Herten-Bertlich – 80. Bertlicher Straßenläufe, 7. Februar 2010 – „Bertlicher Straßen sind ohne Eis und Schnee, juhe juhe!“
Zuletzt vor 6 Jahren in Bertlich jeloofen, damals am Sonntag nach dem Arolsen-Samstag, dat waren noch Zeiten. Dat Jute is ja, dass man einfach hinfahren kann, quasi spontan und unüberlegt, und sich nicht Monate, Jahre, Jahrzehnte vorher anmelden und festlegen muß – so is dat prima. Trotzdem nur sechzehn (in Buchstaben: s ä x z e h e n) Mäuse – und wenn man die zerknitterte verwitterte Startnummer zurüggjibt, jibbs noch mal eine halbe Zaubermaus zurügg, boaaaaaaa.
Ankunft

links: Das Kennzeichen Wahrzeichen Logo der Bertlicher Straßenkrämpfe – hier uff nem Mülleimer.
rechts: Ein vielgereister und überall-laufender Eumel-Wagen uffm Parkplatz.

Die haben das hier alles im Griff, komplett fett – dreimal im Jahr – das gibt Routine und Erfahrung.

links: Nett, gell!
rechts: So auf die Schnelle bliggt man dat ja nich, aber wenn man`s einmal jeloofen hat, dann isses klar.
Drinnen



In der Kaffeeterria lungern die üblichen Pappnasen herum – in keiner bestimmten, sondern rein total fatal zufälligen Reihenfolge: Porsche Günter, Helmut Rübezahl, Digge Bagge Ralf, Bernhard Pirat und Heiner.

links: Werner – heut nicht laufend, nur schnaufend.
rechts: Der harte Mann aus Italia – weiter Weg – aber wenn man jeden Mara nur einmal laufen will, muß man auch weite Anreisen auf sich nehmen – nach dem Lauf sofort die Rüggreise, ne ganz schöne Stregge, wird wohl spät nachts werden.

Rübezahl und der junge Johann am Kuchenbüffä – Johnny gewinnt isi die M70, 40 Minutos Vorsprung zum Zweiten, sabbalott!
Draußen

Dieser Markus fängt ne Schlägerei an, um nicht fotofiert zu werden (hier das Beweisfoto, muhahahahahaha) – aber niemand entkommt nachforschendem Enthüllungsschurnalismus – Markus fummelt vergeblich am FürLäufer 307 herum und murmelt: “Zu blind, zu alt!”- na ja, schwer, was dagegen zu sagen.

Die Geheimnisse der schnellen Südtiroler – knall-gelbe, fluoreszierende, fleischfressende Wollhandschuhe – oben schon erwähnt: entlarvender Enthüllungsschurnalismus.

links: Heiße Mäntel für die scharfen Jungs.
rechts: Porsche tut heut ganz harmlos, lässt sich schon sehr früh zurüggfallen, so bei km 3 – wird nicht mehr gesehen für Stunden – und plötzlich, bei km 30, ganz genau, dahergeschossen, die fleischgewordenene Sägemaschine, segelt vorbei, waggelt ein wenig mit dem Zeigefinger vor der Wiesasche des Versägten – weg isser – man müsste ihn umbenennen, in Ferrari oder so wat – holt auf die zwölf Rest-Kilosmetros noch 16 Minutos raus, Sauerei, eklatante frappante – vermutlich die Rache Rewansche Vergeltung für Bottrobb Fuffzig im November – Porsche Ferrari hat eine neue eigene Zählordnung: er zählt alle Läufe, bei denen er gemeldet gewesen ist.

