Gardelegen – 10. Gardelegen Stadtwall-Marathon, 4. September 2010 – “Eine einzige lange Allee, juhe”

Dienstag, 7. September 2010



Wo zum Frigging Egg ist Gardelegen? Gardelegen hat einen festen Platz auf der teutonischen Mara-Karte, es jibt nämlich schon 10 Jahre diesen kleinen feinen Gardelegener Stadtwall-Mara. 

Also Gardelegen, im säxischen Anhalt, ca. 50 Kilosmetros nördlich von Magdeburg (für die Damen:  das heißt “oben” und die Karte muß dabei nicht umgedreht werden, muhahahaha).   14Tausend Nasen hat die Stadt und Hansestadt isse ooch noch dazu.  Hinkommen is allerdings nicht janz einfach, TomTom schiggt einen ganz verwegen auf Umwegen nach Gardelegen.



Ein passendes Logo hamm se jetzt auch – hier auf einem Funktionsschört als Präsent, zum Anlass des 10. Laufes.  Lahmsogge flizzte hier schon als junger Flizzer, nämlich dämlich in 2002 und 2003.  Die Stregge is ein ovaler Kreis, 18 Mal und ne halbe Runde zum Anfang, so 2kommanochwas Meter pro Runde, 98% auf Parkwegen mit feinem Kiesel – im Prinzip ist der Stadtwall-Mara in einem einzigen großen Park mit viermal-ne-Straße-Überqueren.







Zwischen Park und Turnhalle (zum Übernachten, wer will) mit modernen und sogar sauberen Duschen ist der Haupttreffpunkt der parkende Platz – Onkel Hotte verhandelt gerade mit Porsche Günter, wieoft Letzterer den Ersteren versägen darf, ohne dass es zu, äh Problemen kommen wird – Start um 9 Uhr, ne halbe Stunde vorher Sammeln am Ziel und gemeinsamer Marsch quer durch Gardelegen zum Startpunkt (jene erste halbe Runde) – Porsche und Asphalt-Michael als Nachzügler, diese Pfeifffen – Mann, sind die beiden dünn geworden, Heringe am Haken.

Am Lindenhofgarten geht`s 19mal vorbei, von hier noch 30 Meter zur Ziellinie – es wird vorher noch geputzt, sehr schön und aufmerksam.

Ränä der Wallesch tanzt aus der Gänsemarschreihe und guggt, ob das ein Verwandter von ihm ist – nee, kennt er nicht, also weiter – ein gewisser Roland.

links:   Gerhard der braungebrannte Dauerrentner in weiß – “Ich habe gehört, Du hast schon wieder über mich schriftlich geläääästert!” – “Ja stimmt, ich habe geschrieben, dass ich Dich alten Knagger in Biel vernascht habe, brutalst möglich!” – “Das wird nicht wieder vorkommen!” - schönes angeberhemd, war wohl schon mal hier, der Bubi.
rechts:   “Ey, müde lahme Sogge, willste uns nicht fotofieren?”, fragen die Brummi-Görls – okay, wenn`s sein muß.

Affenzahn mit aufgestellten Haaren und neuer schieker Brille – Rolf Frank war wohl auf Majorka jewesen und ist um ne Palme herum jerannt.

Ränä dieses Mal von vorne – die Startnummern sind aus Stoff und ganz schön groß, Andreas und Motte müssten kein Laufhöschen oder en Laufröggchen tragen – na das Schört von Ralf Simon kennen haben tragen manchmal waschen wir doch auch! hmm, könnte Renntiersteig sein.

Plötzlich fangen se an zu spinnen (noch mehr als sonst) – Andreas: “Igge sach nischt mehr und lächle auch nicht mehr!” – der Weiße Rentner, guggt ziemlich kritisch:  “Ich sag auch nix mehr!” – Affenzahn und Ränä:  “Wir sagen nix mehr!” – Porsche:  “Darf ich auch nix mehr sagen?”.

Porsche hält das Schweigegebot und Lachverbot nicht durch – Affenzahn:  “Du Pfeifffe, Du hast alles vermasselt! jetzt muß ich auch lachen”.

