Firenze-Faenza – 37° 100 km del Passatore, 30-31 Maggio 2009 – “Was für ein frigging Hunderter: heiß, schwül, steil, nachts – ma bello fantastico impossibile pazzo”

Die MMS-Banditos mögen Abenteuer, äh ja einigermaßen kontrollierbare und organisierte, “milde” Abenteuer. Hunderter sind auch immer wilde Abenteuer, besonders die ausländischen und ganz speziell die während der Nacht. Il Passatore in Firenze haut in dieses Profil voll rein: 100 Kilosmetros und Start um 15 Uhr, Bonuspunkte: endlich wieder im Belpaese (das “schöne Land”) und auch noch an Pfingsten. Benissimo ci andiamo (“subba, da geht`s hin”) - jegliche Widerrede für Nachbars Katze zum Frühstügg.
Was soll eigentlich dieses “Il Passatore” denn etwa heißen? Schiggi-Wiggi kann helfen, wie immer. Zusammengefasst: Il Passatore (“der Fährschiffer”) war ein Tübb namens Stefano Pelloni. Zuerst war er beruflich in der Tat ein Fährschiffer, wurde dann so um 1850 ein berühmter Brigand in Romagna (“verdiente seinen Lebensunterhalt als Bandit”, also ein Profi), berühmt in seiner Heimat schon zu Lebzeiten und besonders nachdem die Schandarmen ihn umgenietet und seinen toten Leichnam durch die Straßen geschleift hatten. Heute Namensgeber für Produkte aus der Region, darunter Weine, und äbbä diesen Hunderter, mit vollem Titel “100 km del Passatore da Firenze a Faenza” – dazu schreiben die Italos noch “la più bella del mondo” (der schönste auf der Welt) – wow-wow-wow, ganz ganz digge Baggen, das müssen MM und Hasehumpel mal janz jenau anguggen, wa!
Die Karten auf deren webbiger Seite zeigen schon: winkelig und zwei Berge, viel hoch und viel runter – aber auch 21 Stationen, holycow!
Zwischenstation in Südtirol

1200 schlabbe Kilosmetros vom pozzigen Blitz – am besten mit Zwischenstation – und zwar soll dieses Mal der Harte Mann im Südtirol genervt werden, Hartmann Stampfer. Was sofort aufffällt: verdammich, hier isses echt schön. Der Harte Mann hat auch schon ne Laufstregge rausgesucht und extra markiert – was er nicht sagte: da sind Kunstwerke aufgestellt, nobelzobel – hier drunter ein paar davon:





Freier Tag in Firenze – sonnig und heiß

Die Stadt der Roller und auch vieler Fahrräder.

Etwas Zeit für das Ziehing der Seits – rechtes Arno-Ufer und über die Piazza della Repubblica.



Am Dom vorbei über winzige Altstadtplätze – über die Ponte Vecchio auf das andere Arno-Ufer. 

Durch die Straße der Uffizien schnell nen Bligg auf die Alte Brügge.

Neptun grüßt auf der Piazza della Signoria.
Samstag Vormittag – zuerst noch alles logger aufm Hogger


Ab circa 10 Uhr Abholen der Startunterlagen auf der Piazza Santa Croce vor gleichnamiger Kirche – Sonne und italienisches Chaos-Geschnatter-Improvisation macht alles zum Dolce Vita (“süßes Leben”).
Wo wird der Bus stehen, der das Gebägg transportiert? mal ein italienisches Schlabbohr fragen - der Treter meint, auf der 500 Meter entfernten Piazza della Signoria (wo auch der Start sein wird – beides falsch) - das Programmheft sagt im englischen Teil auf der Piazza della Repubblica (weitere 500 Meter weiter weg), im italienischen Teil steht hierzu überhaupt gar nix nicht drin – die robuste Signora an der Info meint nach Beratschlagung und Ausstausch mit einem Dutzend anderer Frauen: “qui qui qui qui!” (hier hier hier hier!) und schlägt dazu im Rütmus mit beiden Händen auf den Tisch, muhahahahaha, also auf der Piazza Santa Croce – egal, wird sich alles finden, man wird sich zurechtfinden (arrangiarsi heißt das Zauberwort, “sich arrangieren”).

Genügend Zeit noch bis zum frühen Nachmittag, bis zum Sich-Vorbereiten und am Start-Rumstehen – uiiiiiiiiii, heute ist Samstag und Pfingsten dazu, die Stadt wimmelt von Turis, halt falsch, alles spielt sich auf ca. 1 mal 1 km-in-quadrato ab, da ist die Hölle los – Riesenmonstermegasubbaschlange vor den Uffizien – der Karabiner (Carabiniere) scheint sich an den Kopf zu langen.

