Kassel – E.ON Mitte Kassel Marathon, 10. Juni 2007 – „was für eine Hitze, kruzidürken … und Steigungen ohne Ende, sakra“

Dienstag, 12. Juni 2007


Dieses Jahr ist Kassel dran, mit der Mara-Prämiere – sehr ehrgeizig gleich im heißen Juni.  Eineinhalb schlabbe Stunden von Braunschweig entfernt, das läßt sich machen.  Einziges Problem:  Affenhitze, Bullenhitze, egal irgendeine tierische Hitze ist prognostiziert, das wird schwitzig werden, Start zwar um 8:30 Uhr, aber ab so Zehn wirds doch sicher auf jeden Fall oagnähm werden – und genauso kommts, auf 30 Grad um 12 Uhr.

links:   Bei Ankunft um 7 Uhr werden gerade die Bananen ausgeladen – Verpflegung:  alle 2 kms gibbs was zu trinken, wahrscheinlich zusätzliche Stationen wegen der Hitze – Wasser allein oder Wasser und Iso – Bananenstügge gibbs auch ab-und-zu – im Ziel dann endlich Apfelschorle, der Bauch kann kein Wasser mehr akzeptieren, der Bazi – sehr oft auch Duschen beim Laufen möglich (privat oder feuerwehrmäßig aufgehängte Gartenschläuche und so Zeux).
rechts:   Die Medaillen müssen alle noch ausgepaggt werden – die dominierende Farbe (Tie-Schörts, Beutel, Urkunden usw.) ist heute rot.

links:  Vor den Messehallen – der Himmel ist bedeggt, in der Nacht hats geregnet, herrlich „kühl“ mit 16 Grad, wird nicht so bleiben.
rechts:   Nachmeldung ohne unproblematische Probleme nicht – Max-Startgebühr ist 45 Schlabben, plus heftige 10 Nachmeldung am Starttag, uiiiiiiiiiiiii – heute laufen nicht viele bekannte Nasen über Schneggis Leber, hier Jürgen Kuhlmey in der Halle.

Diese Leute sehen verdammt schnell aus – es muss wohl was zu gewinnen sein, Münze Schotter Kies.


Überraschung:  Dietrich Schiemann bei den Möbelpaggern, äh Beuteldurcheinanderbringern – er ist aus Kassel und will das Ganze mal von dieser Seite sehen, hilft bei der Orga mit – macht die Sache gut, hinterher lässt sich die Tasche-com-Beutel sofort lokalisieren und ist weder dräggig noch aufgebrochen noch sonst was, bravo.







links:   Zeit zum Start sich zu drollen – ah, die Medaillen sind nu ausgepaggt und sie warten der Dinge.
rechts:   Zuerst kommt man vom Messegelände durchs Ziel - keiner der Gefragten weiß, wo der Start sein wird.

links:   Müssen wohl die Bremser und Zieher sein.
rechts:   Um 8:15 Uhr ist schluss mit lustig, was das Wetter betrifft – alle Wolken weg, Sonne raus, es wird sofort knalleheiß.

links:   Einfach den anderen Tretern hinterher – die werden schon wissen, wos langgeht (oder wos hergeht, wie manche Eumel in Niedersachsen sagen würden) – zwo Tausend an Halbmara-Tretern mit gelben Nummern und ein Tausend Mara-Frösche mit roten Nummern, dazwischen noch grüne Nummern für die Mara-Staffel-Frizzen – alle gleichzeitig am Start, zwei identische Runden.
rechts:   So sieht das in etwa der Mitte der Startstraße aus – im Hintergrund das Startbanner - 6 Gehminuten vom Startschuß bis zum Kuß der Matte unter der Latte.

Dieselbe Zeitmessung wie letzte Woche in Pozzblizz, eingebaut in den Rüggen der Startnummer.











Endlich mal jemanden, den man kennt, so als einsamer verlassener armer alter lahmer Läufer im Heer der an-einem-vorbei-Rennenden – Dirk Schwonburg aus Leibzisch, letzte Woche auch in Pozzblizz, dieser Nimmersatt.

