Potsdam – 7. Pro Potsdam Schlössermarathon, 6. Juni 2010 – “Wahnsinnshitze für hitzige Wahnsinnige und Schlägerei bei km 31”
Wahnsinnshitze für erhitzte Gemüter

Felix sagt es klar und deutlich (im Foto vor dem Gelatsche) in seiner unendlichen Weisheit nach dem Gewürge: „Jetzt war ich zum dritten Mal in Pozzblizz zum Mara-Machen – und jedes Mal war es dermaßen wahnsinnig heiß, zum wahnsinnig werden – das war das letzte Mal“. In der Tat eine irre Hitze und ein Geschwitze – der thermische Meter in der Fußgängerzone zeigt`s an, aber um 18 Uhr fotofiert, also 3 Stunden nach Zielschluß – ehrlisch, es war heiß genug.

Hier is viel Gedränge Geschubse Getue, hier muß es sein.

Da drin is das Schriftliche, das Gepinkle und Größeres, die Duschen für die Luschen undsoweiter – vor der Tür tanzen die gehenden Nordlichter.

links: Axel probiert, das kleine Ding zum Arbeiten zu bringen.
rechts: Meint dieser Tübbus beim dran-Vorbeigehen: „Hhey, Schneggi beim teuren Pozzblizz-Mara?“ – „Äh, kennen wir uns, Knaggfrosch? wer biste, was machste, geboren wann und wozu? spuggs aus!“ – „Ich bin der Knop Andreas und ich der Homo statisticus, der Deine oberlahmen Zeiten immer bei den Duffies in die Tasten hämmert!“ – „Angenehm, brav, das Vaterland ist stolz auf Dich! haste Sigrid gesehen? scharfe Flizzerbrille!“ – „Die hoggt da in dem Busch, die kennt da keine Gnade!“.


Old Siggie im modischen Indianer-Look, gestern in Chemnitz am Rudern, äh Laufen – auch schnelle junge Miezen haben heute besser ne Mütze auf der Birne zum Schutze des Hirne.

Da geht`s ins Stadion und da isses voll – Gewusel Gefusel.

Wolfgang der weite Kämpfer wuselt auch rum – heute fürchtet er das Versägen: „Niente paura, keine Bange rosarote Wange, bei der Hitze macht Hasihumpel nix, gar nix!“.

Die Startegge für alle Zwegge und scharfe Hosen zum Liebkosen.

Diese Hemden auch noch nie gesehen – heute bekommen die kühle-Vereinsnamen-Lorbeeren die folgenden Bären: „Powerraupen Berlin“ – „Altmärker Dunderklumpen“ (wat dat denn? hört sich aber gut an) – „Laufhasi“ (das ist süss!) – „Cinquecento“ (was will er uns damit sagen? heißt "500").

Die historische Tribüne auf Start- und Zielhöhe – Schneggi soll beim Zieleinlauf irgendeine Aktion der Fäns bekommen, aber die Pfeiffen, Pänner und Schlabbohren kriegen`s dann doch nicht gebaggen, fehlende Koordination Intuition Flexion, einfach unfähig, Sauhaufen, kruzidürken.

links: Zuerst 3mehr Kilosmetros auf der geraden, heute extraheißen Zeppelinstraße - und das beim Start um Neune, Beginn der zweiten Runde, die gleiche, aber weiche Runde dann eben um, na sagen wir mal zwischen 11 und 12 Uhr – zwischen den Gleisen laufen und schon heftig schnaufen, schon nach 1 km Ende mit lustig, aber noch nicht frustig – man beachte den künstlerischen Unterschied der Gullideggel im Land der Kultur (Firenze, Roma) und im Land der Preußen.
rechts: Höxte Kultur hier am Haus der Hausbesetzer – Schild neben dem Eingang: „An die Polizei – Wir haben eine Klingel – Türeintreten ist nicht notwendig“.


Am Ende des Zeppelinfluges erste Verpflegung, bei der Hitze für die letzten Luschen schon nix mehr zu haben, gut hinbekommen – Dixxie mit Telefonanschluß – am Brandenburger Tor vorbei, Himmel ist blau, jeder keucht wie ne alte Sau.

Die Brandenburger Fußgängerzone (da hängt der oben gezeigte thermische Meter) hinuntergeschlichen, keinen Zentimeter von der blauen Linie abgewichen – am Holländer-Viertel vorbeigerattert, die Olländer guggen janz verdattert.

