Davos – 21. Swiss Alpine Marathon K78, 29. Juli 2006 – „heiligsBlechle: es ist kalt und regnet“
Nach dem letztjährigen Fiasko-ohne-Vollkasko am Berg dran, ein neuer Versuch, dieses Mal mit MM zusammen, da muß es doch hinhauen.


Zuerst eine Woche Träning in Italia – da runter und rauf und umgekehrt, uaaaaa – bei der Hitze und Schwüle.

links: Auf dem Weg zum Startnummerschnabben – wer sitzt denn da drüben? Marianne Dahl, Elke und Ilona Schlegel.
rechts: Die Braunies Marion und Wolfgang - Marion verletzt und läuft nicht.

links: Sigrid Eichner beim Nudel-Pasta-unverschämte-Preise-Vorabend, Sigrid meistert den K42 bravurös.
rechts: Der schon wieder: Keule Klaus Neumann, immer dieselben Sprüche, Mann.

links: Rudolf Mahlburg, DL05-Finisher, probierts im September gleich noch mal, zuerst in Davis losgezogen und voll abmarschiert, äh gerattert – aber aber, nach Dürrboden bei ca. km 65 doch noch versägt.
rechts: Braunschweiger Laufquartett, der Vierte fehlt hier: Betreuer Jürgen Makurat, Rolf Kruska, Kurt Kaidies, Gerd Weidner.

links: Pasta-Party am Vorabend schon im Gewitter ersoffen, die halbe Nacht geregnet, morgens Bligg aus dem Fenster: uaaaaaa, wo sind die Berge, wo ist der blaue Himmel?
rechts: Gar nicht so abwegig, die Schweizer sind vorbereitet – Yogi schrieb, dass es Tage danach am Panoramatreil doch Schnee hatte, uaaaaaaaa.

links: 14 Grad, brrrrr – nach jeden Tag über 30 Grad in Italia Zeit zum Schnattern.
rechts: Bligg ins Stadion durchs Tor-in-der-Mauer geguggt.
Später, das heißt heute Abend für die Lahmsoggen, werden wir hier auf Engelsfüßen (oder so ähnlich) die letzten Meter entlangfleuchen – im Moment regnets allerdings nur mistig hinterlistig abartig.

Start-Triumpf-Plastik-Bogen – von vorne und hinten, die Mountainbiker werden losgeschiggt - der Rasen ist Kunstrasen.

links: Äberhard Ostertag, der Bursche darf in der Schweiz nicht fehlen – und Angelika daneben.
rechts: Der vierte Braunschweiger des Quartetts: Dieter Grabow – und Kurt Kaidies (den hatten wir vorhin schon) mit Sonnenbrille, muhahahahaha, Subbaoptimist.

Dromeus, auf dem Zettel an seiner Hüfte steht was von Michael, und MM – auf der Seite watschelt gerade Wolfgang Braun vorbei und so eine Berühmheit muß von den beiden begafft werden - das weiße Ding in der Hand von MM (linkes Foto) ist die Schiebermütze von Herrn Krüger, muhahahaha.

Schnelle Pozzblizzer Damen: Diana Lehmann, Tränerin im Lauftreff von MM, macht heute den 3. Platz beim K42, neulich den 2. Platz beim Rennsteig-Mara, holySchitt.

links: Hui, es geht gleich los, der Schrubbschrubb-Pilot wird unruhig
rechts: Was machen die Berge? aha, prima, die Wolken kommen weiter runter, es wird noch mehr regnen - "subbaLaufwetter", meint der Lautsprecher, "genau richtig", alles lacht, aber er hat scho a bisserl Recht, besser als die 30 Grad stehende Hitze in den Tälern wie letztes Jahr.

Los gehts, elende Saubande, bewegt Eure Hintern.

links: Rainer Schädlich mit der 506 aus Berlin, hat alle 21 dieser K78er – noch keinen über 10 Stunden.
rechts: Die ersten 5 kms durch Davos, es regnet.

Davoser Idülle gleich hinter dem Ort.

Zuerst noch flach, aber schnell gehts hoch.

Erste Station – ein Dregg und Abfall ohne Ende.

links: Der Hang auf der anderen Seite des Tals.
rechts: Langsam gehts ächt zur Sache.

Die Kuh und die dazugehörigen Gloggen und Gloggenwedler in Spina.


Man hat noch Kraft und Muße - zum fotographieren und quasseln und a bisserl joggen.
Ziemlich viel Natur für uns trampelige Städter.

