Fröttstädt – Fröttstädter 6- und 12-Stunden, 27. März 2010 – “Wieder eine subba Veranstaltung von den Froschstädtern”


Frosch-City ist bekannt durch den thüringenUltra, jetzt schon als Glanzlicht des Julis im 399-Nasen-Riesendorf angekündigt – das Ortsschild ist wirklich schief, ehrlisch – jetzt Ende März eine einmalige Sache, ein 6- und 12-Stundenlauf, in lieu des Waldhessen-Gehopses zur selben Zeit – wenn die Jungs das nur ein Zehntel so gut wie den thüringenUltra machen, dann wirds prima werden, also angemeldet und hin.


Mittendrin im Straßengewirr des Großstadtdschungels von Frosch-City, da stehen schon zwei der Macher: Gunter der Knaggfroschobermeister mit extrakühler Mütze, unrasiert auch noch, und Bernd, das ist der Tübb, der vor dem 100 km-Ultra um 2 Uhr nachts nochmals die Stregge mit dem Quad abdüst, holyschitt kuhnacht, dass der so allein keine Angst im bösen Thüringer Wald hat? – es stehen zwei Streggen heute zur Auswahl, die 700irgendwasmeter für den Regenfall oder die letztendlich benützte 970-Meter Stregge, aber quer über Wiesen, also Matsch-Rutsch-Hinplatsch-Gefahr inklusive zweier übler Rampen, eine rein ins Sportforum (muhahahaha, Horst nennt das so – kommt noch) und eine wieder raus – Schneggi schreibt meilig zum Knaggfroschmeister: “Zweite Variante auf jeden Fall, erstens subba also mit Bergwertung und eingebauter Ausrede (“da war ne Wahnsinnsrampe, so wat für eine Rampe .... dat kannste Dir nicht vorstellen!”) und zweitens matschige Wiesen sind immer etwas ganz scheniales!” – Lahmsogges unqualifizierte Meinung gibt den Ausschlag, ab jetzt können alle angetretenen Treter auf Hasehumpel sauer sein.

links: Ah, schon eine Amazone mit hurtigem schnuggeligem Gang, Carmen Hildebrandt, jetzt in ihrer dritten Stunde – Stärter um 6 Uhr und um 10 Uhr für die Zwölfer und Sechser.
rechts: Richtig, da gibbs die Sterne zu holen – die Eingeweihten mit den Hörnern wissen schon was gemeint ist.

Das ist das erwähnte “Sportforum” *brüllwieherinsKlofall* – die überdachte Tanzfläche? die Hexen-Auspeitsch-Arena? der Dorfrat-sich-Besaufen-Platz? – mittendrin der Verpflegungstand mit üblicher Verpflegung.

Unterm Sportforum-Dach auch der hingebiemte hochaktuellste Zwischenstand jedes Treters – angepiepst vom grünen Ding, das vor der Rampe ins Sportforum steht – funktioniert perfetto – gabs schon im Elbtunnel, allerdings konnte man das da als Läufer überhaupt nicht lesen, weil seitlich an der Wand, und neulich im Januar in Senftenberg, da wars gut, außer dass es 1-2 Stunden nicht funktionierte – heute absolut senza problemi, fantastico bellissimo, fa mi volare fa mi sognare fa mi amore.
Zeit für einen Rundgang, die Stregge zu besichtigen und Zwölfer zu begrüßen.

Entgegen der Laufrichtung, so können die Schlabbohren gleich fotofiert werden – raus aus dem Forum, die Endstregge des Hunderters entlang – aus der Wiese kommt Jens Dorner um die Egge geschossen, letzte Woche noch beim legendären Kienbaum Hunderter, freut sich: “Ah, Schneggi, machste Fotos, das ist sozial!”, wow wow wow – Schneggi ist nicht als sozial bekannt (wird behauptet).

links: Da stolpert Jens gerade ins Sportforum hinein.
rechts: Weiter auf der Stregge – der dritte lange Wiesenteil – sehr angenehm, minimal glitschig – um 16:07 Uhr, also die Sechser warten noch auf den Knaggfroschobermeister mit dem Rädchen für die Restmeter, kommt ein Wolkenbruch runter, kruzidürken, pfuh, das ist heftig, danach die Obstbäumewiese aber immer noch okay – übrigens das ist die Zeltwiese beim Hunderter (für die Wissenden).

Voll in Aktion, Antje Müller und der Käsetreter Jan van de Erve – Antje mit dem Transponder am rechten Handgelenk, eingepaggt in nen Minibeutel mit Kläddverschluß – Jan a bisserl schräg und gebeugt, macht er aber die ganze Zeit so.


Drei Musketiere: Michael Irrgang, Tilo Kramer und Robert Böttcher.

Fuffzig Meter Gegenlaufstregge, zum sich Begrüßen, Begaffen, Kompetitoren-Ausbaldowern (“die Konkurrenz schläft nicht!”).

Zweite Käsetreterin Annie von Rossum mit schweren Waffen im Gürtel und das Ende des zweiten Wiesenteils.

An den Froschstädtischen Schrebergärten entlang - mit fachkundiger Beurteilung des Geschehens.

Jens und Carmen auf der Wies`n.

Holländer Jan und Franz Schullitsch.

Tilo schon wieder und Jens Hilpert.

rechts: Hier geht`s in der Tat abwärts.
links: Das wäre ein Schortcut – wichtig zu wissen.

Thomas Frunzke über die niedliche Brügge.

Gute Arm- und Beinarbeit von Peter Flock und Gerd Müller.


Die Freillige Feuerwehr Fröttstädt, auch liebevoll die EffEffEffs genannt – ohne sie geht hier kein Lauf – über den Vorplatz gilt es zu brettern.

Hier die grösste Steigung – Frank Becker und Andreas Hensel.

