Leipzig – 21. Leipziger 100 km Lauf um den Auensee, 14. August 2010 – “Zwar keine Sonne, aber um den Auasee isses immer ne einfache, jedoch harte Nummer”

Dienstag, 17. August 2010


Beim Um-den-Auasee kann man es aushalten:  freitags anreisen, samstags schlabben, sonntags nach dem Frühstügg abzischen – keine oagnämen Überraschungen, man weiß was man hat, nämlich ein weiteres memorables Ultra-Wochenende – Samstage sind dafür besser als Sonntage.

Die meisten Pabbnasen kennt man auch, die Immobilien haben sich seit 200 Jahren ebenso nicht mehr verändert – das August-Bebel-Kampfbahn-Insignum ist doch jedes Jahr ein Foto wert.  Meine Güte, vor 6 Jahren zum ersten Mal hier aufgeschlagen – hat sich eigentlich irgendetwas verändert? außer dass alle Pfeifffen älter und langsamer wurden und dass der Monsterberg zur Schwingebrügge hoch bei km einskommanochwas frisch gemacht wurde? 
Der Auasee-Hunderter ist erfrischend altmodisch und eine beruhigende Konstante – es müssen keine Walker nicht her, und auch keine Halbmara-Treter nicht, läbbische 750-Meter-Kinder-Rennen und anderer Schniggschnagg sind nicht nötig – um sechs Uhr starten alle:  die Hundertlinge und die Fuffziger, mehr is nich und ist ooch nich nötig – selbst die unverständliche Sprache is imma noch so goomisch, aber amüsant, die letzten linguistischen Relikte der Steinzeit, besonders ist hier eine Frau Clausie hervorzuheben, die die säxxische Sprach-Fahne hochhält und ihre Gloggen dabei bimmeln lässt. 
Halt halt halt, etwas Neues:  neuer Orga-Scheffe - Loddar hat an Andrä, den Dieb der Zeitungen, übergeben, hilft noch mit aus (und kontrolliert vermutlich, ob der Jungspund das auch alles richtig macht und im Griff hat – hat er, der Kleene).

Freitag Abend – im Zelt


Im großen weißen Zelt im Stadion ist die ganze Orga – und noch wichtiger: das Futter – Nudeln sind prima, diese Ausrede würde nicht hinhauen.

Die wichtigen Leute kommen am Essenstisch vorbei und machen doofe, äh sehr kluge und staatsmännische Sprüche – zuerst Andrä, hat sich schon auf das Kampfgewicht für den Spatzadlon runtergehungert – Gerhard Albert albert rum.

Der harte Mann Hartmann Stampfer aus Südtirol und der Leibzischer Jung Dirk Schwonberg guggen doch ziemlich kritisch, aber keineswegs aggressiv, Glügg jehabt.

links:   Altkanzler Helmut Kohl und nie-Kanzler Karl-Wolfgang Baumgarten haben ihre 5 Teller Nudeln schon runtergeputzt.
rechts:   Alt-Scheffe Loddar Feicke und Video-Män Uwe Männicke passen am Eingang scharf uff, dass da nicht jede dahergelaufene oder sich verlaufene Pfeifffe reinkommt.

Samstag – die Stregge

Zum fünften Mal hier in Leibzisch den Hunderter, das macht 50 Runden, der Weg ist bekannt – holyschitt, fuffzig Runden, ganz schön habbig und pabbig, aber der Mühe wert.  Eine absolut abwechslungsreiche Runde, jeder hat seinen Lieblingsteil und seinen mag-ich-gar-nicht-Teil – schau mer mal jetzt zusammen an.

Aber 10 Runden sind auch für den psüchisch labilen (und welcher Ultra ist zwischen km 60 und km 80 nicht a bisserl schon mal ein wenig psüchisch labil?) Treter verdammich schwierig – da sitzen die färtischen Fuffziger schön auf ihren Reschissör-Stühlen am Rande der Sandbahn im Stadion, ausgestreggt, lümmeln sich quasi extra hin, in einer Hand ne Flasche Bier, in der anderen ne Mieze, zweimal höxtens dreimal wird applaudiert, zu den Beklobbten hin, die da immer rein wetzen, um nen Baum herum und wieder raus – es duftet nach Bratwürsten und Grillfleisch – wenn die Sonne scheint, wird auf Deggen im Gras rumgelümmelt – diese Szenerie ist zum Brüllen und Miezenmelken, äh Mäusemelken, wenn man nach der 7. Runde reinkommt und noch 30 fürchterlich lange und eklige und schmerzhafte und ich-hab-keinen-Bogg-mehr Kilosmetros vor sich weiß. 