Spektakuläre Ausbligge – nur für die Lahmen hinten.

Näxte Station – und dann gehts sakrisch runter.
Es wurde gewarnt: „Langsam runter“ - ein Eumel mit dem 2005 Finischer Shört, gleich erkannt und aufs Bild gebannt.

Gewaltige Abwärtspassaschen durchn Wald, rutschig – und zum Schluß noch über Bahngeleise (auf dem Betttuch steht „Bahn Train“ drauf).

Man trifft Yogi, bekannt aus dem virtuTEL.


Gerhard Bracht entlang der Zügenschlucht.

Über das Wiesner-Viadukt, nix für Schwindelige zum Runterguggen - und später runter nach Filisur, reißt da hinten der Himmel auf?

links: Filisur, ziemliches Gerenne da runter, geht voll in die Oberschenkel.
rechts: Klaus Duwe in Filisur.

Haus in Filisur und die große Filisur-Labe-Station.

Eingang zum Albulatal – da kommt ganz schön was runter – im Tal ständig, zwar sanft aber spürbar aufwärts – feucht schwitzig.

Verpflegung in Bellaluna – die Ziege hat nix damit zu tun.

Nu auf die andere Seite des Flusses und am Hang entlangkräbseln.

links: Da hinten auf die Straße oben müssen wir hoch (jaja, unscharf, Schweiß Dämpfe, alles feucht).
rechts: Da gehts rechts vom Trampfelpfad runter.

Im Gänsemarsch den Hügel hochzabbeln – und die letzten Meter vor der geteerten Straße.

Die Straße nach Bergün – zuerst hoch, dann aber doch auch mal wieder runter - hey klasse Fotos *auf-schulter-klopf*

Bligge runter in die Schlucht und nach hinten.


Bergün – hier ist ein Zeitlimit, nämlich 13 Uhr, roter Strich auf der Straße mit 1300 drauf geschrieben, ubbbbs noch mal Glügg gehabt, schlabbe 24 Minütchen im Bonus – MM drängt weiter, grrrrrrrrrrrr, man hat hier keine Ruhe.
Die zwei Schlabbohren mit den blauen Rennsteighemden, hier auf der Hauptstraße in Bergün, sind immer mal wieder vorne, mal dahinter – obwohl sie aus Leibzisch kommen und kein verständliches Deutsch reden, kommt man ins Gespräch, heißen Karsten und Cornelius – ultimativ bei km 48 versägt, Schneggi warnt noch: „Ab jetzt muß geklettert werden!“.


Wildes Gewässer, nach Bergün hoch nach Chants.


Es geht in der Tat aufwärts – von Bergün bis Keschhütte schlabbe 1300 Höhenmeter über 15 kms.

Berghaus in Chants.

Näxte Futterstation in Chants.

Letzte Gelegenheit zum Verschnaufen in und nach Chants.

Das Hochtal und „jetzt gehts los, jetzt gehts los …“.

links: In Serpentinen hoch nach Valzana.
rechts: Hier noch 30 kms - Eigenart der Swiss Alpiner die „noch-kms“ anzuzeigen, Schild alle 5 kms, aber zwischen „noch-30“ und „noch-10“ fehlen die Schilder dieses Jahr kompletto.

Zwischen Valzana und Tschüvel geilste, äh steilste Passage – wer läuft hier eigentlich, also wer rennt da noch? – „Luft, hilfe Luft, ich krieg keine Luft, der Puls schlägt mir hinter den Augen“ - nur mit Klettern und Hände auf die Oberschenkel stemmen einigermaßen flott zu bewältigen – zwar nur 1.4 km in Länge, aber 330 Höhenmeter, kruzidürken, da bischde färtisch.
Der hatte wohl die Schnauze voll, nach diesem Zwischenanstieg – weit und breit niemand passendes dazu zu sehen – barfuß weiter? zweites Paar im Ruggsagg? vorabdeponiert für vorgesehenen Schuhwechsel?

Leidiges Thema beim Swiss Alpine: Blödmänner und Blödfrauen müssen ihre Gel-Chips, ihre Powerdinger usw. mitten zwischen den Stationen futtern und direkt vor oder nach der Station und dann die scheiß Plastikverpaggungen auf den Boden pfeffern – die sammelt hier niemand auf, die bleiben liegen – tolle Läufer.

links: Hier nach einer Station, weiter in Richtung Keschhütte – Nebel, Regen, alles naß.
rechts: Marion Braun kommt runtergetrabbst: „Willste ein troggenes T-Shört? ein zweites T-Shört? da oben ist es saukalt!“ – nein, danke, aber ein ächt guter und lieber Engel.

