Eisenach – 37. GutsMuths-Rennsteiglauf 2009, 16. Mai 2009 – “Im Matsch versumpft – nur durch niedere Instinkte besiegt”
Da MM auf den Rennsteig (für Hasehumpel ist es ja der Rennschleich) jährlich besteht, gehört dieses Rauf-und-Runter-Gehumpel jetzt zum Mußprogramm – und signalisiert auch den Beginn der ultraigen Säsong. Dieses ist der vierte Versuch, mal nicht ins Ziel nicht zu kommen, dreimal zuvor (2003, 2004, 2008) hat`s nich jeklabbt, mit dem Nicht-ins-Ziel-Kommen – eigentlich ist das Gerenne dort nur Sträss und wirft endlose Fragen auf: Auto aufm Feld des Schmiedes lassen und am Freitag Abend mit Bus nach Eisenbart dümpeln? – Auto bei Eisenherz deponieren, nach Schmeissfeld latschen und irgendwie (wieder mit dem lahmsten aller Busse) zurügg sich schmuggeln? - egal wie, keine ideale Lösung vorhanden. Okay, dieses Jahr den Corsa Ferrari in Eisenbach inkubieren.
Freitag – noch alles paletti Spaghetti

links: Ach Du Schregg, diese Tübben schon wieder – schnell den arabischen Frauenschleier zur Tarnung überziehen und gleich zweimal links um die Egge.
rechts: Hier muß es irgendwo sein, das Startnummer-an-die-Armen-Austeilen – Brunnen, Kirchturm und Marktplatz passen – seltsame Flagge mit nen grünem R (vielleicht die Botschaft von Ruanda? oder Rongolei?).


Links: Aha, Schlabbohren, die wie Läufer aussehen (also unbürgerlich, heruntergekommen, ausgezehrt, verwegen) und diese grünen Mülltüten rumschlebben – also hier isses.
Rechts: MM entdeggt die zwei Spitzbuben als erste.
Unten: Ollie in blauer Jagge und Ganovenschiebermütze und Jörg (Kupfer) in schwarzer Jagge, ah das waren noch Zeiten als Hasehumpel diese beiden Oberlahmen beim DL07 versägte und versägte und versägte und ... jeden Tag, muhahahahahahaa brüll wieher – Jürgen Santl ganz rechts sucht das versprochene Bier in der Mülltüte (“ey, Jürgen, erst Laufen dann Saufen!”).

Diese beiden fabelhaften Heroen nochmals in Großaufnahme – klassische Köpfe, Träume aller Schwiegermütter – Jörg hat auch noch gute Zähne dazu, außer dem linken oberen Eggzahn, der scheint a bisserl gelblich zu sein, hugivesaschitt äniwei!.

Das Bürokratische erledigt, mal rüber zum Festzelt – muhahahahahaha, Festzelt, guter Scherz – da lungert Michael Frenz herum, natürlich beim Futtern – Diethard Brichtjedenstein Steinebrecher meint, dass diese Wurst für einen viel zu groß sei, außerdem habe Michael ein illegales Angeberschört an, sozusagen erwischtinflagranti, Sofortstrafe ist eine halbe Bratwurst.

links: Hey, die blaue 100MC Fraktion hat sich nach Europa getraut – Originalton Wetterkarte in London 1988: “Nebel im Ärmelkanal, Europa ist abgeschnitten!” – die englischen Brüder – er (Name vergessen, Onkel Hotte kennt ihn sicherlich) fragt gleich: “Wieviele hast Du?” – "Wieviele was? Finger? Ohren? Milzen? Frauen? Spermien? Autos?” – “Nein, Maras? ich habe 308!” – die sind besessen versessen.
rechts: Diese Treter sind auch bekannt: mit abgeschnittener Nase ist Rümax - mit verknifferner Miene (bloß nur nicht lachen) der Jörg-Häuptling (haut am näxten Tag ne unglaubliche Zeit raus, immer diese Neulinge mit ihrem Überelan, ihrer unbändigen Energie, ekelhaft schauerlich) - Hoppelchen verteilt aufrührerische Flugblätter “Wir Brandenburger Miezen wollen Berlin nicht mal geschenkt”, nee Poster für Badewannenlauf Zwo – angesichts der drei Kilosmetros langen Schlange für zwei Knödel und Kraut, das den Darm sicherlich brutal anregt, verzieht sich die MMS-Gäng ins italienische Restaurant, wo die Kellnermieze zum Schluß meint: “Und guten Lauf morgen!” – “Ah, danke, wie haben Sie uns erkannt? sicher weil wir so fit und träniert und sportlich aussehen!” – “Nee, eigentlich im Gegenteil, aber sonst ist hier freitags niemand hier und außerdem laufen morgen alle Fremden!”.