Im Foto hat sich jemand dazu literarisch poetisch künstlerisch auf Asphalt geäußert – mitten auf der Straße bei km 0,5 bzw. km 9,5 – man trampelt also 20 Mal drüber – am Anfang ist man noch entrüstet und entsetzt (“diese Leibzischer, was für eine Sprache, igitt! Banausen!”) – jedoch mit steigender Anzahl der Runden kommt man ins Grübeln (“was will er damit ausdrüggen? oder sie? ist das dialektisch durchdacht oder ein pornographischer Lustgewinn”?) – spätestens so ab Nummer 13-15 des Drüberlatschens (also beim Beginn der 7. oder 8. Runde), sagt man sich:  “Recht hat er! verdammt Recht! so ein frigging Mist hier!” – bei Nummer 17-19 brüllt man:  “Ne Spraydose her – ich muß das hier größer schreiben und 5 Ausrufezeichen dazu!” – beim 20. Mal (dann nur noch 500 Meter to go) sieht man diese Sache ganz gelassen, total gelassen:  “Naja, diese Leibzischer, sind halt doch Banausen, pubertär, haben ihre Sprache, Emotionen und Taten nicht richtig im Griff, war zu erwarten bei diesen Mutanten, wir nicht-Leibzischer stehen da drüber!”.

Trotzdem, nicht ganz Ohne sind diese 10 Runden – immerhin haben 34 Treter von 137 Startern (schlabbe 25%) vorzeitig aufgehört – verletzt? unlustig? indisponiert? Zeitlimit? muß-heim-zum-Sandmännchen-anguggen? weiß-der-Geier?

links:   Auf dem 2. km (zurügg auf dem 9. km) rüttelt einen diese Schwingebrügge saftig heftig kräftig durch, logo 20mal drüber.
rechts:   Im Wald ist dieser Teil der längste geradeaus, bei Schneggi nicht so beliebt – km 3 und km 8 – hat aber auch seinen Scharm.

links:   Ausm Wald raus, auf die Brügge zu, die zweite Brügge und flugs drüber – km 4 und km 7.
rechts:   Nach der dritten Brügge um den Auasee einmal herum – fast genau 2 kms ohne Gegenverkehr – linker Hand auf dem 5. km sind wilde Immobilien und verschlossene Restaurants, äh könnte man investieren und renovieren.

links:   Gegenüber dem Auasee-Schmalspur-Eisenbahn-Bahnhof steht links dieses Monster – 40 Runden dran vorbeigerattert, aber noch nie wahrgenommen, sagenhaft – das hamm die bestimmt seit dem August 2009 neu da hingestellt, oder nicht?
rechts:   Neben dem Bahnhof höxt kreative Kunst – wir sind immer noch auf dem 5. km.

links:   Hinter diesem Kunstwerk geht`s rechts rein, gleich ne Verpflegung.
rechts:   Im vorderen Partyzelt Cola und Wasser, einzeln oder vorgemischt, spitzenmäßig – im hinteren Zelt sitzen zwei Aufpasser genau am km 5-Schild, die die Startnummern der vorbeischleichenden Treter notieren (damit hier nicht beschissen wird).

Auf dem 6. km – jawohl, alle Spaziergänger aus dem Weg (zur Not werden die auch mal von manchen Ungeduldigen im Feld angerempelt), heute ist kaum jemand unterwegs, letztes Jahr bei Bullenhitze und praller Sonne war einiges los – aber dieses Eisenbahn-Schild ist neu, todsicher, garantiert.

Jetzt kommt Lahmsogges Lieblingsteil – zuerst toller Bligg über den Auasee und dann die wunderbare Allee um den restlichen See herum, zurügg zur dritten Brügge – immer noch km 6 – hier ist es immer schön ruhig, sobald das Fuffziger-Gesindel weg is, kein Gegenverkehr, ab den Stunden 7 bis 9 wird`s dann allerdings sehr einsam, nix für ängstliche Naturen.

