Leipzig – 18. 100 km-Lauf am Auensee, 18. August 2007 – „Die perfekte Rennerei um den Auensee“

Dienstag, 21. August 2007


In der ersten Runde kurz nach der Verpflegung nach km 3.3 schiggt sich ein Treter an, nach rechts ins Gestrübb zwischen Dornen und Brenneseln zu verschwinden. Schneggi ruft ihm zu:  „Nach der Brügge isses einfacher, da is wieder Wald“ – Der Läufer meint dann:  „Okay, danke Schlabbohr – wusste ich nicht, bin zum ersten Mal hier, toller Lauf! Gefällt mir gut!“ – ein kluger Bursche, wenngleich er auch tiefstes Bayrisch spricht.  Ja, der Leibzischer Hunderter ist was ganz Besonderes, deswegen sind auch viele der Eumel, die am Freitag Abend oder Samstag ganz früh dahergeschlichen kommen, Stammgäste.

Überhaupt empfiehlt es sich, Freitag anzureisen und erst am Sonntag wieder zu verduften – Blogghäuser und Finnhütten gibbs auf dem Campingplatz nebendran, Zelte und Camper stehen auch rum - die ganz Harten dürfen in die Turnhalle.

Freitag Abend


Die August-Bebel Kampfbahn begrüsst, ganz klar hier wird gekämpft – von Jahr zu Jahr ändert sich äußerlich wenig, wenn überhaupt etwas.

Auch diese herrliche Ruine am Eingang wieder kontinuierlich mehr ruiniert, quasi als Ruine gepflegt – Andrä Zeitungsdieb Dreilich kommt gerade dahergelatscht und erklärt die ganze Story – näxtes Jahr sieht es anders aus – na, guggen wir mal.

Im Anmelde-Aufenthalts-Futter-Vortrags-Zelt kriechen zwei auf dem Boden herum und hantieren die Technik:  Anschela BamBam und Ränä Strosny – sie werden nen Vortrag zu ihrem Schlechtwasser, äh Bädwoter-Lauf im Vorjahr halten – es dreht sich alles nur um diese Gürtelschnalle, Materialwert 3 Dollar oder so, den Gürtel muß man auch noch extra kaufen, kruzidürken.

Sebastian Schöberl im Zelt und Wilhelm Papst draußen in der Abendsonne.

Peter Schmidt aus Berlin - und diese beiden Burschen trifft man auch überall: Gerhard Bracht und Manfred Ludwig

links:   Gabi Claus, letztes Jahr das Bestimmerstachelschwein im Anmeldezelt, mit dem größten Organ und dem säxisten Säxisch - schont sich heute, weil sie morgen mitlaufen wird.
rechts:   Dirk Schwonburg, zum ersten Mal über die Hundert in Leibzisch.

links:   Ekki Steuck, sonst auch nur die 50, dieses Mal neue Abenteuer auf 100 kms - ein Dräääsdener.
rechts:   Hans-Joachim Teegelbeckers bringt wie letztes Jahr seine eigene Matrazze mit.



Die drei Herren sind Bertram Wagenblatt, zabbelt rum, kann man gar nicht fotofieren (“Du bringst mir mit Deinen Fotos Unglügg” - so ein Quark, Mann!) - Bernhard Nuss, hier für den Fuffziger - und Jörg Stutzke, der guggt weder grantig noch böse, sondern nur gegen die Sonne.









Änschie BamBam und Ränä bei ihrem Vortrag über Schlechtwasser - exquisit gemacht und gut vorgetragen, nix zu mäggern, nur zu loben - außerdem , wer möchte sich schon den Zorn einer Blondine zuziehen?


Morgen Start um 6 Uhr - also noch am Freitag alles vorbereiten, die Farbkombination der Kleider austüfteln, die Frisur besprechen, die Augenbrauen zupfen usw. usw. - wie man sieht ist die Startnummer fast größer als mancher süsse Po - übrigens im Hintergrund das Innere einer Finnhütte.








Samstag - heute wird gewetzt was das Zeux hält


links:   Zuerst noch ein Frühstügg einnehmen im Vereinsheim - da rennt einem dieser Krieger übern Weg, bereit für die Schlacht, nix wie weg hier - es ist Ekki Steuck.
rechts:   Ränä, wie immer, nimmts gelassen - “no näd hudla” (schwäbisch für: “wir haben noch Stunden Zeit!”).


Um 6 Uhr los gehts - die Fuffziger und die Hunderter zusammen - insgesamt 156 Nasen - von den 110 Hundertern kommen 88 ins Ziel - Foto von Frau Dreilich geschossen.









Der Sieger, ein Karlheinz Wild, kommt ins Ziel - stolze 7:16 h - “krasse Zeit für diese Altersklasse”, meint ein ebenfalls dort angesiedelter Freund, nämlich in der M50 - im dunklen Schört Lothar Feicke, Rääßdeiregdohr, und daneben Dietmar Knies - Fotos von Frau Dreilich.

links:   Der Tübb lümmelt schon seit Stunden rum, bis endlich Schneggi ins Ziel kommt und wieder Zeit hat, ein paar Fotos zu fotofieren - neben ihm RänäPapa, nach dem ersten Ultra, nämlich nen Fuffziger - "Ey Ränä, schon mal den Schnauzer von Papa an Dir ausprobiert? macht das was her?".
rechts:   Die Stutzkes - Hoppelchen nicht gelaufen, hat aber feste gearbeitet - Jörg mit Problemen beim ersten Hunderter raus, wie sagt man? “Es gibt immer ein näxtes Mal!” - was grinst der Jörg eigentlich so?