AmPoPo Bottrobb: hier der Sieger im November – der Adler Roland – wieder genesen nach wenig anspornernder Ferse, macht es richtig, piano-piano-Klavier.

links: Heiner sieht heute entschlossen aus – vom Start weg die Flizzenummer – bei km 37 dann eingeholt und versägt – er schlägt zweimal zurügg, beim zweiten Mal ist nix mehr zu machen – ein Endspurt wie ein Junger – vermasselt, wie er sagt, seine Zielzeit: will wegen Karneval ne 44444, geht sogar noch vor dem Stadion aufundab raufundnieder immer wieder, verrechnet sich aber um 13 Sekundos.
rechts: Nicht viele Leutchen, 88 in der ergebenen Liste, vermutlich niemand ausgestiegen, nur die beinharten, wenn auch lahmen Läufer heute unterwegs – im Hintergrund sieht man Nebel, yebb yebb yebb, nasse Kälte, oagnäm, zusammen mit dem eisigen Wind an manchen Teilstreggen, Thermometer zeigt 1 bis 2 Grad, aber plus – Straßen und Wege ohne einen Fitzel Eis oder Schnee, holyschitt aber auch.

Hawe wie immer fidel – “Shut up and Play”, steht auf der Mütze, wen meint er damit? und was will er uns damit im Detail und im Einzeln sagen?

Werner mit der teuren Kamera – lungert später noch an der Stregge herum.

links: Raus aus Herten-Bertlich-Regglinghausen.
rechts: Viele Läufe, acht Disziplinen – nicht hier auf dem Schild die 850 Meter, die nur im Ort gelaufen werden.

links: Drei Runden für Maras – jeder Kilometro in knalligem Rot.
rechts: Zwei Landstreicher ohne Heimat, Familie, Freunde oder Arbeit versteggen sich im Wald und hüpfen wie Wegelagerer bei Vorbeischleichenden auf die Laufstregge, erbetteln erpressen nötigen milde Gaben ab.

links: Die Zielgerade im Stadion – Lahmsogge auf der linken Spur, wird wild gestikulierend vom Zeitnehmer auf die rechte Spur rübergewinkt! (oder gewunken?).
rechts: Dieser Punker namens Nobert ist der Meinung, dass ein Mara nicht länger als 30 Kilosmetros sein solle und so hat er die perplexe perverse permissive Weltinitiative gestartet: “Mara bis 30 – Mara bis 30 – Mara bis 30” – heut hat er schon mal damit angefangen, mit dem Neuen Mara – das wird sich durchsetzen, ist er ganz sicher, neuer Club schon an seinem geistigen Horizont auftauchend und ins Visier genommen.

Auf dem letzten km vor Start-Ziel fällt der Bligg jedes Mal auf diese verdammte Figur am Fenster – zum Runterreissen, verdammich, albern doof ärgerlich.

Ein Hochlicht des Laufes ist sicherlich der riesige Real-Parkplatz, quasi die Sehenswürdigkeit von Bertlich, steht bestimmt in jedem Reiseführer drin – hier schon leer, alle abgedüst, aber auch nur ein kleiner Ausschnitt auf dem Foto zu sehen, von diesem einmaligen Glanzlicht des modernen Ruhrgebietes, ganz besonders in diesem Jahr mit Ruhr 2010, sicherlich bald UNESCO-Weltkulturerbe – das Plakat lässt ganz neue Ideen aufkommen – mit dem “Feigling-Gürtel”, in den Mara-Kampfkrampf, 30 Stügg im Gürtel, genau 1 Feigling (für den Feigling) pro Kilometro im Neuen Mara.
Die lausige Beute für die verlauste Meute

Ne sofortige urige Kunde und die nicht zurügggegebene Startnummer.
Bertliche Straßenläufe sind so schön, so ursprünglich, so anti-Kommerz, wie oben geschrieben, etwas für spontane Lustgefühle (solche und solche). Interessante Knaggfrösche laufen dort – kleine Auswahl – jemand vom Verein “Einsamer Wolf” - auch gut “RC Endspurt Herford” – wehwehweh.spassamsaufen-ählaufenpuntodääh – sogar ein Schlabbohr vom Verein “Blägg Boys” – www.haste-keine- augen-imkopf.dääh – nicht zu vergessen, fast ganz hinten, diese Lusche: “MMS Banditos”.
Grüzi, man sieht sich (oder auch nicht – hugiffsaschitt)
Schneggi
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gute Besserung
ein Bläggboy
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