Ortrand – 1. Lausitzer Marathon, 30. August 2009 – “Durch die wilde lausige Lausizz”

Dienstag, 1. September 2009



Beim Suchen nach neuen Abenteuern kommt der neue Lausitz Mara gerade richtig – die Lausizz ist wild und lausig.



Ausgeliehen von der original webbigen Seite www.lausitz-marathon.de – was suggeriert wird, trifft auch zu:  ein Landschaftsmara (oben), manchmal auch auf Nebenstraßen und durch ein paar Dörfer, zumeist aber durch das wilde Lausizzia – Start mit dem Bus in Schipkau (ein Kaff mit 7.000 Nasen) nach Ortrand (noch kaffiger mit 2.000 Leutchen) – zurügglaufen von Ortrand nach Schipkau (unten), simpel einfach s`passt schon und zwar prima – genauso wie die webbige Seite, einfach und simpel, kein Schnaggschnigg, s`passt schon und prima, jut jemacht.

Wie in den neuen News angedeutet, sind wir im Ober-Spreewald-Lausitz-Kreis - OSL, wer häds denkt? kruzidürken.



links:   Die große Bühne mit dem Logo in Schipkau – an dem Ävent-Wochenende jibbs (wie die Figuren auf dem Banner darstellen):  Radfahren, Laufen, Wandern, Skaten, und Walken – Laufen von 400 Meters über 2 kms und 10 kms bis hin zu halbem und janzem Mara, 32 km auch noch, kruzidürken – erinnert einen an den Spreewald Mara im April in Burg, schlabbe 50 kms von Schipkau wech, wo das genauso abläuft – Kunststügg, dieselbe Orga, gleiches Prinzip Schema Idee.
rechts:   Das Ziel in Schipkau.

Morgens um 7 Uhr am Marktplatz in Schipkau – absolut nix los – das Orgazelt ist auch mehr als leer, fazzeleer.

Eigentlich reicht ein Bus, sind aber gleich drei da – die Zweiunddreißiger und die Mara-Treter starten gemeinsam um Neune in Ortrand – in der ersten Reihe lümmelt sich die Promi-Eminenz:  Old Siggie mittendrin.

links:   Der Bus ist schon vor Acht in Ortrand – was da jetzt machen? – die Halle, sie heißt Pulsnitzhalle, ist zugenagelt verrammelt einfach zu – von einem Cafe oder sonst wat kann man nur träumen – also sich an die Hallenwand in die Sonne stellen und die eine Stundeplus vertrödeln.
rechts:   Matthias Muhs, Leidensgenosse und Freudeteiler beim neulichen Baltischen Gerenne – der schinnige Splintus ist noch nicht totalemente verheilt, aber er probiert`s, gestern bei nem Zehner lief`s schon janz jut.

Manche tummeln sich auf`m Kinderspielplatz, andere spielen noch a bisserl Indianer, einer läuft noch ein paar Intervalle auf der benachbarten 400-Meters-Sandbahn – oder sich immer entlang der Wand platzieren – dooferweise auch keine Toilette offen oder so was ähnliches, die Halle wiegesagt nicht zugänglich (Achim der Boss, nach dem Mara drauf angesprochen, meint, dass am Vorabend bei ner Feier Betrunkene die Toiletten versaut und verstopft hätten) – das könnte näxte Jahr definitiv besser werden, inklusive vielleicht ne fahrbare Minibar, sowas wie in den Zügen der Deutschen Bahn, mit Kaffee, Tee, Kuchen, nen Schnabbs etc.

Aber so im Warmen an der Mauer isses auch nicht so schlimm – MM und MaMu maulen nicht, sie können sich benehmen.

Inzwischen haben wir auch gemeinsam den Strumpfbogen aufgeblasen – da mussten wir janz schön pusten – Herr Johannes Johanniter, Spitzname JoJo, schafft`s auch noch rechtzeitig einzutreffen.

links:   Dräääsden liegt quasi um die runde Egge und so darf ein echter Saxe nicht fehlen – Ekkie Streuck – übrigens die Lausitz gehört zu Brandenburg (wobei nicht alle Brandenburger hier wohnen möchten).
rechts:   Ein Lautsprecher interviewt Hagen Brumlich – Hagen läuft immer noch im Orginal-2004-Isarlauf-Finischer-Dräss (scheint ihm zu gefallen) – Hagen letzte Woche noch erfolgreich an der Müritz (als einziger hat er alle Zehne volle), heute nur hier, weil er den Mara beim Sender KW gwonnen habe – Lahmsogge:  “Was ist denn  der Sender KW?” – Hagen:  “Kennste nicht? Sender im König seinem Wursthaus!” – übrigens der Himmel ist blau, die Sonne im vollen Einsatz, 21 Grad angesagt (es werden wohl mehr werden).


