Fröttstädt – 3. Thüringen Ultra, 04. Juli 2009 – “Beim Juwel – Sauna – Markierungen – dritter Stern - Flizzemaus”

Donnerstag, 2. Juli 2009



Auf zum dritten Thüringer Ultra – das wird nach der heißesten Woche des Jahres ne ganz heiße Nummer – falsch gedenkt, nicht heiß, sondern schwül. Was kann man denn so von der webbigen Seite www.thueringenultra.de so kopieren, was interessant ist:  aha, das Logogo mit nem Bild vom Großen Inselsberg, beides gelungen.

Dass der Thüringer Wald mitten in Deutschland ist, hat man vielleicht schon mal gehört, aber es zu sehen, beeindruggt doch noch mehr (links).  Boaaah, der Streggenplan aus Gugel-Sicht sieht ziemlich wild aus (rechts).



Das Profil der Stregge ist hinterher noch eindruggsvoller als vorher - da müssen wir ja ganz schön rauf und runter, ob das wirklich gesund ist?







Freitag - Tag minus Eins


Dieses Jahr wieder dieselbe Tagtig wie in 2008:   Zelt aufbauen auf der Wiese neben dem Bürgerhaus, in Spuggweite zum Start und in Pinkelweite, äh noch näher zum Ziel – Die Nachbarn müssen auch erst mal überlegen:  “Wie hat das nochmal letztes Jahr, als wir zuletzt beim Zelten waren, funktioniert?”.

Platz fürs Zelt gesichert, Zelt hingefummelt – höxte Zeit zum Anmelden und Futtern – als Erster wird Ulli vom M & H Rennsteigtiem beim, was denn sonst, Bierholen erwischt – ein paar Tische weiter sitzt Walter bereit, die Briefe zu verteilen (er ist Postbote und daher so gebräunt).

links:   Noch mehr bekannte Pabbnasen:  Ralf und der brächtige Gerhard.
rechts:   Holger der Rennsteighunne schlebbte auf seinem Rüggen die 3 von seiner Rennsteig-Jubiläums-30 eigenhändig bzw. eigenbuggelig her und posiert willig neben dem Ding – zusammen mit Fred aus seinem Tiem, der sabbalott doch glatt den zweiten Platz im morgigen Hunderter machen wird, flotter Junge.

links:   Dirk, letztes Jahr Zweiter beim Badewannenlauf, schaut den Badewannen-Häuptling Jörg, ziemlich kritisch an:  “Wo ist denn Hoppelchen?” – “Die hat Stubenarrest! die muss alle Badewannen putzen!”.
rechts:   Ah, der Michael aus Berlin – hat schon das passende Angeberhemd an – sonst hätte er beim Häuptling vermutlich nicht mitfahren dürfen, muhahahahaha.

links:   Holger Rennsteighunne besorgt für seine Jungs Frischfleisch – das sind keine Heuschreggen, das sind Kannibalen.
rechts:   Norbert schaut interessiert zu – ihm springt schon die Halsschlagader vor lauter Futterneid heraus.

links:   Ah, der Scheffe, der Meister, der Boss, der Macher Gunter mischt sich unter`s Volk und guggt, ob sich alle gesittet benehmen (einigermaßen gesittet) und auch rechtzeitig schlafen gehen - er und seine Leute haben es geschafft, es noch besser zu machen (kommt noch).
rechts:   Die Leibzischer Zeitungsdieb und Lothar – müssen hinter der Stange bleiben und dürfen nicht unter`s normale Volk – schön, dass die thüringischen und säxischen Hunderter sich gut verstehen und so einen Hunderter-Cup beschlossen haben und ihn am näxten Morgen um 3:45 Uhr ausrufen (hat bestimmt die Hälfte der schlaftrunkenen Schlabbohren vor Benommenheit zu dieser Zeit nicht mitbekommen) – wer an beiden Hundertern, dem Thüringer Ultra und dem Leibzischer rund-um-den-Aua-See, teilnimmt, kriegt altersangepasste und zielzeitkumulierte Punkte – die Sieger bei Männer und Frauen kriegen dann im folgenden Jahr einen Freistart, nobel Herr Zobel - bravo dacapo undsoweiter!.

Dieser Knabe filmt nen Haufen Zeux und macht dann ne DVD draus – den Nachbarn im Fünfmann-Zelt (rechts) hat er voll im Griff.

Ollie mit dem guten Ruf kommt auch zu Besuch und mault gleich:  “Überall wo ich mich anmelde, hängt diese Lahmsogge schon herum!”.