Die Eisenbahn, die Schienen werden zweimal überquert – das Haus am See ist ein Cafe-Restaurant, nix los heute.




Der zweite Teil der Allee, die zur dritten Brügge führt, auf der das km 6-Schildchen steht.

Von der dritten Brügge runter macht Spaß – hier kann man`s a bisserl rollen lassen – bis zum Tunnel, dahinter wieder bergig hügelig, tausende Höhenmeter – km 7 und km 4.

Ein Glanzlicht, der große VP nach dem km 3-Schild her und vor dem km 7-Anzeiger zurügg.

Der letzte (und natürlich der erste) Kilometro, nachhause, rechts und links schrebernde Gärten, ne Kläranlage und viele Heggen, mehr gibt die Erinnerung nicht her - ach ne große grüne Wiese jibbs ooch noch.

Sommerfest der Schrebergärten oder des Cämpingplatztes, hugivesaschitt? – jetzt nur noch Augen für das Eingangsportal zum Stadion, ufff – zehnmal uff uff uff uff uff uff uff uff uff uff uff.

Das erstrebte Paradies, die Zeltstadt, die ganze Äktschen, alles auf 50 mal 50 Meter – davor noch Matsch auf der Bahn, aber ooch jegal.

Samstag – das Gerenne


links:   Start um 6 Uhr, zuvor noch das läggere Frühstügg im Vereinsheim – so ab 5:30 im Startgebiet rumlungern, klug daherlabern – Roman Knoblauch (er riecht aber besser als wie er heißt, muhahahaha), der Konferenzier, der Moderator, der Quassler, der Meute-Unterhalter is ooch schon da – der Knabe kann aber selber laufen – investigativer Schurnalismus entdeggt, dass er ne webbige Seite hat und da findet man ne 2:58 für Mara in 2008 (war die Stregge am Gardasee richtig vermessen?), mit Video – ne 9:17 hier beim Leibzischer Hunderter in 2005, alla bonnör – und noch viel eher unnützen Triathlon-Kram, das macht er wohl gerne – also er kann mitschwätza, der Herr Diplomsportwissenschaftler (Dispowi) – nen Fänclub hat er ooch noch, nen weiblichen, das schlitzige Ohr.
rechts:   Diese beiden können auch mitschwätza, sehr sogar – Britta Schulz Giesen hat hier in 2007 und 2008 den Hunderter jewonnen und Frank Giesen ist auch ein ganz wuseliger Flizzer, macht lieber Fuffziger, heute Zweiter hier, ganz lange geführt.

Zwei Ausländer - einer aus Italien, der Hartmann - und einer aus Bayern, Bernd Kalinowski der Bayer, der immer sein Tischtuch oder seine Bettzudegge mitbringt.

Schon mittendrin im Gerenne - in der zweiten Stunde wird Lahmsogge schon überrundet, keine große Kunst, gell – vorne weg Jörg Giebel mit Heimvorteil, dahinter der Inder Vinodkumar Shrivas 2, den wir noch von Leibzisch 2009 und von Fröttstädt 2010 her kennen – dicht dahinter (wie immer unscharf, aber hey, die Burschen halten ja nicht still, diese Pfeifffen) Stefan Hinze und Rainer Koch – Robert Wimmer auch mit mächtigen Schritten uinterwegs.

links:   Diese Hetzerei vorne guggt sich ganz entspannt der Vorjahressieger, der Japaner Hirofumi Oka an.
rechts:   Ganz entspannt auf der dritten Brügge ist auch Wolfgang Schladitz, der wie jedes Jahr dort sagenhafte 12 bis 13 Stunden steht, für jeden ein Wort oder zwei hat und jeden in den Hintern tritt, äh gehörig anfeuert, mit der Ratsche Radau macht, Passanten informiert und wenn nötig anpfeiffft, digges großes Extralob.

