DL2006 - Etabben 2 und 3: „Brutal heiß und die längste aber auch beste Etabbe“

Montag, 2. Oktober 2006


Tag 2:  Stralsund nach Stavenhagen (85 kms)

Foto PowerschneckeFoto Powerschnecke
links:
  Tag 2 für die 2. Etabbe – Weggen um 4 Uhr, das heißt die ersten Knallfrösche trampeln schon um 3:45 h durch die Halle, verflixt aber auch – um 5 Uhr dann Frühstügg und dann hoggt man noch ewig so rum – eigentlich könnte Weggen um 5:30 h sein – heute mit dem Bus zum gestrigen Etabben-Ende, unter der Stralsund-Brügge – Ingo im schwarzen DL06-Hemd links, rechts neben ihm Diethard Steinbrecher, in gelb mit roter Mütze der Snuppie.
rechts:  
Ingo ruft zur Ordnung und liest alle Starter vor, wehe man schreit nicht gleich „hier“ oder so was, der ist nämlich ein alter Kommisskopf – an den folgenden Tagen Start der langsameren Treter um 6 Uhr, die schnelleren dürfen um 7 Uhr loslegen – links in schwarz mit Sonnenbrille aufm Kopf und Flasche in der Hand ist Jens Vieler, auch ein Veteran vom DL05, allerdings damals ausgestiegen – mit der 8 der Ultrajörg und mit der 30 Reinhold Lamp.
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Ein neuer Sonnenaufgang, fast jeden Tag spektakulär - Geleitschutz durch die Polizei, weil es einer Umleitung bedarf – die Stars Janne Kankaansyrja, der Finne, und Hiroko Okiyama, die Japanerin, sind prompto falsch gelaufen, aber fangen uns bald wieder ein.








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Toller Dunst mit Pferden auf Weiden.
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links:  
Heute neue Schneggi-Tagtig: dranbleiben, sich ans Mittelfeld kleben, gar nicht erst hinten rumkrebsen – die 5 Treter vorneweg sind Schneggis Versägegrubbe – außerdem ist MM am ersten Stand und daher gilt es, nicht allzu schlabb anzukommen.
rechts:  
HolySchitt, es bimmelt, die Schranke fällt Schneggi auf die Birne – gerade noch durchgewischt, nicht den Anschluß verlieren – noch schnell ein Foto nach rüggwärts.
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links:  
Ah, endlich wieder die beliebten Platten – Rudolf vorneweg, mit Ach-und-Krach den DL05 geschafft, aber er hat dazu gelernt, dieses Jahr ein eiserner Läufer-Marschierer-Läufer-immer-gut-Gelaunter.
rechts:  
Klasse alte Alleen, noch nicht alle Bäumen sind im Osten entlang den Straßen plattgemacht worden – vorne weg in schwarz der Jens aus Hagen.
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links:  
Erster VP heute mit MM und Lauffreundin – MM mit Milchtüte für Schneggi, dahinter Rudolf, Reinhold, Snuppie und Peter Spirk aus Holland.
rechts:  
Zweiter VP mit Uli, er hat heute Double Duty, nämlich auch noch den letzten Stand, Nummer 8 – Uli jetzt mit langen Haaren und Stirnband, seine Tochter meint, er sehe aus wie ein Gammler – die lästige grüne Fahne wird ignoriert.
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Heute morgen läufts gut, also ist die Laune gut – und es bleibt Zeit, ein paar Turistenfotos zu schiessen – hier in der Stadt Grimmen.