Zum Abend-und-Nacht-Einläuten noch nen kleinen Umtrunk mit salzigen Letten, köstlichem Köstrizer Bier und Geschnagge auf dem Petersberg bei Holger Sakuth, der morgen ein großes Jubiläum feiern wird (später mehr dazu) – auf dem anderen Hügel gegenüber strahlt die Warzenburg - dieses Verkehrsschild stand letztes Jahr in der großen Linkskurve vor dem ersten Anstieg, Geburtstagsgeschenk für Holgerchen zu seinem Achtzigsten – und da steht er, der Prachtjunge, Holger der Rennsteighunne, mit glühenden roten Augen, ist kaum noch zu bremsen – aber selbst so ein Starathlet muß den dritten Stern auf seinem Angeberhemdchen erst mal verdienen, sprich erlaufen (am 4. Juli beim ThüringenUltra – so, das war die letzte Werbung für das Juwel, hat`s aber auch verdient - es sind noch Startplätze frei).
Samstag – das wird ein harter Tag

Links: Als ob abgesprochen (war aber nich so): die beiden sind die ersten, die einem am Markplatz in der Quere stehen – gleich mal umdrehen, die schönen Tiemhemden der Öffentlichkeit präsentieren – Holger mit stürmischer Mütze rechts und Ulli Meininger links – M & H sind Michael und Holger, die damaligen Gründer des M & H Rennsteigtiems.
Rechts: Holger pfeifft noch seinen kleinen Bruder her, das ist der Kleine ohne Brille – ob das ohne Gewaltandrohung oder Bestechung möglich war? Startnummer 30 für den 30. Rennsteiglauf!

links: Auf dem Marktplatz wimmelt es jetzt von Fotomotiven, jeden Meter eine bekannte Visasche – diese drei aus Berlin stellen sich per Brust-raus-Bauch-rein selber vor –sehr praktisch, gut mitgedacht, lobenswert, gibt Extrapunkte.
rechts: Britta Schulz und Frank Giesen – zwei flizzige Hunderterspezialisten, sehr flizzig – dieselbe Sonnenbrille in derselben Position (aha, da liegt das Geheimnis drin).

links: Die Leibzischer vom Auensee machen sich breit und sind nicht zu überhören, Mann dieser Dialekt, pathologisch unfüsiologisch extrem unlogisch – Lothar Feicke und Dirk Schwonburg – ah, im August nen Sommerausflug zum Auensee, das wär doch auch mal wieder ne Reise wert!
rechts: Gerd Albert – noch a bisserl müde, wa? warum so ein kritischer Bligg? – dieser Lump, übrigens, steht 300 Meter vorm Ziel im Weg herum und quatscht mit Leuten, sieht plötzlich Hasehumpel im Raketentempo im Schlußspurt heranbreschen, schreit: “Verdammich, Schneggi kommt” (der Tübb braucht ne neue Brille, es war nämlich Hasehumpel und nicht Schneggi), schmeisst alles zu Boden, rennt fünf Omas um und rettet sich mit zwei Metern Vorsprung ins Ziel, dieser Lump, kruzidürken, das gibt Rache, sowas macht man nicht, Alter! keinen Räschpäkt vor der Senioridäd, so nennt man das, pfui, schämdich!