Zwischendurch mal Luft holen – noch 15 min bis zur Keschhütte, da oben aber nix zu sehen von ihr, absolut digge Subbe.

Doch, da im Nebel, endlich, da isse, sollen wir auf die Knie fallen und die Steine küssen? womöglich hat da einer draufgepinkelt! - – „Mann, das ist der Hammer hier“ – mit letzter Kraft.

Die wissen schon, warum sie da einen Notarzt hingestellt haben – kein Ausruhen, die geplanten 10-Minuten-Panorama-Geniessen werden auf näxtes Jahr verschoben, kalt naß ungemütlich, nix wie weiter – nur 36 Minuten im Plus.

So das näxte Husaren-Stügg: jetzt zum Panoramatrail.

links: Erst mal 200 Höhenmeter wieder runter.
rechts: Die Schweizer Helfer piggen den Dregg auf.

Ganz runter ins Tal wollen wir aber nicht - das machen die ollen K42er.

Stattdessen schleichen wir am Hang um den Berg herum entlang – für Schwindelige is es nix gut, da runterzuguggen.

Die Läuferschlange um den Berg herum, auf halber Höhe.

Bligg zurügg zur Keschhütte (oben rechts) und gleich weiter, rutschig schmierig dreggig aufpassen.

links: Stau auf dem Panoramatrail.
rechts: Eine Station hier oben, sabberlott, alles per Hubschrauber hergeschafft.

Bligg mal wieder nach unten und in die Ferne – der letzte Schnee dieses Jahr, letztes Jahr gabs noch zwei Schneefelder und wesentlich größere.

links: "Hier links abbiegen" - tapfer tapfer, der Wind peitscht nur das Plastikteil der Helferin.
rechts: In der Distanz der Scalettapaß, das tiefste Stügg von dem V des Bergrüggens.

links: Bligg vom Scaletta runter.
rechts: Nicht mehr Doktor Beat nach 20 Mal steht da und guggt den Leutchen tief in die Augen („Du da, Schluß für heute, Du darfst nicht weiter“), sondern der Nachfolger Andy.

Andy, der neue Swiss-Alpine-Renn-Doc.

links: Die Scaletta-Lätta-Station, im Vordergrund schon wieder ein blauer Rennsteigler, hier wimmelts von denen.
rechts: Da wollen wir runter, wieder harakiri, 500 Höhenmeter über 3 kms.

links: Scalettapaß-Station von hinten.
rechts: Sanitäter halten Ausschau nach Kundschaft.

Es geht äußerst flott abwärts.

Die mangelnde km-Beschilderung ist wohl aufgefallen – der Tübb an der Station Rin hilft auf seine Art.

Der Rest ist eigentlich gemächlich, sozusagen das Auslaufen, die letzten 12 kms auf jeden Fall - außer wer noch am Zeitlimit kratzt oder neue Bestzeit möchte.

links: In Davos, der erste Bogen in gelb auf der Talstraße, ca. noch 500 Meter.
rechts: Am Eingang zum Stadion der zweite Bogen in weiß, ca. noch 200 Meter.
unten: Dann der Zielbogen in schwarz, ca. noch null Meter.

links: Im Ziel steht schon Sylvia Rehn, erste Frau beim Deutschlandlauf 2005, aber den SAM K78 will sie nicht mehr machen: „Das erste und letzte Mal!“.
rechts: Joey Kelly überholt uns bei km 2 mit ziemlich Schmagges – zurüggversägt bei km 68 oder so.

links: Klaus Duwe auf der Straße zum Stadion.
rechts: Yogi Jörg Schranz guggt zwar a bisserl kritisch, ist aber sicher verdammt häbbie.

links: Auf dem Weg zur Party-danach: Zusammenbruch des Zielbogens.
rechts: Der „blonde Bursche“ Niels Grimpe – man fragte sich schon: "ist der im Knast? oder auf hoher See?" – nee die Lösung, er ist nach Basel umgezogen.

links: Drohmäuserich dachte immer, er sei schnell – hier mal ein wirklich Schneller: Max Frei, der den Freiburg-Marathon schon zweimal gewonnen hat, in 230 und drunter.
rechts: Carmen Hildebrandt – hat den Dromeus wieder versägt, aber gleich wie.

Das 2006 K78 Finisher Shört und die Medaillen von 2005 und 2006 (beide abgelichtet zum Angeben).
Grüezi
Schneggi
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