Rodgau – 11. 50 km Ultralauf des RLT Rodgau, 30. Januar 2010 – „Extrem: rutschiges Eis, noch rutschigerer Schnee, eisiger Wind, Schneesturm“
Manchmal oder öfters schreiben irgendwelche Pfeiffen wat von Extremsportlern und so Schmarr`n – völliger Blödsinn, keine Extremsportler sind wir nicht nie gewesen, und sportlich schon gleich gar nicht, wenn schon denn schon a bisserl extrem in der Birne und im Benehmen, so n bisserl ne auffällige Personlichkeit, so das Profil und so, aber sportlich? wir, noch nie gewesen!.
Aber beim Rodgauer Fuffziger sind die Bedingungen dieses Jahr schon extrem: affenarschglattes Eis auf dem ersten km – tiefer rutschiger und immer rutschiger werdender Schnee auf dem dritten und fünften km – katastrophaler eisiger Wind voll in die Fresse auf dem vierten km – am schlimmsten also km 1 und am allerschlimmsten km 5. Glügglicherweise kommt dann gegen 14 Uhr noch ein waschechter Schneesturm, quasi ein Mini-Blizzard dazu. Conny Bullig, die heute den absolut oberharmlosen Schneggi in ihrer letzter Runde überrundend versägt, schreit noch nach hinten: „Ich habe die Schnauze gestrichen voll!“ – recht hat sie.
Anmeldung

Der Parkplatz verheißt nix Gutes nicht – der Platzeinweiser ist extrem optimistisch und weist dem Schneggomobil nen Platz im tiefen Schnee zu – „Komme ich da heute abend wieder raus?“ – „Klar doch, wenn nicht, schieben wir Dich raus!“ – Pfeiffendeggel, in der Tat kein Rauskommen, zwei Lila-Kreuz-Helfer müssen her und schieben die Karre raus, ufff – der Parkplatznachbar scheint auch ein extremer Optimist zu sein, muhahahahaha.


Dusselhofen ist ein Stadtteil von Rotzgau – Namen auf der Liste finden, dann geht`s ruggizuggi, alles absolut tobb organisiert – der Preis haut voll hin, 25 Mäuse, kein Schniggschnagg, den man eh nicht braucht – wer will, kann die bekannten Rodgau-Kabben und ruggigen Sägge per wenig Obulus koofen.

Roland hilft einem blinden Läufer, das ist Toni.

Bernd der Bayer frisch aus dem verschlafenen Sagg in der Halle hat noch nicht bemerkt wie eisig es ist.

Der wilde Markus und die schlafwandelnde Old Siggie, der wilde Vämp.
In der Halle

So wird es auch später auf der Stregge aussehen – Lieferanteneingang für die räudigen Läufer.

links: Ollie in Verkleidung – der alte Mann wird immer schneller – die verhinderte behinderte MM kommentiert seine subba Laufzeit: „Der Ollie macht mir Angst, wo soll das hinführen?“.
rechts: Joe liegt auf der Bühne, gibt seine Haxen zum Publikum hin zum Besten – diese linke Fußsohle sieht etwas seltsam aus, ob da alles in Ordnung ist? – irgendjemand bäbbt dann auch schwarze Streifen druff - eigentlich wäre Amputieren der bessere ärztliche Rat, muhahahahahaha.

Der immer lachende Jürgen der Musketier (hat die Stregge heut wohl noch nicht gesehen) und DiggeBagge Ralfie („Sach mal, biste eigentlich so müd, wie Du aussiehst?“).

Türken-Mike mit kritischem Bligg - und Markus versucht sich, einen Zehen rauszureißen zum Wegschmeißen.

links: Ungewöhnliches Getier in der Halle, Mischung aus Windhund und Dalmatiner.
rechts: „Gerhard, Du hast ja immer weniger Haare auf der Birne!“ – „Antworte ich nur: Wer in jungen Jahren viel bürstet, braucht im Alter keinen Kamm mehr!“.

Noch ein Haarloser, dieser Klausiemausie – er sinniert über drei Dinge: erstens, warum er nicht läuft und die Startnummer abgibt – zweitens, warum so ein Ultra im Januar mehr Leutchen anloggt als so mancher Mara, zumindest in der Anmeldeliste – drittens, ob er seine neue Zählordnung publizieren soll darf kann muß: Klausiemausie will auch die Läufe zählen, die er laufen wollte, *brüllwieherunterntischschmeiß!*.

links: Bambam und Ränä lauschen gespannt den arabischen Märchen von Türken-Mike, der gerade Tausend und eine Nacht in Dubai verbrachte.
rechts: Lothar, je oller desto doller, jetzt in Renndirektorenrente des Leibzischer Hunderters.

Ein Exhibitionist zeigt seine Startnummer 1.
Zur Aktion

links: Die Wanderung zum Wäldchen auf rutschigem Geläuf.
rechts: Der Schneider aus Ulm bei seinem 100. Ultra – einer der vielen Schimpfer später, über das Wetter natürlich.

links: Thomas soll in demselbem Hemd geschlafen haben, in dem er 5 Tage von Berlin an die Badewanne lief, sagt der Bayer.
rechts: Diese zwei Yänkies sind treue Kunden, schon zum vierten Mal dabei – aus dem heiligen Luis in Miss-Uri – er hat extra träniert, um seine Bestzeit heute zu verbessern, tscha, „bäd lagg!“, kann man da nur flüstern.

links: Der Unterstand, rabbelvoll, weil es da nicht so sakrisch zieht wie im Freien – naggte Waden sind einigermaßen beliebt, aber sicher nicht total angenehm.
rechts: Der alte Feller, der Franz, guggt ziemlich mürrisch.

