Senftenberg - 4. Hallen Marathon „Nudel Marathonlauf“, 17. Januar 2010 – „Mann, soviele Runden, do wirste jo meschugge“
Nach der wetterbedingten Pleite mit Kevelaer, dieses Mal auf die Nummer Sicher und in die Halle. Mal was Neues für Schneggschlurf, muß auch mal mitgemacht werden. Samstag Abend um 18 Uhr den Mara oder gar den Fuffziger oder beide? – oder Sonntag früh um 8 Uhr den Mara? – oder dobbeldeggrig agieren schwadronieren defilieren? Die Wahl fällt auf den Sonntag Morgen.

links: Um 7 Uhr noch alles duster und dunkel, draußen fällt schon wieder Schnee juhee.
rechts: Der Zeitungsdieb kriecht unter den Gümnastikmatten hervor und murmelt sowat wie: “Das halte ich nicht mehr aus, dieses Säxisches, die machen mich färtisch mit ihrem Gelaber, gestern Abend das reicht mir, ich mach mich doch nicht kabudd mit diesem diabolischen Dialekt, nee nicht mit mir!”.

Walter und Gerhard steigen heute noch mal ins Geschehen ein, kennen keine Gnade auf der Gerade.

links: Wow wow wow, Uraltspezi Affenzahn auch hier – gerade aus der Hängematte geplumpst.
rechts: Noch mehr von diesen Gestatlen zur Hand und bald außer Rand und Band: Old Siggie, noch-Older-HaJo und Young Ränä.

Old Siggie hat heute schon ihre Falten weggebügelt – sie hat zu Weihnachten einen Faltenwegbügeleisen gekriegt, kabellos und mit Akku (praktisch,kann sie mit auf Reisen nehmen), basierend auf rauchender Salzsäure und Dampf.

links: Anne aus Berlin – gar nicht jewusst, dass die Mieze so flizzen kann – zweiter Platz und 100mal Schneggschlurf überholt.
rechts: Sehen diese zwei Halunkgen nicht aus wie ... na wie Halunken? – und solche Wiesaschen schon früh am Morgen vor dem Frühstügg Auge-zu-Auge – denen möchte man auch nicht im Dunkeln begegnen, oder?

links: Hemd von Walter, noch 8 Tage im Knast, da muss er nämlich dämlich zur Zeit schlafen, darf aber zu Maras raus.
rechts: Der lange Andrä von weit her gereist, irgendwo in Bavaria – wurde kürzlich von der Agentur für Arbeitsscheue wie ihn umgepolt auf Luschenjäger, er treibt heute die Luschen vor sich her, prügelt sie ins Ziel, bespuggt und tritt sie.

links: Die Daniela, Titelverteidigerin von 2009, tritt an und wird Dritte – sie erkundigt sich nebenbei nach diesem Bügeleisen, Old Siggie meint aber, sie habe das nicht nötig.
rechts: Start und Ziel und 170 mal drüber sausen – also 169 Runden für die schnellen und lahmen Kunden – Halle reimt sich mit Schnalle, aber das gibt nur wieder Besuch von dem Gleichstellungsbeauftragungs-Komitä.

links: Da stehen se, die Eumel und warten erschossen zu werden – das hellgrüne, ehemals gelbe Hemd mit der 400 druff gehört Ekkie.
rechts: Mirko ist nicht nur subbakühl gekleidet, sondern zieht dat Janze auch genauso durch, nur keine Hektig schön gleichsam die Runden ziehen, und immer ein kleines Wörtchen für die Versäger, bravo.

links: Irgendwann wird es auch heller – früh morgens wird an der Beleuchtung gespart, aber niemand ist in niemanden reingerannt, vor lauter Dunkelheit – Hajo hier beim glorreichen Endspurt.
rechts: Die fast wichtigste Einrichtung – der Rundenzähler – praktischerweise 10 Meter hinter der Matte auf der Ziellinie kann man sich anguggen, hier als Beispiel Startnummer 4 hat 168 Runden von 169 kompletto, Nachteil es steht nicht dran wieviele noch zu laufen sind, für manche sicher ein eklatanter extravaganter exorbitanter Nachteil – ganz früh fiel dat Ding mal für eine Stunde oder so aus – ganz schlecht für die, die mit den Füssen denken oder Geschlechtsorgane-gesteuert sind, was in gewissen Situationen von Vorteil sein kann, hier aber weniger – Lösung für Schneggschlurf: auf der guten alten Polar jede Runde drüggen - Problem: es können nur 99 Runden gespeichert werden - 2. Lösung: nur jede zweite Runden drüggen, mannomann, ein Held der Arbeit, ein wafelndes Schenie.
Es gibt auch jede Mengen Pokale, die stehen aber nur so rum.

Auf der einen Gerade sind Tribünen mit 7dreiviertel Fäns – auf der anderen Geraden ein verpflegender Stand – hier die Auswahl, vollundganz genügend, heutiges Vorzugsmänü: Salzbrezeln mit Gurkenstüggchen und Schwarzbier, hmmmmmmmmm und weiter damit in die Steilwand.


Auch die beiden Knaggfrösche haben es geschafft – Affe meinte, er dachte, er sei in derselben Runde wie Schneggschlurf, aber nein er war eine Runde dahinter, zu deutsch, voll versägt: “tja, das Alter, mein Alter!” – die Quelle für die ganzen Vitamine wird dann auch entdeggt, gleich neben dem Kasten Schwarzbier.

Fast diese Halunken vergessen – Bernd ist irgendwann froh: “Nur noch 3 Runden und endlich Schneggi versägt und niedergemacht!” – na na na, nur 3 Runden Vorsprung und außerdem 70 Jahre jünger, mindestens – man konnte sich Songs wünschen, die per Lautsprecher gedudelt und geduldet werden – die Spinnen-Mörfie-Bande hat sich der bayrische Münchner gewünscht.

links: Teil der Bahn, 250 Metros lang, an zwei Ende mit Schräge, die geile steile Kurve, die Steilwand – verdammich schräg da, man steht krumm in den Latschen – zum Glügg ist es Usus, dass die Lahmen unten schlurfen dürfen und die Flizzer in der Schräge dran vorbei müssen – die ziehen auch so schnell wie möglich nach vollendetem Sägprozess wieder runter, mancher ein wenig zu eifrig, von wegen vor die Füße treten und nen Ellbogen abkriegen, aber alles freundlich scharmant galant.
rechts: Die Halle beim Tschüss-schee-wars am frühen Nachmittag.
Die lustige Beute

Die Startnummer für den Nudel-Marathon, für den es auch gleich niedrige Lausitzer Nudeln und sperrige Gurken von der waldigen Spree gibt.

Sogar Medaille und Urkunde für alle Geniesser und Schiesser, holyschitt.
Ein schönes Abenteuer für uns Ungeheuer. Kein Ersatz für den Elbtunnel-Mara, aber auch gut. Rüggen und Beine machen aua, von der Schräge, von der Tartarenbahn, vom Alter? In der Egge da im Osten vom Osten tut sich was, derselbe Eumel organisiert im Januar diesen Senf-Hallen-Mara, im April das Spreewald-Gehüpfe und im August den Lausitz-Mara, bravo, Extrastreicheleinheiten!
Grüzi
Schneggi
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Gruss
Mike
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