Marienwerder – 6. Fielmann Naturmarathon, 13. März 2010 – „Regen, Schnee, Eis, Matsch, kalter Wind – gottseidank kein Sonnenbrand!“

Dienstag, 16. März 2010


Die Hoffnung auf nen warmen, sonnigen, troggnen, rundum-1a-Bedingungen-Mara blieben Hoffnungen.  Von den sechs Elementen Regen, Schnee, Eis, Matsch, kalter Wind und Sonne gab`s im Überschuß den Regen (den Tag und die Nacht davor), den kalten Wind und den Matsch – Schnee und Eis lag auch rum, aber nicht so wild wie in Rotzgau – Sonne auch, allerdings nur für 4einhalb Minutos.  Ein Treter beim Lauf im Pulk hinten, mit roter Nummer (also eine oder zwei oder drei Runden – anstelle der wahren Läufer mit schwarzer Nummer für 4 Runden), mault gleich nach 1 km zu seinen Laufgenossen, hört 10 Minutos nicht auf damit:  “Das hätten die im Internet schreiben sollen, nix als Matsch hier, und uneben is es och noch, echter Mist, da mach ich mir meine Füße kabudd – ich mache eine Runde nur und den Rest laufe ich irgendwo auf der Straße!” – was für ein Spinner – ab km 6 jibbs ja Asphalt, bei km 8 versägt ihn Lahmsogge, als er gerade geht, vermutlich weil der Matsch und der “Natur-Mara” ihm die Füße kabudd gemacht haben *brüllwieherunternpanzerschmeiß”.


Also wie schon oben geschrieben (aber von den meisten Lesern schon längst wieder vergessen) hat der Mara vier Runden und jede Runde 10,5 Kilosmetros – ein großes Rund – die ersten 6 kms in etwa ungefähr solala im Wald auf besagten total matschigen quatschigen Naturwegen, die restlichen 4 kms auf asphaltierten manikürten Radweg und Straße, so in etwa – klaro? - bei 4 Uhr die Station 2 - bei 11 Uhr Start und Ziel und Station 1 - Richtung Norden noch ein kleiner hin-und-zurügg-Blinddarm, damit die Kilosmetros stimmen - aus der webbigen Seite des Marienwerder-Maras geliehen.  "Werder" ist eine Insel oder Erhebung in einem Fluss oder Feuchtgebiet.

Prä-Rennen


links:   Da stehen se schon, die Flizzer aus dem fürstlichen Walde, Spezis vom letzten Baltischen Gehopse – Günter Janiszewski und Matthias Muhs – es scheint frisch und kalt zu sein – klar, mitten im Durchzug des kalten Sturmes, Orkans, Hurricäns.
rechts:   Dieses Fahrzeug steht aufm Parkplatz – guter Namen – die Schürie hat getagt und die folgenden Platzierungen für die Vereinsnamen der Mara-Treter gegeben:  auf den 1. Platz kommt “Raketenwürmer”, sehr schön – 2. Platz für “Die auf Krawall gebürsteten Krokodile”, ausgezeichnet – den 3. Platz teilen sich “Wurzelrocker” und “Die stolpernden Schildkröten”, exquisit - wunderbare Auswahl, ein Leseschmaus, alles Sieger.


Diese Autos halten den ganzen Verkehr auf – Jörg Häuptling, der heute den Ansager Konfäranzer gibt, mit neuer gelber Sonnenbrille und modisch abgestimmter, aber unpassender oranschener Windbluse, auf seinem Beifahrersitz der Wilde Bayer Bernd – mit dem zweiten Auto Sascha der Flizzer Pozzblizzer, der dem Fotofierer gerade eine verpassen will (hä, alles dokumentiert, wird beim Verklagen in die Beweisunterlagen mit reingenommen, hähä, das wird teuer), auf dem Beifahrersitz Hoppelchen mit Heidi-Frisur (ist das eine Angeberstoffmütze, na na na? ja ja ja! Kiel-Mara steht da druff – erwischt auf frischer Tat, in flagranti, schäm Dich avanti).



Daniela Dilling erzittert sich – MM (die mit der roten Nase) verkriecht sich in der aufblasbaren Michelin-Männchen-Jagge – Detlev Abel zieht einen großen Leiterwagen hinter sich her.

“Huch, wat willste Du denn hier?” – “Lach mal Eggie, aber herzlich!” – Eggie der Broy – träniert ab heute für den Bernauer Lauf, den im September, muhahahahahahaha.

Jan Prochaska, der Duffie – er meint, er werde immer digger, immer älter und immer langsamer – Mann, der Tübb hat nur Probleme.

Wer ist denn dieser Knaggfrosch? – es ist Bernd Kalinowski, der Wilde Bayer – in Bayern sei jetzt Fastenzeit und die Assoziation zu brauner Kutte und Mönchen undsoweiter sei doch sowas von offensichtlich – klaro, wasimmerdusagst – ganz schön flott später im Kostüm, gemeint ist beim Laufen.

Einlaufzeit – links die allerletzten 200 Meter von einer Brügge über nen Kanal ins Ziel herunter – rechts die letzten 1000 Meter (vor den allerletzten 200 Metern) von der Brügge weg auf ner Gegenlaufstegge mit Wendepunkt, zur Kirche hin und zurügg – der Tübb mit 491 bricht schon zusammen, muhahahahahaha.

