Wernigerode - 31. Harzquerung, 24. April 2010 – “Dieser Lauf ist ein Geschenk”

Dienstag, 27. April 2010


“Dieser Lauf, diese Harzquerung, ist wahrlich ein Geschenk”, in Anlehnung an den Spruch von Christian Hottas “Jeder Lauf ist ein Geschenk” – natürlich gilt Onkel Hottes Weisheit generell, allerdings ist die Harzquerung nicht ein “jeder Lauf”.  Dreimal schon dort geschlabbt, 2003, 2005 und 2006 – zuletzt ganz grauslich, boa, Regen, sogar Schnee, kalter Wind, Matsch nach einer Woche Regen, so kann`s auch kommen.  Dieses Mal perfetto Wettero, Sonne, blauer Himmel, troggen, kein Matscho-vermaledetto.


Schon um 7 Uhr fantastico Wetter, zwar ziemlich frisch, so 4 Gräder, aber macht nix – der Mai kündigt sich mit seinen Bäumen an.

In der Rumpelkammer von Wernigerode, hinten den allerletzten Gleisen, da sind wir richtig – “Unter den Zindeln”, heißt die Straße.

Das Org-Dingsbums in der High-Tesch-super-duper-Halle.

Sehr schön, fast alle schon aufgestanden, gekämmt, aufgeräumt, bereit.

links:   Von der Tür muß man fernbleiben, da draußen im Korridor stinkt`s bestialisch, aber jedes Jahr ist das so.
rechts:   Frank und Lothar in rot und gelb.

Ränä fummelt mit dem Finger an der Kameralinse rum – “Flossen wech, Mann!”.

Wenn heute wieder mal nicht richtig markiert ist, ist das Joachims Schuld, logo, einer muß Schuld haben und warum heute nicht er – er weiß es und fügt sich im voraus.


Der Große Diktator, äh Vorsitzende im grellen Geld und mit grauem unrasiertem Bart und grauen ungekämmten undomestizierbaren Haaren reibt sich die Hände und fängt an, eine Rede halten zu wollen:  “Also, was ich schon immer mal sagen wollte ....” – keiner bleibt, alles geht, sogar Dietrich, genannt Trombus (MM korrigiert:  “Eigentlich müssteste Anti-Trombus heißen!” – wegen den Strümpfen, Ihr nicht-Blitz-Schnellmerker) dreht ihm abrupt den Rüggen zu.







Liebevoll handgehäkelte und eingefärbte Striggfäden mit selbstgemalten, eigens zugeschnittenen Zettelchen für die Taschen – diese Taschen aufn Laster – aber den richtigen natürlich, nämlich dämlich den nach Nordhausen.











Am Geländer lungern die Halunken und Schlabbohren in der Sonne herum, verbauen den Zugang zum Laster, sind im Weg – hier zum Beispiel der Dietrich Eberle.

Der Pirat mit der Schläger-Sonnenbrille ist im-Hals-Kratzen-in-Ohren-Guggen-in-Nase-Bohren Dottore Frank.

Ränä mit 2-Meter-Ruggsagg – Alex von U möchte wissen, warum seine Zunge gleich so blutig sein wird, wenn sie abgeschnitten sein wird (unrasierter Knabe, Herumtreiber).

Noch mehr Schlabbohren:  Porsche, MM, Marianne – das Foto muß zweemal fotofiert werden, weil der Pirat hinten beim ersten Mal nicht hoch genug springt, die Lusche.

Bill der Ösie, guggt zielstrebig in Richtung wo-müssen-wir-hin? – ah, da ist der Start.

Die Miezen diskutieren, ob man solche Mützen linksrum oder rechtsrum striggt.

links:   Karl-Ernst Rösner strebt in die erste Reihe – ob es wohl regnen wird?
rechts:   Hardy nach langer Pause wieder im Einsatz – hat seine Simone Schnodderschnauze nicht mitgebracht, alldieweil sie operiert wird, nee nicht die freche Klabbe, sondern die Ferse und drumherum.

Helmut Rübezahlbart mault, dass Lahmsogge aufm Parkplatz hinter seinem Wohnmobil gepinkelt hätte – “Nee Helmut, nicht dahinter, sondern da dran, muhahahahaha!”.

links:   Hagen von weit her, aber sowas lässt er sich nicht entgehen.
rechts:   Old Män, der große Diktator, fragt Kerstin, ob das Hundescheiße oder Schokoladeneis an
Ihren Schuhe sei, so von wegen mit Schuhen ins Wohnmobil rein und so.

Die ersten 3 Kilosmetros natürlich nur hoch und hoch und zwischendurch auch mal aufwärts – MM schiggt Hasehumpel dahin, wo er hingehört, auf den Armeleuteberg.



Wer am Anfang hier hochwieselt, ist entweder saugut oder einfach saublöd.












