Magdeburg – 6. Magdeburg-Marathon, 18. Oktober 2009 –„Die endlosen Weiten des Magde Maras“

Montag, 19. Oktober 2009


Da die Knaggfrösche aus Magdeburg immer ihren Mara jahrelang auf dasselbe Datum wie die Braunschweiger Eumel legten, kam es nie zum Schneggschen lahmsoggigen Schlurfen auf der Magdeburg Stregge – aber dieses Jahr, sehr günstige Konstellation der Sterne, der Pinguinwanderungen und der Mara-Termine und daher keine Konflikte oder gar Gewissensbeissereien.

Des Rätsels Lösungen:  (1) Hundertwasser-Bude – (2) Magdeburger Dom – (3) des Bürgermeisters Otto von Guerickes Kugeln, aus denen er anno sechszehnhundertdingsbums per reverser Pumpe die Luft rauszog und mit nem Schwung dran vergeblich ziehender Pferde bewies, dass solch ein Vakuum den rohen Kräften stand hält – (4) die Elbe durch Magdeburg – also Lösung:  der Magde Mara, ganz genau!

Akutes Problema Uno:  Die ganze Woche irre, quasi saumäßig kalt mit Wind, äh Sturm und Regen, also total beknaggt – Linderung angesagt erhofft flehentlich.  Problema Dos:  äh, nun, fällt Schneggi keins ein – vielleicht später noch.


Trotzdem ist es heute morgen immer noch verdammich kalt, vor allem der Wind ist ziemlich windig – aber Bernd, der Tiger vom Baltischen Gerenne, wird doch beim hurtigen Vorbeieilen wiedererkannt – da ruft ein exquisit gekleideter, offensichtlich prima situierter mit ruhiger vornehmer Stimme:  “Hallo!” – holyschitt, der Günter Porsche, seit Jahren, äh nicht übertreiben, also seit Monaten nicht mehr gesichtet oder gar abgelichtet – nach 9-monatiger Verletzungspause wieder zurügg im Affenzirkus, und gleich mit nem Dobbeldegger, holyschitt, gestern in der Stadt mit den eisernen Hütten – beim dritten Foto wäre es zu einfach zu behaupten, Günther hätte Klein-MMchen aus dem Bild geschubst, nee ganz ehrlisch, der Fotograf hat einfach die ganze Szene und den Apparatus fotograficus nicht richtig in den Griff bekommen, kalte eiskalte quasi erfrorene Finger – übrigens hat die Kleene den ersten Magde Mara in 2004 gewonnen, abgesahnt alle versägt nix anbrennen lassen.

links:   Das ist doch Ränä – klar, steht ja auch druff, auf der geschwellten Brust.
rechts:   Das wird das Ziel sein – schon mal vorab fotofiert – ab erst geht`s an den Start.

Ganz schön was los, ziemliches Gewusel und Gewiesel – die Straßenbahn hat keinen erwischt.

links:   Der laute Sprecher faselt was von neuem Teilnehmerrekord, mehr als 5.000 Nasen – aber fast alles kürzere Distanzen und nicht die langen Firlefanzen – die Langen sind Halbmara und Mara, letzterer mit 509 Vollendern.
rechts:   Alles so gedrängt und gedrängelt, dass HaJo Meyer sich beim Wechseln von Jagge auf gelbes Hemd beinahe selbst erdrosselt erhängt vierteilt und federt.

Old Män Peter der Kleine in himmelblauer Jagge und grauem Kopfbewuchs (vorne und unten und oben und hinten) krallt sich Porsche und die beiden werden heute unzertrennlich.

Hier jibbs einiges an Elbe – die Alte Elbe, die Junge Elbe und weiß der Geier was noch alles.

Noch ne Elbe – mit dazugehöriger Brügge.

links:  Gedränge, aber zumeist genug Platz.
rechts:   Ein Kaiser in Gold oder wenigstens vergoldet, der Knabe war der Magdeburger Reiter.

Das Hundertwasser-Haus aus verschiedenen Perspekt-Tiefen – direkt gegenüber die Alte Post.