Die weibliche Prominenz – Hoppelchen und Carmen, letztere sicher noch müde vom Basel-Sieg, da nützt auch die DUV Krabbelgrubbe nix, müde bleibt müde.

links: Noch ein Leibzischer Saxe – Zeitungsdieb, Mann waggelt nich so, dann wird das Foto auch schärfer.
rechts: Noch ein Jubilar – Hagen Brumlich beim fünfundzwanzigsten – ach was sind wir gegen diese Giganten doch kleine arme Grünhörner.

links: Tatjana Tata Fensterling im schwarzen NeuYork-Angeber-Hemd freut sich schon diebisch aufs heutige Duell – die muß was ahnen und hat sich was vorgenommen, verdächtig verdächtig, Vorsicht!
rechts: Bernd Seitz dagegen ganz kühl, die Ruhe weg.

Sascha Pantel und Karl-Wolfgang Baumgarten gerade noch erwischt bevor`s zappelig wird und losgeht.

links: Holger hatte as am Vorabend angekündigt – die M & H Rennsteigbrigade wird die erste Startreihe bilden, vor den Profis – die ziehen das glatt durch.
rechts: Jetzt ist Gerd aufgewacht: “Ey, Diethard, tu mal Deine Birne weg, ich will fotofiert werden!”.

links: Onkel Hotte darf nicht fehlen – da hinten gähnt einer.
rechts: Tante Tata drängelt sich schon nach vorne, die Nudel.

Kaum zu erkennen, aber es ist tatsächlich der Olaf mit den schmalen Füßen, unmöglich mit ihm mitzuhalten – soll aber, so wird später aus zuverlässigen aber trotzdem geheimen Quellen berichtet, unglaubliche Stehzeiten an den Ständen verbracht haben, wo`s Bier gibt.

links: Bei ganz genau km 0.7 km hängt dieses Banner – zur Abschreggung.
rechts: Ja, hier steht das Verkehrszeichen und Holgers große 30 – der in blau abgeklebte Treter will wohl den Hügel auf den Vorfüßen hochtänzeln, ts ts ts.

links: Gerold Giese, kurz vor der ersten Wiese.
rechts: Ah, endlich Rafael Penalba – mit Raffa aufm Marktplatz verabredet, aber sich nicht gefunden – er meinte vorab, dass er das Haseschunkel-Tempo, das subbalahme, heute nicht halten können werde, zur Zeit sei er zu klein für sein Gewicht – rattert dann aber davon und wird erst wieder bei km 30 eingefangen – zusammen dann bis irgendwo zwischen km 45 und km 50, dann schiggt er Hasehumpel weg, da er seine ernsthafte Krise allein geniessen möchte.

links: Wie jedes Jahr huscht Rosi gezogen von Sina am linken Wegrand vorbei.
rechts: Mehrere große Staus auf dem ersten Hügel – wegen Enge und Pfützen und Matsch – aber kein Gemurre oder Gemaule oder sich am Rand-an-den-Anderen-Vorbeiellbogeln wie beim Swizz Alpine, nein geduldig und brav (es gibt hier ja auch keine so frigging idiotischen Zwischenzeiten zu erreichen, verdammich).

links: Yo, so sieht`s am Anfang, und auch später öfters, aus – macht marschierende Gänse und Staus.
rechts: Damit Werner Marahoffnung dieses Mal nicht von hinten erwischt wird, kommt er absichtlich zu spät zum Start und schleicht sich selbst von hinten an, kruzidürken.

links: Erwin Bittel stochert vorbei, hält große Reden – der Junge hat auch schon graue Haare, oder gefärbt?
rechts: Nebel im Zauberwald – die Meute hat sich auseinandergezogen und verteilt – wer will, kann so ab km 4 allein trabsen oder andere nerven und volllabern.

Die ganz alten Hasen, die Erfahrenen mit der Denkerstirn, gehen alles, was mehr als 0.00001% Steigung hat - Karl-Ernst Rösner in gelb und Lothar Preissler in orange.

Bei km 5 die Warzenburg in der Ferne im Nebel.

Alle Stationen vorbildlich angekündigt (damit man aufwacht, oder?), hier nur exemplarisch die erste für alle anderen.

links: Oha, zu früh gelobt, alles Wasser weg – verdammich wir die Luschen hinten werden übelzwiebel gelinkt ....
rechts: .... doch nicht, hier jibbts noch wat.

links: So, liebe Arbeitnehmer, wird Euer heutiger Arbeitstag aussehen – erstens Überstunden und zweitens in der Matsche.
rechts: Ja was, wird sind immer noch aufm Rennsteig – zum Großen Inselsberg 17.6 Kilosmetros, das kann dauern, ächz schlurf schlabb.