Die Piazza del Duomo ist rabbelzabbelvoll – die Schlange für die Dom-Besichtigung geht quasi dreimal um den Dom herum *brüll wieher*

Das Battistero ist umzingelt, keine Schance an die goldene Tür ranzukommen und dat Zeux mal aus der Nähe zu betrachten – die Bullen, selbst solche mit subbalangen Haaren, wundern sich über gar nix mehr.


links: Auf einem Marktplatz steht ein gußeisenes Wildschwein – und weil das in jedem Reiseführer drin steht, reibt jeder Trampl und Troddl die Nase von dem Viech und wirft auch noch Geld in ein Loch (ohne Boden) – es heißt, man komme dann mal wieder.
rechts: Über die Ponte Vecchio kommt man gar nicht mehr rüber - holyschitt, aber noch genügend Zeit für Pasta-Mittagessen und Schuhekaufen (Pflichtprogramm für einen weiblichen Bandito, also eine Bandita).
unten: Übrigens die wahren Banditen, die modernen Briganden sind die Eisverkäufer und Pizzastügge-Warmmacher, die für nen Becher wässriges Eis 10 Euros und ein DIN-A5-großes-Stügg-labbrige-zähe-vertroggnete-Pizza 6 Euros verlangen, aber auch nur in dieser 1x1 Quadrat-km-Zone – keine 500 Meter weiter weg ist es das normale Leben (wie es eben im Belpaese gerade so “normal” sein kann) – yepp yepp yepp, im Foto so ein kleiner Becher Eis für 10 Euros, drauf noch ne ungenießbare Waffel – dreimal so gutes, nämlich richtiges Gelato-di-una-Gelateria-italiana für €3,50 ca. 1 km von der Piazza Duomo entfernt und zehnmal so gutes, das beste Eis Italiens, nämlich in Rom, auch für 3-4 €, kruzidürken.
Samstag Nachmittag – die Banditos legen los

Beim Passatore ist es der gleiche Mist, äh die gleiche Wahl-der-Qual – nämlich dämlich ist ein A-nach-B-Lauf (oder G-nach-H?) – Fragen-über-Fragen: Krempel, also das Auto plus Zeux in Faenza lassen und mit Zug oder Bus nach Firenze – oder am näxten Tag mit dem Zug zurügg von F-nach-F – Variante Zwo gewählt – Hotel in Firenze, Auto in Florenz (oder Klorenz wie Sir Löffel schrieb, er hat lispelige Ausspracheprobleme mit dem “FL”) – daher stundenlanges Austüfteln, was in den ruggigen Sagg (standesgemäß den vom letzten Mara di Roma) reinmuß, um am näxten Morgen wieder frisch-und-duftend daherschleichen zu können – auf-los-gehts-los und abmarschiert.

links: Im Schatten des Palazzo Vecchio auf der Piazza della Signoria lungern schon seit Stunden die Treter herum – vermutlich die meisten morgens mit dem Bus der Orga von Faenza hergedüst.
rechts: Tja, die Welt wird immer kleiner – Angela Gargano und Michele Rizzitelli – zufällig in der Gasse zur Piazza della Croce getroffen – “Allora, Michele, è il Passatore facile o difficile?” (ey Micha, ist der Fährschiffer einfach oder schwierig?) – “Duro, molto duro!” (saumäßig hart, wirste kaum schaffen) – “E perche abbiamo numeri gialli e non bianchi come gli altri?” (und warum haben wir gelbe und nicht weiße Nummern wie der andere Pöbel?) – “Solamente i migliori hanno i gialli” (nur die Besten, die Allerbesten haben die gelben).

Also doch die Transportfahrzeuge auf dem Platz des Kreuzes – zwei Möglichkeiten für den Krempel: ne Tasche bis 48 km auf den höxten Punkt und dann weiter ins Ziel – oder gleich alles ins Ziel – sieht nicht unbedingt so aus, aber die haben das alles im Griff.

Am besten sich ab jetzt nicht mehr bewegen und nur noch trinken und guggen – es wird heiß, logo.

links: Start in der Fußgängerzone – schlabbe 1200plus sollen losrattern und 979 im Ziel.
rechts: Das wird der neue Freund Marco Rühr-meine-Brüste-nicht-an – er hat auch noch nen ziemlich knaggigen Hintern zu bieten.

