Lake Tahoe, USA – 9th Lake Tahoe Triple Marathon, 25-27 September 2009 –„Mini-Etabbenlauf um den See, brutale Hitze, Endloshügel, 2000 m überm Meeresspiegel, Wahnsinnsabenteuer“

Sonntag, 4. Oktober 2009



Der Lake Tahoe Mara is wat janz Irres:  es gibt einen “normalen” Mara mit einigen Hundert Tretern am Sonntag – am Freitag und Samstag jibts dazu jeweils auch nen Mara – zusammen sind das drei (oder nicht?) und gehen einmal um den See rum, der so genannte Lake Tahoe Triple.  Nullo problemo, 3 Maras in 3 Tagen? bah, machen wir auf einem Bein rüggwärts mit-der-Oma-aufm-Buggel – Vorsicht! so einfach ist das nicht.  Der See liegt auf fast 2000 m Höhe, die Sonne knallt dort ganz schön (dieses Jahr auch noch mit Rekordtemperaturen) und es hat ne unheimlich troggene Luft – dann auf normalen Straßen um den See (voll mit Verkehr am Freitag und Samstag), also am Straßenrand neben den Lastern wie es sich für einen Etabbenlauf gehört – was kann man sonst noch an Ausreden anführen? ach ja, ziemlich hügelig verdammich hügelig wahnsinnig hügelig.  Ansonsten, schon jetzt verraten, irre Läufe, ein Wahnsinnsabenteuer – aber nich billig (monetär gemeint).

Donnerstag, Tag minus Eins – “Warmlaufen und Gegend Anguggen”

Anflug über Paris, Salt Lake City und Reno – von dort nen Schattel Bus nach Stateline (der Ort heißt so, weil er genau auf der Staatsgrenze von Nevada und California liegt, die Knaggfrösche) – wenn man Glügg hat 23 Stunden unterwegs, bei Pech (z.B. frigging Delta kriegt Anschluß am Großen Salzsee nicht) dann eben 28-30 Stunden, boaaaaaaaa – 9 Stunden Zeitunterschied, da dran hat man in den näxten Tagen (und Nächten) ganz schön zu knabbern.


Verabredung am Donnerstag morgen mit Russell Secker – Freund vom Deutschlandlauf 07 – der Brite Russ lebt in Austin, Texas, hat seine Gäng aus Austin mitgebracht, er selbst wird Crewing machen, also mit dem Auto mitfahren und verpflegen – also am Donnerstag morgen erstmal warmlaufen und dann heftiges deftiges ausgiebiges Big Ami-Breakfast.

Einmal mit der Meute rum den Spooner Lake, ein kleiner Nebensee – Landschaft schon spitzenmäßig.

Traditionell hängt man seine Haxen nach jedem Lake Tahoe Mara in den See, zum Abkühlen – erster Sichtkontakt mit dem See, hier am Zephyr Grove – boaaaaa, nicht schlecht Herr Specht – Russ vorneweg, seine Mieze Claire dahinter.

Unser Hotel ist das Headquarter, also Kopfquartier – von dort sind es quasi rüggwärts 10 km bis zum Startpunkt zu Mara Uno am Freitag – liegt oben auf nem Berg, is echt hügelig dort, keine Frage – Tschiepers, da verschlägt`s einem die Spugge und Sprache – runtergugg auf Emerald Bay (Smaragdbucht).

links:   The Lake Tahoe – Start bei ca. 7 Uhr (“You are here”), am Tag Uno dann gegen den Uhrzeigersinn bis ca. 2 Uhr – am Tag Dos von dort bis Tahoe City bei ca. 10 Uhr – am Tag Tres nun bis South Lake Tahoe, bei ca. 6 Uhr.
rechts:   Der gegenüberliegende Berg – auf ein-Drittel-Höhe quer rüber eine Straße, die man dann am dritten Tag runterbrettert (wer noch kann), sind ca. kms 27-30 des dritten Maras.

Zurügg in Stateline, reines Turi-Örtchen, nur Hotels, Futterkribben und Suveniers – Turis im Sommer am See, im Winter meterweise Schnee, juhe.

Lake Tahoe auf Elevation 6285 (Höhe in Fuß – 1 Fuß = 30,5 cm) – Bannerwerbung für Mara und Oktoberfest (abgekürzt als SeptOberfest, muhahahaha).

links:   Im Spielerstaat Nevada muß immer und überall gespielt werden.
rechts:   Hotel ist okay (entspricht aber nicht dem "Noblesse oblige" for solche Berühmheiten wie ....) - Bligg vom Balkon im 7. Stogg grandios.

Auf dem Flughafen, bei MäcDoof und im Hotel natürlich überall die Spielmaschinen – nur keine Minute was verpassen.

Den Ort erkunden, erlaufen – tolle Bäume, riesige Zapfen.

Sandstrand alla bonnör.

links:   Wiegesagt, zumeist wird auf der Straße am Rand gelatscht, zwischendurch auch mal nen Fahrradweg – wie den hier.
rechts:   Kunst von und für die Washoe, die Indianer hier - Tahoe heißt See in ihrer  Sprache.