Antje - und Thomas, noch ein Unrasierter – “wer rasiert, verliert”.

Tübbisches Haus, unbeachtet von Michael – Jens Hilpert ver- und gefolgt vom 12-Stunden-Sieger Stefan Daum.



Straße markiert und abgesichert – kommen sowieso nur 2 Autos in 6 Stunden.

Noch ein Wiesenteil – mit idüllischem Bach Fluß Strom daneben.

Obwohl eigentlich ungefährlich, guggen alle uffn Boden, man könnte sich ja den Fuß vertreten.

links: Mitten im Weg diese Blümchen, bleiben bis zum Ende unbehelligt, kein Trampel trampelt druff.
rechts: Nee, diese Brügge nicht auch noch, heute nicht, näxtes Mal dann.


180-Grad-Kurve und singende, träumende, sinnierende Treter.

Da geht`s lang zum Sportforum – das Auftaktstügg des Hunderters und heute.

Die Wiesenläufer - die Gegeneinanderläufer.

links: Die Anfangskurve.
rechts: Die Käfige für die Züchter gibb`s auch noch.

Das offizielle Ende des Verpflegungsabschnittes (wenn es hier unsportliche Sportbürokraten gäbe) – nicht markiert übrigens, verdammich – Kopfhörer und Startnummernbänder en masse unterwegs sowieso, o tempora o mores.

links: Ah, den hatten wir noch nicht: Steffen Klitschka.
rechts: Tilo quält sich die Stufen runter.

links: Nix los im Forum.
rechts: Hier kommen die Flizzer, die Rampe hoch.


Der junge Mann hat alles im Griff – Zwischenstände handgemalt.

Der Selbstverpflegungstisch – wat is denn dat? tatsächlich eine Waage – geht aber nicht richtig, wird gesagt.


Höxte Zeit ins Hauptquartier einzubrechen, die Startnummer zu angeln – holyschitt, eine total personalisierte Nummer, allabonnör wahrlich.

links: Die Toiletten sind renoviert – gut zu wissen für den Juli-Hunderter – stinken aber immer noch bestialisch (muß aus dem Frauen-Klo rüberkommen *duggschnellwech*).
rechts: Harald Balzk, in Marburg im Februar kennengelernt, ein Schneggi-Verführter, sowohl für den Ultra als auch für heute (in Marburg: “Komm mal Ende März nach Froschopolis, dann lernste schon mal die Tübben kennen und die Metropole Froschhausen!”) – dieses Mal ist es am Ende knabber als in Marburg, näxtes Mal wird er versägt, ohne Zweifel.
Noch ein paar unkommentierte Fotos der Zwölfer, wie sie sich auf die Raupe, äh Rampe hangeln - und sozialpolitisch-ethisch-moralisch sehr interessant, ob sie beim Runter die Stufen oder die Rampe nehmen – Intelligenz hilft, so heißt es wohl.





















Die Sechser werden langsam bereit und figgrig – auf jeder Startnummer der passende Name.

Lachende Sechserin Petra Schroeder und Ralf Simon.

Vinodkumar Shrinivas, der Sieger mit fast 73 km, ein Inder aus Regensburg, wir nennen ihn mal Vino, in Leibzisch beim Hunderter 2009 schon mal gesehen – und Frank Baumbach, der Dritte, ein exquisiter Vorfußtänzler.

links: Volker Berka, viel zu warm angezogen.
rechts: Der Knaggfroschmeister trommelt die Meute unterm Dach zusammen – los geht`s – 26 Treter sind es.


Holger Sakuth, der gefürchtete Rennsteighunne, aus dem nahen Eisennach kommt zum Anfeuern, mit ner Riesenrätsche und Angeber-Ruggsagg – heute wegen Krankheit nicht fit, zum rennigen Steig aber wieder voll dabei.

Duschen im renovierten Knaggfroschmeister-Privathaus, auch noch hin schauffiert, meine Fresse – ist aber nicht weit, gleich neben der Kirsche.


Die Sechszehn-Uhr-Sirene des Feuerwehrautos ist für die Zwölfer ganz ganz hart – die Sechser bleiben stehen liegen sitzen – die Ärmsten müssen weiter, noch 2 Stunden mehr, und der Wolkenbruch beginnt – endlich Lahmsogge wieder einmal frisch geduscht, zum Schluß noch ein paar Ankömmlinge fotofiert. 

Siegerehrung und großes Futtern von Subbe, Gemüse, Nudeln, Schokopudding (hmmmm, irgend jemand hat da 2 gegessen, sabbalott!) – Horst, der Mann am Mikro, erklärt Vino zum 6-Stunden-Sieger, verdient, sehr guter Läufer, subbaprima Technik, noch etwas strategisch taktisch undiszipliniert, wird schon noch.
Die Beute von heute:


Erinnerungsstügg aus Holz – und urige Kunde mit eingespeistem Foto von unterwegs – alles mit Liebe und Herz aber ohne Schmerz gemacht.
War ne tolle Sache, der Tag hat sich voll gelohnt – das könnte ruhig wiederholt werden – aber erst mal her mit diesem verdammten vierten Stern.
In Froschhausen ist noch Raum nach oben zum Wachsen. Mit so vielen Ideen und Innovationen in den liebevollen Details - mit diesem herzlichen Commitment und Engagement - bei gleichzeitigem erfrischendem Mangel an Bürokratie, Funktionärsunwesen, Vereinsmeierei, Wichtigtuerei, Preistreiberei und Gier - gepaart mit läuferischer und organisatorischer Intelligenz - entwiggelt sich Frosch-City zu nem gemessen an Nasenzahl des Dorfes Riesenpunkt auf der Deutschland-Ultra-Karte - Amen.
Grüzi
Schneggi
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