Insel Useldom, 30. Internationaler Usedom-Marathon, 5. September 2009 - "Die Sehnsucht nach Usedom"
Vor 4 Wochen war die Baltische Rennerei, nun auf derselben Stregge der Usedom Mara, zumindest von km 3 bis ca. km 29 isses dieselbe Treterei. Gute Gelegenheit Klein-ÄmÄmschen die Gegend und die Stregge zu zeigen und ein Wochenend-Abenteuer durchzuziehen.
Start ist in Polen, in Swinoujscie (zu deutsch: Swinemünde) – dann entlang der Küste bis hinter Zinnowitz, letztlich im Wald links ab nach Wolgast ins Ziel.

Infos für die Autokennzeichen-Aficionados: In Wolgast und auf der Insel jetzt OVP für Ostvorpommern - in Wolgast sausen noch WLGs rum (jetzt nicht mehr vergeben).
Freitag - die Sonne scheint, Wind und Regen versteggen sich



Was hat Wolgast zu bieten? – zwei Baggsteinkirchen, ein neogotisches uralt-Postamt und ein ungewöhnliches Rathaus.

Ah, an einer der Hauptkreuzungen der erste Hinweis auf den Mara – mit Maskottchen Möwe Otto.

Spätsommeridülle am Peenestrom.
Samstag – Wind und Regen toben, die Sonne versteggt sich

Startunterlagen und Zeux im Peene Stadion.

Alles erledigt, die Bürokratie befriedigt und wir auf-die-Knie erniedrigt, dann mit dem Bus nach Polen.

In einer Sonderfahrt für bemützte Sonderlinge, schlabbe 50 Minutos.

links: Draht-Kunst in Swinemünde.
rechts: Erst mal guggen, ob die in Polen auch TschiBieÄss empfangen können – könnense.

links: Start auf der Promenade - aber noch nix los, mehr als eine Stunde zum Vertrödeln und Verblödeln.
rechts: Die Ostsee ruft – mal guggen.


Hmm, rechts nix los, in der Mitte nix los, links nix los – lieber noch mal in die Büsche auf der Düne.

Luftige Ballons an allen Eggen- hat jemand ein paar Reiszweggen?

links: Entsprungener? oder Matrose? – auf jeden Fall 359-Ballons aufm Buggel.
rechts: Christian aus Pozzblizz mogelt sich in die erste Reihe.

links: Starker Tübb, gelungene Präsentation – immerhin schon M70, der Knabe.
rechts: Vorne, janz zabbelig schon, lauern alle Polen.

Während der zehnminütigen Reden (auf polnisch mit folgender deutscher Übersetzung, kruzidürken, also dobbelt so lang) schläft zuerst die Flizzelaus und dann das Publikum ein – Start mit Kanonenschuß aus einer Kanone: ein Schuß, aber vier Rentner, ein Hund und eine Möwe auf einen Streich getroffen und erlegt.

links: Erst mal die Flizzermeute vorbei lassen und dann langsam losschleichen – kurz austreten (auch in Polen mal gepisst zu haben, muhahahahahahaha) – und schon Letzter, juhu – die zwei Miezen verstehen kein Deutsch, Englisch maumau, müssen die Besentanten sein – stimmt aber gar nicht, später ist zu erfahren, dass ganz weit hinten noch ein Letzter rumeiert, der aber wohl in Ahlbeck nach schlabben 3 kms schon aufgibt.
rechts: Der weise Knabe wird als Erster versägt – freundlicher Opa, schade aber keine Gnade.

Zu Anfang fast nur Wald – plötzlich rechts und links diese breiten baumlosen sandvollen Streifen – könnte die Grenze sein – früher waren ja die fröhlichen Bruderstaaten sehr sehr misstrauisch gegeneinander.

links: Ah, noch ein Opfer – nö, gehört nicht zu uns – stapft nur so durch die Gegend.
rechts: Da kommen wir her, da wollen wir hin – nu jibbs Regen en masse, über Wassermangel wird heute nicht zu klagen zu sein.

In Ahlbeck beginnt die bekannte und berühmte Badeorte-Promenaden-Architektur.

links: Beifall aus dem Altersheim: “Ihr lahmen Luschen kommt bald auch hier rein!” – Zwangseinweisung?
rechts: Diese Fahrrad-Mieze ist für uns Luschen hinten zuständig, kümmert sich um unser Vorwärtskommen mit Ansporn und psüchologischen Triggs.
links: Abundzu ein Bligg durch die Büsche oder die Zugänge zur Ostsee.
rechts: Die Promenade zwar nicht so voll wie im August beim Baltischen Gerenne, aber immer noch einiges an Regenschirmen unterwegs – aber allsbald dann Abtauchen in den Usedom-Wald – jetzt einsam, total allein – keine Radfahrer wie vor 4 Wochen, vielleicht ein oder zwei (und die konnten dieses Mal auch mit dem Rad umgehen, also keine Angst umgenietet oder gerempelt zu werden).

links: Markierungen sind spärlich, aber auch nicht zwingend nötig – im Prinzip geradeaus – manchmal ein weißer Riesenpfeil aufm Boden – dauert für Nichtschnellmerker bis man das kapiert, dass das “unsere Pfeile” sind.
rechts: Ach, der berühmte ewig lange Cämpingplatz.

links: Nicht mehr so viel Trubel aufm Cämping wie im August – aber diese beiden meinen, dass sie jedes Jahr hier sitzen und bis zum Letzten ausharren (“Es kommen nur noch zwee hinter mir!”), und qualifizieren das Wetter mit: “So`n schiiiet Wädda” – wo se Recht ham, ham se Recht, Herr Specht aus Ütrecht, muhahahahaha.
rechts: Diese Usedomianer kommentieren die zeit- und raumnahe exhibitionistische Pinkeleinlage von Lahmsogge mit: “Das hat aber lange gedauert und den Sieg gekostet” und bieten jedem, der aufgibt, ne Flasche Bier an.