Ein historisches Schört – getragen von Klaus Rohde, der ebenso wie Onkel Hotte alle Zehne komplett hat, nicht Zähne, sondern Zehne des Gardelegen Maras, die einzigen beiden - näxtes Jahr jibbs ne 10-Euronen-Silbermünze und ne Briefmarke vom alten Hamburger Elbtunnel (mal guggen, ob Lahmsogge auch drauf ist, muhahahaha).

Christoph der Schlawenzel und HaJo Eisenmüller, äh Meyer brav in gelb mit a bisserl rot dran - HaJo heute wieder ganz stark, nix zu machen, versägt die müde Sogge maximal fatal.

Die ersten 100 Meter entlang von Käfigen links und rechts mit einheimischen Viechern drin, zum Beispiel Ziegen, Schafe, Läufer, Vögel, Yetis und Kängoruhs – Rolf in grün der Drittletzte, ne Walkerin in schwarz die Vorletzte – folglich der-mit-der-Kamera-Rumwaggler ist der Letzte Heuler, wieder mal – aber nur für den Momento, niente paura, bis zum Schluß werden 10 versägt zerstüggelt pulverisiert.

Die Stregge ist ein Fußweg in einer Allee, über ne Straße rüber, dann in ner anderen Allee, die unterbrochen wird von einer schmalen Straße, sagenhafte 100 Meter unter freien Himmel, jetzt wieder ne Straße zum drüberflizzen, und schließlich dann in einer dritten Allee, die an einer Straße aufhört, auf deren anderen Seite wieder die erste Allee anfängt und wo auch das Ziel ist – tutto capito? nö? war klar, Pfeifffen – okay 90% Allee und der Rest unter Bäumen.

Markante Punkte unterwegs:  antikes Denkmal (ca. km 2.0) – Kinderspielplatz (ca. km 1.0) – an verschiedenen Stellen die Halbmara, Viertelmara und Vollmara Kreide-Markierungen quer über den Weg, Vorsicht nicht drauftrampeln, bringt Unglügg – wie man sieht viel Sonne, aber nicht heiß.

Die ersten 2 Stunden lehnt dieses Schild lieblos gegen nen Baum, na wo wohl? in ner Allee, der dritten – Schneggi fragt, ob es für`s Foto nicht mal gewedelt werden kann – es kann – fünf Runden später ist noch ne neue Mieze dabei und fuchelt damit herum, wow wow wow – “Wo ist denn dieser Mario?” – “Der kommt gleich!” – keine Zeit zum Warten.

links:   Die 4 Überquerungen der Straßen werden perfetto von Polizisten und Feuerwehrlern gehandhabt – hier ein Prachtexemplar davon.
rechts:   In der letzten Runde, noch 1 km to go, sieht Hasihumpel vorne in der Allee etwas Weißes dahinschleichen, vielleicht 200 bis 300 Meter weg oder so – ah, Beute? ist der noch zu schaffen? – Jagdinstinkt gewegt, Zahn zugelegt – muhahahaha, beim Näherkommen ist das ja der Weiße Rentner – jetzt aber mit Tagtig und Stratäschie, keine falschen Fehler nicht machen – ganz leise, aber schnell, genau von hinten randüsen, dann 5 Meter dahinter alle Reserven mobilisieren und vorbeistürmen, so dass der Knaggfrosch gar nicht mehr reagieren kann – 400 Meter vor dem Ziel funktioniert das perfetto – der Weiße Rentner kann nur noch hinterherrufen:  “Hundesohn!” – muhahahaha, *brüllwieherinszielstürzundfurz* - MM meint:  “So was macht man beim Zieleinlauf doch nicht!” – was für ein Zieleinlauf? waren noch Kilosmetros entfernt! außerdem der würde das genauso machen – Gerhard der Subbarentner schafft`s trotzdem ins Ziel – 2:1 für Schneggi in 2010, holyschitt (Passatore, Biel, Gardelegen).