Bernd der Bayer und Wolfgang haben keine Eile, alles mit der Ruhe.

links:   Die Berliner Bettina Motte Keelan (verdeggt) und Andreas Braun gehören eher zur Lahmsoggen Nation, haben hier aber um 8:18 Uhr schon 2 kms Vorsprung – genau die Stelle, wo das km 1/km 9 Schild steht – zefix.
rechts:   Roman und sein Adlatus informaticus Peter sind nach zwee Stunden schon müde und müssen sich erst mal hinsetzen.

links:   Kai Horschig, noch ein Schneller – hat man sich nicht auch in Kienbaum gesehen?
rechts:   Vorsicht, die Frauenspitze – Antje Krause in voller Fahrt, den Jungs hinter sich (126 Peter Flock und 116 Richard Ullrich) nimmt sie bis zum Schluß noch 28 und 54 Minuten ab, sauba!

links:   Die Pozzblizzer Fraktion – die Schnelle Laus und Sascha Pascha, beide als Fuffziger, länger schaffen sie`s ja nicht mehr – praktisch, dann kann Schnelle Laus ja nachher die Fotos fotofieren und Hasihumpel kann flizzen, was die Sohlen hergeben – in weiser Voraussicht spendiert Sascha Pascha Kuchen, für Lahmsogges schnelle Intensivstation-Sofortreanimation.
rechts:   Keine Aufpasserin, sondern Fotosmacherin.

links:   Schnell aus dem Weg – der Sieger der Fuffzig kommt ins ziel gestürmt – Ronald Speer.
rechts:   Der Digge Jan, der privat in der Gegend is, kommt zum Zuguggen – vielleicht kann er ja noch wat lernen, der Kleene.

links:   Die Mara-Marke is korrekt platziert – juhu, Mara unter Vier – moment mal, is ja erst die 4. Runde für Lahmsogge, holyschitt kruzidürken, das wird lange heute, echt verkalkuliert, ehrlisch!
rechts:   Annette Bethge, die wir vom ThüringenUltra (siehe Angeberschört) her kennen, ist heute viel zu schnell unterwegs – nach 4 Stunden ganze 6 kms Vorsprung (“Du läufst ja heute so gemütlich!”, meint sie) – das kann nich gutgehen, tut`s auch nich, ein Hunderter fängt erst bei km 70 an – und logo dann in den letzten 30 kms der Einbruch, Schneggi kommt bis auf 5 Minuten zum Schluß ran – noch ne Runde, dann wäre sie fällig, die Mieze Annette – trotzdem, erst zweeter Hunderter und beide schenial extravital bestanden, sauba! Grantulationen!

Rainer Koch, Hirofumi Oka, Marika Heinlein und der Altkanzler auf der 3. Brügge – sehen doch glänzend aus die Vier, immerhin diese Schlabbohren schon 4 Stunden unterwegs.

Wolfgang Strosny aus Bautzen, Papa vom Flizzer Ränä – und Dirk Vinzelberg als Gast, der etliche Kilosmetros hin- und herwetzt.

links:   Homo statisticus Andreas Knop betrinkt sich gerade am Ende einer Runde – oder trinkt sich Mut an für die näxte.
rechts:   Dirk am VP2:  “Wieder keine Erdbeeren!”.

links:   Bernd der Bayer steht am VP2 und meint:  “Du wirst mich heute nicht mehr versägen, ich höre jetzt auf!” – “Nee nee nee, Du hörst hier jetzt nich auf – Du bist die eine Hälfte der DUZ (Deutsche Ultra-Zukunft), so einfach geht das hier nicht! - Ich will Dich jagen, Du hast jetzt janz jenau 3,3 Kilosmetros Vorsprung, Dich mach ich färtisch!”.
rechts:   Wie zu erwarten hört Bernd der Bayer nicht auf die ältere Jugend – hier später fotofiert von MM am Streggenrand bei seinem achten oder zehnten Bier und er haggt Unverständliches auf die DUV-Seite.

links:   Loddar geht etliche kms auf und ab, hilft hier und dort aus.
rechts:   Am VP entdeggt Schneggi diese Jagge vom Schwizz Albino.

MM übernimmt ab jetzt die fotofierende Kamera – die Haupttribüne, für Reinfliegende rechter Hand – Elke Musial hat noch zwee Runden vor sich.