Samstag – ein ganz langer Tag

Wahrlich ein ganz langer Tag – um 3 Uhr klingelt irgendwas im Zelt und auch in der Nachbarschaft werden die Reißverschlüsse *zibb-zibb-zibb* gar nicht leise raufundruntergezibbt – aber als erfahrener ThüringerWurst-Verschlinger und ThüringenUltra-Treter ist man vorbereitet und es gelingt innerhalb von Minuten sich selbst und alles Nötige auf Funktion zu bringen, sogar noch ne Tasse Kaffee und zwei belegte Brötchen reinzustopfen, dummes Zeux zu schwafeln und noch n paar Eumel vor dem Start auf die Fotoplatte zu bannen – wie sie vorher zu dieser günstigen Uhrzeit ausschauen.

links:   Als Erster kommt Jörg dran – sieht fabelhaft aus, ausgeschlafen gekämmt unrasiert, bereit sich den “Kupferstechern” zu stellen (ein Staffeltiem) – Jörg heißt Kupfer, muhahaha, genialer Gäg.
rechts:   Günter und Karl-Wolfgang, Insassen des 100MC – was grinsen die da?

links:   Old Män Peter muss sich auch ins Bild drängeln – jetzt lacht er noch, am Abend wird er ne knallrote Birne haben (fragt sich nur warum? schämt er sich etwa so sehr?).
rechts:   Yogi, voll bereit, in kompletter Ausrüstung.

links:   Michael von der Lachgemeinschaft aus dem Norden Berlins – wird immer schneller, der Knaggfrosch – dahinter schläft Andrä im Stuhl, hat sicher die halbe Nacht da drin gepännt.
rechts:   Sogar Österreicher laufen mit, Billie – was sind das für indianische Glüggsbinger um den Hals?

links:   Die imposante Gestalt von Bernd der Sandale ist nicht zu übersehen – holyschitt, in der M70 – muß ein Tibbfehler sein.
rechts:   Olaf mit den schmalen Füßen scheint noch die letzten Minuten im Stehen zu schlafen – hey, ist das etwa ne Spartadingsbums-Angebermütze? – Olaf ist ein lieber Junge und wartet dreimal auf der Stregge auf Lahmsogge, um hier und dort ein Bier zu süffeln und nen Eisbecher zu schlotzen – tja, äbbä zu langsam diese Schnegge.

links:   Sülvia aus Hamburg – dritter Platz, allabonnör.
rechts:   Ulli und der Hunne sind aus Eisenach rübergefahren, nur 25 kms entfernt - angeblich die Nacht durchgefeiert (Mann, in dem Alter!).


Holger, Yogi, Michael (56) und Kolibri (15) – Kolibri hat seine Tschibbkarte für die Zeitnahme an den Träger seines Ruggsagges geklemmt – dieser Tschibb ist jetzt auch personalisiert und behaltbar – Kontrollpunkte so in etwa alle 25 kms und im Ziel – Nummer 29 kommt dazu und fragt, ob dies ein Grubbenfoto sei, auf das er nämlich auch druff wolle solle müsse könne dürfe - also noch eins mit der 29, ein gewisser Gunar aus Ilmenau, sei gegrüßt, Schlabbohr.







links:   Gunter sagte früher schon mal, dass er versuchte, Biel in gewissen Punkten zu kopieren – also auch Fahrradbegleitung möglich.
rechts:   Fernsehen ist da – die mussten aber früh raus, die Jungs *gähnstregggähn*.


links:   Norbert “faselt” nicht lange herum (der musste sein, muhahahaha) und sagt charmant galant zu MM:  “Hau rein, dass die Soggen qualmen – wenn Du schwächelst, versäg ich Dich!”.
rechts:   Die Rennsteigtiemler drängeln sich nach vorne, direkt unters Startbanner.

Die ersten einhundert zweihundert Kilosmetros, nee nur Meter, zum Schein von brennenden Hexen und Ziggen, äh Holzprügeln.

links:   Kurz vor 5 Uhr – man schleicht schon kleinere Hügel rauf, die Dämmerung kündigt sich an - in der Ferne höhere Hügel, die rufen schon:  “Kommt nur, Ihr Pänner, kommt nur!”.
rechts:   Mit Slowy aus Berlin teilt sich Lahmsogge den momentan letzten Platz, fühlt sich gut an (nicht Slowy, sondern der letzte Platz).