Augen auf den Strich fixiert, damit man in der Hitze die Orientierung nicht verliert – beinahe diesen am härtesten arbeitenden Mann verpasst (Män ät wörk, oder so ähnlich steht irgendwo druff).

Auf der Humboldt-Brügge loggt das kühle Wasser – jetzt mit nem Kanu hin- und herpaddeln, zwischen den großen Ausflugsbooten und die ängstliche Begleitung zappeln lassen – das neue Theater sieht luftig und kühl aus, bei uns isses brüllend knallig und anti-kühl.

links: Auf der Glienicker Brügge, von Babelsberg aus angeguggt, rennen se schon, die Treter und Schwerenöter.
rechts: Der Babelsberger Teil is voll in der Sonne.

Über den Teltow-Kanal nach Berlin rüber, aber nicht lange, nur 1, max 2 Kilosmetros.

Zurügg ins Glügg, nach Brandenburg über die Glienicker Brügge.

Dieser einzigartige Athlet mit der oranschenen Mütze ist doch Klausiemausie vom Mara-vier-alle – heute nicht am Start, Bedingungen zu hart.

Nach nem Hauch von Klassik in die Schwanenallee, dort liegt auch kein Schnee, da steht die Hitze, ma schwitzt aus jeder Ritze, wenn man hinsteht jibs gleich ne Pfütze.



In der Gegend direkt am See und anderem Gewässer wohnen reiche Leute mit den passenden Häusern.

links: Oberhistorische Stätte – man sagt nur „Pozzblizzer Konferenz“, anno 1945 – und der gebildete Mara-Treter (also jeder) weiß sofort, dieser Ort ist der Cecilienhof.
rechts: Diana die Meisterflizzemaus, die Mieze hat im Mai schon wieder den Rennsteig-Mara gewonnen und will noch mehr mehr mehr und zwar sehr sehr sehr, ins Tränenlager bald in die hohen Berge, aber nicht solche für Zwerge, sondern in der deutschen Trubbe, ne janz schnelle Pubbe – also Diana steht am Hügel bei km 15 rum und guggt sich die Männer an – „Hey, Schneggi, heute so schnell unterwegs!“ – „Nö, überhaupt nicht, das sieht nur so aus, Du einäuige Laus! Letzte Woche nen Hunderter, näxte Woche nen Hunderter, da muß man heute langsam treten!“ – Diana rollt nur mit den schönen brauen Augen – in der zweiten Runde streift sie sich ein Orga-Hemd über und hilft bei km 39 an der letzten Station – dahin schafft es Lahmsogge nach dem Torkeln in der Gluthitze am Neuen Palä vorbei gerade noch, er lässt sich fallen, Maikäfer-Position auf`m Rüggen zu aller Anwesenden Entzüggen – Diana gibt nen Kigg in die Leber (hinterher braucht man den Alleskleber - oder isses die Niere, die kriegen hinterher die Nagetiere - egal) und brüllt: „Hey, Faultier, Endspurt, lieg hier nicht dumm rum, wir wollen aufräumen und abbauen, Du störst!“ – ein anderer Tübb reisst Hasihumpel den Arm beim Hochzerren raus, schiebt ihn auf die Piste, noch`n Tritt zum Abschied in den Hintern – auf jeden Fall (scheißt kein Hund nen Gummiball), also auf jeden Fall kommen in den Stunden nach dem Gelaufe 5 Liter Flüssiges, 3 Liter davon als Milch, in den Hasihumpel-Corpus, um wieder halbwegs funktionieren intrigieren schwadronieren zu können.

Schönstes Poster, äh Betttuch, des Tages – und größte Hütte entlang der Stregge (aber diese Heizkosten!).