links:   Bertram und Wilhelm - Bertram ist sowieso nicht potentielles Opfer für ein Versägemanöver, dieser Flizzer - aber Wilhelm schon: bei km 88 sieht Schneggi den Wilhelm in der Distanz ziemlich langsam dahinschleichen - muhahahahaha, endlich ein Opfer, ist ja schon selten bei so nem Hunderter mit Hundert Tretern, irgendwann gibbs niemanden mehr zum Versägen - aber in der letzten Runde noch jemanden knaggen, ha, da regen sich die übelsten primitivsten animalischten Triebe, das gibt noch mal Auftrieb - und in der Tat bei km 89,9 km muss er dran glauben - Pustekuchen, der Bursche hängt sich dran, hat unbändige Kräfte, hält sich ewig an den Trinkstationen auf und kommt absolut problemlos wieder ran: “Wir laufen die letzte Runde zusammen!”, meint er - Schneggi gibt Gas, sichtbar am Limit, muhahahaha, Wilhelm geht mühelos mit, kruzidürken - bei km 97 noch 200 Meter Vorsprung, uaaaaaa, Wilhelm ist an der genialen Fress-Sauf-Station bei 96.5 hängengeblieben - da kommt diese Rennmaschine dahergerattert wie beim Endspurt eines 5 km-Laufes, saust bei km 98 vorbei und holt noch 47 Sekunden raus, bello bravo! so muß mans machen
rechts:   Sebastian Schöberl sieht aus, als ob er gar nicht gelaufen wäre - hat auch gar nicht geschwitzt.



Gernot Helferich heute in bravouröser Form, Platz 5 - Franz Feller guggt a bisserl grantig - “Wenn Du ein Foto machst, muss ich ja die Müzze abnehmen!”











links:   Manfred Ludwig und MM - wie man sieht, scheint die Sonne übbig.
rechts:   Frank Burger und Bernhard Nuss, die Nürnberger Würstchen.

links:   MM und Hoppelchen beim Besprechen: weiße Knie-Strümpfe oder nicht weiße Strümpfe?
rechts:   Gabi Clausi hats auch geschafft - und behauptet, dass die Leibzischer das schönere, kulturell höherwertigere Säxisch plappern würden als die Dräääsdener, die mit ihrem breiten Säxisch.



Daniella Dilling kommt ins Ziel - für jeden Zielläufer organisiert der neue Sprecher am Mikro (der Knabe rechts mit Sonnenbrille und weißem Schört) eine ganz persönliche, individuelle Lala-Welle - Daniela mit neuer 100 km-Bestzeit, isses zufrieden.









links:   Das Ziel, ein paar große Ohren zwischen zwei Büschen.
rechts:   Das isser, der neue Sprecher:  Roman Knoblauch vom MDR - ein ächter Zugewinn, sabbelt 13 Stunden lang, unterhält Zuschauer und Läufer gleichermaßen subbagut - hat viele gute Sprüche drauf - meint beim Ziellauf von Schneggi: “Jetzt kommt der Läufer mit dem sensationellsten Laufstil” - Schneggi denkt: “Mist, hat mich doch noch jemand eingeholt, gar nicht gemerk!” - dreht sich um, iss aber niemand sonst da! seltsam, seltsam, wen meint er bloß?

Ein Gast von der Insel, Roy Bainbridge, M70, im Wüstenlauf-Outfit - und unser Andrä.

Dirk Schwonburg, zwar noch nicht fertig, aber träniert schon seine LaLa-Welle-Leute.

Der Sprecher: “Nu kommt der Mann mit den drei Vornamen - Peter John Karl vom Team “You never walk alone!” - im Ziel erst mal ne Zigarre und Schampus nach seinem ersten erfolgreichen Hunderter, das Schlabbohr - ein Foto von Andrä.

links:   Peter Schmidt - immer guter Laune, geschafft.
rechts:   Optimaler Service - Füsio-Schüler bearbeiten die krummen Haxen und die stinkigen Füße.

Gerhard Bracht und Lothar Feicke, der OberScheffe (mit Brille) und daneben Wolfgang Kriegs, Scheffe der Anmeldung, rechte Hand von Loddar und ehemaliger Gollehche.



Die Oldies spurten ins Ziel - Werner Jacobi und Roy Bainbridge - Fotos von Andrä.










BamBam setzt neue Tränds: im Kleid, mit rosa Gamaschen (dieselben wie in Schlechtwasser) und weißen Strümpfen - Fotos von Andrä.

links:   Säxische und Bayrische Meisterschaften - nur diese Knaggfröche kriegen ne Medaille - könnten eigentlich alle Finischer kriegen, nur so ne doofe Idee - Dirk Schwonburg mit Medaille.
rechts:   Zur Siegerehrung muß angestossen werden - BamBam und Ränä.


Die Siegerehrung der ersten drei Männer verpasst, wegen Duschen und Futtern, macht aber nix, sind sowieso nicht dermaßen hübsch die Jungs - aber die Mädels: erst mal strammstehen, muhahaha - dann Zeiten austauschen - Strahlen für die Foto-Menascherie - Andrä macht auch noch ein Foto von der Fotomacherei - ey, fast vergessen, wer sind die Damen? von links:  MM (zweiter Platz), Britta Schulz (Erste), Grit Seidel (Dritte).

Sonntag - Ausschlafen und nochmal drüben Frühstüggen


Ein paar Leutchen sind noch da zum Frühstüggen im Vereinsheim - gleich mal raus, aufstellen und ablichten.

links:   Roland Blumensaat beim Aufbruch am Sonntag Morgen - tagszuvor überholt man sich gegenseitig dutzende Male bis der Flizzer dann doch noch davonzieht.
rechts:   Tübbisch Läufer: ne Trinkflasche als Blumenvase.

Gibbs noch was zu sagen? Nee, der Auensee-Lauf war schon früher subba und ist es auch geblieben.
Grüzi
Schneggi


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