Die Sonne kommt raus, gegen 7 Uhr - das macht auch die Hochgeh-Hügel ziemlich schwitzig.

links: Der Knabe aus Engelland vom blauen 100MC.
rechts: Noch ein Oldie mit berühmten Erinnerungen (“Glory Days”).

Nach nicht mal 2 Stunden unterwegs kann man noch die Hügel hochhetzen – klüger wäre gehen.

links: Zwischendurch auch mal wieder duster und neblig und heimelig, huhuhuhuhu.
rechts: Kein Spaß, diesen Müll im Drägg aufzusammeln.

Der Knabe hält nicht still, aber man kann`s trotzdem lesen – boah, zum 30. Mal den langen Zapfen - Frank Resagk, letztes Jahr schon fotofiert.

Huch, Regen droht, schnell in den dunklen Wald.

links: Schon wieder eine Station, man kommt in gar keinen Schlafrütmus hier rein – der erste Stand, wo`s was zum Futtern jibbt, zum Beispiel schmalzige Brote mit Peters seiner Silie druff, äh lägger, noch mal zurügg und zwei weitere für den weiten Weg schnabben.
rechts: Bernd Seitz stapft mit Riesenschritten in seinen Riesensandalen diesen hohlen Weg hoch.

links: Familienrabatt auf alle Fälle an der Anmeldekasse auszuhandeln.
rechts: Ganz genau, so sieht`s heute hier aus – nur ein Beispiel von Millionen, mindestens.

... und schon wieder rauf ... und gleich wieder runter ... nervtötend.

Zur Abwechslung Riesenmatsch-kein-Quatsch-Löcher und über Wurzeln-Purzeln – nicht vergessen es geht aufwärts.


Bei km 25 dann die Spitze des frigging Bergs auf dieser Insel – alles neblig, kein Grund zu bleiben.

Seltsamerweise sind die Holzstufen dieses Jahr überhaupt nicht rutschig schmierig patsch-aufn-Arsch-sitzig.



Die allseits beliebte Grenzwiese, km 26plusirgendwas – mit der Ankündigung des Menüs, aufgelistet in großen Buchstaben für matte Augenlider in ermatteten Köpfen – Schleim und viele läggere Brote – und nur 10 kms bis zur näxen Restauration, juhuhuhu.

links: Yäpp Yäpp Yäpp, von ganz da oben kommen wir her, Caramba.
rechts: Bier und Cola in Masse, echt klasse.

links: Nicht nur weniger aufwärts und a bisserl runter, sondern viel runter.
rechts: Pozzblizz, holyschitt, das ging aber schnell – mit Raffa die Zeit weggequasselt – Herr Ober, wir nehmen von allem etwas.

“Raffa, geh schon mal voraus – das muss fotofiert werden, wer weiß, ob und wann man wiederkommt!”.





Die letzten sechs Bilder sprechen für sich, eine orgasmische Orgie – *schmatz mampff bauchplatz würsteausohrenkomm rülps*.

“Komm, Raffa! wir müssen weiter!” – “Wo geht`s lang?” – “Immer dem Müll nach und zwar jetzt lange rauf!” – “Oh, Mann, ich bleib hier!”.

In der Tat, es geht mal wieder auffi auffi mit Geschnauffi – viel Geschnauffi – die letzten 5 Würstchen noch beim Anstieg getötet.

links: Onkel Hotte hat noch vielzuviel Energie – trabt den Hügel hoch und versprüht kluge Sprüche.
rechts: Ein Becher Cola, ein Becher Wasser, sonst kommt Haseschrumpel hier nicht durch.

Wieder ein Berg erklommen, der Durchbligg ist schon verschwommen – ah, Sturmschäden auf dem Gipfel hier – Ebertswiese abgehakt, näxtes Ziel das Rondell, okay okay wir sind schon unterwegs - “Neue Ausspanne” und “Wachsenrasen” sind auch verdammt kühle Ausdrügge.