Ekki Steuck 98 und Mike Buettner 152 scheinen wohl schon lustigere Stunden erlebt zu haben.

Sascha Saga aus Berlin und Claudia Stader vom Tiem Campana (aus der italienischen Campana, hä?).

Detlev Abel denkt sich, dass er bei soviel läggerer Verpflegung in seiner Riesenkiste doch nicht stundenlang im Kreis rumrennen muß – das kann er einfacher hier auf der Wiese haben.

Roman unterhält die ganze Affenbande ohne jegliche Mühe, hat Talent, findet seine Gespielin in Gabi Claus.

Aufgepasst jetzt, der Sieger kommt - Hirofumi kommt mit geballten Fäusten ins Ziel gelaufen – 7:19 h, holyschitt – wedelt dann wie letztes Jahr mit seinem Taschentuch.

Dasselbe Tuch wie letztes Jahr – Schneggi hatte seinen Freund Yoshi in Japan (er läuft ooch Maras und Hunderter) um Übersetzung gebeten – das hatte er letztes Jahr dann als Übersetzung geschiggt – übrigens, Schneggi hat Yoshi zum Mara-Treten und zum 100 km-Schlabben geführt und verführt, echt wahr, ehrlisch.

Roman will wissen, was Hirofumi jetzt habe wolle – Hirofumi:  “Äh, fünf Teller Spätzle – nee, Sushi und Sake! Viel viel!”.

links:   Loddar gratuliert auch – nimmt ihm das Versprechen ab, näxtes Jahr seinen Titel zu verteidigen.
rechts:   Hirofumi muß erst mal Luft holen und den Sieg psüchisch saggen lassen - grandiose Leistung, Bomben-Strategie - so wie Lahmsogge das aus der Schneggen-Perspektive perplex beobachten konnte:  erst mal die da vorne rennen lassen, selber sein Tempo halten und dann wenn der Hunderter anfängt (nämlich wie schon zuvor gesagt, also bei km 70) zuschlagen und dann nicht mehr abkaggen, äh loggerlassen, schenial, hätte Hasihumpel genauso auch gemacht, wenn er könnte, schluchz - schönes Foto von MM rechts, Extralob.

Detlev besorgt erst mal ne gegrillte Ratte für den Sieger, damit der junge Japaner nicht umfällt, der is ja nur Haut und Knochen.

Siegerehrungen des Fuffziger-Gesindels – Ronald Speer, Frank Giesen, Matthias Lappe – Manuela Röder, Simone Stöppler, Gabriele Kenkenberg.

Marika Heinlein hat ne ungewöhnliche Routine – nach jeder Runde n paar Schlugge aus der Pulle und dabei Strätschen in der Hogge und Tun und Machen und zum Abschluß ne Runde wie die Kosaken tanzen.

Der Herr Scheffe-Medicus als Zweiter ins Ziel – Sohnemann ist mit Papa einigermaßen zufrieden.

Zwei Wolfgänger – immer mit der Ruhe, is noch weit.

Zwei Bayern im Endspurt, auf den Plätzen drei und vier – Rainer Koch 108 und Christian Jakob 73.

Bodo Matthes 142 aus Berlin kann`s nicht glauben, dass er noch 120 Kilosmetros zu absolvieren hat – Ralf Simon geht auch schon etwas gekrümmt.

Robert Wimmer 6 (Fünfter) rennt im Endspurt die Clausie um – Sören Schramm 83 wird Sexter, aber immer noch sub-Acht.

links:   Mit der 34 Sybille Kreim, im Modus Immer-weiter-immer-weiter-immer-weiter – Roman schwafelt was von Frauen-können-besser-leiden und so`n Quark – na na na, sich immer einschleimen wollen, gelle!
rechts:   Die Nummer 3 is färtisch:  Rainer Leyendecker.

Renate Hofmann läuft mit 71 Lenzen ihren ersten Hunderter – wird zeitweise von nem Kameramann auf Schritt und Tritt, zu Fuß und uffm Fahrrad, verfolgt, hat ein Mikro am Hemdkragen – schafft`s mit 11:52, verdammich, 14 Minütchen vor der Alten Fressraupe.