links:   Auch dieser Knaggfrosch (als Pirat verkleidet) ist wieder unterwegs – Klaus, der heute anonüm läuft (sagt er), als Maratonus anonümicus – hier eingefangen bei km 16, brutal versäggt – aber er kommt zurügg bei ca. km 33, hat noch kluge Sprüche parat:  „Immer weiterlaufen, wenns mal nicht mehr geht!“ – wie kommt er da nur drauf? Schneggi läuft heute completto perfetto durch, bis auf die Gehphasen an den Ständen, wo man ja jedes Mal mindestens 3 Becher trinken muß (um nicht zu kollabieren) und 2 Becher übern Kopf (um nicht Hitze-erschlagen zu werden) - übrigens brutto der Anonüme zuerst im Ziel, aber netto war Schneggi natürlich nicht zu schlagen - schreibt der Bursche doch glatt: "Du musst in der zweiten Runde noch eine Schippe draufgelegt haben. Also Glückwunsch, mich schlägt man nicht alle Tage." - Antwort: "Der ist gut *auf-Schenkel-klopf*, Du badensianischer Gelbfüsler!"
rechts:   Diese Zwei sind ein Genuss, sehr süss – Ende erste Runde, so etwa km 19-20, sie ist Mara-Tretern, er als Zivilist sprintet so 1 km nebenher – er: „Ich bin ja so stolz auf Dich!“ – sie strahlt – er noch eins drauf:  „Ich liebe Dich!“ – sie fällt in Ohnmacht - nee sie läuft gefasst weiter, quasselt was von „Vorsprung-in-erster-Runde-Rauslaufen-und-später-dann-Eingehen“ – ts ts ts, so was macht man doch nicht, man denkt nicht mal dran! - aber sie hält sich prima bis km 35, dann aus der Sicht verloren.

links:   Das erste, was jeder im Ziel sucht, ist Schatten Schatten Schatten.
rechts:   Endlich noch mal jemand, den man kennt:  Norbert Ebbert – scheint geschwitzt zu haben, der Ärmste – mit Medaille.

Nach den eiskalten Duschen, heute mal erwünscht – wieder raus auf den Hallen-Vorplatz – ey, die Sonne ist weg, ein Gewitter zieht auf – zu spät, verdammich.

Die Oberflizzer nach dem Mara – keiner antwortet auf Schneggis Angequatsche – der Sieger Francis Kiprop (2:16 h - aus Kenia) meint zur Presse:  „Es war heute sehr hart, denn die Hitze war extrem“ – wow wow wow, aus diesem wissendem Munde – die Siegerin Beatrice Omwanza (2:42 h – auch aus Kenia): „Die Luftfeuchtigkeit hat uns Aktiven sehr zu schaffen gemacht, darunter hat dann auch die Endzeit gelitten!“ – Schneggi aus der Seele gesprochen, er hätte es nicht besser formulieren können, jawohl die Hitze und Schwüle haben die Endzeit aufgefressen, eigentlich wäre heute ne sub-3:30 drin gewesen, aber bei diesen katastrophalen Bedingungen ……


Die Beute von heute:  Medaille – Startnummer – Gleichurkunde - Umhängebeutel.

Die Stregge
Wenn die Erinnerung stimmt – man verzeihe Gedächtnislüggen, diese Tüggen, aber manche Treter schienen schon ab-und-zu mal zu torkeln, warum dann auch nicht Schneggi mit Erinnerungslüggen? – also, es lief alles 100%ig auf Asphalt und auf breiten Strassen (oft halbseitig abgesperrt)  bzw. a klein bisserl auf breiten Wegen – hey, gerade kommt die Erinnerung an das Kopfsteinpflaster zurügg, aber nicht sehr viel Knopfkleinlaster (ehrlich muß sein, also das Pflaster war kein Laster, muhahahaha) – die ersten 12 kms oder so durch Industrie-, Gewerbe- und Wohngebiete, wenig bis gar keine Zuschauer – dann mehr in die Innenstadt – aber alles (außer man fand mal ne Mauer, an der man im Schatten entlangschleichen konnte) knallig in der Sonne welche Wonne – rauf-und-runter, zwar nicht steil aber geil, ziemlich lange Steigungen und lange Runterdinger - km 14 ist der höxte Punkt, zuvor 3 kms lange hoch und danach fast 4 kms runter, am steilsten bei der Oranscherie – bestes Stügg sind die letzten 3 kms, entlang dem Fluß Fulda in der Karlsaue, da gibbs nämlich dämlich Schatten – einige Tausende Anfeurer und Klatscher auf dem hinteren Teil der Runde, jedoch sind auf der zweiten Runde kaum noch welche da, normal für die Maras, die zeitgleich einen Halbmara haben und zwei Runden.

Ein schwerer Mara - Schneggi soll hier Dietrich wie folgt zitieren:  „Wer den Kassel Mara schafft, der schafft jeden Mara!“ – wow wow wow, ganz ganz digge Baggen.

Grüzi
Schneggi


<< zurück zur Übersicht




Kommentare ...

Vergiss niemals beim Verfassen Deines Kommentars, dass auf der anderen Seite des Bildschirms ein Mensch sitzt!

Keine Kommentare

Kommentar schreiben

* Pflichteingaben

*
*
*


CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*