Von den Lieblingspfeilen bäbben noch viele dran – diese Schilder kommen auch bekannt vor.

links: Angenehmes Laufen – wellig und naß und einsam, keine Nervensägen nirgends nicht.
rechts: Bei km 21,8 jibbt`s ein Zeitlimit, aber machbar – zum Trinken an Auswahl Wasser und Wasser und Wasser, Cola keinen einzigen Tropfen (bei km 36 mal gefragt, ob die, denen diese Boddel Cola mit Startnummer druff als Privatverpflegung gehört, schon durch sind? – ja! – dann halt nen Becher Cola davon ausgeliehen).

links: Die bekannten Trebben schaffen wir alle auch noch – wenn`s weiter nix is!
rechts: Der Damm ab km 25 – genauso nervig und oagnäm wie im August, aber halb so heiß und zehnmal so nass und tausendmal so windig, boaaaaaaah.

links: So knäbbli hinter km 29 dann links statt geradeaus – richtig auf`nem Trampelpfad durch den Wald – auf der Hauptstraße kommen wir raus – dann ab km 30 entweder von den Autos durch rote Hütchen getrennt am Straßenrand schleichend oder zumeist auf Gehsteig oder Radweg – hier pfeift der Wind gehörig, voll in die Fresse wie man dezent vermerken könnte – von km 30 bis km 39/40 totaler Kampf und Krampf gegen den Sturm, untermalt von Schauern wie unter der Dusche – mancher Flucher.
rechts: Im Anflug auf Wolgast entdeggt man die Hebebrügge – irgendwo war zu lesen: “Das blaue Wunder!”.

links: Nicht etwa der Fotograficus ist schäbbs oder torkelt - nein dat Riesending steht tatsächlich schief in der Landschaft.
rechts: Die letzten 2 kms durch Wolgast – das Ziel vor Augen – ne schöne Sandbahn.

Das prächtige Stadion und die Zielgegend nochmals von der Tribüne aus.

links: Zauberlaus schon wieder auf dem Trebberl – in der Altersklasse “FastnochjanzjungeMiezen”.
rechts: Durch den Haupteingang des Stadion davonmachen – hier kam die ganze Meute reingestürmt (natürlich Stunden vor Hasehumpel).

Es weht immer noch äußerst kräftig (glaubt einem natürlich keiner, echt wahr) – der antike Eingang zum Peene Stadion in voller Pracht und Glanz.

Ach, hier steht ja die Zweeundvierzig druff, gar nicht bemerkt beim Totalgiballesendspurt – war ja auch ne fiese Idee, alle Schlabbohren diesen letzten Chilometro den Berg hochzujagen.
Sonntag – Reminiszenzen kredenzen
Okay, am Sonntag regnets immer noch und der Wind hilft auch nicht, trägt so gar nicht zur Gemütlichkeit bei, nein nein nein – also Baden in der Ostsee gestrichen, dafür ein paar Hochlichter des Baltischen Gerennes besuchen und präsentieren.

links: Ha, die weltberühmte Schule in Karlshagen, in deren Turnhalle die Treter am fünften Abend nächtigen.
rechts: Den Zielsprung des BR imitiert – da hing ein Banner, das sogar Nichtsportler wie der im Foto abklatschen konnten.

links: Der Strand in Karlshagen im Herbst – niemand mehr in den Strandkörben, keine Orgien mehr – nix los.
rechts: Die verführerische Afrodiete liegt immer noch auf dem Platz in Karlshagen – aber heute zu kühl für ein potentes Afrodisiakum in Form von Gelato con Panna.

links: Bei Frau Natzke in der Stadt Usedom kann man nen großen Teller Zigeunerschnitzel mit Bratkartoffeln verdrüggen und Magen und später Darm beglüggen – die BR-Treter vergessen diese Vierter-Abend-Labestation nicht.
rechts: Tageszieleinlauf in Usedom, das Anklamer Tor – Kirche dahinter – die stehen auch total krumm in der Gegend, na sowat!
Reichliche Beute für brave Leute

Startnummer und Urkunde – Standard, geht voll in Ordnung.

Aber schöne und originelle Medaille – sogar hinten is wat druff.
Ein Leuchturm als Teelichtergefängnis für den AK-Sieg von Frau Flizzemaus, der schnellen Laus.
Joh, schee war`s – kann man empfehlen, sehr sogar - Preis auch okay (Dreißig Euronen für Nachmeldungen) - Gegend ist spitzenmäßig - die Sehnsucht nach Usedom wurde belohnt, hier lässt`s sich gut laufen und prima schnaufen und wer will auch im Meer absaufen.
Grüzi
Schneggi
Baltic Run-Berichte 2008-2009
(mit der 5. Etabbe auf Usedom)
siehe Links unten
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Und beim näxten Mal will ich wieder ne persönliche "der-Bericht-is-fertig"-E-Mail, host mi?
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