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links:  
Ewald Kumar – er zu Schneggi: „Welchen Schnitt laufen wir?“ – Schneggi (mit TschiPiÄss): „Acht-dreißig bis neun“ – „Was! ich dachte nen Achter-Schnitt!“ – tja hier beim DL muß man sich schnell als sub-4-Mara-Läufer (Mara in 4 Stunden = 5:41 min/km) an nen Achter-Schnitt, Neuner-Schnitt und sogar Zehner-Schnitt gewöhnen (nicht kms pro Stunden, sondern Minuten pro km).
rechts:  
Schneggi auf der Geraden einer der Landstraßen.
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links:
Man wird zum Freund der Tiere am Wegesrand, zum Wertschätzer von Bäumen, Büschen und Blumen – alles, was Abwechslung bringt und ablenkt – es liegen Unmengen von Kastanien auf dem Boden, und Birnen, Äpfel, Pflaumen, niemand scheint das heutzutage mehr zu sammlen oder zu ernten.
rechts:  
Kurioses Verkehrsschild – man bekommt einen Bligg für das Kuriose, man sucht alles ab, registriert Dinge, die man sonst im Leben nie wahrnimmt – wir leben auf der Straße, den Wegen, heute zum Beispiel von 6 Uhr morgens bis 19 Uhr abends, im Dunkeln starten und in der Dämmerung ankommen – nur noch duschen, sich verarzten und pflegen, futtern, das Nötigste für morgen vorbereiten und pännen – in der ersten Woche mit den Hammeretabben von mindestens fünf 80-und-mehr-kms bleibt für die Langsamen hinten im Feld nicht viel Zeit für anderes außer Laufen, Futtern und Schlafen – morgen mit der 93 km-Etabbe kommen die letzten drei weit nach 22 Uhr an, Snuppie zum Beispiel wird auf die Matte gestellt, fällt um, ihm werden noch ein paar Bissen zwischen die Zähne geschoben, er schläft ungeduscht ein und läuft am näxten Tage mit denselben Klamotten wieder los, anders nicht möglich.
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links:  
In den neuen Ländern wechseln schöne Häuser innerhalb von 10 Metern mit solchen Katastrophen wie hier ab, ein Blogg isoliert aber mitten in einem sonst beschaulichen ansehnlichen Dorf – die Frau am offenen Fenster ruft runter: „So schön ist das Haus nun auch wieder nicht, daß man es fotofieren muß“ – Schneggi ruft zurügg: „Gerade deswegen!“.
rechts:  
Heute scheint der Tag der langen Alleen zu sein – zum Glügg gibt es sie noch, auf den Landstraßen – das digge Ende, nämlich die Bundesstraße 194 kommt heute nachmittag, eine Selbstmörderstregge scheint es (bzw. Mörderstregge), mit Rasen auf Teufel komm raus: „zur Hölle mit den Läufern am Straßenrand!“.
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links:   MM nach getaner Standarbeit am frühen Morgen kommt entgegen und läuft heute die letzten 30 kms mit, genauso wie an den Tagen 3 bis 5, und übernimmt das Fotofieren – hier als Erinnerung an die vielen ländlichen Gegenden, durch die wir kommen, zwei Silos mit als Dreingabe ein nostalgischer Trabi davor.
rechts/unten:  
Überquerung des Flusses Peene – sagt den meistens nix, nehmen wir aber auf, weil Klein-Dromeus hier als Stäbbke bei den Verwandten im Osten drin gebadet haben will.

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Durchlaufen des Städtchens Demmin.



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Mit MM zur Seite machts viel mehr Spaß, sie besorgt sogar ein Magnum, besser kanns nicht mehr werden.