Ulrike Riemer mit Heidi-Zöpfchen und 11-Stunden-Dauerlächeln kommt auch vor Lahmsogge ins Ziel – und überhaupt 6 Miezen direkt vor Hasihumpel im Ziel, düpiert dezimiert gedemütigt – Detlev und Bernd der Berliner (Bernd Friedrich) finden das auch äußerst diskussionswürdig und vermuten eklatante Konzentrationsmängel und frappante Konditionsbeschwerden, möglicherweise männliche Menopause, aber dafür müssten sie ihn aufschneiden und näher nachschauen (wer wischt dann hinterher auf? nee lieber nicht).

Ein weiterer Vollender, Thomas Herget (88), jetzt samma im 8-Stunden-Bereich – Gerald Röhner (61) hat noch a bisserl zu tun.

Die Marburger setzen zur Landung an – zuerst Jan Otto in 8:17 und keine 20 Sekündchen dahinter die Frauen-Siegerin Antje Kraus mit ner zehnminütigen Verbesserung ihrer Bestzeit, kruzidürken – Roman fragt, ob sie Mitglied in seinem weiblichen Fänclub werden wolle – “Na, darf ich da mal drüber nachdenken?”.

Japaner, Italiener, Bayern, es wimmelt von Ausländern – hier kommt noch ein Schwieezer ins Ziel (Daniel Schwitter mit Fähnchen) – ein Schwabe wird von Roman aufgehalten – der Vier-Sterne-Luftibus fragt Roman, ob er an Fortbildungen als Ultra-Quassler interessiert sei – der FUMQ (Ferband für Ultra-Mara-Quassler) bietet finanzielle Unterstützung für Fortbildungskurse an – Berliner`s schnellster, scharmantester, und schärfster Straßenbahnfahrer, names Eggie Broy, bietet 3 Kurse an:  DäDäÄr-Witze für Anfänger – Säxx-Witze für Fortgeschrittene – Ohr-Abquatschen-und-Bauchfell-zum-Platzen-Bringen für ambitionierte Moderatoren - ganz heiße Kiste und heißer Tübb, für Roman zu empfehlen, kann sogar er noch was lernen.

links:   Herr Doktor sieht a bisserl färtisch aus – Stefan fragt aber trotzdem Lahmsogge, ob er nen Arzt brauche – “Hilfe Hilfe Hilfe!!! der will nur mein Geld und meine Stammzellen!”.
rechts:   Britta nach langer Verletzung subba tapfer, hart am Kämpfen, is aber ne Kämpferin erster Klasse – mindestens 3 Laufrögge gesichtet, vielleicht sogar mehr.

links:   Der Altkanzler mit Tarnkabbe tut sich schwer, nich sein Tag heute.
rechts:   Marika bleibt ihrer Routine treu, sieht aus wie Bier und Cola, ob das gesund ist?

Der Finischer Peter Kaminsky mit 8:32 – Gerhard schaut in das dunkle böse Loch von weiteren 4 Stunden, yäbb yäbb yäbb – die Flizzer wissen gar nicht, was ihnen da an orgastischer Lebensqualität entgeht, jawohl.

links:   Es ist ziemlich schwül und man schwitzt wie die Sau – Detlev Förkel macht färtisch, nassgeschwitzt.
rechts:   Carsten Böhlke am DUV-Zelt als Besucher.

Elke Musial wird Zweite, hatte im Juli schon den ThüringenUltra 2010 gewonnen – leichtfüßig, beschwingt, ganz in schwarz olala – ihren Augen nach zu schließen, könnte die Antwort auf Roman sein:  “Na, Du Schelm!”.

Jetzt geht`s Schlag auf Schlag:  47 Wolfgang Strosny – 101 Ralph Hermsdorf – 24 Gerd Teichert – 20 Krystian Twyrdry – 126 Peter Flock – 7 dritte Frau Antje Müller.

Verschiedene Arten der Ziel-Freude – Grieche Nikolaos Adam 91, der heute hinter keinen Griechen griecht, leicht wie ein Vögelchen – Michael Wiedig 135 holt schon mal Luft und ballt die Fäuste zum Urschrei und Luftboxen – Roland Bednarsch 115 brüllt schon seit dem Eingang zum Stadion die Freude heraus – nur Bernd der Bayer disqualifiziert die Bayern-Flagge als Rotzfahne, Brillentuch und Tischdegge.