Die Turis kriegen die Fußgängerzone und den Domplatz wieder – wir sind nach 2 kms durchgeschwitzt.

links: Endlich ne Pause, keine 10 Minuten rum.
rechts: Einige Fernsehtiems unterwegs – wie es sich gehört aufm Roller, Händie in einer Hand und Videokamera in der anderen.

Durch die Vororte und dann stossen die Fahrradbegleiter dazu – später dann die Autobegleiter, ein ganz heikles Thema.

Yäpp yäpp yäpp, da hinten gehts rauf, zum Nachbarort Fiesole – wie der Ort heißt, so ist es auch: der Anstieg ist fies und auch noch in der Sole.

Wenig Zuschauer, aber sehr herzliche – 21 Stationen, was ein Aufwand, zuerst nur fürs Trinken.

Giobatta (mit Hut), 77 Jahre, 30 Mal dabei und Oscar, auch schon über 25 Einläufe, haben viel zu erzählen – heute paggen sie es in 18plus Stunden.

links: Im Wandern-Modus ist es herrlich, wozu die Hügel hochhetzen?
rechts: Es geht noch weit genug hinauf, nur keine Hektik.


Alle 5 kms jibbs Schilder und is wat auf die Straße gesprüht.

Einige Fernsehtiems unterwegs, sieht improvisiert aus - Richtung stimmt halbwegs.

Olivenbäume, Pinien, Sonne, Hügel der Toscana – dazwischen ein paar verschwitzte schnaufende Treter.

Zwischendurch optimale Ausbligge nach Firenze runter – ganz schön heiß, caramba.

Sogar die Radfahrer müssen ganz schön strampeln.

Erst mal Pause, pfuuuuuuuuh – Aussicht geniessen – Max-Zeit ist 20 Stunden, also niente paura (keine Angst).

Unzählige Dörfer werden durchquert – die Leute haben ihren Spaß mit uns, die kennen das, ist schon die 37. Ausgabe des Laufes.

Es geht doch tatsächlich auch mal wieder runter, juhuhuhu – die Anzahl der alten Knagger ist erstaunlich, aber ganz schön zäh.

Jedoch ist die Toscana ja verdammich hügelig, also wieder ..... – es sieht nicht nur so aus, es ist auch so: alles auf Straßen, immer dem weißen Strich nach - schon mal hier angemerkt: nach km 100 tun die Knie ziemlich weh und die Füße brennen dazu noch und zwar gewaltig.

Erste Station mit was zum Beissen, lägger Nutella und frische Marmelade – nix zu mäggern.

Das Einzige, was nicht so gut ist, ist die Schwüle, die aufzieht – Gewitter droht, kommt aber nicht, also viel viel zuviel Schwitzen und Kläbrigsein.

Mit dem Griechen Joannis kriechen wir zum Gipfel des kleinen Berges hoch (km 22) .- bleibt nur noch der große Berg, der wird bei km 48 völlig benommen erklommen sein.
Erst mal 13 kms im Affenzahn runter - die Knie schnaggeln die Zähne waggeln.

Es gibt viermal Matten für die Zwischenzeiten, vermutlich auch Kontrollen gegen das Schummeln, gemeinerweise zumeist in Fußgängerzonen – das hat sicher seinen Grund und könnte wohl mit der ewigen Legende zusammenhängen, alldieweil behauptet wird, dass beim Passatore ziemlich viel beschissen wird – es sind Hunderte von Begleitautos unterwegs, die alle paar kms auf ihren Läufer warten und ihn versorgen – nachts sieht man dann schon wie Läufer in stehenden Auto in ner Kurve oder auf nem Parkplatz oder weißdergeierwo hoggen, was futtern, neue Schuhe anziehen, massiert werden usw. – ob diese Läufer jetzt dann im dunklen Auto an einem später vorbeigefahren und dann zum Beispiel 5 kms weiter rausgeschmissen werden, keine Ahnung – Hasehumpel hat keinen Läufer aus einem Auto aussteigen sehen, aber das kann man ja auch cläver machen – alle Italos auf der Stregge, die Hasehumpel drauf anspricht, glauben nicht, dass das ein großes Problem sei – Marco, der mit dem Knagghintern, meint: “Certo ci sono siempre furbi, ma questa gente si prende se stessa in giro!” (klar, es ist gibt immer ein paar Oberschlaue, aber diese Leute verarschen sich doch selbst), Thema für ihn erledigt.

links: Die Wegmarkierung – in leuchtendem Gelb, auch nachts leicht zu entdeggen – auf den Asphalt gebäbbt oder an Leitplanken, Straßenschilder, sogar Autos.
rechts: Oh oh, das Tal verengt sich und alles zeigt eindeutig nach oben oben oben – ab km 40, so die Veteranen, wirds kritisch, für 8 ewige kms.