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Kein Wunder, daß heute der Tag der Alleen ist, wenn wir auf der „Deutschen Alleenstraße“ daherkriechen – und wenns nur auf dem Fahrradweg ist.
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links:  
Oha, das sieht aber doch schon sehr zusammengesunken und „gekniggt “ aus – typisch für den DL, soeben noch voller Kraft und Elan, und fünf Minuten später total kabudd und saft-kraft-und-sonst-was-los – wo ist denn der Trinkflaschengürtel geblieben? muß wohl kurz nach in-die-Büsche-stürzen gewesen sein.
rechts:  
Aber MM bringt den lahmen Krieger nochmals in Schwung – zum Glügg nicht per Foto festgehalten: die letzten 9 kms werden zur Tragödie, oder zur Komödie, für heute ist der Ofen aus, fast nur noch marschiert. Ankunft in Stavenhagen, Unterkunft in einer Schulhalle, direkt an der Straße, an viel Schlaf ist bei heftigem nächtlichen Verkehr nicht zu denken.
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links:   Im Ziel steht Rudolf: die grünen Binden sind in Menthol getränkt und bewirken so die Kühlung der Schienbeine, Waden und eventuell der Oberschenkel, je nachdem wer und wie wiggelt (die meisten Treter wiggeln falsch) – die Dinger an den Zehen werden 17 Tage lang nicht gewechselt und am 18. Tag wird nachgeschaut, was drunter sein wird, uaaaaaaa.
rechts:   Horst Preisler hat sich am Tag zuvor zu uns gesellt und läuft an einigen Tagen jeweils einen Marathon auf der offiziellen Stregge.

Tag 3: Stavenhagen nach Pritzwalk (93 kms)

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links:   So siehts jeden Morgen gegen 5:45 h aus, das meiste Gerümpel schon zusammengepaggt, die ersten werfen die Taschen, Koffer Beutel draußen usw. vor den Laster – hier die Stavenhagen-Halle.
rechts:   Man bereitet sich auf den 6-Uhr-Start vor – hier versucht Tom nochmal etwas Blut in die Birne zu bekommen.
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links:   Walter Zimmermann, ein Veteran des DL05, der es dieses Jahr komplett durchziehen möchte, und rechts daneben Peter der Käsetreter.
rechts:   Jens beim Last-Minute-Reläxing.
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Wieder ein spektakulärer Sonnenaufgang.
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Martina und Manuell, später als „DriemTiem“ bezeichnet“ – laufen von der ersten Etabbe bis zur letzten zusammen – allerdings, auf der ersten Etabbe haben sich sich erst gegen Schluß „gefunden“ – gemeinsamer 23. Platz in der Endabrechnung - später wird Schneggi öfters mit Kreide was für „MM“ auf den Asphalt schreiben, wenn MM am Flizzen ist – viele denken dann, MM meine Martina und Manuel, dem war nicht so.
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Viele Strohmännchen (und –weibchen) entlang der Stregge.
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links:   Ubbs, vom Weg abgekommen? Die schreiben Karlsruhe auch noch falsch.
rechts:   Die Rennmaschine „DriemTiem“ voraus – der Schatten des Fotofieres links unten.
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Aha, gleich gehts zum Verpflegungsstand von MM, heute VP 1.
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Der Stand der brandenburgischen Leidies MM und Lauffreundin – Horst Preisler guggt a bisserl müde - Peter Weber von BennyundCo (die Hilfsaktion für muskelkranke Kinder) im Hintergrund – Michael Müller mit der 44 bezahlt heute für seinen allzu vehementen Start am ersten Tag.
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links:   Es gibt zwei Franzosen im Feld – der hier ist Gérard Denis – mit Frau Nicole dabei, die Helferin ist und nach Sigrids Ausstieg mit ihr zusammen immer den Stand macht.
rechts:   Die wundern sich über gar nix mehr heute morgen.
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Ein wahrhaft schöner Morgen, schöne Blumen und tolle Häuser – und es läuft prima, der Räspäkt vor der Killer-Etabbe, dieser längsten mit 93 kms, rät zur Vorsicht.
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links:   Das sind „unsere Pfeile“, bevorzugt an Pfosten von Verkehrsschildern in Augenhöhe - Dobbelpfeile heißt scharf rechts oder links ab (oder so ähnlich).
rechts:   Mit der Laune bezüglich des guten Vorankommens steigt auch die Lust zum Fotofieren – tolles Haus – der schnell informierte Angler (oder Fischer?) ist entsetzt über das, was wir tun, „uaaaaaa“ sagt er nur dazu.
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links:   Uli auf dem Weg zu seinem Posten hält kurz an und erkundigt sich nach dem Wohlbefinden – Uli ist und bleibt ein Goldschatz.
rechts:   Sachen, die man sonst nicht bemerkt oder ignoriert, erfreuen jetzt – Taufeuchtigkeit und Tropfen auf einem Ortsschild und den Aufkleber unten rechts.