Claudia Stader im Ziel – die Hundert-Erstling-Frau immer verfolgt von der Kamera.

links:   Na endlich für Britta, nochmal die Knie schön hoch.
rechts:   Robert Wimmer mit Jeffrey Norris, einem Ami – die meisten Amis sind ja ziemlich blind, aber er hat tatsächlich verminderte Sehkraft.

links:   Inzwischen langweilt sich die Zuschauermeute, kein Spektakulum mehr.
rechts:   Halt, hier kommt ein Spektakel:  Stefan Fecher, ziemlich schmutzig geworden.

links:   Marika, im Ziel, muß nicht mehr in die Hogge gehen.
rechts:   Motte erkundigt sich nach dem Weg.

Wolfgang kann endlich die Latschen ausziehen, die Strümpfe sind erstaunlich sauber, guter Laufstil – Rainer Koch, Frau Strosny und Frau Albert schauen extrem interessiert zu, Spannung hoch drei, was komm da wohl raus?

Da schleichen sie dahin, die Schlurfies und Schlabbies – Andreas, Motte und Dirk – gleich kommt der Endspurt – “Es sind nur noch zwei ganze Runden, Leute!” – sie werden es aber noch schaffen, diese letzten Drei heute, Dirk holt noch sagenhafte 7 Minuten auf die Blauen raus, spitzenmäßig.

links:   Gerhard Albert und Rainer Rottmann entspannt wie beim 3-km-Morgen-Tschogging, Respekt.
rechts:   Tobias Schumann, konzentriert und still und geniessend.

Während Clausie immer noch mit ihren Gloggen bimmelt, isses für andere ein verdammt langer Tag.

Matthias Reisaus mit vorbereiteter Danksagung – 21 Andrea Baschin und 36 Sabine Churavy Hand–in-Hand-im-Ziel und zusammen das ganze Rennen.

Stefan Hölter 65 und Andreas Freise 102 bekamen nach jeder Runde ein Smiley auf die Startnummer.

Die Sonne kommt auch noch für 15 Minuten raus – Ralph Hermsdorf geniesst`s.

Tag danach und Beute


links:   Zum Abschluß gehört noch das Frühstügg im Vereinsheim.
rechts:   Die urige Kunde mit Rundenzeiten und vielen Zahlen.



Ja, wieder ein Leibzisch am Gürtel – eine einfache, aber harte Nummer – wir wollen es nicht anders und wollen es nicht missen oder gar verpassen.

Mal guggen, ob es noch ein Hemd gibt - die Kombinationswertung Thüringen+Leibzisch 2010 wird auch noch interessant werden.

Grüzi
Schneggi


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Kommentare ...

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Kai am 02.09.2010 um 15:34 Uhr
Ja wir haben und in Kienbaum auch gesehen

Gruss Kai
Ulrike am 26.08.2010 um 22:05 Uhr
Danke für den unterhaltsamen Bericht, auch wenn mir nicht ganz klar ist, seit wann Heidi Zöpfe hat ;-))) Meine sind einfach noch zu kurz für einen Zopf. Mit dem Dauerlächeln kann ich leben, war einfach ein wundervoller Lauf für mich, die ich eigentlich nicht damit rechnete, noch jemals unter die 13 Std zu kommen.
Herzliche Grüße aus dem Saarland!
Heinz Helmuth am 21.08.2010 um 21:53 Uhr
Hallo Hans,
Mal wieder ein sehr schöner in Lahmsogges Sprache gehaltener Report.
Vielen Dank dass Du mich so toll in Szene gestetzt hast.
Besonders Stolz bin ich auf Deine Fotomontage in der Du mich mit den Spitzenläufern
Rainer Koch, Hirofumi Oka sowie Marika Heinlein in einem Satz dokumetiert hast,
Dafür gilt Dir mein bester Dank.
Bis zum nächsten Run maby Bernau die 24h am 11.09.10?
By
Dein Altkanzler
oder Helmuth der Germane von der Elbe.
Bettina am 19.08.2010 um 14:04 Uhr
ja, Leipzig macht immer wieder Spass
Gruß
Andreas und Bettina

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