Der Tübb im blauen Schört (ein altes Swizz Alpine Dingens) hat nen Schritt drauf wie Willem Riesenmütze und deutet auf einen der Hügel da oben – ein Wohnmobil in der Kurve wartet auf seinen Kunden.

Eine der flacheren Passaschen, alles in Serpentinen – ach herrje, Mara-Markierung, soll nicht ganz stimmen (kilosmetros-technisch).

Hasehumpel klemmt sich jetzt an den Hintern von Marco KnaggPo und lässt sich hinaufziehen – bei km 48 dann der höxte Punkt.

Kruzidürken, holyschitt und alles andere auch – auf 913 Meter Höhe – Colla di Casaglia – absolutes Chaos auf der Straße, Hunderte von Begleitautos im Stau, natürlich Hupen und Gezetter, alles rennt kreuz und quer, viele suchen ihr Zeux in den beiden Busen mit dem Gebägg – dazwischen Massaschezelte und einsam die Piepsematte (beinahe verpasst) – erstmal ausgiebig die Gipfelerstürmung mit subba-Kaffee und noch besseren Schinkenbroten feiern – viele, sehr viele hören hier auf, es gibt ne silberne Medaille und 3 Flaschen Wein als Teilziel – Hasehumpel fragt Blauhemd, ob es ab jetzt dann leicht sei – er meint, dass man es so sagen könne – Marco KnaggPo wirft ein, dass es ab 65 km sehr schwer werden wird, nicht weil es hochgeht, sondern es dann fast flach und langweilig werden würde – es wurde nicht langweilig, gar nicht, keine Sorge.

15 kms steil runter – eine eigene Lampe braucht man nicht, genügend Autos unterwegs, Fahrräder auch noch – wie in Biel sind die Bars und Cafes in den Nestern, durch die man kommt, bis morgens geöffnet, Leute feiern und feuern an – alle Hundert Meter ein wartendes Wohnmobil, langsam erkennt man sie, die immerselben Autos, die am Seitenrand geparkt sind, und man wird erkannt, gegrüsst, aufgemuntert – diese Autofahrer, die da im Auto sitzen oder daneben stehen oder Turnübungen machen, sehen alle ziemlich mitgenommen aus, klar mitten in der Nacht – es gibt auch spontane Lagerfeuer – es wird nie unter 15 Grad (diese Anzeige irgendwann zwischen 2 und 4 Uhr – oder war`s 5 Uhr?).

links: Irgendwo in irgendeiner Stadt liegt auf jeder Bank einer – muss zwischen kms 60 und 70 gewesen sein – bei km 70.2, gerade hinter der letzten Station mit dem km 70 Schild davor, kommt der hasehumpelsche Tiefpunkt – ein Cafe hat offen, Licht ist an, eine Bank davor, draufsitzen, zwei Becher noch von der letzten Verpflegung in den Händen, die Bank ruft und ruft und lässt nicht logger, zum Glügg kommt eine Frau aus dem Cafe, guggt und niggt nur und grinst, das ist die Rettung, schnell hochspringen und weiterschlurfen, das Gesöff ausschlabbern – das ist die Strafe für das oberkluge Gelaber vor einer Stunde, als Haseschrumpfkopf einem Erstling erklärte, dass ein Hunderter bei km 70 anfängt.
rechts: Die Frauen in den Dörfern in den Apenninen sind kräftig und stämmig und ausdauernd, aber freundlich und zuvorkommend, zumindest die an den Stationen - wissen, dass man jetzt nicht mehr quasseln möchte, selbst die Italos murmeln nur noch das eine oder andere Wort – die Kamerauhr zeigt 3:21 h, schon 12 Stunden unterwegs, zefix.
Irgendwann und irgendwo, sind wohl schon die 90er kms, läuft Hasehumpel auf nen Nescher auf, der stramm marschiert – beim Versägen ruft der Nescher was auf deutsch – trotz 99%iger Lethargie erkennen sich beide wieder – gar kein Nescher, nur ein total braun gebrannter Gerd Penzel – Gerd verbringt wie jedes Jahr das Frühjahr im Belpaese und lief heuer 5 Maras und 2 Ultras, jetzt noch den Passatore mitnehmen und dann nach Biel – zum Danebenmitmarschieren ist er zu zaggig, zum Danebenlaufen zu lahm, also man sieht sich, Foto dann im Ziel – aber der Knaggfrosch braucht zu lange, dann eben kein Foto.