Hmmm, schöne einladende Wiesen – mal ausrechnen, ob eine Stunde Mittagsschlaf mit dem Zeitlimit vereinbar ist – nee, lieber nicht, sondern werden aus einer gleich zwei oder drei Stunden bzw. ich-bleib-hier-liegen-bis-ich-weggetragen-werde.

Und so stapft die Kolonne halt stillschweigend weiter, sich dem Schiggsal ergebend.

Pfützen, Matsch und Hügel – die Dreifaltigkeit des heutiges Tages.

Abundan nen schönen Ausbligg – “Keine Zeit zum Gaffen, weiter im Trott Ihr geilen Affen!” – alle latschen am Rand entlang.

“Nicht mehr weit” – grrrrrrrrrr, wer hasst dieses Zuschauer-saublödes-Geschwätz nicht abgrundtief, aber immer lächeln immer lächeln, die Faust zum Gruße ballen. Aber hier können mal die niederen Instinkte von Tante Tata ins Gespräch gebracht werden – also, letztes Jahr, versägte Hasekumpel die Tatjana brutal vor dem Berg auf der Insel, also km 25, war sie platt, die olle Nudel, sowas von platt, ne richtige Flunder – dieses Jahr kommt sie erst bei km 30 dran – allerdings, um das auszukosten, muß Hasepumpe erst mal austreten und 10 Minuten pinkeln, gibt dem Opfer noch nen kleinen Vorsprung – zuerst auskosten, dann noch mal versägen – allerdings, diese Knaggfröschin is plötzlich weg, nicht mehr zu sehen – Hasedingsbums denkt, okay hat sie sich der Waldschrat endlich geschnabbt, auch nicht schad drum – na von wegen, bei km 50 kommt sie wieder ins Bliggfeld – aber dieses Mal, keine Gnade, im Sprint (geht gerade abwärts zur ner Station) vorbeigedonnert, sie hinterher und kruzidürken läuft am Stand fast vorbei und durch, schnabbt sich nur im Tiefflug nen Becher pures Cola und startet durch – Tata schreit noch nach hinten: “Ich pagg jetzt meine ganz niederen Instinkte aus und werde versuchen solange wie möglich vor Dir zu bleiben!” - dieses Weibsstügg, diese Beleidigung der männlichen Superioridäd, nicht zu fassen – niente paura, hält sie nicht durch, unmöglich, völlig absurd, sitzt nach der näxten oder übernäxten Egge auf nem Baumstamm und heult, wir Männer kennen die Miezen, ist leider immer so, kann gar nicht anders sein, zuerst große Klabbe und dann das jammernde Häufchen Elend – aber aber aber, Tata wird bis im Ziel nicht mehr gesehen, da fällt einem die Kinnlade auf das Knie (Patellatrümmerfraktur sagen dazu die klugen Scheißer).

links: Ey, dieser Tübb ist heute auch ein spezieller Charakter – irgendwo und irgendwann ruft ihm HaseHansi zu: “Hey, Dich hab ich heut doch schon mal gesehen!” – Nee, das war mein Zwillingsbruder!” – das war vor einer Stunde oder vor zwei, können auch drei gewesen sein – jetzt steht er wieder da und ratscht mit seiner Ratsche – “Du bist doch einer von den Drillingen, gell!” – “Nee, wir sind Siebenlinge, Du wirst einen von uns noch viermal sehen!” - *brüll wieher unterntischschmeiß*.
rechts: Ja, is das schon der Grenzadler? – haut hin, muss sein – dieses Jahr das 55 km-Schild vor der Grenzadler-Station (anstatt wie all die Jahre früher dahinter) – kurzer Bligg auf die Uhr – muhahahahaha, die letzten 5 kms im Sechser-Schnitt *brüllwieheraufnbodenschmeiß*, nee doch lieber nicht, reinste Hochquali-Matsche.

