DL2006 - Etabben 14, 15, 16 und 17: „Das Ende ist absehbar – der schönste Teil zum Schluß“
Tag 14: Malmsheim nach Horb (55 kms)
Eine der Lieblingsetabben aller kommt heute dran – erstens tolle Stregge und Landschaft und zweitens Empfang in der Weltstadt Horb, logistisches und logisches Zentrum der ganzen Operation Quer-durchs-Vaterland – und nicht zu vergessen, schlabbe 55 kmchen nur.


links: In 10 Minuten Start der 6-Uhr-Eumel – noch mal kollektives Haxen-hoch-Legen – ein archaisches Männerritual aus der VorVorVorSteinzeit, es gibt 50.000 Jahre alte Felswandmalereien in Höhlen der oberen Mongolei, da wird das genauso gezeigt, man kann sogar das Asics auf deren Latschen entziffern (mit etwas gutem Willen).
rechts: Hans-Jürgen Schlotter, Einheimischer und Veteran DL05, letztes Jahr Dritter gesamt.
MM heute wieder VP-Arbeit – zusammen mit Tibor – am Anfang noch Näbel, aber später wird es sonnig und affenheiß quasi.

links: Jochen beim Zieleinlauf, zeigts nochmals allen, dass er auch wätzä kann.
rechts: Aber auch Michael hats heute drauf – man sieht in den Augen den Killerinstinkt (was ihm noch vor 1-2 Jahren jemand abgesprochen hat).

links: MM gratuliert den schnellen Jungs, die nehmens gelassen entgegen – quasi so nebenbei.
rechts: Hiroko auch im Ziel – hinten Jochen und Türken-Mike.

Füße hochlegen – die Leute staunen nicht schlecht, die an unserem Ziel vorbei auf die Festwiese gehen, auf der nebendran eine Leistungsschau-Volksfest ist – mal guggen, wer da so alles zusammenliegt: Hiroko, Dromeus, Jochen, Roschee, Türken-Mike, Jens – im linken Foto in der anderen Reihefolge, genial.

Tja, so früh am Tag schon fertig, quasi erst 13 Uhr – ganz neues Gefühl – nun, schönes Wetter, Sonntag, Märcädäs vollgetankt, das schreit nach Ausflug mit MM ins Grüne und in Wald – zuerst nach Glatt, wos ein Wasserschloß gibt und ein fantastisches Schloßcafé mit unglaublichen Kuchenstüggen und diesen antiken Läuferstatuen, Ultras aus Mesopotamien, die beim großen Three-Ocean in Singapur anno 4000 vor Christus teilgenommen haben sollen – ideale Läuferfigur, dünne Beinchen, aber lange Haxen.
Unser Märcädäs – Joachim markiert jeden Nachmittag die ersten 10 kms des näxten Tages im voraus, heute sogar 20 kms im voraus – und Schneggi und MM holen ihn ab.


Und immer noch Zeit zum Verschwenden übrig – okay, dann noch ins Café Kipp in Horb mit Aussicht auf den Neggar – und zwei Sehenswürdigkeiten.
Jetzt ist aber doch Zeit fürs Abendessen – heute eine fast-feudale Angelegenheit mit vier Rednern plus Ingo auch noch, der was dahersabbert, gähngähngähn raschelraschel-mit-dem-Bestegg – zuerst aber Sich-Sammeln hier im Schulhof mit dem DL-Fuhrpark und dann rüber ins Resto – es wird ganz schön gefressen und gesoffen, pardon gegessen und getrunken natürlich.
Sehr schöner Tag heute, herrliches Wetter, ein bißchen Stregge-Markieren, ein bißchen Standdienst, die Läufer sind ein bißchen gelaufen, alles wunderbar, so kanns weitergehen – schöne Halle, schönes Abendessen, einwandfrei, gibbs nix zu mäggern.
Tag 15: Horb nach St. Georgen (56 kms)
Der drittletzte Tag, bald ist Schluß mit der Plag – MM geht heut zum Flizzen, Schneggi wirrd im Märcädäs sizzen:

links: Wieder ein Sonnenaufgang – allerdings ist es bewölkt und heute nicht so sonnig und so heiß, man könnte fast von Regen sprechen.
rechts: Hier in diesem Ort sollte Uli mit seinem VP stehen – exträm lustiger Ortsname, muhahahaha.

links: Wir erwischen Uli beim Brombeeren-Mobsen – Joachim stellt ihn zur Rede, Schneggi konfisziert das Diebesgut.
rechts: Vom Ziel aus wandert Schneggi der Baggasche entgegen – als Erster kommt natürlich Janne, 1 km vor dem Ziel - ob er überhaupt das „one-kilometer-to-go“ hört? – wieder zu schnell für die Kamera – trotzdem klasse Foto, neidlos anzuerkennen.