Erste Station – ran an die Bouletten und die Salzletten, auch noch Frikadellen für uns die Ultraschnellen *brüllwieherunterntischschmeiß*.

links:   Gero schmeisst die Krüggen weg, kann wieder gehen und ist geheilt – nee, er legt die Stögge zur Seite und fummelt am Hemd nur rum – der Mann ist naßgeschwitzt, ist auch richtig so, weil es nämlich oberdämlich wahnsinnig schwül ist – Luftfeuchtigkeit von 127% - “Wat sagste? dat jeht gar nich! biste Füsiker oder Akademiker oder sonst so ein Gesindel? warste dabei oder nicht? wir die allerletzten Heuler, die Luschen-Nachhut, wir waren dabei und wir haben es jemessen und sagen, es sind 127% Luftfeuchtigkeit gewesen, basta, und jetzt halt die Klabbe!” – Sauna Sauna Sauna, stundenlang.
rechts:   “Vorsicht Slowy, zur Seite, da kommt einer dahergeschossen!” – man wird als Letzter noch überholt, wo jibbs denn so wat? – ach ja, die Staffelheinis, die später starten, hier der Erste, meine Güte, welche Dünamik, Knie hoch, Vorfuß, Armhaltung, perfetto, bravo.

Ah, endlich mal ein bißchen Luft für den Schuft zum Atmen, aber keine Brise, kein Wind, nix – okay, dann eben nicht und mit Slowy über die Wiese trollen und erst mal nicht zu viel schmollen.

Unglaublich, zu dieser Stunde, Fäns auf der Stregge – kurz vor der Station Numero Due.

links:   Unser Grabstein oder Wegweiser?
rechts:   Lahmsogge behauptet, dass dies die neuen Kennzeichnungen seien – aber Gunter, der Besserwisser, meint später im Ziel, dass die letztes Jahr auch schon benutzt wurden – hmm, hmm, schwer zu glauben – trotzdem, subba markiert, Lahmsogge als ehemaliger Markierungshilfeassistentenanwärter bei Joachim Bartelmännchen beim Deutschlandlauf 2006 kann das beurteilen – vor ner Wegkreuzung und, ganz wichtig, danach ne Bestätigung – auch wichtig, alle soundsoviel Meter, am besten alle 500 Metros, wieder mal ein Zeichen setzten (auch wenn`s nicht nötig wäre, weil keine Abzweigung oder sonstwat), so daß der Treter bestätigt wird und falls der Troddel sich verlaufen hat, ziemlich schnell seine Troddelei merkt (weil, wo keine Markierungen mehr kommen, da muss etwas nicht stimmen nicht und fluggs schnell zurügg zur letzten Markierung).

links:   Loddar – heute etwas blaß und sich unwohl fühlend.
rechts:   Erste “große” Station bei km 24 – hier Zeitnahme und vermutlich auch heimliche Kontrolle mit dem Scänner.

links:   Kalle in gelb hilft Irene in rot zum ersten Hunderter – macht er prima, haut hin.
rechts:   Jetzt die großen Hügel – der Wald dampft, die Lahmsogge löst sich auch ganz langsam in Flüssigkeit auf, fließt so dahin.

Rennsteig-Territorium – aber auf den großen Inselsberg wollen wir lieber nicht hoch.

links:   Eher die Ausnahme heute, solche Sauereien.
rechts:   Km 29, VP 4, “Am Gehege” – so heißt das hier.

Hier weht eine winzige Brise , man kann ein wenig atmen – fast ein Drittel geschafft – das wird wirklich lange werden heute, uaaaaaaaaaaa.

Nix viel mit Panorama heute – dunstig diesig das Wasser steht in der Luft die Fische schwimmen auf Kopfhöhe vorbei.

Der Tag der platten Reifen – der erste Knabe meint, dass das schon sein zweiter heute morgen sei – nicht mal einen km weiter, ist ein weiterer Eumel voll am Reparieren.

Wenn man nicht soviel schwitzen, rennen und schnaufen müsste, dann wär`s hier echt toll.

links:   Foto Müller schiggt heute zwei Fototiere raus ins Feld – diesen Jungen und eine hübsche Mieze – man sieht sich so alle 3-4 Stunden, man grinst sich an und macht weiter im Trott.
rechts:   Weil`s so feucht ist, riecht es überall fantastico:  Holz, Erde, Wald, Pflanzen usw.

Das ging aber dieses Mal schnell – schon der näxte Stand mit vielen Leggereien und Sauereien.