links: Gabi beobachtet und kommentiert später alles ganz genau per lauter Stimme und heißem Mikro – 20 Meter vor der Ziellinie, mit Bligg auf die letzten 300 Meter davor, entgeht ihr keiner im vermutlich geheizten Wohnmobil – sie droht: „Schneggi, ich beobachte Dich genau!“ – in der Tat, macht sie, nur die ersten Runden, im Pulk versteggt, kann man ihr entkommen, später ist man vor keinem noch so schrägen Kommentar beim Vorbeilatschen mehr sicher - einmal kriegt sie von jemandem Ungezogenen, einem subbalahmen Läufer, nen Stinkefinger gezeigt, die Zuschauer klatschen vor Begeisterung.
rechts: Die Meute vor dem Losgelassenwerden – über 1130 Eingeschriebene in der Liste, aber nur, weil man in Rotzgau sich einschreiben kann, ohne gleich zu blechen, Bezahlung bei Abholung der Startnummern, schade um die vielen nicht abgeholten eingetüteten Startnummern, die viele Arbeit – circa 240 Kunden sind nach soundsovielen Runden ausgestiegen, 410 Treter im Ziel nach 10 Runden.

links: Das Schört sagt alles, durchgehalten hat die Mieze aber ooch nicht.
rechts: Raffa kämpft wagger über den Agger.

Fotomännchen an vielen Eggen, zu unterschiedlichen Zweggen.

links: Überholen für die Schnellen heute schwieriger denn je: sich im tieferen Schnee am Rand des Weges durchwursteln oder grantig Platz verlangen? mancher Bogen der Elle wird eingesetzt – für den ersten Mann und die erste Frau jagen zwei Bergradfahrer einen zur Seite, nicht ohne vorher fast auszurutschen natürlich – hier circa bei km 4, vor dem Hügel – ist ein Knabe mit ganz kurzen Hosen eine Attraktion oder Perversion? er versucht gerade links an dem Luschenlahmensauhaufen vorbeizukommen.
rechts: Auf der Schlitterbahn, kurz vor der Verpflegung bei ca. km 0.7.
Danach

Angelika und Ääberhard kurz nach Hasehumpel im Ziel – vorher Angelika mit 66 Maras und 33 Ultras, heute einer mehr, hart erkämpft, kruzidürken.

Dagmar Pöbelwitz und Olaf mit den schmalen Füßen sind schon am Saufen, äh Feiern.


Schnell unter das Dach, es schneit und stürmt noch immer, eigentlich ist einem nur saukalt, die Finger abgestorben – schnell ein Bier und ab weg tschüß danke.

Bis kurz nach 630 kommen noch die letzten rein – Startnummer abgeben, um Kosten zu sparen.

Old Siggie als Schneefräulein im Ziel.


Man zittert sich hinüber zum Parkplatz oder zur Halle, immerhin 800 Meter weit weg.
Lahmsogge kommt ins Ziel gestürzt, jawohl gestürzt, wenigstens noch in der Sollzeit bleiben - Gabi hetzt ihren Peter hinterher ins Ziel, der erschiesst noch zwei Fotos (also kopulierendes Recht bei Peter Gründling www.laufticker.de) - da hört die Schose nicht auf - dann auch noch Clown des Monats, äh Foto des Monats bei den Duffies, Du guggen hier: www.ultra-marathon.org/de/gemeinschaft/foto-des-monats.html - do legste nieda - leider ist MMchen akut ins Krankenhaus gekommen, sie hat sich dreiviertels totgelacht, vor allem beim rechten Foto.
Die fette Beute heute für die räudige Meute

Das blaue Tuch als Beute – entweder um die Birne zu schützen wie hier beim Bayer Bernd – oder als kleines Tischtüchlein für die Kommode.
Schön wie die Rotzgauer Buben die janze Schose bildlich dargestellt haben, den obigen Streggenplan von ihrer webbigen Seite kopiert.
Wie immer, der Rodgauer Fuffziger perfetto organisiert und ein Abenteuer, in diesem Jahr ganz besonders, wird in Erinnerung bleiben – vor dem Start meinte ein Offizieller mit Mikro von der Bühne in der Halle: „In den letzten Jahren habt ihr gejammert, dass es zwar kalt sei, es aber keinen Schnee gäbe, dieses Jahr habt ihr`s!“ – klug gesprochen, die Wahrheit und nix als die Wahrheit.
Grüzi
Schneggi
<< zurück zur Übersicht
Früherere Berichte/News:
Kommentare ...
Vergiss niemals beim Verfassen Deines Kommentars, dass auf der anderen Seite des Bildschirms ein Mensch sitzt!
danke für den verschneiten Wetterbericht aus Rutschgau, hat Spaß gemacht, zu lesen, wie es dort wirklich war. Gesehen hab' ich nämlich nix, und erholen muss ich mich jetzt auch, wie MM, erstmal von einem Zwerchfellteilabriss aufgrund des Fotos des Monats...
Viele Grüße vom
Rutschgaupekle
In einem Punkte irrt der sonst so gut informierte Tastenklopper allerdings, denn der Mann mit den buntesten Laufhosen und dem fest montierten Frühwarnsystem (auch bekannt als Pfeife welche der Lendenlahme Kommentator einige Male hören durfte) ist diesmal als Solist unterwegs gewesen. Sein Lauffreund Anton hatte in Dusselhofen einen anderen Begleiter beim Lauf um die Gänsbrieh.
Grüße aus dem Dorf wo annern Leut' die Fieß baden,
Mathias
hat mächtig Spass gemacht deine Reporttasche zu lesen.
Zu gerne hätte ich ja ein weiteres Auge auf Dich geworfen,aber man wohl der Meinung ich könne mit Beiden etwas sinnvolles im Leben tun.
Viele Grüsse aus der Anstalt, Bertram.
Kommentar schreiben