Natur pur, also auch mal Bäume, die nicht senkrecht stehen, sondern irgendwie waagrecht doof rumliegen – der Knabe mit der Nummer 278 merkt nicht, dass es zwei Stämme hintereinander sind und geht nach dem ersten hoch und hämmert die Birne so heftig dran, dass der Baum beinahe in zwei Teile bricht, autsch kruzidürken.

“Komm in meine Höhle!”, so wird hier mit allen Mitteln getriggst und geloggt.

Staudamm für ein Trinkwasserreservoir – leider vor 5 Minutos gerade gepinkelt, schade Mist.

Karl-Ernst will`s heute wissen – sowohl auf der Piste als auch ob sein säxxy Höschen noch was (auf)reißen kann.

Lange am Stausee entlang – ganz seltener Anbligg heute, mal ne einsame Matschstelle, nullo problemo, drum herum.

Die Berliner Bettina und Andreas im Anmarsch, gebräunt und ausgeruht – laufen dooferweise auf Old Män auf, der schon seit einigen Kilosmetros jemanden zum Ohren-abquasseln sucht und jetzt Opfer findet – 4 Monate Laufpause, die Berliner (Vorsicht! das macht süchtig!), und jetzt erster “langer Lauf” wieder – Old Män:  “Gut, dann seid Ihr ja ausgeruht und tobbfit und nicht so ausgelutscht wie die Oberpfeiffe mit der Kamera hinter uns, der jedes Wochenende sich vom Start ins Ziel schlebbt, jedes Mal noch mieser.”

Wenige Stationen, die sind aber gut – bei kms 11, 20, 31 und 43 – und was zum Trinken noch bei km 39 und 47.

Benutz-Vielmal-Becher, Abspülen sparen wir uns, kostet nur Wasser, Energie und Zeit.



Im Hintergrund die Kalte Bode, das Bächlein – das sieht nach Tapeziertisch aus, eindeutig, trotzdem lägger lägger.












Lieblicher Bach und steile Felsen – die Sonne scheint, es wird wärmer – perfekter Lauftag, perfekte Stregge, perfekte Begleiterin-Antreiberin-Aufpasserin, “tutto perfetto” wie der Mongole sagt.

Fast nie Asphalt – und wenn, dann stört er och nich – Wege weich, aber nicht matschig, troggen aber nicht so furztroggen, dass es staubt.

Für die Kleinen gibt`s viel zu sehen, zum Rumklettern undsoweiter – dann dürfen sie wieder loswieseln, bis zum näxten Spielgerät.

Flach sind quasi nur kleine Brüggen, sondern entweder runter oder rauf, logo.



Streggenweise wie auf nem Tebbich, so weich – dann mal wieder ne Kiesstraße - jeder km anders – Abwechslung total fatal fast illegal.











Tatsächlich richtiger Restschnee, keine Atrabbe, nix aus Babbe oder so wat.

Wow wow wow, auf Moos runtersausen – da werden sogar lahme Soggen weniger lahm.

Noch ein Flüsschen, weiß der Geier wie der heißt – egal, hugivesaschitt?

Hochgehen ist vernünftig und nicht zahm oder lahm.




Bei Kilometro 20 (in etwa, GPS ist leicht anderer Meinung) zweite Verpflegung und Tschüß von den 25-Tretern – ab hier Cola und Schmalzbrote, wat will man mehr?
















Nach Nordhausen links, ein Katzensprung.




Natur pur – leider niemanden erwischt, der ausgeruscht ist, so ein Pech aber auch.











Wechsel von moosigem Zauberwald und herbstlichem Laubwald.

Die erste Hälfte fast nur im Wald – dann auch mal über Hochflächen, voll in der Sonne, aber heute mal kein Gemäggere-so-eine-Hitze, sondern reiner Genuß bis zum Schluß ohne Knieschuß.

Misthaufen oder verdaute Haufen eines vorbeikommenden Riesen.

Miezen überall – und auch eine Annett, bei ihr geht`s drunter und drüber.




Schon wieder im Sturzflug, boa, was die Oberschenkel morgen wohl sagen werden?  die müssen gestreichelt werden!











Ein Stügg Eisenbahngeleise darf nicht fehlen, klaro.

Und schon die Station 3 beim Braunen Hirsch bei km 31.

Gleich danach das schönste Stügg (jeder hat sein eigenes Lieblingstügg und Lieblingsstellung) – nur runter, Einzel-Männchen-breiter-Pfad, viel Holz aufm Weg, fantastico bombastico unico.




Im Tal angekommen, weiterhin leicht abwärts, einfach rollen lassen.











Daumen raus und sie hält an und nimmt mit.

Der Start zum Poppen am Berg, der berühmte Poppenberg.

Zwei drei Kilosmetros rauf – entweder tibbeln oder zaggig gehen, jeder nach Gusto.

Die Aussichten nicht vergessen – mancher muß hier arg kämpfen und schnaufen.

Hardy eingeholt und brutal versägt – die Fürläufer 205 zeigt 4:54:49 h und 36.99 km.