Erst beim folgenden VP “Am Gänsberg” merkt die lahm-denkende Lahmsogge, dass es ja überall Bier gibt – köstlich, wunderbar, genau richtig – sagt der Olaf mit den schmalen Füßen immer:  “Bier ist das allerbeste beim Ultra!” – Recht hat er - man könnte denken, dass man bei 16 VPs mit Bier (oder so ähnlich) am Ende völlig platt ist, nee überhaupt nicht, der Alkohol verdunstet sofort (wissenschaftlich nachgewiesenermaßen aus den Ohren).

Da oben stapfen zwei arme irre Versäge-Opfer den Hang hinauf – werden eingefangen und versägt, unbarmherzlich schmerzlich.

Gute Demonstration der fast perfekten Markierung – keine Abzweigung, aber eine Bestätigung hier, man is noch aufm richtigen Weg – für die Bodengugger was schönes Gelbes, für die Kopf-hoch-Träumer ein Bändel in Kopfhöhe, der nicht weh tut, wenn man dagegendonnert.


Es geht immer hoch und an den Seiten steil runter – der Zauberwald nimmt einen gefangen.













links:   Der lange Abstieg – auf dem geteerten Weg hält wie jedes Jahr die Feuerwehr Wache, damit die bösen Mountänbeiker nix Böses mit den Läufern machen tun.
rechts:   VP der Bergwacht – der Knabe weiß, was gebraucht wird, und schenkt Bier ein – die Nummer 34 ist ein Gerhard.

links:   Günter guggt sich die Auswahl an der Station an.
rechts:   Philipp, der Feuerwehrmann, muss erstmal die Bierflaschen wechräumen (“das gibt nur Ärger!”), bevor er fotofiert werden darf.

Sechs Kilosmetros auf ner ehemaligen Bahntrasse, immer abwärts, Erholung pur, Ausspannen, Dösen.

Halbzeit bei km 51 – ein paar Minuten Pause.

Endlich Billie eingeholt – bevor der austrinkt, schnell versägen und loseilen – der merkt das und gleich mit seinen Stöggen hinterher, zäher Knabe.


Fünf kms hoch, die sich gewaschen haben – die Sonne kommt raus und jetzt wird`s erst so richtig schwül – meine Fresse, unglaublich glaubt einem keiner nie, boaaaaaah.












Fast oben dann becherweise, ach was literweise Bier und Pfefferminztee – ist wohl nicht so zusammenpassend, gleich 5 Minuten später Viertelstunde-Dauersitzung auf nem Baumstumpf als Donnerbalken – die vier im Stadion unten bei km 51 versägten Treter latschen munter am Tatort vorbei – werden aber bis km 63 wieder eingefangen - damit wieder auf die alte Kopfzahl von 16 zurügg, bis ins Ziel werden es 24 Skalpe sein.

links:   Jede Quelle mit Wasser ist willkommen – Kopf drunter, am liebsten reinlegen.
rechts:   Die wichtigste Info an diesem Chaos (wie beim Autofahren:  wer soll denn in der Eile soviel Info aufnehmen, hä?) ist die Ebertswiese in 1 km.

Wieder Rennsteig-Gebiet – Rennsteig-Insignien-Übertötung (Overkill).



Letztes Jahr sind MM und Lahmsogge am Ausgang von der Ebertswiese so wie beim Rennsteig den Hang hochgetrabst und oben herumgegurkt – Gunter wurde das damals erzählt – dieses Jahr für solche Blinden daher massivste Total-Markierung.









Kurz vor dem Ort Tambach-Dietharz laut Olaf die beste Eisstation.

links:   Billie auf dem Marktplatz, Station km 63 (soll laut den Leuten mit den Garmin FürLäufer eigentlich km 64 sein).
rechts:   Sonne jetzt voll raus – wunderbar, heiß und schwül, perfetto, genau das, was wir brauchen wollen uns danach sehnen.

links:   Der Fingerhut - unser ständiger Begleiter heute.
rechts:   VP 11 bei km 68, aber eigentlich fast km 70 - egal, wie jedes Jahr hier isses wahnsinnig heiß, oben aufm Berg is man kabudd, der Moment des alles-sowieso-egal.

rechts:   Näxte Zeitnahme bei diesen lieben Leuten – wieder ne Flasche Bier auf ex – kurz zuvor am Schwimmbad zur linken der Versuchung widerstanden, mit Mühe.
links:   Brutale Abwärtspassasche – nix mehr mit Runterbrettern, lieber hinunterstaksen.