Zu Beginn der zweeten Runde (so quatschen die hier) hängt dieses Schlabbohr rum – Eggie, schnellster und schönster und lustigster und bester Berliner Straßenbahnfahrer aller Zeiten – diese langen Haare sind die Frauen ja gar nicht gewöhnt, neuer Angel-Trigg, wa?
Schlägerei bei km 31

Nun, der Versuch der Schilderung eines bis dahin noch nicht erlebten, quasi einmaligen Ereignisses bei Hasihumpel – Schlägerei bei km 31, muhahahahahaha.
Die Tübbe auf dem Fahrrad fährt dem Klaus (danach im Ziel noch fotofiert) beim Übergang von Glienicker Brügge in die Schwanenallee in der zweeten Runde vor die Füße oder in die Füße, nicht genau gesehen – Klaus schiebt den Knallkopp zur Seite – eigentlich ist die Schwanenallee heute gesperrt – Knallkopp rastet aus, krakelt herum, mault, und zwar mehr als lautstark – bringt zum ersten Mal seinen Lieblingsspruch: „Ick bin hier jeboren (den mag er am lautesten), ick mache was ich will , quak quak quak!“ – da Knallbirne quer rumsteht und die Stregge versperrt, hilft Schneggi großzügig und kostenlos und gebührenfrei mit Rat aus: „Verpiss Dich, da geht`s für Dich lang!“ – Hinweis Richtung Trampelpfad entlang dem See, 30 Meter unterhalb des Schwanenallee.
Knallbirne kommt jetzt richtig in Fahrt, flucht und brüllt und wirft immer wieder sein beliebtes Ick-bin-hier-jeboren zur freien Verfügung in die Luft – wir lieben braven Läufer schreien zurügg, so Koseworte wie Pänner, Pfeiffe und weitere aus einem unerschöpflichen Repertoire – irgendwann, so nach 200 Meter in parallel, Mara-Treter auf Asphalt, Knallbirne auf Trampelpfad auf`m Fahrrad, bekommt Knallbirne die Erleuchtung und Eingebung: „Euch müsste man eins auf`s Maul geben!“ – wir, nicht minder klug und weise und total kühl: „Ja komm doch her, komm doch!“
Knallbirne fährt voraus bis auf Höhe der Station bei km 31, lässt Fahrrad stehen und spurtet zu uns rüber – wir zu dritt, Klaus, ein Schwarzer (nicht ein dunkler Nescher, sondern schwarze Klamotten, bei der Hitze, der hat nen Knall!) und Lahmsogge – Er: „Ick-bin-hier-jeboren und die Leier“ – Wir: „Das ist uns sowat von scheißjegal, wo de jeboren bist!“ – dann a bisserl Geschubse, so wie beim Fußball, wenn sich die Gegner nach der Rudelbildung liebkosen wollen – plötzlich ne Faust an Schneggis linker Schläfe, die Brille fliegt drei Meter in ne dräggige Pfütze, Schneggi torkelt aber fällt nicht, schnabbt sich die Brille (sonst ohne nur Maulwurf-Aktionen), putzt sie vom Pfützendrägg sauber (alles in einem Schwung, welch eine Koordination, Multitasking oder so ähnlich), gibt dem Tübb nen Schwinger, dem der aber geschiggt ausweicht, dann sind zuviele Leute da und stellen sich dazwischen.
Jetzt erst mal nen Schlugg an der Verpflegung – da kommt ne Mieze aufm Fahrrad mit nem Orga-Hemd und nem Händie in der Flosse, vielleicht die Stationsscheffin, zu Schneggi: „Soll ich die Polizei rufen?“ – „Nee, lass mal, alles in Ordnung!“ – in dem Moment brüllt Knallbirne wieder sein Ick-bin-hier-jeboren, alle Helfer an den Ständen brüllen unisono im Chor: „Wir sind alle hier geboren!“ – auweia, nix wie weg, hier wird`s verdammt heiß.
Nach nem km oder zwei kommt von hinten ein Polizeimotorrad, also nicht alleine, sondern mit nem Bullen druff, sucht wohl den Niedergeschlagenen: „Hey, mal langsam, erwischt hat er mich, aber nicht niedergeschlagen! nich übertreiben!“ – „Wollen Sie Anzeige erstatten?“ - „Nee, Junge, lass mal!“ – „Soll ich nen Arzt rufen?“ – „Um Gottes Willen! willste mich umbringen?“ – damit Fall abgeschlossen, Beule und Hämatom an der Stirn als Hinweis, dass in Zukunft nicht nur Intervalle, Hügel, lange Streggen, Lauf-ABC undsoweiter nützlich sein könnten, sondern Selbstverteidigung, Boxen - vielleicht wäre schnell-(davon)laufen-Lernen auch ne gute Alternative.

links: Äberhard der Liebling-aller-Bienen (der richtigen Bienen, nicht der Miezen) fährt`n Stügg auf der Hitze-Stregge mit.
rechts: Diese Bande macht noch große Stimmung an der vorletzten Kurve um das Stadion herum.