Bernd Seitz erkannt, hintergewieselt, gestellt, fotofiert, angequatscht:  “Wie geht`s?” – “Ah, der Marathonheld! [ist seine Brille noch stark genug, hein? oder wen meint er?] - geht gut, besser als sonst!”.
links:   Nochmals über ne Elbe – dieses Mal mit Sicht auf den Dom – Slogan der Macher hier:  “Zwischen Dom und Blauem Kreuz”.
rechts:   Old Siggie aus der Hüfte fotomäßig angeschossen.

links:   Das Blaue Kreuz, ein Wasserstraßenkreuz – oben der Mittellandkanal Kanal und unten die Elbe.
rechts:   Tatsächlich geht`s rauf zum Kanal – einmal oben am Kanal entlang über die Elbe drüber, unter dem Kanal hindurch, auf der anderen Seite zurügg – die Sonne kommt raus, irre heiß, blauer Himmel zu sehen.


Hardie aus Spandau entdeggt, hinterher, nicht so einfach zu kriegen – an den Rampen runter und rauf hat er leichte Probleme – erster Mara seit zwei Jahren, nach Knie-OPs (rechts und linkes Knie wurden aus- und umgetauscht – oder so ähnlich) – die Rampen am Kanal, zweimal rauf und zweimal runter plus ein “Weinberg” bei km 20 sind die Berge des Magdeburger Maras.








Heiner erwischt am Kanal – reiner Träningslauf für ihn, per Venezia nella prossima settimana.

links:   Das Ziel von hinten – also wieder einer jeschafft – die letzten zwei Kilosmetros waren aber wirklich die allerlängsten des Tages, absolut und relativ, leider ohne TschiPieÄss rumgeturnt, somit rein vom Gefühl und der Zeit-pro-km-auf-der-Polar her.
rechts:   Joe Keibel vom Mara-vier-Dich – bei km 18 oder so total versägt, dann paggt ihn der Rabbel komplett und er rettet seinen zabbeligen Hintern noch mit 17 Sekündchen ins Ziel – er wollte nicht von nem Siebzigjährigen versägt werden – wen er wohl damit meint?

Affenzahn sitzt genau vor der Eingangs-, Ziel-, Freiluft- und Überhaupt-Halle – hat die diggste und längste in der Hand, Wurst natürlich (an beiden Enden schon das Überstehende längst abgenagt).



Hinter dem blauen Vorhang, dort wo die naggten Männer und ein paar naggige Frauen rumlatschen, rumhoggen und zum und vom Duschen gehen, noch drei Berliner entdeggt:  Peter Schmidtchen Schleicher – Old Siggie mit Sombrero – Simone, die ärmste aber schönste im Bezirk Spandau.








Die Beute der Meute:


links:   Die Medaille kriegt der verschwitzte Hals.
rechts:   Diese Sofort-Urkunde kriegen die dreggigen Pfoten.

links:   Die ramponierte eschoffierte Startnummer.
rechts:   Die richtige urige Kunde von der webbigen Seite losgelassen.


Ein Hemd zur Erinnerung, ein richtiges Hemd mit richtiger Funktion.











Hat sich gelohnt, hat Spaß gemacht – Tränerin auch voll krass fett zufrieden, mit Zeit und Split (sagenhafte 50.1% zu 49.9%, boaaaaaaaa schenial supragenital) - wat willste mehr?  Ziemlich wenig Stadtlauf, gut so, nicht mehr als 10 kms, dat meiste auf nem Radweg entlang der Elbe plus die paar Kilosmetros am Kanal - Kopfsteinpflaster jibbs für die Hardcore-Fäns auch ein paar Mal, sicher nicht mehr als 500 Meter in der krummen Summe, ansonsten zumeist asphaltiert und ein paar Meterchen auf Naturboden plus Gras - aber der Weg zum und vom Blauen Kreuz ist ganz schön einsam und endlos, die endlosen Weiten des Magde Maras.

Grüzi
Schneggi


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