Die Zielmannschaft - Runden und Zeiten werden menschlich und händisch individualisiert notiert – hinten rechts der Verpflegungsstand – die an die Wand gemalte oder gesprühte Berühmtheit kann man bei jedem Zieldurchlauf staunend bestaunen.

links:   Ein Trio beim Zieldurchlauf – Christine Schröder, Peter das Wiesel Wieneke und Christian Hottas – Onkel Hotte mit Startnummer 1600, was will er uns wohl damit sagen? Geburtsjahr? Hausnummer? Wochengehalt? Zahl der weißen Blutkörperchen? Anzahl der gesammelten Schallplatten? hmmmm?
rechts:   Zwei exquisite relevante extravagante Vereinsnamen:  Auf die Soggen der Soggen-Wellen und Ski-Club Schneeflogge – Ski-Club Schneeflogge !!! muhahahahaha, dazu gehört der Weiße Rentner.

links:   Beim Warten auf die Urkunden jibbs noch ne Lektion von Porsche – er meint, beim Pozzblizz-Mara hätte Lahmsogge nicht dem Anderen eine schwingen sollen, sondern eine Gerade verpassen, schneller und direkter – genau so – Porsche weiß das, da er, äh ja nun, früher keiner, ja äh Diskussion aus dem Wege gegangen sei – und auch so richtige harte Sportarten wie Wasserball und Judo voll brutal durchgezogen habe – wow wow wow, entweder Porsche aus dem Weg gehen oder ihn nicht reizen, Hilfe! – und noch nen neuen Spruch gelernt, natürlich von Porsche – “Dann zeigen wir denen doch mal, wo der Frosch die Loggen hat!” – herrlich, hat sich gelohnt, aufzustehen und hierher zu kommen.
rechts:   Dann noch die Miezen auf dem Trebbchen fotofieren – “Ey, macht mal was! lacht! hüpft! rülpst! irgendwas!” – Claudia Brummi (auf 2), Iris Brummi (auf 1), Motte Keelan (auf 3).

Da tritt einen doch ein Pferd, (oder hat Porsche mal zugelangt?) - schon wieder dat Mario-Schild, ganz allein und ohne Mario – wer is denn nu dieser Subba-Mario? und wo isser? – das isser, der Sieger, auf eins Mario Lehmann – Dietmar Hinz (auf zwee) und Holger Pide (auf der drei).

Die Beute von heute


Die urige Kunde und das Jubiläums-Erinnerungs-Angeber-Hemd.





Erstaunlich was die Familie Schreiber und Mitverschwörer da jedes Jahr für ein paar Hansel hinzaubern – mit viel Liebe und ganz ohne Hiebe – und für ganz wenig vom schnöden Mammon (genau wie in Italia) – dieses Jahr fast Rekord mit 44 Vollendern (übrigens hat niemand abgebrochen, das könnten müssten sollten dann hundert Prozente sein, oder?) und dazu noch 50 Halbe und Viertler. 

Wieder eines dieser vielen Mara-Juwele im Osten - ein ganz kleines, aber um so schöneres Juwel.

Grüzi
Schneggi


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Kommentare ...

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Günter am 07.09.2010 um 17:04 Uhr
Schneggi, bitte verwöhne mich nicht so sehr.
Christian am 07.09.2010 um 12:54 Uhr
Wieder einmal ein toller Bericht von dir, Schneggi!

Die Walkerin in Schwarz am Start ist Rita Brämer, die vor 14 Tagen die "grüne Hölle von Beimoor" überlegte und in Gardelegen in 5.35.11 h ihre fünfte PB binnen 5 Monaten aufstellte.

Rita kommt wie Rolf Frank - dessen Trikot wieder einmal beweist: "einen schönen Menschen kann nichts entstellen!" - aus Itzehoe. Also weit weg, aus Nordelbien...

Iris Brümmer war übrigens 2001 - aber das war ja vor deiner Zeit - schon mal Frauensiegerin, während Dietmar Hinz, der Zweite 2010, 2001 und 2003 hier Sieger war.

Und die Frauensiegerin von 2009 heißt nicht Schröder, sondern Schroeder. Aber das ist eine längere, kompliziertere Geschichte, die zu erzählen Christine eine ganze Gardelegen-Runde gekostet hat... ;-)

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