicher: zuerst links und dann nach zwei Metern geradeaus.

Und gleich rein in die Dünen – Uwe Schwensfeier vom 100MC.

Der hintere Teil der 22 Treter im ersten talwärts-Gang – in rot MM und mit Hut Theo Cloosterman (bekannt seit Spreelauf 2004).

Die erste Aussichtsplattform erklommen – mit und ohne lästige Touristen aus Duitsland – kurz zuvor erster (und heute einziger) Verlaufer: „alles quatscht, keiner passt auf“ – Theo merkts und rennt den 4 Dusseln hinterher, noble Geste - 800 Meter umsonst.

links: Ein Willemscher Kreidepfeil.
rechts: Der näxte Hügel wartet schon – von links Porsche, Inenke Schäfer, Theo Cloosterman – es ist heiß, man schwitzt.

Idülle und Ruhe zwischen den Dünen – nur die Ultras trampeln durch die Gegend (hier ein Porsche).

links: Die erste Verpflegungsstation in Egmond aan Zee bei km 14.3 – Gemeentewerkplaats (irgendsowas wie Gemeindearbeitsplatz, weiß der olländische Geier) – das olländische Prachtexemplar von Mannsbild wartet schon – die faule Sogge läuft nämlich nicht mit – Irrtum, Willem ist gestern gerannt bzw. marschiert und hat markiert.
rechts: Theo Kuijpers an der Station – guter Hut.

Nach der kurzen Pause wieder in die Dünen – zuerst an Wochenendhäuschen vorbei.

Das erste von vielen haarigen Viechern, guggt a bisserl kritisch, MM ruft: „nicht zu nahe hin, die fressen kleine digge Männchen!“ – aus Egmond kommen wir, nach Bergen wollen wir hin, aha „schmaler Sandpfad“ – lustige Untertreibung, nur Sand kein Pfad.

links: Damit die haarigen Viecher nicht auch nach Egmond oder Bergen mitkommen und sich dort n Eis an der Büffeleisdiele holen, gibbs überall diese Gatter, die nur kluge Tiere wie zum Beispiel Porsche öffnen können.
rechts: Das ist ein gutes Beispiel für „smal Zandpad“.

Es gibt sogar Blumen hier im Sand und Schwäne im Wasser.

links: Salz- oder Süsswasser? - vergessen zu testen.
rechts: Inenke kämpft sich den Hügel hoch – je feiner der Sand, desto lauter das Stöhnen und Fluchen.

Noch mehr der haarigen Freunde – lieber etwas Abstand halten und ranzoomen.




Ah, das Meer - müsste die Nordsee sein (wenn wir uns nicht total verfranst haben sollten) – hey, ist das ein Bieler gelbes Angeber-Schört? oder wie oder was? – die Nachhut besteht noch aus den 6 Tretern Theo, Inenke, Uwe, Porsche, MM und Schneggi.



Der Strand hat festen Sand, endlich wieder „normal“ dahinschleichen – leider nur ein paar Minuten, dann wieder rein in die Dünen – wehmütiger Bligg zurügg.

links: Aber nu für viele kms in Kieferwäldern.
rechts: Kuriosität: Schi-Piste am Minihügel – in der Anmeldehütte gibbs dringend nötiges Leitungswasser zum Auffüllen der Vorräte.

links: Wieder ein Ort mit lebenden Menschen – Schoorl – die Kirchturmuhr zeigt 12:50 Uhr, also mehr als 4 Stunden unterwegs – gleich die Hälfte geschafft.
rechts: Am Café „De Viersprong“ wartet Willem auf die letzten Heuler – hier ist seine zweite Station - wir saufen einen 20-Liter Wasser-Kanister quasi leer – als Überraschung ein Gutschein für ein Eis, einen Kaffee, einen Kuchen oder sowas im Café – keine Frage, nur Eis wird gewünscht.


Direkt hinter dem Café fängt die „Klimduin“ an, sowas wie Klimmhügeldüne – holyschitt und das im Sand – Willem macht noch ein Foto von MM (in rot), während Theo Kuijpers (in blau) und Henri Thunissen (in gelb) schon tapfer losmarschieren.