Jeden Morgen gibbs eine Besonderheit: das Vorbeifahren der DL-Autos – entweder Autos für spätere Verpflegungssstände (wie oben im Bild Uli, der heute den letzten VP wieder macht) oder Autos von bereits färtischen VPs (wie zum Beispiel Lauffreundin und MM, die in der ersten Woche immer den ersten Stand ausrichten, siehe späteres Foto unten) – dann kommt immer Ingo dahergedüst und hat meist, ganz wichtig, nen dummen Spruch auf den Libben – oder Helmut Schieke und Inge Schulze, die Einkäufer in Helmuts grünem VW-Bus, düsen vorbei – oder der Fotograph Tibor – die meisten hubben und winken oder machen Grimassen und Frazzen – auf jeden Fall ist das psychologisch für uns Einzelkämpfer wichtig, dieser Kontakt zur gesamten Grubbe – man läuft zwar gelegentlich in Duos (Manuel und Martina als Ausnahme immer, oder auch meistens Jochen Höschele und Elke Streicher) oder sogar in größeren Grubben (zumeist zu Beginn der Etabbe oder beim mit-Durchziehen-und-in-den-Hintern-Treten eines zum-Aufgeben-Bereiten – aber mehr als 3 Eumel zusammen ist ganz selten), aber im Prinzip läuft man allein – zu dem Thema gehört auch noch das Aufrollen und Versägt-werden der 6-Uhr-Treter durch die 7-Uhr schnelleren Knaggfrösche, zwar nur ein kurzes „hallo“ oder ein schräger Spruch zum Beispiel von Herrn Krüger, aber trotzdem man freut sich – deswegen ist auch Letzter-zu-sein nach 10 Uhr oder 11 Uhr gar nicht mehr sehr lustig, niemand kommt mehr von hinten, keine Läufer, kein Auto, nix, man kriecht den Anderen hinterher, versucht „dranzubleiben“, immer das Zeitlimit in der Birne – das Einzige sind dann diese Oasen in der großen Wüste, die VPs, auf die man sich freut – Schneggi als einigermaßen begabter Kopfrechner rechnet dann laufend die noch verbleibenden Minuten und kms bis zum näxten VP aus, und kruzidürken, wie oft stimmt es nicht, weil die VPler einen besseren Platz 600 Meter weiter gefunden haben, oder sie von nem kampfeslustigen Bauern oder bissigen Hund verjagt wurden, usw.
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links:   Viele Sonnenblumenfelder, immer wieder, zum Teil endlos - oder kommt man nur nicht voran?
rechts:  Man muß nur die Augen aufmachen und nicht stur 2 Meter vor sich auf den Asphalt klozzen und man sieht ungeheuer viel Interessantes, Kurioses, Erinnernswertes – hier eine Natursteinmauer, was es nicht alles gibt (klar, ganz Irland und halb Schottland haben solche Mauern).
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Snuppie – zu ihm muß etwas mehr geschrieben werden, siehe unten – „das ist vielleicht ne Marke“, würde MM sagen.