links: Uaaaaaaaa, jetzt nicht ausrutschen – die letzten noch wachen, funktionsfähigen und aktiven Koordinations-Sünapsen in der Birne anfeuern (“macht jetzt keinen Scheiß!”).
rechts: Aus dem Gebüsch kommt Jürgen der Kuhlmey gespurtet und meint, dass er heut mal die Busse, die vom Grenzadler abfahren, testen wolle – der Mann sieht absolut tobbfit aus, redet überhaupt nicht kein unzusammenhängendes Zeux, was hat er denn?

links: Schönster Teil der Stregge – wie auf einem Tebbich, Mulch oder so wat Zeux? – “Extra für uns Pänner? wäre doch nicht nötig gewesen, trotzdem Danke!”
rechts: Das Rondellchen – Vorsicht, auf der anderen Seite hoggt immer ganz geheim ein Fotomännchen und macht die brutalsten oagnämsten peinlichsten Fotos, die man überhaupt nie niemandem nicht niemals wird zeigen können (und die soll man auch noch kaufen, muhahahahahaha) – also vom Gehen ins Traben in Pseudosprintmodus, boah geht noch wie in jungen Jahren, damals ..... (“wieviele Meter sind es noch?”).
links: Viel weiter vorne, also wirklich ganz viel weiter vorne, hat das ÄmÄmsche heute auch die Finger an nem Fotoapparatus genialicus und erwischt hier Walter Zimmermann – irgendwie ist Walter aber doch gar nicht so riesig – wie kommt da die von weit-unten-nach-oben-Perspektive zustande? nicht klar!
rechts: Ah, auch Spitzenläufer gehen mal, gut zu wissen, sehr gut – während Carmen ihr Band um die Stirn hat, ist dem Joe Kelbel das Stirnband unters rechte Knie wohl gerutscht.
links: Der süsse Kurt (1644) mit Tanja und dazwischen klemmt sich noch der Ralf.
rechts: Johann Spieker, Hasehumpels Antreiber in der wir-sind-die-letzten-Luschen-Fraktion beim DL07, voll in Aktion – der Knabe wird immer schneller und doch älter – Klosterfraumelissenscheiß getrunken?
Im Gegensatz zum großen Bruder Holger ist der Kleine heute am Knabbern und Kämpfen – Olaf, am Berg. 

links: Zurügg ins hintere Hinterfeld, fast ganz hinten – mit ihm, er heißt Claus Boelen-Theilen, liefert sich Hasenmann ganz üble Positionskämpfe, krass, ganz krass – aber auf den letzten 7 kms rennt der Tübb einfach davon, nur so, ohne Gruß, hat noch Energie im Überfluß, holt schlabbe 4 Minutos raus, verdammich, heut stimmt da was nicht, zuerst Tante Tata, dann dieser Mitstreiter.
rechts: Ah, endlich mal jemanden zum Versägen – ein Freund auch noch, um so besser, subba fantastico – Bill Nickl hat ein Problem irgendwo am Bein, vergessen was es war – er solle von Tante Tata ausrichten, dass Hasehumpel sie nicht kriegen werde und er ne Riesenlusche sei – “Boah, das werden wir sehen, dieses Miststügg! sind noch 10 Kilosmetros oder so, nicht wahr Billie-Mann! jetzt aber los! die mach ich sowas von färtisch, die wird auf Halma und Soggenstriggen wechseln wollen! uuuuiiiiiiiiiiiiiiiii”.

links: Jörg Gerlach führt heute den blinden Didi – noble Tat, jibbt Extrapunkte – Wat steht da auf dem roten Hemd? “100MC – Wir sind die Guten!” – mannomann, weiß die Sittenpolizei davon? ist das Hemd genehmigt? ist das nicht illegimite illegale sonstwas-ill Werbung?
rechts: Alle drummherhum rufen: “Juhu, ab hier geht`s nur noch bergab, juhu ab hier geht`s nur noch bergab!” – Spinner, von wegen.

Ist das Schmügge? Hasenmäher kann sich sowat nicht merken – egal, Cola her, Energie - müsste bald das km 65-Schild kommen.