Friedrichroda – die tübbischen Häuser, zivile Sation.


Die km 80-Station wurde vorverlegt – einer meint:  “Bist Du etwa Schneggi?” – “Nö, wieso?” – “Steht doch auf Deinem Hemd druff!” – Mist, einer, bei dem Jochen aufm Hemd steht, schreit:  “Die Bauerschnägge!” – die Frauen machen einen Schritt rüggwärts, eine bekreuzigt sich, eine andere macht aus zwei Stöggchen das Zeichen, wie man Vampire abwehrt – extra-Sörvice:  Beine-Abgiessen (dafür haben sie extra einen von ihnen zur Fortbildung nach Saxen weggeschiggt gehabt).







links:   Na sowas, zum Schluß hin, nochmals urig?
rechts:   Hochallerliebste Mitmenschen.

Ach ja, die verdammich Trebben, ganz aus dem Gedächtnis verdrängt gelöscht – aber trotzdem, sehr lieb gemacht, besonders die “Gößten”.

Auch diese Station hat noch Cola, Bier und Wasser (alles zusammengemischt, mit salzigen Letten umgerührt), runter damit – spontane unangemeldete Kuh-Demo (für höhere Milchpreise).


Die Leute in Tabarz sind goldwert – Peter stellt Waschschüsseln raus und besorgt noch schnell ne Flasche Sprudel (sogar mit Glas, auch noch ein sauberes), meint:  “Ich weiß, ab hier habt Ihr`s schwer, Sonne pur, noch 13 kms!” – die läggeren Miezen, goldig süß putzig, geben alles – viele Schüsseln mit Wasser entlang der Schrebergartenkolonie.








links:   Markus wird zum Mitläufer bzw. Geher (er hat Stögge) für die näxte Stunde, hört sich dabei ne Vorlesung über rote Blutzellen an, muß sich anhören.
rechts:   Der Inselsberg in voller Pracht.

links:   Loddar geht`s besser, wurde von Monika weggeschiggt, holt noch den Turbo raus.
rechts:   War`s hier Bier oder Cola oder Tee oder Sprudel? – keine Erinnerung mehr – auf jeden Fall, irre heiß und viel Schweiß.

Plötzlich den Inselsberg zur Rechten – verlaufen? nee, ne Schleife – Holger und ein Gunnar wollen nicht mehr rasen, das mache nur unnötige Blasen – Holger:  “Letztes Jahr warste schneller!” – “Letztes Jahr wurde ich von Heike und MM gepeinigt, mit Peitschen und glühenden Eisen angetrieben, die Narben kann ich dir zeigen, dieses Jahr die Freiheit, der Frieden, die Ruhe – und 2 Stunden länger!”.

Die legendäre Station 95 mit den Showgörls und der heißen Musik.

Bernd vom Tiem “Ich will Spaß” und Klaus-Peter lassen sich nicht mehr zum Endspurt antreiben – “Näxtes Mal kommt Ihr nicht so leicht davon!”.

links:   Diese Monsterreklame ist wichtig – man kann sie schon von km 90 aus sehen (gute Augen können sie schon ab km 80 erahnen) – wer hier drunter weg läuft, schleicht, kriecht, auf einem, zwei, drei oder auf allen vieren – der wird`s noch schaffen, noch lumpige zwoeinhalb schlabbe kilos nur noch, Mann Mann Mann.
rechts:   Weil`s am Schluß so schön ist, diesen Abzweiger zu sehen, gleich noch nen schnabbigen Schuß davon.

Ob diese Station bei km 98 noch nötig ist? – okay, in Biel hat`s bei km 97 oder so ähnlich auch noch ne Tankstelle – vielleicht, um das Zusammenbrechen bis ins Ziel noch zu verzögern – trotzdem, danke, die salzigen Letten sind herrlich.

links:   Ohne dieses Foto fahren wir nicht nach hause.
rechts:   Fröttstäädt Frööttstäääädt Fröööttstääääädt – es kommen die Tränen – wär jetzt saublöd, wenn da Schmiedefeld dranstehen würde.

links:   MM im Ziel – sie hat das neue rote Schört mit den 3 Sternen an – also hat sie`s geschafft – und sogar gewonnen, holyschitt – “Wunderbar, ich gratuliere gleich, lieber erst mal hinsitzen, noch besser hinliegen, bevor ich umfalle!”.
rechts:   Jörg weiß, was sich gehört – ein gut erzogener Junge.