Im Stadion lungern die Fäns herum – die, die nicht die Aktion zum Schneggi-Empfang zustande bringen – Sascha Pascha, Hoppelchen (heute mit Indianerfrau-Zöpfen), HaJo Palm, Daniela mit Dobbelzopf, und auf der Wiese noch Bernd der Pseudo-Bayer – Bernd fragt: „Haste schon gehört, da gab`s ne Schlägerei nach der Glienicker Brügge?“ – „Wow, Bernd, erzähl mir mal davon, aber alles, im Detail!“.

Dem Gerücht nach waren einige der hier Beteiligten an einem Saufgelage am Vorabend beteiligt – ein prominenter Lehrer mit nem ausdruggsstarken Kinn soll da versucht haben, flaschenweise mit hochkonzentrierten Desinfektionsmitteln die Bakterien im Darm abzutöten.

Um 18 Uhr gehört die Fußgängerzone wieder den Turis – sowohl runterwärts als auch raufwärts – als ob nix geschehen sei.
Statt der traditionellen post-Pozzblizz-Mara größten und besten Pizza am Ort heute wegen der Hitze läggeren Salat mit Falafels – MM: „Ey, Schlägertübbe möchtest nen Eisbeutel an die Birne?“ – „Nee, keinen Eisbeutel, das unterkühlt die zwei Restgehirnzellen, außerdem hat Knallbirne angefangen zu prügeln und nicht ich!“ – „Aber Du hast ihn provoziert!“ – „Das stimmt, diese Megapfeiffe, dieser Ick-bin-hier-jeboren-subba-Pänner! wenn ich dem mal begegne, dieser ......“ – „Und Du hast auch nach ihm geschwungen, aber verpasst!“ – „Ja, nachdem er zugeschlagen hat, dem hätte ich gerne eine verpasst, aber er war besser und schneller!“ – „Das zeigt, dass Du weder Talent noch Stil zum Dich-Prügeln hast!“ – „Nach den Kriterien dann dürfte ich auch nicht Laufen!“ – „Du nimmst mir das Wort aus dem Mund!“ – „Grrrrrrrr, freche Rotbirne! willste hier ein bißchen Sauce auf Dein Hemd, willste Ärger? kannste gerne haben, komm nur, ja komm nur!“ – „Okay, das mit dem Provozieren und der großen Klabbe klabbt ja schon janz jut – jetzt müsste nur noch richtiges Träning dazu – wir wär`s mit Besuchen von Fußballstadien in den Blöggen der Ultras, da kannste doch was lernen! dann darfste Dich wieder bei Maras prügeln“ – „Au ja, janz neue Karriere, wir gründen dann den 100 KO-Club!“.
Die erbeutete Beute

Die neue Medaille solo und als Tiem im Quartett wie nett.

Die urige Kunde und die startende Nummer.
Das diesjährige Hemd mit „Einfach königlich“ – die Jahre zuvor mit „Preussisch logger“ und „sümbadisch sportlich.
Also, heute wieder ein perfektes Abenteuer für kleine Leute und die Meute. Pozzblizz Mara is teuer, hat aber tolles altes Gemäuer.
Grüzi
Hasihumpel Schneggi
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Der hier „Nach den Kriterien dann dürfte ich auch nicht Laufen!“ hat mir heute am besten gefallen muaaahahahahahahahaaaaaa
Kommentar?
Naja gutes Training für den Kabul-Marathon. Da warst du doch bestimmt noch nicht.
Jörg
Bei uns nimmt man wenns ernst wird zuerst die Brille ab ;-)
Enttäuschend finde ich, das du ihn nicht vernünftig abgelichtet hast, so von vorne oder so
nie war nach einem solchen Läufchen der Spruch richtiger als hier:
"gerade nochmal mit nem blauen Auge davongekommen"
von Dir hört man(n) ja Sachen.
Wenn der Kampf über die volle Rundenzahl gegangen wäre, hätzte den Tüpp aber sowas von innejejurkt (aber Du musst ja eh noch an Deiner Beinarbeit feilen muahamuaahh)
Grüsse und gute Regeneration,
Bertram
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