Keine Lust mehr auf Fotos – nur noch eins nach rechts runter, mit tollem Bligg – und eins nach links runter, auf Schmiedefeld – “Nicht mehr weit”, ruft da ein Eumel am Wegesrand, “nur noch 800 Meter!” – 800 Meter? der hat sie doch nicht alle! mindestens noch 2 kms - von hier aus laut Kamerauhr waren es in der Tat noch 16 Minuten - boah 16 min für 0.8 km, das hätte nen satten 20 min/km-Schnitt gemacht - Würgen? Eishockey-Bodycheck? Anpinkeln? – diplomatische Version (ein Schwabe in Thüringen, wir wollen ja keinen Ärger haben, wenn wir auch den viel schöneren Dialekt schwätza): Ignorieren Verfluchen Minuspunkteverteilen.

links: Diese liebevolle Begrüßung ist nen schnabbigen Schuß wert – schnell über die Straße, wo ist das verdammich 71-km-Schild geblieben?
rechts: Diese gelben Schilder sind neu – muß wohl Halbmara oder sowat sein, zwischendurch fehlen aber die Zahlen, ist nicht fortlaufend, egal hugivesaschitt?

links: Mitten im Endspurt: “Walter Walter, da muß ich doch noch stehenbleiben und Dich anblitzen, äh ablichten!”.
rechts: Dann nur noch Endspurt – geschafft, verdammich kruzidürken holyschitt und alles andere auch noch, wird jedes Jahr schwerer – wer kommt da hinter (oder war es aus der) Mülltonne hervor? Tante Tata mit dem miesesten hinterdingsbums Lachen der letzten 5000 Jahre – “Jajaja, brauchst gar nix nicht zu sagen, ich kann Dir das alles im Detail erklären: also bei km 67, auf ner Wiese, ist just in dem Moment, als ich vorbeilief, ne Kuh umgefallen, also nicht so eine wie Du, ne richtige MuhMuh-Kuh, einfach umgefallen, ich sofort hingestürzt, Puls getastet, Schnelldiagnose Herzinfarkt, gleich Herzmassasche angefangen, nen Oldie zur Mund-zu-Maul-Beatmung rekrutiert, ein Dritter hatte n Händie dabei, sofort den Rettungshubschrabbschrabb hergefunkt, die hatten Infusion und Defibrillator dabei, wir das Viech dreimal mit Defi beglüggt, die hat nen Satz von über einem Meter gemacht, beim dritten Mal auf meinen linken Fuß gefallen, Du weißt schon, den mit dem lädierten Achilles, dann noch der Euter geplatzt und die ganze Milch auf uns gespritzt, tja alle Mühe umsonst, die MuhMuh-Kuh war hin, der Bauer will wohl die Rennsteig-Tübben auf Ersatz verklagen, die vielen häßlichen Läufer hätten den Herzinfarkt provoziert, ist er total überzeugt davon, also das hat mich natürlich schon 30 Minuten gekostet, die musst Du mir gutschreiben, folglich wäre ich 24 Minuten vor Dir im Ziel gewesen, Du bist ganz schön lahm geworden, so im Alter und so, gell! - darf ich Dich ab jetzt “Bergratte” nennen? ja? toll, dann machen wir draus eine “miese Bergratte mit niederen Instinkten!”.

links: Joachim Westphal kommt von links, nee von rechts angeschlichen: “Du bist doch dieser Schneggi!” – “Meinste mich? Nee, ich bin nicht Schwäbbie, ich heiße Haseklumpfuß, mit solchen abartigen pathologischen Charakteren wie dieser Schäggie oder wie er auch heißen mag, will ich nix, aber auch gar nix zu tun haben!”.
rechts: Die Themen des heutigen Tages bleiben einem auch noch an der letzten Tankstelle im Ziel in Schmeissfeld erhalten: Pfützen, Matsch, Drägg.

links: Sehr schöne Degge, aus den Startnummern vergangener Jahre gebastelt.
rechts: “Hab ich Euch Schlabbohren heut schon fotofiert?” – “So wie jetzt noch nicht!” – also, denn nu!

Die letzten, die allerletzen Gebäggstügge sind noch anzuholen – sie hat heut einiges geschlebbt, “brav, Mädel!”.