Willem auf den Knien, so muß es sein – Porsche diskutiert noch mit Händen und Füssen mit dem Bösewicht, der sich diese Wegstregge einfallen ließ – letzter Bligg von oben, pfuh Luft Luft Luft – wäre ein wahnsinns subba Hügelträning, 10mal rauf, 10 mal runter, full Spied natürlich.
Leider unfokussiert und gegen die Sonne – so geht das den ganzen Tag, wenn die Flizzerin 1 km losläuft und dann auf die beiden Lahmsoggen Porsche und Schneggi wieder warten muß – die letzten 12 kms schiggen wir sie los, soll sich allein auslaufen und austoben das Rennpferd, damit wir endlich dieses Gehetze los sind und gemütlich traben und gehen und alle 300 Meter ne Pause einlegen können.

links: Theo noch gut in Schwung, wird aber bald versägt.
rechts: Augen auf! Vorsicht: versteggte Pfeile.

Henri zuerst im Wald (hinter seiner linken Schulter ein weißer Pfeil!!!) und gleich wieder die näxte Sanddüne rauf…..

….. und was wieder für eine steile Düne – da sind auch Wanderer und ganz normale Menschen dazwischen – in rot MM, in blau mit Hut Theo.

Heide-artiges Gebiet – die Sonne knallt, die Luft flimmert, hier ists am heißesten.

Täler mit Gras und Sand – Wanderer an einem Bunker, der Witzbold frägt, ob Schneggi morgen den Rotterdam-Mara laufen wird – „ey, normalerweise schon, aber morgen nicht!“.
Zum 397. Mal leert Porsche den Sand aus den Schuhen.



Wieder zurügg in Bergen aan Zee – den Kiosk erst mal was Dosenlimos angeht leerkaufen – reges Strandleben – MM saust schon wieder davon, wir daggeln hinterher.

Ungewöhnliche Plastik in Bergen.

Näxte Sanddünen-Attagge – Porsche vornewech, MM hinterher – „hey, ein willemscher Pfeil am Pfosten, wir sind richtig hier“.


Sand Sand, überall Sand – die näxte Düne mit Aussichtspunkt erklommen, kurze Verschnaufpause - kommen schon Wanderer und verjagen die lahmen Ultras.

Gleich wieder runter und drüben rauf, uaaaaaaaaa – ein paar seltene Blümchen im Sand.

Trebben auch noch – und Gatter - alle Schikanen eingebaut.

Kleiner Abstecher zu den Tulben-Feldern – beeindruggend.

links: Wochenendhäusler haben Erbarmen mit den Beklobbten und bieten frisches Wasser an – köstlich – der Hund bleibt da.
rechts: Porsche mit Jagge auch noch, kruzidürken, bei der Hitze - was grinst der denn so heimlich? na na na?

Mehr Blumenmeere – Tulben, Hüazinten, Narzissen.

links: Was für Beine !!! – in einer Pinkelpause, Porsches Dregghaxen von hinten fotofiert.
rechts: Neue Idülle.

Vorerst keine Dünen mehr, sondern Wald und Gehwege – zu früh gefreut, Sand kommt noch mal.

Wieder am ersten (= dritter) Verpflegungspunkt angekommen – die Wanderer sind überhaupt nicht schlabb, muß wohl gesünder sein.

Die Blumenmeere hören gar nicht mehr uff – endlich wieder Wald – MM vorne weg, wir machen Pausen und Pausen und ….

links: Hobbla, huch – es raschelt hinter uns, ein Ungetüm greift uns an!
rechts: Nettere Viecher - und auch eingegattert.

Das sind die zarten Füßchen von MM und die Haxen von Schneggi nach dem Lauf, erst mal halbe Stunde duschen und schrubben.

Abschied vom großen Meister, der das alles organisiert hat und der gerne seine Schäfchen unter die großen Arme nimmt – „hey, Willem, große Klasse! trotzdem, beim Isarlauf gibbs keine Gnade!“
Theo Cloosterman kriegt auch noch ein Foto.





Zum Schluß noch die Beute – picobello Startnummer – Urkunde – Schlüsselanhänger, Medaille und Muscheln (selbst gestohlen am Strand von Bergen aan Zee) – Medaille in größer – Bauhaus-Werbung (Willems „rote Mützen“ im Titel).
Grüzi
Schneggi
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