Die richtigen Läufer hängen schon seit Stunden im Ziel rum und grinsen und feixen, wie die Ewigbraucher reintorkeln – Ollie, Old Män und Kerstin.

Marianne auch beim Hunderter eine extra Klasse – Walter fragt sich, wieso er MMchen nach dem Start nicht mehr gesehen habe.


Die Siegerehrungen - bei den Männchen:  Matthew Lynas, Fred Dell und Thomas Herget - bei den Weibchen: Flizzelaus, Bärbel Fischer (hat sich verkrümelt), Sülvia (latscht gerade weg) - unten links noch die schwere Last der Sektflaschen, manche haben Probleme, die andere gar nie haben werden - Fotos verbrochen vom Rennsteighunnen Holger.








Die Beute




Literweise Sekt – Startnummer für 2010 (allerdings steht 3. thüringen ULTRA druff) – nen schönen Pokal (nicht so einen mit Deggel) für Flizzemaus, die subbaschnelle Laus.















Die Medaille für jeden, ob flizzig schwitzig winzig oder witzig.

Die vollgesabberte Startnummer und die schnelle Urkunde.

Das Hemd zum Angeben – mit den drei Sternen druff.

Tja, was soll man noch sagen?  grandioser Lauf wieder mal – und zu nem schnöden Preis.  Auch tolle Statistik:  23 von 23 Frauen waren Fertigmacherinnen – immerhin noch 153 von 161 Männer haben färtisch jemacht oder sogar gefinischigt.  Die Gesamt-Fertigmacher-Zahlen steigen:  von 103 in 2007 auf 139 letztes Jahr und nun auf 176 - aber der Lauf hat noch mehr Ultratreter verdient.  Von der Anzahl der rumlaufenden Rothemden mit den 3 Sternen zu urteilen müssen doch etliche Knaggfrösche begeisterte thüringenULTRA-Fäns sein - vielleicht schreibt Gunter nen Kommentar und gibt an, wieviele nun schon die 3 Sterne haben.

Grüzi
Lahmsogge


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Kommentare ...

Vergiss niemals beim Verfassen Deines Kommentars, dass auf der anderen Seite des Bildschirms ein Mensch sitzt!

Knaggfrosch am 28.07.2009 um 14:49 Uhr
Gunter schrieb:

Hallo Schneggi,und hier die Auflösung Deiner Frage:
104x Neuflizzer
38x 2-Sterne-Langstreggenkrabbler und
32x 3-Sterne-Humbbelritter
(geniale Wortschöpfung, danke MichF!)
Ultrafreundliche Grüße aus Frötscht!
Gunter
Holger aus Eisenach am 14.07.2009 um 15:45 Uhr
Grüzi Schneggi,
da Gunter sicher mit der Nachbereitung jede Menge zu tun hat, beantworte ich hier mal ungefragt die Frage zu den Sternen:
Laut news auf der thüringeULTRA-Seite gibt es wohl jetzt 32 Drei-Sterne-Träger und 38 Zwei-Sterneträger.
Mit ultrafreundlichen Grüßen vom Startort des Rennsteig-Subbamara
Holger
Jörg am 07.07.2009 um 23:31 Uhr
Wieder ein schöner Bericht. Bewunderung an all die Vollirren - mit 50 km ist man hier ja ein piefiger Normalo.

Jörg
Michael am 07.07.2009 um 21:42 Uhr
Schneggi, ein super-toller Bericht von einem Weltklasse-Lauf. Ich hoffe der Thüringen Ultra sieht uns nächstes Jahr wieder, in STAR WARS Teil IV, Die Rückkehr der Humbbelritter. Gruß MichaF vom LG Nord Ultrateam
Petra am 07.07.2009 um 20:59 Uhr
Hallo Schneggi,
was für ein genialer Bericht! Haste megaklasse geschrieben. Gratuliere zum dritten Stern! Übrigens - das erste, was ich sehe ist ein Bild, wie wir uns beim Zeltaufbau bemühen... Naja - ich weniger, ich habe daneben gestanden und voll wissend durch die Gegend geguckt... :)
Liebe Grüße
Petra
Holger am 07.07.2009 um 15:21 Uhr
Hallo Schneggi,
darauf haben wir alle schon so gewartet, wie auf das Ziel beim TU. Glückwunsch zum 3. Stern. Ich darf noch einmal. Danke für den wie immer witzigen Bericht und die vielen tollen Erinnerungsfotos. Bitte weiter so.

Viele Grüße
Holger

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