Teichwiesen (# 273) - Denzel Washington Marathon am 28. Dezember 2004 - “Alle gegen Schnäggie”
Fünfter Tag der WeihnachtsSchlappohrenTeichwiesenSerie - mal guggen, was die Schlappsoggen da so treiben - fünfter Tag, könnte schon allgemeiner Wandertag sein - oder wird nur noch im Zelt gequasselt - oder Glühwein (Lothar’s so genannter Früchtetee) gesoffen, nach der Devise:
Wir laufen mal ne gemütliche Runde,
dann saufen wir ne Viertelstunde.
Daraufhin wieder ne sachte Runde,
jetzt kommt die nächste Viertelstunde.
und so weiter, kann sich bei 16 Runden hinziehen und leicht in die Nacht hineinführen (dass da bloß keiner hinter dem Zelt in den Teich trudelt - “ach, endlich mal wieder abwärts”).
Großmeister Capo kündigt das Auftauchen des Schreckgespensts schon tags zuvor auf der Wäbseite an - gleich werden Wetten abgeschlossen, wer gewinnen wird - am ersten Weichnachtsserienoberverrücktenrenntag hat einer den Nordlichtern gezeigt, “wo dr Bartl da Moscht holt” (schwäbisch: ein Schwabe hat den Fischköpfen gezeigt, wie man Marathon läuft) - Fränkieboy und Odro setzen auf Schnäggie-Mann, das sind erstens wahre Durchbligger und fast richtige Freunde (Odro eigentlich ganz - aber dieser Fränkieboy mußte doch neulich seine Sohlen zeigen *schmoll* - *grummel grummel*) - aber dieser Quenchieman, meine Güte, fällt doch immer aus und von der Rolle, zuerst diese unständigen Witze (selten so gelacht) und jetzt setzt der doch glatt auf Joachim Hoier: “Mann, haste das beim Alstermarathon nicht mitgekriegt? Säge-Säge-Säge !!! nachsitzen und Bericht vom Alstermarathon nachlesen!” - “Quänsch Quänsch, was bist Du für ein komischer Mensch Mensch?”.
Auf der Autobahn wird’s gegen Norden immer kälter - *brrr* minus 2 Grad, Schneeregen und Graupelschauer werden angekündigt - ein Überholer mit HE-HE 100 ist aber ein gutes Omen - hinterher, aber Vorsicht, die Helmstädter sind ganz üble Autofahrer. Auf der Innenseite der letzten HerrenToilettenTür an der Autobahnraststätte Allertal, in Augenhöhe, steht (in Großbuchstaben, zwar krakelig, aber orthographisch und grammatikalisch einigermaßen korrekt): “ULTRA SANKT PAULI” - das kann doch peinlicherweise nur wieder dieser F.B., Sohn von V.B. gewesen sein - “schäm Dich”.
Auf dem neuen Parkplatz steht so eine Großkapitalistenkarre aus OL - gleich knappstens dahinter und einklemmen, hähä. Manfred Hopp fallen die Augen aus: “Chic, ganz chic, das möchte ich auch”. Er meint das neue 100-MC-vorne-gelb-hinten-schwarz-Sweatshirt von Schnäggie - auch die versammelte Affenbande, ob der Kälte sich alle in das Zelt vor, drauf und unter den Flammenwerfer sich drängelnd, ist voll des Neides - Liebling Sigrid haut gleich drauf: “Hättet Ihr auch alle haben können, hat ja keiner bestellen wollen, ätsch, bäh *Zunge rausstreck*”.
Lothar hat neue Stiefel gekauft, Springerstiefel, versteckt sie aber dezent unter der Hose, droht aber mit Tritten, falls heute nicht gespurt wird. Jürgen Kuhlmey hat auch eine Tüte Milch mitgebracht, manche sind lernfähig. Sieht aus, als ob heute alle auf Schnäggies Haut aus sind, die denken: “Dieser Pseudoläufer, wagt hier zu gewinnen, den machen wir färtisch, das wir ein Schlachtfest!”
Joachim Hoier saust gleich beim Start los, dranbleiben - dann mäggern aber sofort die Unterschenkel, wegen dem 10 km-DauersprintIntervalltempomachenEndspurt-Lauf zwei Tage zuvor in Wolfsburg beim Vorsilvesterlauf - findet immer am 2. Weihnachtsfeiertag statt, aber die Eumel in Wolfsburg wissen nicht, dass es Weihnachten ist, und nennen ihn deshalb Vorsilvesterlauf - sie könnten ihn auch VorOsternlauf nennen, wissen aber vermutlich nicht, wann Ostern ist, Probleme, nix als Probleme in WOB - also, da mußte Schnäggie sich an die zwei Glimmer Twin Girls Iris und Claudia klemmen, klappte nur die ersten 500 Meter, aber langsamer werden ging auch nicht mehr - nun denn mußten halt die Beine leiden und nach der berühmten Formel 10kmZeitmal4.67istgleichmaximalerlaubteMarathonzeit darf Schnäggie nun 337 demnächst rattern - bis dahin war nur eine 420 erlaubt. Die Glimmer Twin Girls bringt Schnäggie zum Elbtunnel-Getrete mit - Ihr MöchtegernFlizzer vom 100 MC, passt mal auf deren Säge uff: beide blond-blond und so 320 bis 330.