Also Snuppie heißt Snuppie, weil er die ganze Zeit so ein Stofftier in der Hand hat oder zwischen den Händen hinterundher bewegt. Snuppie leidet ab Tag 2, vermutlich SchinnSplinds bis zum Stehkragen, kommt kaum noch vorwärts, ist aber unentwegt optimistisch (oder unrealistisch?), daß er jedes Mal im Zeitlimit noch reinkommt (wobei er bei zweiDrittel des Wegs schon 2 bis 3 Stunden im Verzug ist). Ob er überhaupt schon Maras gelaufen hat, ist nicht mehr zu erinnern, auf jeden Fall sicherlich keine Ultras, dafür habe er viele Halb-Maras, holySchitt aber auch. Jemand aus seiner Laufgemeinde habe ihm gesagt, daß er 200 kms in der Vorbereitung laufen solle – im Monat, yäsSör, im Monat! Snuppie ist ein netter Kerl, a bisserl naiv und grün hinter den Ohren, aber er beißt und kämpft prächtig. Tag 2 war schon nur noch Kampf-und-Krampf (immerhin mit fast 13 h für die 85 kms, aber weit innerhalb des Zeitlimits). Aber Tag 3 wird zum Disaster perfäctum: 15:45 h für die 93 kms, und das auch nur weil Karin sich mütterlich opfert und ihn durch die Dunkelheit schleift und zieht und schubst und und und. Am Tag 4 kann er kaum noch gehen und Ingo nimmt ihn am Nachmittag/Abend raus, er würde wohl erst weit nach Mitternacht ankommen, schade um ihm, aber es bleibt keine andere Wahl. Snuppie reist am näxten Tag ab.
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links:   Gerade von MM geschrieben, da kommen die scharfen Görls schon daher – Lauffreundin am Steuer und MM auf dem Beifahrersitz, gerade färtisch mit ihrem VP1.
rechts:  Wir kommen an die Müritz, hmmmm, sehr vielversprechender Teilabschnitt.
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Hey, da kommt die verdammte Elite, die 7-Uhr-Flizzer in der Reihenfolge: Janne (unser Star), Hiroko (unser Starlet), Jochen Höschele und Elke Streicher - und das Uratom aus Pfaffenhausen (oder so ähnlich), Leidies-änd-Tschäntelmän, Mister Michael Krüger himself. Janne läuft am liebsten mitten auf der Straße und weicht auch nur leicht zum Seitenrand, wenn ein Auto entgegenkommt – er ist spezialisiert auf sich Verlaufen, aber nicht dort, wo es jeder machen könnte, nein dort, wo man sich eigentlich nicht verlaufen kann – ein kurzer Fluch oder ein „Grrrrr“ und schon isser wieder in der Spur und legt nen extraGang ein, um wieder an die Spitze zu kommen und die verlorene Zeit reinzuholen – am Tag 2 muß Ingo ihn mit dem Auto suchen, er ist wohl schon auf dem Weg nach Polen – also wenn man nach 10 Minuten keine roten Pfeile oder Kreidestriche mehr sieht, dann stimmt was nicht, ganz ganz wichtige Läktion.
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Wir kommen nach Waren – hey, MM und Schneggi waren in Waren (man beachte das geniale Wortspiel) erst vor 3 Wochen, zum Müritzlauf (siehe Powerschnecken-Bericht).
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Wir streifen die Müritz nur am Rande – hier zwei Eindrügge - der Müritzlauf im August, einmal rund herum, schlabbe 76 kms, ist ein ganz heißer Tibb (und kostenlos dazu - der Tibb).
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links:   Seltene Kreidezeichen – normalerweise gibbs nur nen Pfeil (ohne das „DL“).
rechts:   Durch Waren durch ist es granatenmäßig heiß, kein Lüftchen, und es ist erst etwa 10 Uhr morgens, das wird wieder eine Hitzeschlacht heute, verdammich – hier quasi hinter Waren auf einem endlos-Fahrradweg, vorne weg in rot der Michael aus Stuttgart, also der Müller, er hats heute sehr sehr schwer.
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links:   Weg von der Hauptstraße auf eine Allee – gugg mal ein roter Pfeil auf dem Pfosten.
rechts:   Das ist Tibor Ambrus, später genannt „Paparazzo“ – offizieller Fotograph und für die ersten sechs Tage auch persönlicher Betreuer von Attila Roman, seinem ungarischem Landsmann – nachdem Attila aufgibt und abreist, bleibt Tibor dabei und wird bald zu einem der Lieblinge des ganzen Zirkusses – jeden Abend gibbs ne Live-Show seiner Hunderte von Fotos, die er tagsüber aufgenommen hat, auf seinem Läbtobb zu sehen, einfach auf seine Matte sich pflanzen und anguggen – nicht zu vergessen ist, daß Tibor jeden Tag auch einen Verpflegungsstand hat, oft er nur allein (ein paar Mal später mit Schneggi oder MM) – weiterhin ist er sich nicht zu schade, zum Beispiel die Turnmatten, die andere morgens faulerweise einfach liegenlassen, in die passenden Seitenräume zu bringen, er hilft überall aus, oder zum Beispiel er lädt Gepägg in den Laster ein und aus – zu guter Letzt: ein ächt klasse Kerl – übrigens er stellt seine 7900 Fotos kostenlos zum download zur Verfügung (sind bei 3 Sekunden pro Foto nur 6,5 Stunden an Fotos, muhahahahaha).