links: Boaaaah, das ging aber zum Schluß doch verdammich flotto lieber Otto – nee, mein Lieber, es sind noch viele viele kms, das zieht sich in Faenza.
rechts: Nur noch 2 bis 3 kms – ein junger Kerl humpelt ganz böse, sieht nicht gut aus – Hasehumpel hat noch ein paar aufmunternde Worte auf Lager und gibt sie sogar kostenlos her – ey, ist das nicht schottisch, was der Treter da ablässt? – ja, ein Schotte, aus Dundee, seine drei Kumpels, alle in Einheitskleidung, schlurfen 50 Meter voraus – die anderen drei sind Engländer aus London und wünschen noch “Have a good race” (hab ein gutes Rennen), muhahahahaha, für die letzten 2 kms? – die 4 Briten brauchen doch glatt noch 12 Minuten mehr, für die letzten 2 kms, als Hasehumpelchen.

links: Auf der langen Geraden zur Stadtmitte gehen, schleichen, kriechen eine Läuferin auf der linken Straßenseite, ein Läufer vor ihr auch auf der linken Straßenseite und ein Duo knabb vor Schneggi auf der rechten Straßenseite – beim Anbligg des Baumes mit seinem letzten Km fangen alle gleichzeitig an zu brettern, die Frau in Intervallen, der Mann davor im Crescendo, von dem Duo bricht einer ab – an der Fußgängerzone steht ein Uniformierter und klatscht und feuert an: “Quanti metri ancora?” (wieviele Meter noch?) – sagt die Knalltüte doch: 200 Meter – die längsten 200 Meter im miserablen Leben des humpelnden Hasen, mindestens 600 Meter, holyschitt.
rechts: Das Ziel von hinten.
Nicht viel los auf der Piazza del Popolo (der Poppelplatz, äh der Platz des Volkes) in Faenza, ist ja Pfingstmontag und sechs Uhr morgens - eine kleine Zeltstadt mit links den Gebäggstüggen und rechts Urkundenausdrugg und Getränke und Tschibbrügggabe – nette Überraschung: bei Rügggabe des Tschibbs (der gestern morgen in der großen Tüte drin war) jibbs nen Zehner (Euro) und drei Flaschen Wein, boooaaaaaaaaa – mit nem Schattelknattelbus irgendwohin zum Duschen und wer will zum Schlafen, sehr gepflegt – Massaschen auch vorhanden – aber lieber gleich duschen, das MMsche aufweggen (die Flizze-Nudel ist schon 5 Stunden da) und im Bus zum Bahnhof, klar von F-nach-F.
Leute Leute, fätte Beute

Sehr schöne Medaille – Ehrenplatz.

Die treue Startnummer – hat alle Mühen und Strapazen (total durchgeschwitzt und vollgesabbert) klaglos geduldet – das Erinnerungs-Tieschört.

Die Paggung der 3 Flaschen Wein – übrigens das ist das Bild des Fährschiffers Pelloni, genannt Il Passatore, dieser Verbrecher hat uns das eingebroggt, ein schlimmer Brigand Räuber Bandito – also die Einschreibung war 55 Mäuse, davon 10 wieder im Ziel zurüggbekommen, macht 45 schlabbe Mäuse – für nen 100 km-Lauf mit 21 Stationen plus 3 Flaschen Vino, Medaille und Tieschört – so soll es sein, so wollen wir das haben.

Die Urkunde – am unteren Rand steht: “La più bella del mondo!” .

MM zerrt noch Werbung für nen Rimini-Hunderter aus der Tüte von gestern: ach nee, verdammich, noch mehr Höhenmeter, Start um 22 Uhr, im Juli, in der allergrößten Hitze, pfui – gottseidank, dieser Termin ist dieses Jahr schon besetzt – vielleicht näxtes Jahr.
“La più bella del mondo!”– na na na, sicher ein sehr sehr schöner Hunderter, aber ob gleich der schönste überhaupt – alle anderen bisher gelaufenen wie Biel, Leibzisch, Thüringen und sogar Kienbaum (das bei einem gewissen Prozentsatz der MMS-Banditos gar nicht beliebt ist) haben ihren Scharm, ihre Vor- und Nachteile.
Wiederkommen? hmmm naja vielleicht malguggen unbedingt auf alle Fälle todsicher. Ach ganz verjessen: was heißt das im Titel? bello fantastico impossibile pazzo = subbaschöne Stregge fantastische Stationen unmögliche Steigungen verrüggte Treter.
Grüzi
Hasehumpel
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tu che scrivi che alla mattina del lunedi alle 6:00 dormono ancora tutti. io penso che hai finito il passatore ancora domenica di pentecoste o no??
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