Den Berg noch am Tag vor den Maras hochtigern? – vielleicht am Sonntag dann hinterher, huhuhuhuhuhu.

Am Abend noch Big Dinner der Orga im Hotel, nobel nix zu maulen – im gelben Hemd am Podium, der Scheffe, Les Wright – am Mikro ein viermaliger Triple-Winner, der ein paar Tibbs loslässt.


Klar, dass Elvis auch hier ist – die Zeitverschiebung wird zur verdammich harten Nuss *gähn augenrot*.











Freitag, Tag Eins – “Mann ist das heiß hier! - wo bleibt der Sauerstoff? - bin ich sowas von müde!”


Schon um 7:15 Uhr der erste Start – egal, ein Übersee-ler kann eh nicht schlafen, geistert seit 3 Uhr durch`s Hotelzimmer – von unserem gestrigen Aussichtspunkt – die Linie über die Straße ist der Start.


links:   Damit da keine Mißverständnisse aufkommen – am Freitag und Samstag is nix gesperrt, normaler brutaler Straßenverkehr.
rechts:   Tiem Austin-Germany beim ready-for-Eddy-machen:   Tiemscheffe und Versorger Russ in rot – Treter sind Claire (blond), Clint (ohne Haare, äh wenig Haare) und Carolyne (verdeggt) plus Lahmsogge (hinter Kamera versteggt).  Ohne Begleitfahrzeug sind die Tage Uno und Dos schwierig, aber machbar:  zwar Orga-Bus-Transport zum Startpunkt, aber kein Zurüggtransport und nur 3-4 offizielle Versorgungspunkte mit frugalem Angebot (meist nur Wasser, manchmal drei oder vier Kekse) – da hat unser Russ mit Stobb alle Four Miles und Flaschen-und-Futter-Reichen plus kostenlosem Tritt in den Hintern ganze Arbeit geleistet, wie und wo wären wir ohne ihn gewesen (viel schneller?).

links:   Entweder ein Orga-Auto oder ein fanatischer quadratischer Fän.
rechts:   Anderes Tiem – hey, das sind die “Marathon Maniacs” (so nennen die sich, subbaName), befreundetes verbündetes Tiem, kühle Tübben.

Übliches Gewimmel – aber nicht so hibbelig wie bei nem normalem Mara, eher wie bei nem Ultra, alle kühl und logger, viele Wiederholungstäter- und treter.

Schnell noch zum Aussichtspunkt hoch, alles festhalten – meine Fresse, atemberaubend – die Sonne geht auch gerade über den Hügeln am östlichen See auf.

links:   Austin Angell, der Meister für den Triple Mara – jeder nennt ihn nur “Angel”, der oranschene Engel.
rechts:   Angel brüllt per Megaphon zum Sammeln – keine Ahnung wieviele gestartet sind, aber am Ende waren es 84 Triple-Vollender.

Aufstellen zum Grubbenfoto, alle gehorchen prompto – lustige Trubbe trotzdem.

Dann kommt der Tübb mit dem Gewehr – es ist der Obermeister, Les.

“Ich schieß jetzt gleich, und sag weiter nix – wer nicht getroffen wurde, kann dann sofort losrennen, haut ab!” – seltsamerweise ohne Flagge-Schwingen, Hand-aufs-Herz und Nationalhümne-Krächzen, ganz unamerikanisch.


links:   Noch ein paar Seefotos fotofieren – kann man nich genug davon kriegen.
rechts:   Boaaa, die warten ja gar nich – schon Letzter, wie es sich gehört – erste 3-4 kms abwärts, heftig brutal, Autos zuerst nur die Begleitung.

Der Sonne entgegen nach Osten, schöner wird`s nimmer, schlimmer auch auch nich.

Zur Rechten der kleine Fallen Leaf Lake (Gefallene Blätter-See) – die Straße ein hoher Grat zwischen den beiden Seen.

Jetzt aber mal schnell hinterher.

In Serpentinen runter auf Seehöhe.

Angel nimmt die Warnschilder (Vorsicht! Läufer voraus!) ab – die Highway Patrol sehr wachsam (deren Kanonen werden auch immer größer).

Nochmals der Lake Tahoe – von ihm vorerst die letzten schnabbigen, aber nicht schäbigen Schüße (für ne Stunde oder so).

links:   Angenehme Aufforderung an die Autofahrer (“Teile die Straße mit den Radlern!”) – das tolle gelbe Schild mit der Warnung vor den Bären drauf mit der Kamera verpasst (rennen hier frei rum, in Massen).
rechts:   Für 5 kms nen Fahrradweg – die ersten Miezen gehen schon – Kompressionsstrümpfe sind beliebt.