Disziplinierte Läufer und Holger Kössling prostet nochmals zu.

links: Ein Foto vom Ziel muß schon noch her – wenn auch etwas später.
rechts: Lothar wartet auf seine Monika, lieber Kerl.

links: Und nochmals im Matsch, als gerade ...
rechts: ... die schnelle Gazelle von der Schell-Tankstelle reintrudelt - Claudia.

links: Freund Raffa mit Medaille – “Was ist denn hier los? nur 8 Minuten später im Ziel? Du warst doch fixundfoxxy färtisch am Ende ichpaggsnichtmehr bei km 50?” – “Dann gings doch wieder, hab nochmal Zunder gegeben!”.
rechts: Wurde schon erwähnt, dass es heute matschig war?

links: “Hey, Zigarre!” – “Mich hat´s auf der Ebertswiese zerbröselt, ging nix mehr!” – “Yoh, hat Onkel Hotte beim Versägen mir schon geflüstert! wat war denn los?” – “Keine Ahnung, zur Zeit die Krätze Pest Cholera Süfilis und Durchfall und Piggel auch noch!” – “Na, Kopfhochimknopfloch, jibbt immer ein näxtes Mal! Sei brav!”.
rechts: Die subbadubba unglaublichen Däncing Schuus von Zigarre müssen aber noch in den Apparatus fotograficus.
links: MM fotofiert im ziel ihr Mündel, den sie zum ersten Rennsteig-den-Langen geprügelt, äh gezogen hat – Jürgen aus Pozzblizz, will von jetzt an nix unter 70 kms mehr laufen.
rechts: Häuptling Geile-Mütze wartet auf sein Hobbelchen – Michael Kohlbrok, der Kolibri, kann den Bligg von dieser kühlen Mütze nicht abwenden.
Der kleine Bruder Olaf, nicht sein Tag – aber der große Bruder Holger päbbelt ihn im Festzelt wieder auf – Ulli Meininger hilft kräftig mit.


Die Duscherei ist beim Rennsteig durchaus passabel – ohne den Matsch wäre Hasehumpi doch glatt eine Stunde, Quatsch Quark zwei Stunden schneller gewesen, todsicher.

Holger sieht im Spezial-Memory-Tieschört echt spitzenmäßig aus - zuschade zum Tragen und zum Verschwitzen, lieber in der Hütte, den Rennsteig-Schrein, hinterm Haus unter Glas an die Wand nageln.

links: Noch mehr Berliner, natürlich beim Futtern - Anna und Andrä.
rechts: Tante Tata spendiert ne “Verliererwurst” – also diese Lache, ist doch echt hämisch, abartig krass!

Da die Karre in Eisenbach steht, also mit dem Bus zurügggewaggelt – Ekkie Broy steht im Weg, will aber gar nicht mitfahren.

links: Aus dem Bus raus – der Inselsberg – jetzt weiterdösen.
rechts: Die Busfahrt is ne Tortur, um 17 Uhr eingestiegen, um 19:30 Uhr wieder am Marktplatz, uaaaaaaaaa, dat dauert und dauert .....
Die Beute für die räudige Meute

Startnummer und Finischerhemd kriegt man vorher – die grüne Tüte als Foto schenken wir uns heute.

Die edle Medaille jibbt wat her – Nummer vier am Kleiderständer.
Die Urkunde mit den Medaillen von 2008 und 2009.
Wieder ein Rennsteig am Gürtel, wie die Indianer ihre erbeuteten Skalps. Wenn die Hasen noch laufen können, kommen sie näxtes Jahr wieder.
Grüzi
Hasehumpel
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Grüße
Jörg
danke für das "schöne" Photo samt Genesungswünschen! Die Disco-Treter sind übringens Rennschlappen von Mizuno, keine Freizeitschuh. Sitzen prima und sind leicht, für das Design kann ich nichts...
Gruß aus Goslar (da arbeite ich gerade)
die Zigarre
1. Was das vermeintliche Gewaggel betrifft - kauf Dir mal ne Kamera, dann wird's auch scharf.
2. Tolles Baumstubben-Bild nach km 50. Als ich dort vorbeikam, haben se die Bäume gerade gepflanzt ... *duck*
Liebe Grüße vom Zeitungsdieb
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