Der brave ruhige heitere Kanal – am rechten Ufer saust man zur Brügge hoch, also vorletzter Kilometro – die Brügge nur nach Anstieg von wahnsinnigen Höhenmetern zu erreichen.

links:   Kurz vor dem Gipfel, also vor Erreichen der Brügge sieht man diesen Baum – alle kms in strahlendem Gelb ausgehängt, sogar für Nichtrechner mit perfekten Angaben für 1. und 3. Runde bzw. wie hier für 2. und 4. Runde, einfach perfekter Sörvice für uns Pänner.
rechts:   Rotkäbbchen fragt sich, ob nach rechts oder nach links – aber einmal diese Brügge gemeistert, dann weiß man wie kompliziert unkompliziert das ist.

links:   Doch ne große Masse – alle starten gleichzeitig, Einrunder, Zweirunder, Dreirunder und Mara-Treter – insgesamt 437 im Ziel, davon 74 nach Mara.
rechts:   Schon kalt für so zarte Jungs wie Wilder Bernd und Sascha Pascha.

Rennen


Dieser Abschnitt, irgendwo zwischen km 2 und 4, mit Schnee und Eis, also moderat rutschig, es geht so – Läufer 1118 mit roter Mütze ist Gregor (mehr kommt noch am Schluß was).

Hier wird`s schon lustiger – durch Matsch und Tümpel wird man hindurchgescheucht, Krokodile beobachten uns mit grimmigen Augen und gefletschten Zähnen.

Die ersten 6 kms also echt anstrengend, ehrlisch – die zweiten 4 kms dann Erholung wie hier auf Teerdegge – übrigens Orginalteilstügg des Baltischen Dingens.

links:   Zwei einsame wagemutige Klatscher an der Weggabelung, es scheint kalt zu sein, richtig, weil hier pfeift der eisige Wind voll durch – im März (alos heute) hier nach links, im Juli an dieser Stelle nach rechts.
rechts:   Die junge Old Siggie hier noch kurz vor Ende von Runde 2 auf der Gegenlaufbahn, schlabbe 300 Meter Vorsprung – wird anselber Stelle gnadenlos in Runde 3 versägt, keine Schanse das Mädel.

Noch zwei anschauliche Beweisfotos für die absolut subba Laufbedingungen, Bestzeiten vorprogrammiert – äbba ei Natur-Mara, wat willste macha?

Kurz vor Ende der Natur-Stregge mit dem schwarz-braunen Zeux auf dem Boden steht dieser arme Knabe, dieser Samariter und kratzt für Schneggi auf dem Boden seines Topfes den letzten Rotz, äh Schleim raus – ansonsten Tee und Wasser, zum Beißen Apfelschnitze, Bananenbaumstämme und das Beste heute, die geschmierten Schmalzbrote, letztere schlecht für die Bestzeit, weil die am besten beim Gehen zu essen sind – wieviele gefuttert? hmm, Erinnerung daran komplett verloren oder verdrängt, müssten mindestens 4 gewesen sein – zwei Stationen pro Runde, erste bei km 0.030 und diese bei ca. km 5kommairgendwas.

links:   Ein alter Kumpel:  Dieter Wolf – nach 3 Jahren Abstinenz und Karenz von den Lauftoten auferstanden – zweiter Mara im zweiten Leben.
rechts:   Matthias, heute zu schnell - wagt es sogar, Lahmsogge zu überrunden.

Post-Rennen


Gregor – mal vor, mal hinter Schneggi auf der Piste – in der vierten Runde zieht er leicht los, 100 bis 200 m Vorsprung – den kann er nicht halten, fällt gnadenlos unter der Erfahrung des Altmeisters, äh Altläufers – bei km 38 versägt, hängt er sich dran – der kalte Wind, natürlich Gegenwind, wurde schon erwähnt – Gregor ist sich nicht zu schade, 3 kms hinter dem breiten Rüggen und dem noch breiteren Hinterteil des Altläufers im perfekten Windschatten zu versteggen – auf der Gegenlaufbahn, also km 41irgendwas, wo kein Wind mehr is, haut er ab, 7 Sekunden Vorsprung im Ziel – unter der Dusche eigentlich ne Standpauke nötig, aber der Junge ist erst 20 und sein erster Mara – alles verziehen – läuft erst seit nem halben Jahr, will im Herbst den großen Berlin Mara probieren – “brav Junge, Du bist die Zukunft, das näxte Mal werde ich Dich volllabern, alles Dir sagen, was Du nich brauchst oder hören möchtest, kruzidürken!”.


Peter ruft von weitem:  “Was hast Du denn für ne Medaille um den Hals?” – “Die habe ich in der Dusche gefunden, muß jemand verloren vergessen weggeschmissen haben!” – trinkt der Knabe das exakt genau identische gleiche Bier, das letzte Woche in Husum Teil der Beute war.

Für die Abschiedsfotos der Sportstätte kommt die Sonne noch für drei Minuten raus – bevor es zu regnen beginnt, logo.

Die Beute liebe Leute



Die sofortige fertige urige Kunde und die Medaille für diese Kanallie.




Sogar ein Tee-Hemd jibbs für Ankommer – das Bild in der Mitte muß man doch mal genauer anschauen, wow wow wow.

Wieder ein prima Lauf – so richtig nach dem Geschmagg für Natur-Mara-Läufer – die, die nur auf Asphalt laufen können wollen müssen, sollen wegbleiben (oder vorher lesen lernen).  Marienwerder:  klein klein aber fein fein – ganz fein!

Übrigens, der Titel des Berichtes zum 2006-Marienwerder-Mara lautete (siehe weiter unten):  "Meine Güte, Mitte März, und immer noch Schnee und Eis und kalt ohne Ende ..." - muhahahahaha, hat sich nix geändert seitdem.

Grüzi
Schneggi


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Kommentare ...

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Bertram am 17.03.2010 um 09:28 Uhr
Marathon? --- Fielmann !!!

Nunja,
Bertram

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