links: Ziel ist heute St. Georgen, hoch gelegen im schwarzen Wald, wo es ist heute auch ziemlich kalt - es regnet ziemlich heftig, Ingo ist wie immer geschäftig – Abendessen dieses Mal beim Chinesen, es waren aber keine Hunde aufm Teller gewesen.
rechts: So siehts 4 kms vor St. Georgen aus.

links: Hiroko strahlt, als sie hört: „only forty kilometers to go“ (kleiner Scherz: „only four kilometers to go!“, muhahahaha).
rechts: Schneggi findet MM hinter Jens, die beiden Eumel hatten sich am morgen verlaufen, nun ja die Roten Pfeile kann man nicht kaufen – man muß sie einfach nur sehen und ihnen folgen, sonst fällt man bald aus allen Wolken – aber sie ist froh Schneggi zu sehen und man trottelt zusammen die Rest 5 kms oder so „nach Hause“ – zuhause ist, wo liegen die Matten und sei es auch nur auf steinernen Platten – Uwe Schietzolt gesellt sich dazu und man schleicht dahin – er ist Etabbenläufer und weiß jetzt schon, daß er näxtes Jahr die ganze Schose angreifen will, uaaaaaaaaa.

links: In den Händen des Massörs liegt Onkel Tom, da ist er brav und lammfromm.
rechts: Michael Dromeus guggt ganz belämmert, diese Etabbe hat ihn ganz schön gehämmert, oder fehlt ihm seine Hostess, die war sehr niedlich und ein wenig kess.
Abends zuerst ins Rathaus zum Trinken und zum Rede-des-Bürgermeisters-Anhören. Es schifft in Strömen, wir schleichen rüber ins chinesische Restorante vom Mao-Tse-Tung seiner alten Tante. Aber bald ziehen wir uns alle zurügg, auf dem Boden der Turnhalle liegt unser ganzes Glügg.
Tag 16: St. Georgen nach Feldberg (51 kms)

Frühstügg in nem Klassenzimmer der Schule in St. Georgen.

links: Jemand hat an die Tafel geschrieben;: „Ingo ist doooof“ – Helmut kann die Majestätsbeleidigung nicht fassen – Ingo schlägt zurügg: „8 km meeehr!“.
rechts: Michael zeigt MM, wo er mal 500 meter runtergepinkelt hat.

links: Jemand hat die grandiose Idde, Hirokos kleine Patschi-Patschi-Füßchen in Manuels Riesenlatschen reinzusteggen.
rechts: Erneutes männliches Haxen-Hochlegen-Ritual – Martina ist bereit für Schnee und Eis auf dem Feldberg – Regentag im Schwarzwald – 15 min vor dem Start – heute wieder Start um 6:30 h, weils so duster ist.

links: Durch das Unterwolfsloch hindurch.
rechts: Auf einem Gipfel steht die „Kalte Herberge“ – es ist auch kalt und nebelig.

links: Gasthaus „Posthäusle“ in Neustadt.
rechts: Ortschaft Titisee im Näbel und Regen.

links: Kurpark am Titisee.
rechts: Die Kurverwaltung bemannt den VP 5 heute im Kurpavillon – wird nicht so der große Hit unter den Aktiven, dem letzten Rest – hier gabelt später Schneggi MM auf, die als zweite heute des Weges kommt, Janne schon lange vorne weg – noch 7 oder 8 kms to go, aber ziemlich aufwärts.

links: Ortschaft Bärental am gleichnamigen Tal – im Hintergrund der Märcädäs.
rechts: Das Bärental – ohne Bären (aber mit einem Saubär!).
unten: Häuser in Bärental.

links: Exzessives Rote-Pfeile-Markieren, kruzidürken, wenn das Ingo sieht, wie hier mit den Rässurzen umgegangen wird– km 50 heute.
rechts: Viele solcher Schwarzwald-Häuser entlang der Stregge.

links: „Gasthaus zur Löffelschmiede“, muahahaha (kleiner Scherz für Freund Löffel, falls ers ausnahmsweise mal kapieren sollte).
rechts: Zweimal MM auf einem Foto - diese letzten 3 kms heute sind das erste und letzte Mal auf ihren 7 Etabben, daß sie so richtig gemault und gemäggert hat, sie schimpft nur vor sich hin, nur so für sich, tut gut - selbst die nettesten, liebsten und süssesten Mädchen macht der DL irgendwann, wenigstens einmal, mürbe, muahahahaaha.

links: Peter und Roschee im Ziel – vorletzter Streich - Roschee hat sich grandios berabbelt - menno, hatte der vor ein paar Tagen noch digge Füsse gehabt, uaaaaaaaaa - prima, so ein sümbadischer Bursche - hat sich nach der Abreise von Jan ("einer muß ja arbeiten, wenn alle nur durch die Gegend laufen") gleich den Peter, den "neuen" Sani-Täter, mit auf die heutige Stregge mitgenommen.
rechts: Die Feldberghalle in Altglashütten - mit Ausbligg.