Die Görls kichern noch (wie damals in der Grundschule - "Görls just wanna have fun ... tralalalala ..."), das verlernen die nie – MaMu mit der subbaschnellen Brille ist bereit ready parat konzentratus maximus – los geht`s, das sind zwar nicht alle auf dem Foto, aber fast alle – 56 Beender beim Mara.











Die ersten 2 kms durch Ortrand – der Bahnhof aus Kaisers Zeiten (nicht Wilhelms, sondern Augustus`) – “Die Lausizz hat Zukunft”, joh, und noch sehr viel Vergangenheit, noch viel zu tun – alles muß nicht weg, ganz im Gegenteil, vieles einfach nur renovieren restaurieren modernisieren, so wie hier diesen liebevollen Wegweiser (ein Felsbroggen).









Kurz stehenbleiben und ein Foto fotofieren und schon kommt der geölte Blizz daher und versägt gnadenlos – alsbald erinnert alles total an die besten Momente der Etabbenlaufereien durch MäggPomm, Brandenburg und ähnliches bei den Baltischen und Deutschen und Spree Rennereien.

Jeder km mit Schild zum beim-Dösen-Drufflatschen und per Sprüherei auf dem Boden oder sonstwo gekennzeichnet  - im Vergleich mit dem Garmin Fürläufer haut das alles prima hin, bis irgendwann (war es km 16?) plötzlich 200 Meters fehlen, die sich dann auf 400-500 Meters bis ins Ziel hochschrauben – nochmals Nachmessen vielleicht?

Am Ortsrand von Ortrand angekommen macht sich total das Gefühl, die Mongolen sagen wohl “Feeling” zu, eines Etabbenlaufes breit.

Ouuuubbbs – plötzlich in die Wildnis, verwunschene Schleichpfade, durchs Gebüsch und ins Diggicht und dazu noch nen Berg hoch – Abenteuerteil des Lausizz Maras.

Den Wahnsinnsberg erklommen – erste Verpflegung – Verpflegung insgesamt gut und Frequenz prima, für nen Pänner wie Lahmsogge könnte es öfters Cola geben (und nicht nur bei km 15 und 41 – bei 41 braucht man keene Cola meer) – noch, ein übrigens:  obwohl Saxen so nahe, schwätzä die Leutchen in der Lausizz keineswegs irgendwie säxisch, sehr angenehm.

Herrliche Obstgärten und einladende Verweilsstationen, beschauliche Dörfer – nee nee nee, keine Zeit, die Konkurrenz drüggt entzüggt und sitzt im Naggen und will einen paggen.

Auf kleinen Nebenstraßen – entlang stiller Parks und Kanäler.

links:   Das Schild vom Spreewald Mara mitgebracht – kein Problem, geht voll in Ordnung.
rechts:   Schloß im Zauberwald.

Dann wieder über die Felder – zu dem Treter in grün jibbs was zu erzählen, hinten steht Triathlon Weimar druff.

Im November 2002 sausen Onkel Hotte und sein Zauberlehrling Lahmsogge beim Humfeld Mara wie die Raketen dem Ziel entgegen, es sollt noch ne sub430 werden (das waren noch Zeiten, fünf Stunden besser als heute, muhahahahaha) – bei km 41 schleicht einer die Straße entlang – Onkel Hotte meint:  “Den grüßen wir mal schön beim Vorbeisegeln und sagen ein paar Worte, manche mögen es nicht, so versägt zu werden, werden aggressiv, sind gereizt, halten dagegen, bretttttern einen nieder!” – okay, damals so gemacht, prima funktioniert.

Nun unser heutiger Triathlet wird von Fressraupe irgendwo in den Zehnern versägt und wird nicht mehr gesehen – jedoch fängt der Athletenkörper so ab km 30 kräftig an dünn zu pfeifen (“Ich wusste, dass der sechste der sieben Hämburscher gestern Abend bei MäcDoof schlecht war!”) - und nach jedem Wiederanlaufen wieder der dünne Pfiff, irgendwann nach dem dritten Mal kapiert es das schneggsche Gehirn und denkt:  “Wenn das mit dem Laufen immer zu diesem Walddüngungen führt, dann mal mit zügigem Gehen probieren, einverstanden? zur Abstimmung freigegeben!” – joh  funktioniert, die restlichen 6 kms dann eben wie Willem die Riesenmütze (wo ist der eigentlich abgeblieben? schon ewisch nicht mehr gesehen) – das bringt aber den Weimarer wieder auf den Plan und schwubb-di-Pubbs versägt er den marschierenden Höhlen-Auspinsler bei, na wo war`s?, ungefähr 40,5 km, etwa da irgendwo – Hasehumpel nimmt`s gelassen, müssten noch zwei Miezen hinter ihm sein (stimmte).