Also Joachim auf und davon, dann heute mal neue tagtische Stratägie (oder stratägische Tagtik?): langsamer anfangen, aber früher einbrechen - Silvia hat diesen Schekkie heute mitgebracht, die werden wieder ewig nerven, sind aber unerwarteterweise total lieb und halten sehr dezent den gebührenden Abstand - übrigens Schekkie läuft mit Sauerkraut oder so was in den Soggen und vermutlich Kartoffelschalen in der Unterhose, ist das erlaubt?
In der 6. Runde überholt schon Joachim - Caramba, bloody Hell - hinterher, in einem Meter Abstand geht es ganz gut, der Junge ist ganz schön langsam eigentlich - aber es ist nur 200 Meter auszuhalten - nach dem Lauf hat jemand gerechterweise die Disqualifikation weger unerlaubter psychologischer Triggs (man sacht nur: “Gänfer Konväntion”) beantragt - der Schurke spielt mit allen Triggs - der hat rechts eine knallrote Sogge an, brennt ein Loch ins rechte Auge - hat der links eine knallgelbe Sogge an, reizt den Gaumen zum Erbrechen - wie gesagt, nicht auszuhalten, ganz ganz üble Nummer, beim Biathlon gibt’s für so was Strafrunden - also Joey Sogge sollte zukünftig, wenn er das nochmal probiert, zwei Extrarunden laufen, mindestens.
Plötzlich ist dieser Fränkieboy auch verspätet da - hat der auch bezahlt oder schnorrt sich wieder durch? - schlendert mit Uli Schulte und Christian und versperrt alle drei Runden den Weg, da heißt alle zweieinhalb Runden.
Inzwischen, Schnäggie auf Platz zwei, Silvia-Schekkie schon Stunden dahinter, schleicht sich der New Yorker Thomas aus Bocholt, der eigentlich von der Grenze zu Polen kommt, ran und ran und ran ... und überholt in der 7. Runde zum Baumstumpfhügel hoch - na mach mal, wie bei Formel 1, rankommen ist einfach, überholen ist schwierig und vornewegfahren ganz schwierig - so ist es auch heute - nach hin und her und her und hin über zwei, drei Runden läßt er abbrechen. In der Schlußrunde ereifert sich noch Torsten Schacht zu: “Dreimal überrundet! schämst Du Dich nicht?” - okay, er hat Recht *schäm schäm schäm”.
Wie nicht anders zu erwarten blockiert Fränkieboy die Ziellinie - Helmut Rosieka brüllt noch von hinten: “Vorsicht! eine Dampfwalze” - aber die drei Quasseleulen bringt nix aus der Ruhe - trotzdem neue Teichwiesenbestzeit und zweitbeste Jahreszeit - auch Jürgen Kuhlmey schiebt es auf die Milch, (der ist Chämiker, der muß es wissen), philosophiert noch, ob tatsächlich oder psychologisch, aber da ist er schon auf dem Weg nach Florida.
Der Wärmestrahler im Zelt wärmt (was soll er auch sonst tun? im Singen ist er nur mäßig erfolgreich) und Lothar kredenzt viele viele Früchtetees. Trainer Michael wird’s zufrieden sein: zwei auf die Sekunde absolut identische Hälften.
Vorneweg läuft dieser Joey Hoier,
er ist das neue Soggen-Ungeheuer.
Joey Sogge gewinnt das hier und heute,
läßt hinter sich die lahme Meute,
die sind des Wahnsinns fette Beute.
Joey Sogge macht das ganz ganz logger,
das haut dann niemand mehr vom Hogger.
Nur wenn Schnäggie mal gewinnt,
denkt gleich jeder: “ach, der spinnt!”
Wer diese Verrückten gar nicht liebt,
bei dem is die Birne schon total versiebt.
Schluß jetzt 2004 mit Maradonn,
das neue Jahr aber wartet schon.
Am Sonntag geht’s gegen Affenzahn,
mal guggen, was der reissen kann.
It will be the big Showdown,
Affenzahn gegen Oberclown.
Wird der noch trainieren, der Lümmel?
auf jeden Fall gibt’s n Riesengetümmel.
Grüzi
Schnäggie
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