links: Großer Eisbecher, riesige Schwarzwälder-Kirsch-Torte und lägger Kaffee für Dromeus, MM und Schneggi hier drin in Altglashütten - Dromeus läd ein, er kennt sich aus, seine normale Tränings-Gelage, ähLager.
rechts: Joachim markiert mit dem Fahrrad die morgige Stregge im voraus, Schneggi und MM holen ihn mit dem Märccädäs zurügg – Bligg runter ins Wiesental, morgen wird da hintergesaust.
Tag 17: Feldberg nach Lörrach (62 kms)
Letzter Tag, Schneggi lässt sich bequatschen (war nicht allzu schwierig, ihn "rumzukriegen"), diese Etabbe noch zu laufen.

links: Erst mal den Feldberg weiter hoch – rechts Rudi und daneben ein Freund.
rechts: MM läuft mit bzw. die ersten 30 min geht mit, es geht gewaltig hoch - später darf Schneggi sie "ziehen" (nur ein kleiner Schärz, natürlich).

links: Ganz hoch gehen wir aber nicht.
rechts: Noch mal das Wiesental, immer noch duster - Ingo meint: "Falls Ihr Knallförsche Euch wieder verlaufen solltet, einfach dem Bach Wiese entlang, der fliesst nach Lörrach!"

links: Einen Skihang hinunter - eigentlich mehr zum Runterrollen - wesentlich steiler als auf dem foto, ährlich, die Wahrheit und nix als die ....
rechts: Durch den Märchenwald ins Wiesental - "MM, geh noch mal die Träbben hoch, ich mach ein Foto!" - "Oh, Mann, muß das sein?".

Jede Menge an Wasserfällen - man beachte den Roten Pfeil auf dem Stahl-Geländer (jaja, wieder gepännt, hä!).

Typische Häuser und es ist immer ganz schön kühl oder sogar kalt.

Janne noch mal im Endspurt – wenig Zeit am VP.
MM und Schneggi schleichen vom VP wieder auf die Piste, erwarten das Versägt-Werden durch Janne - "Wo bleibt denn der Janne? hat der sich etwa hingehoggt? wäre das erste Mal!"– 10 Minuten später kommt er angedüst, grantiges Gesicht, hat sich doch glatt wieder verlaufen - aber nach einem lautem "Grrrrrrrrrrrrrr" lacht er wieder und ab die Post.
Letzte Verpflegung des DL2006 bei Thomas und Ute– Nudeln von gestern abend, lägger aber keine Lust mehr, nur noch ab ins Ziel.


.… und zum guten Schluß stolpert dieser Obertrampel auch noch über den Gummifuß dieser Absperrung, tübbisch und fasst den ganzen Schneggi-DL in einer Nussschale zusammen – ächt wahr – MM hat alles gesehen (weil dahinter) und blizzschnell alles fotofiert – ca. 10 kms vor dem Ziel – den Rest teils gelaufen, teils gegangen, aber ins Ziel aufrecht und laufend, muahahahaha.
Abends in Lörrach die große Abschieds-Sieges-ichwardabei-Feier. Aber noch mal eine Nacht auf Matten und im Schlafsagg, Rumgewühle von Nachtgespenstern um 6 Uhr morgens, sich rüber-zum-Frühstügg-Schläbben und in die müden Gesichter der Anderen guggen – und dann zum Bahnhof – und es ist vorbei, kruzidürken – die große Leere.
Eine Woche später liest Schneggi in einer iMeil: „Mir fehlt das Geschnarche, das Handygebimmel, der Geruch von Salben und Zeuchs, der Anblick von dahinschlurfenden Läuferkadavern – jaaaa mir fehlt der DL“ – „und noch ein ganz wichtiges Geräusch: das gnadenlose Rumgefurze, bääähhh – besonders klangvoll von denen, die auf aufgeblasener Luftmatratze schlummerten, das hallte so elegant …“ – „Wann ist der TEL?“ [Anmerkung: TEL = TransEuropaLauf in 2009].
Schneggi wird gnadenlos genärvt mit: „Du hast da ja noch ne Rechnung offen!“ – oder „Und näxtes Jahr noch mal probieren?“ – oder ähnliches – schau mer mal.
Was bleibt sonst noch? Haxen tun 2-3 Wochen später immer noch leicht weh, leichte Ödäme an den Füssen, Achillessehne schmerzt auch, die linke – wenig Kraft in den Beinen, SchlurfSchlabb ist sehr schwer wegzukriegen.
Hier noch ein paar Mitbringsel:

links: Noch ein paar Rote Pfeile in ner Jaggentasche gefunden.
rechts: Drei paar aufgeschnittene, aber jetzt gewaschene Soggen.

links: Das offizielle DL2006-LaufShört.
rechts: Zwei Paar schöne bequeme „Deutschland-Soggen“.
Die subbaklasse „Deutschlandlauf-Uhr“ - für alle Läufer, die durchgekommen sind und für die Helfer.
Deutschlandlauf zu empfehlen? unbedingt !!!
Ende – keine Fortsetzung mehr.
Grüezi
Schneggi
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