Am Gipfel, soll km 39 sein, eine Labestation wie die Ösies sagen – auf den Turm rennt keiner hoch, faule Bande.

















Dann drei kms bergab – die Miezen sausen reihenweise vorbei, an keine lässt es sich ranpirschen und dranbleiben.





Die Markierung ist subba perfetto unschlagbar – vor der Egge oder Kurve ein Pfeil, in der Egge/Kurve ein Pfeil, und danach auch noch mal.









Seltene Matschlöcher – manchmal muß man halt da durch.

links:   Das hilft auch nicht, den Matsch auszutroggnen.
rechts:   Zusätzlich zu den Pfeilen für die auf-den-Boden-Gugger jibbs diese blauen Flatterbänder für die in-den-Himmel-Gugger.

Am Eingang zur Stadt Neustadt ein flattriges Logo der Harzquerung und dieses süsse Päärchen.




In Neustadt die heiße Fußgängerzone hinunter, an den Hexen vorbei, die sich für die Walburgisnacht vorbereiten – durch das Stadttor hindurch – die vorletzte Verpflegung kommt gleich.









Nochmal ein oder zwei oder drei schmalzige Brote, nen Liter Cola und die letzten 8 Kilosmetros angreifen.

Den letzten Hügel hochtigern – es ist heiß geworden, keine Ausrede (brauchen wir sowieso nie nie nie), sondern erfüllter Wunsch.

Nicht mehr durch nen Wald, das ist jetzt abgehakt, sondern Wiesen und Felder hinunterflizzen.

Letzte Tränke - und dann doch noch nen Hügel, uh oh ah, den glatt vergessen, na so was!




Ein Hintermann brüllt seinen Nachbarn an:  “Sag mir, dass das Nordhausen ist – oder ich erwürge Dich auf der Stelle!” – es ist Nordhausen, nur noch zwei drei kms, zumeist hinunter, dann noch nen staubigen Feldweg entlang -  mit Dietrich Eberle mit der oranschenen Mütze Endspurtduell im Stadion (er rettet seinen Hintern um 7,8 Millimetern ins Ziel).







links:   So sieht das Ziel von hinten aus.
rechts:   So sieht ein völlig verausgabter Dietrich aus.

Rolf prostet mit nem giftgrünen Gesöff zu – Felix der Glüggsselige wundert sich, dass Lahmsogge schon da ist.


Schneggenmann trinkt einen Bottich alleine aus – das Gebägg kann warten, es regnet ja nich.





Strandparty-Atmosphäre, naggte Oberkörper, hängende Bäuche, aufm Gras sich wälzen.












links:   Rainer Schädlich hat seine Klobürste-Zahnbürste-Haarbürste aus Berlin mitgebracht – ach nee, die hat er jewonnen, letzter Platz in der Altersklasse, ach so.
rechts:   Roland Winkler mischt auch mit, verteilt die Urkunden und Preise, kneift die Miezen in den Po.

links:   Hier der Gewinner-Gabentisch.
rechts:   Daniel aus Dingens-an-der-Oder, erster Ultra – Schneggi sagt ihm gleich, was er sonst noch so unbedingt laufen müsse, bevor er ins Grab steigt.


Berlin und Kassel, Hardy und Dietrich haben sich gefunden.


Das ehrwürdige Gebäude mit den kalten Duschen soll nicht unfotofiert bleiben – gut, dass die Duschen kalt sind, ehrlich dieses Mal.










Die Beute heute


Die Startnummer vorne für den Start - und hinten drauf ist ooch noch wat, alles hinten fürs Ziel.


links:   Die urige Kunde für die Senioren.
rechts:   Aufnäher für den Schlafanzug und die besten gefilzten Stifte im ganzen Harz.   

Ein fantastico Tag, absolut gigantischer Lauf, genug gelabert.  Bevor der Bus nach Wernigerode zurüggsegelt, springt noch der Obermacher Peter Unverzagt rein und meint, dass man unbedingt näxtes Jahr wiederkommen solle und noch einen mitbringen müsse, die Stregge verträgt noch mehr Treter - jawohl, Scheffe, wird erledigt.

In der der Kühle-Vereinsnamen-Wertung dieses Mal:
1. Platz für "Isnichmehrweit" - 2. Platz für "Lauf und Sauf" - 3. Platz für "Fettleibige Ballenstedter".  Außerhalb der Wertung, da nicht als Vereinsnamen gelistet, verdient das doch ne ehrenvolle Erwähnung:  "Annett drunter und drüber".

Grüzi
Schneggi


Hier oben das Streggenprofil und unten die 51 km-Stregge der Harzquerulanten direkt von ihrer webbigen Seite www.harzquerung.de.


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Kommentare ...

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Hey Joe am 27.04.2010 um 16:08 Uhr
Wieso gibt's eigentlich so viele Fotos von der blauen Rakete, war Lahmsogge etwa gedopt?!

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