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links:   Das ist Thomas, seit Jahren reist er mit Ingo mit und bietet seine Dienste als Verpflegungsstand an (Schneggi lernt ihn zum ersten Mal beim Spreelauf 2004 kennen) – seine Spezialität: es gibt was Gekochtes zu essen, Subbe oder Pfannkuchen oder Nudeln oder oder oder und er hat seinen Stand meist um die Mittagszeit – Thomas reist mit Wohnwagen und verschiedenen Begleitpersonen, ähem (Sigrid in schwarz und säxxy Hot Pänts gehört aber nicht dazu, keine Gerüchte hier streuen)– Thomas ist selbst ein prima Läufer und nebenbei noch Polizist in Horb (was erklärt, daß er sich einen Teufel drum schert, wo er seinen Stand aufbaut, und sei es, dass er nen ganzen Fahrradweg bloggiert).
rechts:   Hier löffelt und schlürt gerade einer dieser ungewaschenen verlausten Läufer aus dem Hinterfeld seine zweite Schale köstliche Nudelsubbe.
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links:   Der näxte VP mit links Veronika, Schwester von Joachim Barthelmann, und Brigitte Barthelmann (Frau von Joachim) – im Hintergrund im roten Shört steht MM, die wieder den Rest mit Schneggi laufen wird, heute 30 kms.
rechts:   In einem der Käffer am späten Nachmittag stehen zwei ältere Tübben (links und in der Mitte, der rechte unrasierte Kerl mit der wilden Frisur ist nicht zu identifizieren) im Eingang einer Kneibe und laden zu einem Schwätzchen ein und fragen a bisserl aus – geben zwei Marathon-EnergyDrink-Flaschen kostenlos mit auf den Weg, nee keinen Schnabbs, nur so ein Energie-Gesöff.
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Das tägliche Kopfsteinpflaster, auf das sich alle immer grandios freuen, kommt heute erst spät am Tage, schade – das sind übrigens die säxxy Beinchen (im Schatten und im Fleisch) von MM, die wiederum die Fotofieren-Aufgaben übernimmt.
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Sieht das schon nach Kämpfen und Beissen aus? – ja, es sieht nicht nur so aus, es ist so, immerhin schon 71 kms und ca. 10 bis 11 Stunden on the road heute – und es ist immer noch bloody hot.
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Ein paar Stimmungs- und Landschaftsbilder (von MM), müsste so gegen 18 Uhr sein.
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Am Ortsausgangs eines absolut trostlosen gottverlassenen Kaffs stehen Conny-Sigggi – ein DHL-Lieferwagen ist die Sensation des Tages gewesen, berichten die beiden – und dann kam noch der BoFrost-Mann und Sigggi schwazzt ihm ein paar Eis-am-Stiel ab – hier eins davon in Schneggis Hand.
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Immer noch Idülle und einsame Gegenden.
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Das sieht nicht nur so aus, nein Schneggi geht in der Tat – heutige Tagtig: 5 Minuten Laufen und 5 Minuten Gehen, strikt durchgezogen und klabbt subba und ist von Erfolg gekrönt, MM macht genial mit – immerhin schon 81 kms, 12 to go - au Mann, hört das heute nicht mehr auf?und noch ein dorf und noch ein Dorf ...
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Dann doch noch quasi ein Tempo-Intervall – Uli hat seine „noch 1000 m bis VP“ auf den Boden gemalt – da muß man doch einfach hinsprinten, Sprint im 8er-Schnitt, muhahaha.
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Uaaaaaaaa, „Immobilie zu verkaufen“ – hinter pfui-Teufel und verfallen – aber schöne Kirche – das halbe Dorf oder mehr ist verlassen und mit Brettern zugenagelt – harte Gegend, hohe Arbeitslosigkeit, absolut nix los.
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links:   Immer noch 7 kms – heute wieder der totale Endbeschleunigungseinbruch? die Tragödie der letzten Stunde? – meine Güte, MM macht hier vielleicht was mit!
rechts:   Uli harrt aus bis zuletzt, er ist letzter VP, auch für ihn ein ganz ganz langer Tag, aber er ist ein harter Bursche, gibt auch selbst alles – Schneggi denkt: „Diese grüne Fahne muß doch irgend jemand mal einfach klauen und dann verbrennen!“.
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links:
  Das ist nicht der Sonnenaufgang, sondern Sundown – das werden heute 14 Stunden und 22 Minuten bis ins Ziel sein.
rechts:   Diese ewigen letzten kms machen einen ächt färtisch, completto – aber heute ohne den Schlußeinbruch, juhu, und die TragiKomödie – MM ist überglügglich.
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links:
   Gleich wirds duster und hier ist es ächt kuhnacht.
rechts:   Michael Müller war in Waren heute morgen um ca. 11 Uhr entwischt, ewig her (oder war das gestern?) – jetzt 9 Stunden später wird er eingeholt und versägt – aber wir sind alle Beklobbte-in-derselben-Klabse (sprich Ingos Hühnerfarm) und Schneggi flüstert beim Versägen nur: „Komm mit, häng Dich dran, nur noch 3 bis 4 kms!“ – und so trampeln wir nach Pritzwalk hinein, eindeutig das beste Foto des Tages, perfäkter SchlurfSchlabb in elegantester Ausführung.