links:   Ah, hier ist der Start für den 72-Meiler (= 116 kms), d.h. hier wäre der Start gewesen -  es jibt auch den Triple Ultra (er heißt “The 72 Mile Midnight Express”) in einem Stügg rund um den See – Start am Samstag Nacht um 22 Uhr, um dann am Sonntag in den großen Sonntag-Mara (ab Tahoe City) rein- und mitzulaufen – hat nich sollen sein, die Behörden haben aus unergründlichen Gründen die Genehmigung nicht gegeben (aha, nicht nur in Germany solche Probleme) – es sind dann doch auf eigene Faust einige Treter inoffiziell mit Eigenversorgung und –unterstützung geloofen – wieviele? keene Ahnung! gesehen von Lahmsogge wurden 6 Stügg.
rechts:   Ankündigung für den Sonntag-Mara (wo eine Fahrspur des Highway 89 von 7 bis 14 Uhr gesperrt wird).

links:   Station bei den Mara Maniacs, die haben immer subbaZeux zum Naschen, Trinken, Drogen und alles, muhahahahaha – die Tiems helfen sich gegenseitig aus.
rechts:   Hotel in South Lake Tahoe.

links:   In den Orten entweder meandernder Fußgängersteig oder halber Meter Fahrradanteil auf der Straße mit Riesengullis.
rechts:   Ach, wir hatten den See ganz aus den Augen verloren – und schon einige Zeit keine Fotos mehr davon jemacht.

links:   Zweite Station bei Mile 13 (also Halbmara) – Wasser und ein paar Gebägge.
rechts:   Wie heißt es immer in den üblichen üblen Laufberichten:  “Jetzt Schluss mit lustisch!” – ab Mile 14 auf die volle Highway, die Ami-Monster-Laster, normale Autos und heute vor allem Millionen Harley Davidsons - in Reno ist eine Harley-Zusammenkunft und die zumeist fetten aber angeblich harten Jungs, einige Engel aus der Hölle dabei, nutzen das subbaSonnenwetter und brettern mal den See rauf und runter – verständlich, vierspurige Straße, geschwungen, raufundrunter, das muß Spaß machen – aber in USA irre laut die Dinger, diese Harleys, anscheinend je lauter umso höher das Ansehen in der Gemeinde oder so, da platzt einem zuerst das Trommelfell und bald der Kragen – zumeist in Horden unterwegs, ab fünf aufwärts – nun schön am Rand bleiben, zumeist nullo Problemo, wie hier im Bild halber bis ganzer Meter für die nicht-Motorisierten – also erstens der Verkehr, zweitens wird`s ab hier verdammich hügelig, immer ewig langgezogen – drittens brennt die Sonne auf den Asphalt, boaaaaa, irre heiß, am Abend rechter Arm mit Sonnenbrand, linker Arm wie zuvor.

Hier zum Beispiel zwei oder drei kms geradeaus und immer hoch.

Augen nach links:  Ruhe und Wohltat für Augen und andere Sinne – das Blau des Sees betört entschädigt törnt an.

Station mit Wasser, aber hier mal Bananen und Oranschenstüggen – Bart ist vom Ami-Ranners Wörld.

Baden wäre jetzt subba – der Schweiß läuft – aber überhaupt nicht schwül, totalemente troggene Luft, jemand sagt was von 20-30% Humidity.

Es geht durch einen Tunnel, irgendein “Rock Dingsbums” (vergessen) – vorneweg die Mieze in pink (Schört und Strümpfe in passender Kombi, uaaaaaaaaaaa) und schwarzem Rogg ist Rachael, Britin aus Los Einscheles.

Wird es nach dem Tunnel noch spektakulärer? egal, ab jetzt beißen beißen beißen – Russ warnt:  “Die letzten 3-4 Meilen geht es nur hoch!”.

Letzte Abwärtspassasche – dann nur noch klettern, brutal heiß geworden, keiner läuft mehr.

Am Hintern von Rachael und an der Leitplanke dran bleiben – im rechten Bild hinter den linken Berg, da müssen wir hin, holyschitt kruzidürken.

links:   Kurz anhalten, Luft holen (immerhin 2100 oder mehr Metros hoch hier), umdrehen, wowwowwowwowwow.
rechts:   Fast geschafft, auf jeden Fall mal oben, nur noch halbe Meile oder so (1 Meile = 1.6 km) – hier nicht mehr geradeaus, sondern links, auf nen Parkplatz  – eine der seltenen Markierungen und so sehen die aus.

Die Ziellinie, uff, total harte Nuß, richtiger Hammer ohne Klammer – Angel (oransch) und Rob (gelb) nehmen die Zeit – fixundfertisch aber ehrlisch, kabuddohneende, todmüde – das Tiem schon alle aufm Parkplatz, Germany letzter Platz (im Tiem, nicht gesamt) – jetzt alle in die Karre, schnell zum See runter, die Haxen oder mehr ins kalte Wasser, Lahmsogge schläft im Auto und dann aufm Strand ein, bis ins Wasser reicht`s nimmer *schnarch sabber*.

Tag Dos und Tag Tres folgen – Teil 2 des Lake Tahoe Triple Mara auf dieser Welle an dieser Stelle.

Grüzi
Schneggi


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