Bei der km 41-Station doch tatsächlich noch Cola im Angebot – “Hmmm, ist das gut? noch mehr dünne Pfeiferei? egal, den letzten km den Darm zusammenkneifen und im Endschlußsprintspurt! falls nötig dann im Ziel hinter der Bühne ablassen, muhahahahahaha!” – und da flizzt er, der Schlurfschlabbie – der Triathlet taucht davor auf – schnelle Computerberechnung:   eigene Geschwindigkeit abzüglich Gegnergeschwindigkeit multipliziert mit Erdkrümmung geteilt durch Windgeschwindigkeit, also 200 Meter vor dem Ziel kommt der Versägepunkt – justus in diesem Momentus kommt die Erinnerung an die Onkel Hotte-Theorie – okay, mal ausprobieren, ohne was zu sagen, vorbeizusausen.

200 Meter vor dem Ziel, in der letzten Kurve rangetigert, beim Versägen Gasgeben und vorbei, boooooooah – hmmm, passiert ja gar nix, Onkel Hotte hat gefaselt – nee, hat er nicht, 20 Meter vor dem Ziel kommt der Tiger aus Weimar daher, mit Schritten, so große hat er die vorherigen 5 Stunden nicht gemacht, bei minus zehn Meter totales brutales fundamentales Versägen und wusch drin isser, muß ihn total gereizt haben – wow wow wow, sehr eindruggsvoll wie er das Hottesche Dogma Nummer 57 bewiesen hat, dieser Emm-Sechziger (keine Kunst, ist ja auch zwanzig Jahre jünger, der Jungspund), großes Kino, jut jemacht Kleener (wie ein Berliner oder ein Pfannkuchen sagen würde) – die Sache muß weiter experimentell verfolgt und beobachtet werden, sehr interessant.

Viel Wald und etwas Kühle auf der ersten Hälfte – viel Asphalt, aber nicht nur – später hauptsächlich Schotter und brüllende Sonne – trotzdem, sehr angenehm und abwechslungsreich – nicht für alle – einer meinte, die Schotterwege im Wald und zwischen den Feldern seien öde und langweilig gewesen, naja die Geschmägger sind verschieden, guter und schlechter Geschmagg *duggnixwiewech*.


Ein Gebiet des Bergbaus im Tagebau – ziemlich wellig und kurvig, also so ein flacher wie der benachbarte Spreewald Mara rein auf Asphalt oder ganz festen Wegen isser nich, der Lausizz Mara, anspruchsvoller könnte man sagen.

Die 41 – ja, wunderbar.






Gerade daddelt und zabbelt Lahmsogge ins Ziel, da steht MM schon wieder auf dem Podest – gerade noch Zeit, die Kamera herauszufummeln und zu schießen – ist die Altersklasse-Dingsbums.



links:   Matthias wird Altersklassenletzter, äh Dritter und kriegt auch was, prima.
rechts:   Frisch von der Ziellinie gekratzt und gleich verhaftet wird Old Siggie auf die Bühne getragen und geschubst, äh galant geführt natürlich.

links:   Die Nudel hat sich vor km 4 verlaufen und erklärt gerade wie die Pfeile dran schuld waren – einer muß schuld sein, warum nicht die Pfeile?
rechts:   Der Macher, der Boss:  Achim.

Die Beute




Ne Jagge für MM für den Sieg – Leggeres zum Futtern (für Fressraupe?) – nen Pokal, damit die Pflanze aufm Schrank nicht so einsam ist.

















“Nee, die Schärpe lege ich nicht nochmal um – und schon gar nicht für`n verdammich Foto, nee nee nee!” – tja, dann anders Model suchen – einmal Stän, den Jugendfreund, einmal Hasehumpel – steht druff:  “Sieger Lausitz Marathon 2009”.


Ne Urkunde und ne Startnummer – man ist für alles dankbar.





links:   Sogar Schneggenmann kriegt ne Medaille, die olle Kanalratte äh Kanallie.
rechts:   Und die richtige Beute:  bei km 39 liegt das auf dem Boden – juhuhuhu – “Aber nicht alles gleich auf einmal ausgeben, gelle!”.

Ein gelungener Einstand – die Toiletten am Start, mehr Cola für die Luschen, Kilosmetros nachmessen – Kinderkram, mehr jibbs nicht zu Mäggern.  Schöner Lauf, hat großen Spaß gemacht – wer guggen kann, kann viel sehen – empfehlenswert.

Grüzi
Schneggi


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Kommentare ...

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Heidi am 03.09.2009 um 13:23 Uhr
Stän, der Jugendfreund, sollte dringend was zu essen bekommen. Jetzt ist ja dafür auch wieder Geld im Haus.

Liebe Glückwünsche an den Sausewind MM.

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