Die letzten 2 kms, so scheint es, im Dauertempolauf, Schneggi zieht vorneweg gewaltig: „Verflixt, diese km-Angaben können doch nicht stimmen! das sind im Leben nie 2 kms, holyschitt und kruzidürken!“ – mitten in der Stadt, irgendwo im Dunkeln, soll wohl der Marktplatz in Pritzwalk sein, schreit jemand: „hier rüber, hierher!“ – es ist Ingo unter dem Zielbanner – „Verfluchte Scheiße aber auch, Eure km-Angaben stinken zum Himmel“ (Ingo stellt sich taub, besser so) - MichaelM im Ziel: „Danke, ohne Euch wäre ich noch nicht hier und würde noch ne halbe Stuinde oder länger brauchen!“ – Karin, Snuppie und der Doc (letzterer wird später vorgestellt) sind noch draußen und kommen 1,5 Stunden später rein – Mann, das war ein ganz schöner Hammer, aber geschafft !!! – Ingo fährt MichaelM, MM und Schneggi zur Halle, auf dem Rüggsitz schlägt Schneggi mit geballter Faust n paar Löcher in die Luft und MM streichelt seinen Arm und drüggt seine Hand, es gibt nix mehr zu sagen.
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Hoher Besuch aus Hamburg: SubbaFreund Frank „Löffel“ Berka kommt für die morgige vierte Etabbe – hier in Konferenz mit Ingo – leider kann man nicht mehr viel quatschen – zu kabudd und vor allem keine Zeit, die Nacht wird eh viel zu kurz, Regeneration quasi null, nur noch duschen, was futtern und ab in den Schlafsagg, sich wenigstens für ein paar kostbare Minütchen an MM kuscheln – oh, was für ein Irrsinn Wahnsinn Schwachsinn!

Fortsetzung folgt – es wird dramatisch werden!
Grüezi
Schneggi



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